|
Erkenntnistheorie und politische Praxis - Seit 1973 - Redaktion: Horst Lummert
1996-00-00
Der ethnische Kollektivgedanke hat den Inzest zur Grundidee und ist drum vom Tode gezeichnet.
In der Praxis führt er zu einer negativen Auslese.
Was also mit der "ethnischen Reinhaltung" erreicht werden soll, wird gerade vermieden.
Wer auch das Gute wegtut, nur weil es "fremd" ist, alles Schlechte aber beibehält und kultiviert, wenn es nur aus dem eigenen Neste stammt, kann sich ausrechnen, was dabei herauskommt.
Was am Ende übrigbleibt, ist ebenso eintönig wie widerstandsschwach.
Im "völkischen Adel" scheint der Inzestgedanke seine höchste Form zu erreichen.
Das Sterben der Arten und Kulturen läßt sich auf Homogenisierung zurückführen.
So gerät der Inzest in die unmittelbare Nähe des Suicids, ja, wird mit ihm - genealogisch gesehen - identisch.
Die "völkische Idee" ist eine Ideologie des Völkerselbstmords.
Insgeheim beruht sie auf Parthenogenese.
Zu Ende gedacht, mündet sie in die - gentechnisch mittlerweile "machbare" - geklonte Gesellschaft, und die ist unsterblich.
Sie kann nicht mehr sterben, sie hat sich aus dem Lebensprozeß ausgeklinkt; sie ist bereits tot.
Der Totenkopf als Symbol der "völkischen Elite" des NS-Staats war eine Konsequenz aus diesem Sachverhalt.
Darin liegt auch die Logik von 1945.
kuckuck
feder 7
II. quartal 1996
30. Mai 1996
kokhaviv press:
Horst Lummert in kuckuck (kulikri)
kokhaviv publications > kuckuck network > archive
© Copyright 1999 - 2002 kokhaviv publications