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Erkenntnistheorie und politische Praxis - Seit 1973 - Redaktion: Horst Lummert
1995-00-00
DEUTSCH, DEUTSCHLAND.
In der Torah werden uns Amaleq und Israel als Erbfeinde geschildert.
Israel soll Amaleq mit Stumpf und Stiel ausrotten bis ans Ende der Tage.
Ich habe den Namen "Amaleq" hypothetisch als "Am Al Amaq" entschlüsselt, was so viel wie "Volk des unerforschlichen Gottes" bedeutet.
Nicht zufällig nehmen heute Deutschland und die Deutschen den Platz Amaleqs ein.
Wir verstehen den deutsch-jüdischen Konflikt falsch, wenn wir die Juden lediglich als "Opfer" und die Deutschen als "Täter" beschreiben.
Gewiß sind die Juden, ist das Judentum an sich zur Zielscheibe deutschen Antisemitismus' und Antijudaismus' geworden.
Darüber wird aber vergessen, verdrängt oder gar nicht gewußt, daß Deutschland und die Deutschen gewissermaßen teleologisch - analog dem biblischen Amaleq - ein Feindobjekt jüdischen Nachsinnens und politischen Agierens sind, sein müssen.
Das hat etwas mit dem Namen DEUTSCH zu tun.
Nach jüdischer Sprachmystik ist der Name die Seele des Menschen, sein Gesetz, sein Programm, seine Bestimmung, das Signum seiner Besonderheit.
Der Name DEUTSCH ist oft als "DOITSCH" verbalhornt worden.
Doch die Verbalhornung verdirbt den Namen nicht, sie verdeutlicht ihn eher noch, läßt ihn im Wesentlichen unangetastet.
Wenn wir DEUTSCH hebräisch lesen und schreiben, und das ist sozusagen die ursprachliche Analyse, kommen wir auf die Grundform DV(O,U)I(')T(D)s.
Das "E" ist hier ohne Bedeutung.
Die Wurzel besteht aus D-V-D oder D-V-I-D (V=O=U).
Wir haben es in den Schreibweisen "dutch", "duits"; d und t sind auswechselbar, etymologisch identisch.
DEUTsch, DOITsland, DOIDs- oder DODs- oder TOTsland ist nichts anderes als: DAVID, im Arabischen auch DAUD; Daudsland, Davidsland.
Die DEUTSCHEN sind - jeder Zweifel ist etymologisch auszuschließen - die DAVIDISCHEN.
Das kann kein Hebräer einfach auf sich beruhen lassen.
Denn: DAUD, DAVID, DOID, DEUT in all seinen Abwandlungsmöglichkeiten, hat Wortbedeutungen, die den friedfertigsten Juden irritieren müssen.
Was soll ein frommer Jude, des Hebräischen mächtig, denken, wenn er liest, daß ausgerechnet die Deutschen ihrem Namen nach die Lieblinge, Freunde, Vettern, die Verwandten Gottes sind?
Obendrein - Tudah/Taudah - das Volk der Bestimmung, des Gesetzes, der Sitte, des Brauchs, Deutschland das Land der Überlieferung Gottes?
Und es ist das Land und das Volk des Bekenntnisses, des Geständnisses, der Danksagung, des Dankes.
Denn Todah besagt eben dies.
Und es ist das Volk des geheimnisvollen Gottes der Ägypter namens TOT, TAUT.
TAUT ist jener Unerforschliche (dem biblischen Gott so ähnliche Herr der Zeiten, der Vergangenheit und der Zukunft, Gott des Schicksals, der Schrift, der Familie), von dem Amaleq - ich sage: Am Al Amaq - seinen Namen hat.
DAT ist wiederum das Gesetz, die Verordnung.
DUDI ist Alraun, Mandragora, Liebesapfel, ein geheimnisvolles, zauberkräftiges Wurzelgewächs.
Hier kommen also Elemente herein, die mit "deutsch" auch herkömmlich assoziiert werden.
Alles in allem scheinen die Deutschen ein ordentliches, der Bestimmung nach gesittetes, konservatives, gesetzestreues, im übrigen dankbares und irgendwie auch geheimnisvolles Volk zu sein, von Gott behütet in schwersten Stunden, getragen von Stein zu Stein durch alle Flut, doch verfemt von anderen Menschen und Völkern.
Deutschland ist freundlich, hat jedoch kaum Freunde in der Welt.
Ein Freund Gottes wie Ismael*, dies allerdings unübersehbar.
* Der erste Sohn Avrams, der später Avraham (Abraham) heißt. Ismael gilt als biblischer Urvater aller arabischen Stämme und wird als Yishmael im heutigen Israel und in der hebräischen Literatur mit den arabischen Moslems identifiziert.
Wer aber sind diese Deutschen?
Eine Rasse?
Was heißt überhaupt "RASse"?
Im Hebräischen ist ROSch, RESch: Kopf , Haupt, Person.
Oberhaupt, Führer, auch Hauptstadt, Spitze, erster Rang, Gipfel, Gesamtzahl, Abteilung, Haufe, Kriegsvolk, Ausgangspunkt, Anfang, Hauptteil.
Aber auch: Armut.
RASCHA heißt gottlos, ungerecht sein, abfallen, als gottlos überführen, schuldig sein.
RAASch: Erschütterung, Erdbeben, Schlachtlärm, Getöse.
ROSch ist auch Giftkraut, Schirling, Gift.
Der Rassebegriff (vgl. arab. Ras, Rais) ist etymologisch ziemlich ambivalent.
Als ob man ihn auf vielerlei Weise mißbrauchen soll.
Der Kern von RAS ist Kopf.
Vom Kopfe her wissen wir den Namen.
Der Name ist Gesetz, Bestimmung, Seele, Besonderheit...
Wer den Namen DEUTSCH trägt, sich zu ihm bekennt (oder nicht bekennt), ist Deutscher - in der ganzen ontologischen Bedeutungstiefe.
Wenn Deutschland Davidsland ist, stellt sich auch diese Frage:
Ist Deutschland dazu ausersehen, vom Volke Davids, also Israels, seinem geschichtlichen Selbstverständnis nach, als ERETZ beansprucht, eingenommen, besetzt zu werden?
Ich meine, daß Deutschland Davidsland ist, unterliegt (etymologisch) keinem Zweifel, und jeder hebräische Schriftgelehrte weiß das.
Gehört Davidsland den Söhnen Davids (im herkömmlichen Sinne), oder sind die Davidischen, Doitschen, Deutschen (!) Gottes Lieblinge, die wahren Freunde Gottes?
Nach allem hat Deutschland, haben die Deutschen eine hebräische Wurzel, einen toranischen Hintergrund, den der Antisemitismus verdrängt, weil er die Sprache der Hebräer verdrängt, den Schlüssel zum Verständnis der deutschen - heilsgeschichtlichen - Bestimmung.
Die Wiedergeburt des Islam weist uns den Weg zu den Fundamenten.
Aber wir können beim Islam nicht stehenbleiben, müssen vielmehr zu den weiter zurückliegenden alttestamentarischen, (ur)sprachlich hebräischen Wurzeln, den geistigen und seelischen Ursprüngen durchdringen, wenn wir unsere heutige Situation verstehen, die Zeichen göttlichen Willens und Wirkens erkennen, schließlich unser je eigenes Mandat wahrnehmen wollen.
Ist die Vertreibung der Deutschen aus ihren Stammländern ein wesentlicher Bestandteil des Krieges gegen die Lieblinge Gottes, die Favoriten des Herrn?
Ist damit zu rechnen, daß wir auch den Rest des Landes mit dem Namen DEUTSCH verlieren...
Oder gibt es der Herr seinen Freunden im Schlaf?
Hat Deutschland nichts als die eigene Untreue zu fürchten?
Ist der Kampf um Deutschland ein kosmischer, ein kosmologischer Konflikt - auf Erden um die Gunst Gottes?
Treten dahinter alle anderen Fragen als unerheblich zurück?
Ein Kennzeichen messianischer Zeit ist es, daß das Böse gut, das Gute böse genannt wird.
Offenbar trifft dies auf unsere Zeit zu.
Allein, wer das Gesetz Gottes kennt, kann wider besseres Wissen handeln, denken, reden und schreiben.
Wem die Torah, wem die Evangelien, wem der Quran gegeben wurde, der kann sich nicht damit herausreden, er habe es nicht gewußt.
Nun wird den Deutschen genau diese Ausrede ständig vorgehalten...
Theologisch oder einfach erkenntnisgeschichtlich müssen wir davon ausgehen, daß den Deutschen keinerlei Schrift offenbart wurde, die sie binden würde wie das Volk Israel an die Torah oder den arabischen Moslem an den Quran.
In diesem Sinne können die Deutschen als Deutsche gar nicht wider besseres Wissen sprechen, tun oder nicht tun...
Gott hat den Propheten Jona zurechtgewiesen, als dieser von ihm forderte, doch sein Wort wahrzumachen und die Stadt Ninive zu vernichten.
Der Herr weist ausdrücklich darauf hin, daß
mich sollte nicht jammern Ninive, eine so große Stadt, in der mehr als hundertundzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere? (Jona 4,11).
Unwissenheit begründet Unschuld.
Er sagt nicht: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.
Er sagt: Sie wissen nicht, also werde ich sie verschonen.
Gestraft werden die Wissenden, die wider ihr Wissen, gegen ihre innere Wahrheit und Überzeugung gewirkt haben.
Allein sie können schuldig werden!
Der deutsche Antisemitismus ist nicht nur eine Folge des Unwissens; er ist vor allem eine Bedingung, weil er davon abhält, die heiligen Schriften in ihrer Ursprache zu studieren.
Die Deutschen lehnen das Jüdische, das Hebräische, das Semitische instinktiv ab.
Ein unerklärlicher Widerwille bewahrt sie vor der Wahrheit der Torah - und damit vor dem Schuldigwerden.
Der Antijudaismus der Deutschen ist ein Zeichen ihrer Unschuld.
Ein verantwortliches Plädoyer für die Deutschen ist also eigentlich nur aus jüdischem Wissen heraus möglich.
Historische Voraussetzungen und politische Aktualität enthüllen die rätselhafte Südsehnsucht der Deutschen als eine geopolitische Notwendigkeit.
Um zu wissen, wer unsere Freunde sind, müssen wir zunächst unsere Feinde identifizieren und lokalisieren.
Die völkerrechtliche Lage erleichtert uns die Ermittlung.
DDR und BRD waren Konstrukte der Besatzer.
Die DDR ging mittlerweile in der BRD auf.
Die neue BRD gilt wie die alte als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches.
Bei genauerem Hinsehen wird jedoch klar, daß die Rechte des Reiches ruhiggestellt worden sind, während die Pflichten, Schulden, Rechts- und Politverbindlichkeiten zweifellos von der BRD wahrgenommen werden, bis hin zur historischen Erpreßbarkeit.
Völkerrechtlich besteht das Reich jedoch fort - und zwar im Zustande der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht.
Das Deutsche Reich gilt der Anti-Deutschland-Koalition des Zweiten Weltkriegs weiterhin als Feindstaat, was sich in der UNO-Satzung in Form von "Feindstaatenklauseln" niedergeschlagen hat.
Ein Friedensvertrag wurde mit Deutschland nicht abgeschlossen.
Das Deutsche Reich befindet sich demnach auch heute im Kriegszustand.
Frieden herrscht lediglich mit der Bundesregierung und der Bundesrepublik als staatlicher Organisation.
Die historische Haftbarmachung Deutschlands ist eine Inhaftnahme des deutschen Volkes in Vertretung des Deutschen Reiches.
Die neue Souveränität Deutschlands ist eine Souveränität der Regierung über und gegen das Volk.
Ihrem völkerrechtlichen Charakter nach ist die Bundesrepublik ein Vasallenstaat mit purer Binnensouveränität.
Wessen Vasall die BRD sei, erklärt sich aus dem fortdauernden Kriegszustand.
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Vasall der Anti-Deutschland-Koalition.
Auch das Deutsche Reich hatte Bündnispartner.
Die Achsenmächte Japan und Italien waren es formal an erster Stelle.
Italien war objektiv ein falscher Partner, der uns mehr Schwierigkeiten bereitete, als daß er eine Hilfe gewesen wäre.
Japan verfolgte eine eigene Politik, die sich um Bündnisinteressen wenig kümmerte.
So war es für das Deutsche Reich verhängnisvoll, daß Japan sich entschloß, die russische Asienfront zu entlasten.
Auch hier war der Schaden größer als etwa der Nutzen aus der Zersplitterung der US-amerikanischen Kräfte.
Deutschland hatte jedoch auch Freunde, die aus eigenem Interesse die Feinde unserer Feinde waren.
Wir hatten Freunde in Ost- und Südosteuropa, in den islamischen Ländern, im Kaukasus.
Der serbische Krieg gegen Bosnien und der russische Krieg gegen Tschetschenien setzen auf ihre Weise den zweiten Weltkrieg fort.
Die Weigerung des Westens, den überfallenen Völkern Hilfe zu leisten, sich für ihr Völkerrecht einzusetzen, hängt mit dieser Geschichte zusammen.
Es ist eine Geschichte der fast ununterbrochenen Leiden.
Diese Völker wurden und werden für ihr spontanes Bündnis mit Deutschland "bestraft".
Die "Maßnahmen" Tito-Jugoslawiens gegen die Moslems und die vielen anderen Freunde Deutschlands auf dem Balkan waren ebenso wie die Ausrottungsfeldzüge und Deportationsverbrechen Stalin-Rußlands im Kaukasus, auf der Krim... indirekte Kriegshandlungen gegen Deutschland.
Die Opfer der Repressalien gingen für uns in die Verbannung, wurden für uns gepeinigt und gemordet.
Die ungezählten Völkermorde an unseren ganz natürlichen Bündnispartnern sind für uns eine historische Verpflichtung.
In der Tschetschenien-Debatte des Bundestages vom 19.1.95 sagte Bundeskanzler Kohl, daß er trotz menschenrechtlicher Bedenken die Politik der "Unterstützung Jelzins" fortführen werde.
Jelzin sei sein Freund, und er, Kohl, wäre doch ein armseliger Zeitgenosse, wenn er Jelzin jetzt mit seinen Schwierigkeiten allein ließe.
Die Tschetschenien-Politik der Bundesregierung wäre schon mit dieser Begründung falsch.
Doch Kohl ging noch weiter.
Er wies auf den Zusammenhang "Tschetschenien-islamischer Fundamentalismus-Terrorismus" hin und lieferte somit der russischen Vernichtungspolitik im Kaukasus die Rechtfertigung.
Kohl sagt etwa folgendes: Im Kaukasus handelt es sich vor allem um moslemische Völker, bei denen der islamische Fundamentalismus mehr und mehr um sich greife.
Von der Türkei führe ein direkter Weg zu den maghrebinischen Staaten, wo in Algerien der innere Krieg bereits weit fortgeschritten sei.
Kohl machte Andeutungen, aus denen man erkennen konnte, daß er über den Ernst der Lage in Algerien sehr beunruhigt ist.
Die Bundesregierung interpretiert demnach die Lage als einen Konflikt zwischen Europa und dem Islam und nimmt nun natürlich Partei für Europa, dem sie auch Rußland zurechnet.
Und Rußland erfährt hier nun also eine besondere deutsche Bestätigung und Unterstützung seiner menschen- und völkerrechtswidrigen Unterdrückungs- und Völkermordpolitik gegen Tschetschenien und die anderen Kaukasus- bzw. Moslem-Völker, was sich auch die Serben notiert haben werden.
Diese Politik verstößt gegen deutsche Interessen.
Eine Politik der Absicherung und Verharmlosung von Kriegsverbrechen ist moralisch unhaltbar.
Die Bundesrepublik qualifiziert sich damit als Vasall erster Güte, der ohne Not und grundsätzlichen Widerspruch, ja gegen seine eigenen "menschenrechtlichen Bedenken", über Nacht zum Komplizen eines verbrecherischen Regimes geworden ist.
Der Rassismus ist mittlerweile ein Krebsschaden jeglicher Politik.
Wer als Deutscher die Schädigung anderer Individuen und Völker durch diesen Rassismus vielleicht mit Beschädigungen Deutschlands aufrechnen möchte, der sollte dann wenigstens zur Kenntnis nehmen, daß derselbe Rassismus, der die Völker gegen die Deutschen aufbrachte, das deutsche Volk selber in seiner Existenz, der Seele seines Daseins getroffen hat.
Ein Deutscher mag sagen, was kümmern mich die anderen, er kann nicht sagen, was kümmern mich die Deutschen (oder beides nur zynisch).
Tschetschenien ist überall. Wir sind alle Tschetschenen.*
* Jüngst steht in der Zeitung, daß nach dem Roten Oktober 1917 dreihunderttausend (300.000!) Russen nach Berlin kamen, um hier Asyl zu finden. Das ist lange her. Aber die Nachricht Ende Mai 1995 läßt aufhorchen, weil mit dem geschilderten Umstand ein "Interventionsrecht" Rußlands, wie es das auch anderwärts für sich in Anspruch nimmt, verbunden sein könnte.
Die Rehabilitierung des Reiches ist undenkbar ohne diese grundlegende Einsicht: daß die NS-deutsche Rasse-Politik natürlich ein Verbrechen war, darüber hinaus jedoch - und das wiegt geschichtlich viel schwerer - ein Fehler .
Die euro-islamische Strategie ergibt sich aus der geopolitischen Gesamtsituation.
Der Islam ist der Schlüssel zur Fortsetzung der deutschen Geschichte.
Das Deutsche Reich ist 1945 nicht untergegangen, und wenn, so nur, um eines Tages wieder aus der Taufe gehoben zu werden.
Es besteht - völkerrechtlich! - fort als das eigentliche Fundament deutscher Staatlichkeit.
Das Reich ist mit BRD und DDR und BRÖ und anderen Konstruktionen/Destruktionen quasi zugedeckt worden, vergessen, beiseitegeschoben...
Seine nationalpolitische Wiederbelebung steht rechtlich und moralisch außer Frage.
Die besondere Dialektik dieser Reichsgeschichte macht Hitler gleichsam zum Propheten der politischen und geistesgeschichtlichen Konsequenzen.
Islamisierung der Deutschen, Beschneidung der deutschen Männer und Knaben,* soll die Unwissenheit und damit die Unschuld vor dem Gesetz als dem Kategorischen Imperativ beenden.
* Eine psychosomatische Notwendigkeit, die Nietzsche eingesehen hatte, der er freilich auswich, um sich den "Rückzug offen" zu halten. Sein regressiver Lebensabend war - als Lehre - für ihn schon zu spät. Die Rede ist vom Geheimnis des männlichen Geistes. Es geht um eure Wiedergeburt. Drum fürchtet euch nicht!
Die Fortsetzung der deutschen Reichspolitik unter der Fahne des Propheten (Mohammed) wischt den ganzen Rassismus vom Tisch, überwindet die innere Zerrissenheit des deutschen Volkes und macht Deutschland und deutsche Reichspolitik wieder interessant und vor allem akzeptabel für andere Völker.
Die an Friedrich II. von Hohenstaufen anknüpfende mittelländische Reichsidee ist eine - die angestammten Siedlungsgebiete garantierende - Vielvölkeridee und ähnelt insofern eher dem - freilich übers Mittelmeer ausgreifenden - Modell Österreich-Ungarn als dem eigentlichen Reich der Deutschen.
Völkerrechtlich müssen wir jedoch an 1945 anknüpfen.
Das heißt, daß der Krieg fortgesetzt wird oder die Feindmächte sich zu einem Friedensschluß mit Deutschland, dem Deutschen Reich, bequemen.
In der Praxis wird ein Bürgerkrieg dorthin führen.
Die aktuellen Polarisierungen aus Anlaß des 8. Mai 1945 sind der sichtbare Beginn dieses deutschen Binnenkrieges.
Die euro-islamische Strategie, als Gegenstrategie zur anti-islamischen Politik der "einstigen" Anti-Deutschland-Koalition entworfen, wird damit zu einer Strategie der Islamisierung, zu einer Strategie der islamischen Kulturrevolution in Europa.
Die Anknüpfung an das Reich Friedrichs II., des Staufer-Kaisers, ist zugleich eine Fortführung und Verdeutlichung seiner Politik.
Friedrich ging den Schritt der Annäherung an den Islam, verlor damit aber die Verbindung mit dem vatikanisch dirigierten Europa.
Exkommunikation und Bann durch die Kirche konnten gleichwohl nicht die überragende Friedenspolitik des Kaisers aus der Welt schaffen.
Die Kirche brach mit ihm.
Er aber hätte mit dem Vatikan, der römischen Kirche, dem Papst und dem ganzen Christentum brechen, den Islam, mit dem er längst sympathisierte, auch offiziell annehmen und unter dem Banner des Propheten sein Reich zurückerobern müssen.
Dies bleibt zu tun.
Damit haben wir den großen Bogen eines Kontextes deutscher und europäischer Geschichte.
Ohne gemeinsamen Glauben ist das Reich Europa nicht zu schaffen.
Christentum, Sozialismus und nationalistische Ideen haben ausgedient, sind allenfalls noch als Konfliktelemente wirksam.
Der Islam hat von seiner quranischen Verfassung her das Recht und den Vorzug, die historisch vorgegebenen Epochen in sich aufzunehmen und zu versöhnen.
Die islamische Renaissance als eine europäische Kulturrevolution in den Dienst der mittelländischen (!) Reichsidee stellen heißt: den islamischen Stier bei den Hörnern packen und ihm den Reichsstempel der Erneuerung aufdrücken.
Dies ist die wiederkehrende Stunde der Prüfung deutschen philosophischen Denkens.
Die bedrohlichen Signale aus Rußland haben die amerikanische Europapolitik verändert.
Die Intervention der NATO auf dem Balkan ist ein erster richtiger Schritt.
Die europäischen Mächte haben sich als untauglich erwiesen, die serbische Aggression zurückzuschlagen und die Ordnung wiederherzustellen.
Die alten Machtinteressen Englands, Frankreichs, Rußlands, Italiens und Deutschlands blockierten sich gegenseitig.
Der US-Eingriff liegt im deutschen Interesse.
Die USA via NATO sind heute die europäische Ordnungsmacht, die Deutschland sein müßte, aber aus vielerlei Gründen nicht sein kann.
Nehmen wir die NATO als moderne Zusammenfassung der "Anti-Deutschland-Koalition", so haben wir seit dem Ende des Kalten Krieges erstmals wieder den Einsatz dieser Kräfte im Interesse Deutschlands.
Diese Vorgänge und etwas komplizierten Zusammenhänge wollen wir nicht übersehen.
Der Balkankonflikt hat gezeigt, daß die alte Konstellation der europäischen Nationalstaaten für Deutschland wieder sehr gefährlich werden kann.
Deutschlands Feinde und Rivalen sind Nachbarn.
Eine Einigung Europas ist der Weg aus dieser Sackgasse.
Der "Reichsgedanke" ist ein auf den gesamten Mittelmeerraum erweiterter "Europagedanke" - eine "euro-islamische Idee".
Eine geopolitische Notwendigkeit.
Einen Weg zurück gibt es nicht.
Der Herr der Geschichte wird's richten.
Alles andere sind Sandkastenspiele.
Januar 1996
online-Fassung
kuckuck
feder 6
frühjahr 1996
9. Januar 1996
kokhaviv press:
Horst Lummert in kuckuck (kulikri)
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