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Erkenntnistheorie und politische Praxis - Seit 1973 - Redaktion: Horst Lummert
1985-00-00
Frechheit verwechselt dieser Typ seit je mit Mut, Ungeschliffenheit mit Charakter, Unverschämtheit mit Ehrlichkeit.
"Auf gut deutsch gesagt", diese Formel kündigt immer eine Lümmelhaftigkeit an. Märkische Kultur, rotzige balina Fresse.
Und dann immer hintenrum hundeschwanzwedelndes Angebot der Entschuldigung.
Hat er das wirklich am 3.2.77 geschrieben samt Begründung: "Ich bitte also lieber um Entschuldigung"?
Hat er vorsorglich vor 8 Jahren eine präventiv-allseitige Selbstgeneralamnestie niedergekohlt, weil er sich nicht kontrollieren kann?
Etwa nicht kann? Nein, der könnte wohl. Er will sich nicht zivilisieren.
Hat er das wirklich 1977 formuliert? Just jetzt jedenfalls hat er's veröffentlicht. Sogar lesbar.
Nun gut, ich lebe nun mal in diesem Staat. Der hat mir noch nie geholfen, noch immer geschadet seit 1933.
Ich lebe unter seinen Staatsmenschen, Zombies, in diesem Jahrhundert bekannt geworden für ihre Energie und Gründlichkeit abgrundtiefen moralischen Falls, nicht hingegen auffällig geworden wegen ebenso erstaunlicher Hochschwünge.
Die öde Ebene zwischen ihren Todestälern ist die Normalität ihrer totalen Unauffälligkeit.
Nun gut, ich hätte ja auswandern können. Oder mich endlich gewöhnen können an ihre Unbegreiflichkeiten, nach deren Begehen sie devot entschuldigend immer auf ihre Verkommenheiten deuten als seien diese fremdverschuldet.
Warum sind ihre Impulse, denen sie sich auch noch ausliefern, partout von derselben fauligen Qualität? Na gut!
Argwohn sei eine Grundhedingung proletarischen Denkens. Hierzuland vielleicht oder nur in der Frontstadt. Aber wieso dann des Denkens? Argwohn als persönliches wie Klassenprinzip wird zu Arg-Wahn und Arg-List. Q.e.d.
Zwischendrin Realitätssinn, Denken: "Wer ans andere Ufer will, muß eine Weile mit dem Strom schwimmen." Gilt aber nur für Seine Erhabenheit Herrn Lummert. Schwamm gut mit in Wolf Schenkes NP-Redaktion oder als Trommler im HJ-Jungvolk.
Ich spreche von dem, der über sich und seine Motive zu sprechen peinlichst vermeidet. Indem er uns z.B. von Seite 1 bis Seite 80 ein psychotisch anmutendes Palimpsest zumutet, das samt sinologischem Glossar und dennoch sprachlos den Preis dieses KUCKUCK - Vierteljahreshefte für Illiteratur, Makulatur und Schmäh? - um zwei Drittel verbilligen müßte. Gerechter Weise.
Da kommt doch einer nicht mehr mit sich zurecht. In keinem Land der Erde könnte so einer Freunde gewinnen, nicht nur in diesem nicht, in dem leider Zukunft immer wieder die vergangene Schande bleibt. Dafür dichtet er anderer Leute Umgang zu "Freunden" aus.
Gewiß, gewiß, wie soll man denn noch die Flut der Informationen des Schreckens, aus denen unsre Welt fast nur besteht, in Nüchternheit verarbeiten können?
Die Zusammenbrüche, psychische, physische, politische, in unserer Linken mehren sich erschreckend.
Mitleid also? Mitleid mit einem Beleidiger? "Büttel Heinsohn", schrieb der einmal über einen seiner "Freunde".
Realitätssinn hat er eben doch auch. "Verstocktheit ist die Mutter des Krieges", z.B..
Andrerseits verstockte Nichtanerkennung der Jalta-Linie, Befürwortung der Pershing II, Ableugnung des Waldsterbens.
Hinwiederum nichtsubjektiv-landläufiger Größenwahn: "Die Idee des Christentums, daß die Geringsten Kinder Gottes seien, war edel, war gut."
Nee, war die Idee des Judentums und Islams.
Die christliche Idee war der Scheiterhaufen für alle Nichtmitmacher.
Da steckt einer tief und kritiklos in seiner ethnisch-religiösen Kultur. Er kann nicht die breite Blutspur des Christentums sehen.
"Das Christentum ist die mörderischste Religion, die es je gegeben hat" (Th.u.G.Sartory, In der Hölle brennt kein Feuer, S.88f., Mchn. 1968).
Und zugleich jene, die sich für die sanfteste hält.
Noch und noch lichte Momente: "Faschismus beherrscht und bekämpft zugleich die Bundesrepublik."
Das darf aber nur ER sagen.
"Beherrscht", hat er erkannt.
Kurz darauf wirft ein Nazi-Einwanderer aus der DDR, Roeder, einer von Zehntausenden, alle Einsicht über den Haufen.
Wenn so ein Brauner einen Menschen falsch definiert, dann muß dieser Mensch zwangsläufig gut sein?
So simpel wird auch aus Mathilde Ludendorff eine Antinazistin.
Mangel an Distanz und Differenzierungswillen. Proletkult im Hirn: es gäbe immer nur zwei Möglichkeiten.
Erstaunlich, der frühe (1977) Ökologist (nicht: Ökologe,): "Ich glaube eben nicht an die geschichtliche Notwendigkeit des industriellen Fortschritts" (Industria = Fleiß, Arbeit - E.K.).
"Du erkennst, daß die auf Arbeit beruhende Zivilisation nicht nur ein historischer Irrtum ist... Sie ist vielmehr das Nebenresultat einer schweren Krankheit..."
Blind-Darm-Entzündung (siehe unten).
Da blies einer 1968 hinter der Mauer dem Dutschke die völkische Idee ins noch ganze Hirn, die es verheerender zerstört hat als die Kugel.
Da blies wohl einer 1977 über die Mauer dem Bahro, auch so ein Rudi (der dritte heißt Steiner), die ökologistische Idee in den Kopf.
Bahro braucht keine Kugel, damit sie aufgeht. Damit sie aufgeht, braucht er keine Kugel.
In WEST-Berlin ist alles möglich, nur die Vernunft nicht mehr.
Als ob ich es geschrieben hätte, am Rhein, aber hätt' ich's, er würde mich Ethnizist schimpfen: "In Deutschland erwache, und du packst deine Sachen, dir ist, als ob du in der Hölle geschlafen hast."
Und: "... das müsse wohl am Temperament, an der Mentalität liegen."
Letzteres sage ich nicht, aber das voranstehende Wort: Wesentliches von mir übernommen, 1977?
Naja, muß ja nicht so total verstanden werden, sondern als Wut- und Notschrei. Also?
Also doch nicht.
Nämlich Ethnizist ist jemand, der in den Genen gründelt; ist nicht jemand, der kulturethnologisch forscht und Änderungen anstrebt, weil nur kulturethnologisch Änderungen möglich sind, während Gene unveränderbar sind.
Völker sind Sprachgruppen. The medium (the language) is the message, zumindest wenn man nicht aufpaßt.
Sprache bestimmt die Kultur, es sei denn bewußte Kultur veränderte die Sprache eines Volkes.
Ein ehemaliger KPD'ler (die Studentenpartei ist gemeint) und heutiger teutscher temokratischer Ethnizist, Peter BAHN, hat den Unterschied zwischen seiner und meiner Auffassung vom Stellenwert der Ethnien in der Politik klar herausgearbeitet.
Sein Manuskript liegt seit langer Zeit beim KUCKUCK, unveröffentlicht, damit Dunkelheit herrsche, aus der heraus sich mit Dreckwürfen argumentieren und KUCKUCK-Leser belügen läßt.
Fünf Artikel von mir liegen auch noch im Haus Skalitzstr. 75, unveröffentlicht, vielleicht im Sack des Briefträgers verbrannt von einem Mitarbeiter der Redaktion.
Dort liegen Fotokopien, die verdeutlichen, um was es sich gehandelt hat bei meinen wechselnden Bündnissen im Bundesvorstand der GRÜNEN.
"Ein öffentliches Interesse erscheint mir unabweisbar" (H.L., 11.11.84). Ein Faschingsscherz, um 11.11 Uhr getippt? Oder freches Belügen des Lesers?
Es läßt sich vielleicht schwer darstellen aus diesen Fotokopien, aber Lummert weiß, um was es sich gehandelt hat: Um mein Bündnis mit der Z-Fraktion, um Gruhl und Springmann zum Austritt zu provozieren, hernach mein Bündnis mit der liberalen Mittelgruppe, um einen Maoisten mit Vorliebe für Nordkorea sowie die Instantpazifisten (Kelly, Vogt) zu schwächen.
Lummert, wie gesagt, weiß das genau. Ein öffentliches Interesse besteht, aber Lummert veröffentlicht nicht, sondern lügt gegen sein besseres Wissen.
Er könnte ja mal seine Verwandte fragen, die durch dick und dünn zu ihm gehalten hat all' die Jahre, seinen einzigen wirklichen Freund: ob das Nazireich wirklich so monochrom gewesen ist, wie er, aus unpolitisch-arischen Verhältnissen, es spät nur aus Büchern zu kennen glaubt.
Er meint, Naziverfolgte hätten 12 Jahre lang nicht gegessen, gearbeitet, getrunken, geliebt, ums Überleben gebangt und gekämpft und intrigiert, dazwischen immer wieder herzlich gelacht, Dokumente aus Ämtern geklaut, Säue schwarzgeschlachtet - Naziverfolgte hätten nicht Gymnasiasten sein können, verstörte schlechte, unaufmerksame Schüler, vielen Mitschülern und Lehrern der Prügelknabe.
Er meint, alle Nazis hätten Verbrechen begangen. Ich kannte antinazistische Katholen, die Nachbarn bei der GESTAPO denunzierten, damit sie abtransportiert würden.
Ich kannte einen NSDAP-Kreisleiter in Bensheim, der sich von seiner Frau bewegen ließ, diese Denunziationen nicht nach oben weiterzuleiten.
So, aber auch anders war die Realität. Aber nie monochrom!
Durchgängig einheitsgenormt, wie die Nazis die Deutschen damals mit ihren plump totalitären Mitteln machen wollten, waren sie damals eben noch nicht.
Das ist erst ihren raffinierteren Nachfolgern durch totalen Konsumismus, bunte Massenpresse und TV gelungen.
War der Nazismus schon ein Demokratismus, so wurde der demokratische Pluralismus der Hitlersöhne das perfektere Integrationsmittel zur Totalität, als es alle speziellen Massen- und Unterorganisationen der Einheitspartei NSDAP fertig gebracht haben.
Weit mehr Individualitäten und resistente Persönlichkeitskerne gab es damals als heute.
Das Nazireich war weniger total in der Macht seiner "Erfassung" als sein Nachfolger, weil sein psychologischer Zugriff auf und in den Kern der Persönlichkeit klobiger war als der des Bonner Systems.
Die Verfolgung der Eltern - berührt das deren Kinder etwa nicht? Nazi ist der, der Naziverfolgung nur dann erkennt, wenn sie in der Gaskammer oder im Familienselbstmord geendet hat.
Echte Antifaschisten sind ermordete Antifaschisten: das ist die Meinung des Herrn Horst Lummert. Das war die Meinung von Himmler. Originalton H.L.: "Verfolgte verloren damals ihre Geschäfte." Basta!
"Schülerbogen" - das Wort hör' ich zum ersten Mal. Das Nazireich bestand trotz aller Berliner Bemühung eben nicht nur aus Preußen.
Ein altes, überwundenes südwestdeutsches Vorurteil rumort jetzt wieder in mir: Preußen seien kaltherzig, maschinenhaft, blaß, vorschnell mit dem Mundwerk, feige, taktlos, im Grunde lächerliche Zinnfiguren.
Der Nazismus, dieses Katholenprodukt, konnte nur deshalb so grauenhaft perfekt seine Opfer finden, sammeln und abtransportieren, weil ihm die preußische Staatsmaschine zur Verfügung gestanden hat samt Maschinenmenschen.
Dies einmal geschafft, war der protestantische Maschinenmensch allerdings unbrauchbar für die Schlachterarbeit; das machten wieder die Katholen, besonders die bajuwarischen und balkanesischen, besser.
Dem Luther wie dem Woityla sei's geklagt!
Südlich des Mains und am Rhein traf der Berliner Nazismus aus Gründen demokratischer Resistenz wie katholischer Konkurrenz auf viele verzweigte, lautlose, winzige, unfaßbare Widerstände.
Eine Rolle spielte auch die Indolenz einer mißtrauischen, weintrinkenden, absichtlich langsamen "Mischrasse", in der die dunklen, kleinwüchsigen Nachkommen der romanisierten Kelten sich gekreuzt hatten mit Juden, Zigeunern, langnasigen Hugenotten und krummnasigen calvinistischen Schweizern.
Das Licht des untergegangenen revolutionären Westens, der republikanischen Schweiz, aus den Aufklärungsstädten Mannheim, Mainz, Schwetzingen, Frankfurt, Darmstadt schimmerte noch in die Sehnsucht und Erinnerung vieler Arbeiter, Kleinbürger, Bürger und Bauern.
Schülerbogen!
Es gab einige nazistische sowie stocksadistische Lehrer in der Volksschule, kaum welche in diesem Realgymnasium, das eine Abschiebe-Anstalt war für unangepaßte Schulmeister des Großherzogtums respektive Volksstaats Hessen.
Was diese Lehrer mit Schülerbogen, die ihnen zugegangen waren, nehm ich an, was die damit gemacht haben, weiß ich nicht.
Weiß niemand, den ich inzwischen gefragt habe.
Nichts werden sie gemacht haben außer Ankündigungen, demnächst und trotz der Arbeit und der Fliegeralarme...
Aber dort oben, nicht wahr, in Berlin: ein Teutscher sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen tun.
Halten Sie doch Ihr dummes Maul, Horst Lummert. Sie kennen ja nur Ihr blödes Berlin. Sie sind blöde und böse!
Ich wurde wenige Tage später 13 Jahre, als die Alliierten hier dem Nazismus ein Ende setzten, vorübergehend.
Das Bismarck-Hitler-Reich war tot und wir befreit. Heute sind wir wieder unfrei, wenn es auch nicht gemerkt wird - die Sau fühlt sich im Stall völlig frei, nur die Wildsau nicht - und das Reich, es soll uns doch wieder werden.
"Jungvolk-Führer" war ich genau so wie Horst Lummert Mitglied des SS-Wachpersonals in Auschwitz.
Kleiner Dreckfink! Dreckstück, wer mir Zusammenarbeit mit "rechtsradikalen Kreisen - auch mit politischen Freunden aus der Nähe des 'RSHA'" andichtet ohne den Ansatz eines Beweises. Morally insane! -
Was die Lehmann-Kelly umtreibt, was den Roland Vogt im Bundestag hält, was der Exgeneral Bastian wert ist - das hab ich alles vor vier Jahren gesagt.
Jetzt haben sie's von selbst gemerkt.
Die sind imstande und sagen mir im Vertrauen und als sei ich ahnungslos, daß des Adis jüngster Sohn Rudi heißen tät.
Jetzt sag ich's nocheinmal und nocheinmal im Zusammenhang, damit sie nicht immer tröpfchenweise es durch den Trichter bekommen: das hängt alles zusammen, der Nazismus, der Biologismus, der Ökologismus, der Stalinismus (Maoismus), die Vielgötterei, der Irrationalismus.
Euch wird noch manches andere Licht zu spät aufgehen.
Und es wird Zeit für eine Partei, in deren Programm die präventive Hinrichtung dieses Personennetzes ein dicker roter Punkt ist.
Wohlgemerkt: nicht die Lehmfrau, der Roland und der alte Nazi- und Adenauer-Militär, die sind schon out.
Sondern die Hitler- und Stalin-Söhne und -Töchter.
Kopf ab!!
Es gibt Menschen genug, nur qualifizierte zu wenig.
Und was wir an Ariern und MLern entmündigen, kann leicht numerisch und qualitativ überboten werden durch die Naturalisierung (so heißt das komischer Weise) von Tamilen, Türken, Negern und wer da noch hereinwill aus der übervölkerten Welt.
An Rudolf Bahros Bhagwan-Be"geist"erung, Biologismus, Pfingstzeit-Chiliasmus, gesamtdeutschem Ethnozentrismus erweist sich die strukturelle Identität von Aufklärungsfeindschaft, Nazismus und Christentum (Letzteres verstanden als Priesterherrschaft, Hierarchismus und christologisch-polytheistische Ideologie).
Seine Wunschvorstellung einer "Assoziation von Gemeinden, also von Lebensgemeinschaften" - wenn etwas anderes denkbar ist als Lebensgemeinschaften, dann nur Todesgemeinschaften, im Massengrab; Bahros akkumulativer Kohl-Stil gibt unfreiwillig die letzte Konsequenz dieses Entwurfes preis - "mit Gott bezw. Göttin in der Mitte" unterscheidet sich grundsätzlich vom Ziel der Weltföderation aus Republiken mit dem Einen Gott des Gesetzes darüber.
Seine "Pfingstzeit mit dem lebendigen Geist ausgegossen", sein Anti-Urbanismus (die Stadt - "parasitäre Tendenz von Anfang an"), sein Anti-Kosmopolitismus (der Exstalinist stellt fest: "Kosmopolitisch ist vor allem das Kapital"), sein antizivilisatorischer, Anti-Citoyen-Affekt ("... wir gefährden ... indem wir den Weltmarkt... infragestellen"), seine Befürwortung des "Rückwärtsgangs" ("... möglichst wenig Umwandlung in die Geldform bei möglichst wenig Umverteilung...") - kurzum der steinzeitliche Kuhstall mit zweibeinigem Rindvieh, und von den Schlächtern spricht er noch nicht, oder doch nur indirekt ("Es ist nicht erforderlich, daß die täglichen Lebensmittel, die Werkzeuge, die Kleidung, die Bildung und die Medizin für den täglichen Gebrauch irgendwelche Ferntransportwege berühren. Wir müssen generell wieder lernen, von dem zu leben..., was wir örtlich vorfinden": also Steckrüben im Winter, Hacke und Schaufel, auch für Hinrichtungen à la Pol Pot, Strickkleider, Märchen am Herdfeuer und abends kalte Güsse gegen TBC, Medizin nur, sofern auf Schleichpfaden herbeigeschafft, einmal in einem Menschenleben: Pol Pot ging nur fast so weit) - dies alles kennt der Historiker als den Johanneischen, Joachitischen Mief christlicher Dritte-Reichs-Schwärmer.
Joachim von Fiores Rausch (der Christ Bahro will "die unsichtbare Kirche", der Monotheist keine Kirche) hatte letztens noch Möller van den Bruck erfaßt und Hitler.
Jetzt Bahro. "Formell, strukturell gesehen", steht nämlich Bahro der zu schaffenden Weltgesellschaft des citoyen universel so gegenüber wie der Nazi-Ideologe, ob Möller, ob Rosenberg, der demokratischen Minderheit im Weimarer präfaschistischen System gegenüber gestanden hat.
Bahro: "Die Große Maschine manifestiert den Tod Gottes. In einer von ihr entlasteten Kommunikation (zwischen Kuhställen, E.K.) kann er wieder auferstehen und wieder gegenwärtig sein. Wo der Mensch seine Mitte wiederfindet..."
Des Menschen Mitte ist der Nabel. Nabelschau macht egozentrisch. Bahros Gott ist kein anderer als DER GROSSE GOTT PAN der GOLDEN DAWN SOCIETY, einer Muttergesellschaft von Hitlers Thule-Gesellschaft sowie der heutigen GRECE-Gesellschaft des Alain Benoist (Neue Rechte, Paris).
(Alle Bahro-Zitate aus taz v.10.u.17.12.84, Hamburger Rede u. Rede-Entwürfe, Bremer Abschiedsrede).
Die Christlichkeit des Bahro läßt sich auch ablesen an seiner Bewertung der bürgerlichen Emanzipation vom Mittelalter, "von der Kirche, von Christus", sie sei eine "satanische Rebellion".
Das hören wir seit 500 Jahren vom papistischen Rom.
Hier singen Lummert und Bahro seit einiger Zeit ihr Duett.
Der Ostdeutsche von jenseits der Mauer geht ein bißchen weiter: "Volksaufstand gewaltlos, Bürgerkrieg..."
Nicht zu haben in Deutschland, nicht gewaltsam, nicht gewaltlos. Das Gewaltmonopol hat der Staatsapparat. Er wird Volksaufstand und Bürgerkrieg befehlen und der Michel wird gehorchen.
Bahro, auch so ein Größenwahnsinniger, will "den Tiger reiten", ihm sagen, was er fressen soll und was nicht.
Menschen in jedem Fall, nichtwahr Herr Professor?
Die Instauration (über sie siehe unter "Appendektomie") wird, falls Reagan nicht den Krieg auslösen kann, ganz ruhig durchgehen via einer Abspaltung von den GRÜNEN, via verwandelter und scharf kontrollierter SPD und gegen eine Christen-Union, aus der die Bauern und Kleinbürger auswandern werden.
Nix isses mit Fahrtrichtung auf den ökologistischen Menschenkuhstall.
Es geht in Richtung Weltrepublik, auf die das Gewaltmonopol auch des deutschen Staates, angelsächsisch gewaltengeteilt, übergehen wird.
Bahro, einmal protegiert von London, ist völlig ins Deutsche abgeglitten oder es gelingt ihm nicht mehr, seine politische Deutschheit zu verstecken.
Er denkt vor-montesquieuisch, eben "urtümlich" wie Herrmann der Cherusker.
Er kennt nicht einmal den Unterschied von "lo stato" und "res publica".
Bahro nennt seine Meister: die Kunstfigur "Jesus Christus" (in Nizäa zusammengeleimt aus unvereinbaren Elementen, dem jüdischen Joschua und dem römischen Sonnengottkaiser), die Lüge der "jüdisch-christlichen Kultur" (unvereinbare Elemente; Kulturfeindschaft, Kriminalität als Folge; dazu Maskierung des inhärenten Antisemitismus), Thomas Müntzer, Meister Eckhart, Franz von Assisi, Joachim von Fiore.
Von Johannes dem Evangelisten und Johannes dem Apokalyptiker hat er m.W. noch nicht gefaselt.
Nicht nur ERNST BLOCH, auch ALFRED ROSENBERG hat diese Figuren gefeiert.
Der von einer erbsündefreien Jungfrau geborene Christus schnellt feministisch voran: Maria-Isis-Astarte, "Liebeskultur" - Tempelprostitution? - "Überwindung des Patriarchats".
Christlichdeutsche Brühe, braun mit Blattgrün. Blind.
Die Assoziation zu Darm sind Fäkalien. Entzündet.
Überhaupt diese männisch-weibisch-kindische Transposition von Geschlechtswesen in die Transzendenz.
Gottvater Zeuswotan mit Bart, Geschlechtsverkehr ausübend, einen eingeborenen oder viele Söhne und Töchter zeugend, Astartefreya mit tausend Milchbrüsten (Jungfrau von Elche, Spanien), der Sohnemann phimotisch und hammerschwingend-aggressiv, die Töchterschar blutschänderisch, kriegerisch und lesbisch.
Ende wie Anfang wie christlich getaufte Mitte des abendländischen Zeitabschnitts.
Nichts neues auf dem westlichen Subkontinent Asiens.
Der jüdisch-islamische Zwischenkontinent griff viermal über (Tours, Spanien, Sizilien, Türkei).
Viermal wurde das Angebot humaner Aufklärung blutig zurückgeschlagen.
Der Große Gott Pan, eine oder mehrere Göttinnen "in der Mitte", d.h. als geschnitzte oder gegossene Totempfähle auf den Dorfangern, der johanneisch-joachitische Kunststoffgott Jesusbindestrichchristus dabei - sie alle und einige mehr bilden nicht erst bei R.Bahro ein Konglomerat.
Götter haben verschiedene Namen und bezeichnen verschiedene Denominationen, von allem heidnischen und heidenchristlichen Anfang an.
Sie stehen für ein und denselben Naturmystizismus.
Pluralistische Götterhimmel und -erden bezeichnen das Heidentum östlich, südlich und nördlich des islamischen Raumes der Alten Welt. (In der protestantischen Neuen Welt gibt es gute Ansätze für eine antitrinitarische Fortentwicklung des Christentums zum Jesuanertum).
Über DIE GRÜNEN und Rudolf Bahro läßt sich nicht reden ohne die Erkenntnis, daß der Antisemitismus eine inhärente Erkrankung ist sowohl des Heidentums (in Indien kenntlich als Anti-Islamismus und Anti-Sikhismus) als auch des Christentums.
Während der Niederschrift dieses Teils meines Manuskriptes erhalte ich die Fotokopie eines Artikels "Bahro bei den Bundesbrüdern", verfaßt von "pk".
Publikationsort und Datum sind nicht vermerkt. Diese Rede Bahros zum Thema "Warum betreiben wir Selbstausrottung?" vor dem "Verein Deutscher Studenten" (nach meiner Erinnerung die erste ausdrücklich antisemitische Studentenverbindung Deutschlands) enthält ein neues Element.
Bisher hat sich Bahro noch nicht weitertreiben lassen von seiner heidnisch-christlichen zu einer ausgesprochen antisemitisehen Position.
Dies hat er auch jetzt noch nicht getan. Doch nur noch um Haaresbreite ist er von ihr entfernt.
Den Bundesbrüdern und Alten Herren verzapfte der ostdeutsche Guru nämlich dies: "Der Exterminismus, die Destruktion und Ausrottung schlechthin sei das Ziel aller Zivilisation... Diese Ideologie entstamme den eurasischen Steppenvölkern..."
Jetzt nur noch ein Millimeter, Rudi: Der Nomade Abraham, der in Ägypten Getreide hortende Josef, der in die Wüste ziehende Ismael, der nichtseßhafte Moses, der Karawanenführer Mohammed - Asiaten, nicht wahr, Nomaden, unruhige, alle Werte zersetzende Parasiten, nicht wahr?
Wer war denn Ahasver? Wer hat diese Figur erfunden? Warum hat sie sich zur Diffamierung und zum verbalen Totschlag so trefflich geeignet?
Bahro, ich nannte ihn im November noch einen geriebenen Grenzgänger und -nutzer, hat einen Fuß über die Grenze gesetzt.
Sobald er den zweiten Fuß nachsetzt, wird man ihn den ersten wirklichen Neonazi nennen müssen.
Blind-Darm-Entzündung ist kurierbar durch Appendektomie. Mit Teilursachen der Entzündung werden wir uns noch beschäftigen müssen.
Zum appendektomischen Heilungsprozeß, zur Instauration hat KUCKUCK einiges veröffentlicht, insbes. in Heft 45a-d, S.42, 43, 44, 45, 46, 47 f..
Das alles, incl. früherer Polemiken gegen Dutschke, Havemann, P.Brandt und Bahro (in Ausgaben des KUCKUCK ab Nr. 35/36, d.h. ab Frühjahr 1982), das alles war nur Vorläufiges.
Es war alles viel zu kurz gefaßt, viel zu vordergründig aufgefaßt.
Da waren Lummert und Pohrt schon viel weiter.
Gründlicher, tiefer in die Fakten hinein habe ich gegraben, eben darum aber kam ich nicht so weit voran wie die beiden.
Zudem hat meine Position zwischen praktischer Politik und Schriftstellerei, also nichts halbes und nichts ganzes, was sich auch stilistisch zeigt, hat diese Position, hat auch die Notwendigkeit für mich, neue Gedanken "meinen Leuten" verständlich darstellen zu müssen, hat das alles zu Mißverständnissen eingeladen.
Und von Intellektuellen zu erwarten, daß sie dies durchschauen, das wäre zu viel verlangt.
Die Intelligenz der meisten Intellektuellen hat genau so enge Grenzen wie die Intelligenz des Nichtintellektuellen, nur sind sie anders gezogen.
Nur, nebenbei, kann erwartet und verlangt werden von jedermann/frau, daß er/sie anständig bleibt.
Zum Weiterführenden sei hier nur kurz angemerkt:
Weder DIE GRÜNEN noch die BRD insgesamt werden sich des Neonazismus erwehren können, wenn sie sich nicht entchristlichen.
Und zweitens muß jeder/jede, der/die ein makelloser Kämpfer gegen den Nazismus werden will, die Schwurhand legen auf den jüdischen Dekalog.
Und er/sie muß öffentlich bekennen: "Im Namen ALLAHS, des Erbarmers, des Barmherzigen! - Sprich: Er ist der Eine Gott, Der ewige Gott, Er zeugt nicht und ward nicht gezeugt, Und keiner/keine/nichts ist IHM gleich!" (Sure 112, Die Reinigung).
Als politischer Ökologe - nicht ideologischer Ökologist! - verweise ich auf das Buch von ROGER GARAUDY, Promesses de l'Islam, m.W. noch nicht übersetzt, Paris 1981, Edition du Seuil, 27 rue Jacob, Paris VI.
Enge Stirn des Hammerphilosophen, der, nicht mehr modisch seit die 68er Welle ausgelaufen ist, dennoch ernsthaft als Denkmal des Arbeiters der Faust posiert.
Nicht lügnerisch etwa für uns posiert, sondern, viel schlimmer, für sich, mit sich, einschließlich allen Konsequenzen.
Hammerphilosophie kann nicht Filigrane schaffen.
Horst Lummerts Beschäftigung mit der Mythenpsychologie des Christentums erinnert an den Tiefenpsychologen, der die Privatmythen seines Patienten analysiert, aber dessen Lebensgeschichte, jene eines Berufsverbrechers, völlig außer acht läßt (s. hierzu z.B. sämtliche Bücher von Karlheinz Deschner, so Ein Jahrhundert Heilsgeschichte, Köln 1982, und die demnächst erscheinende Kriminalgeschichte des Christentums bei Kiepenheuer u. Witsch).
Wäre es nicht vernünftiger, man arbeitete, statt mit der Stirn, mit dem Hirn und, statt mit der Faust, mit den beweglich-feingliedrigen Händen?
Nichts, was demnächst zerbrechen wird, vielleicht über uns zusammen und alles begrabend, kann durch Verschweigen, Konservierungen und Aggressionen erhalten werden.
Es bricht, weil es innen nicht stimmig ist und dies sich herumgesprochen hat.
So wird es fallen. Der Kluge kann dabei nur so mitwirken, daß es säuberlich und signalhaft sichtbar in seine eigentlichen, statt in situations-topologisch "zufällige", Bestandteile zerbricht.
Damit kann sein wertvoller Bestandteil baldiger den schlechten Bestandteil wandeln.
Denn das Schlechte, Böse, Dumme ist nur Mangel an Gutem und Gescheitem.
Zerbricht einmal die Machtklammer, die beide Bestandteile zusammenhielt, dann kann erst das Gute sich entfalten, kann Helligkeit ausstrahlen ins Dunkel.
Zudem: damit das Moritunde nicht über uns zusammenbricht und uns begräbt, muß sein Zerfallsprozeß in überlegter Weise beschleunigt werden.
Das Christentum wird, zumindest in the long run, den wir aber abkürzen können, zerbrechen in seinen semitischen und seinen heidnisch-manichäischen Bestand.
Letzterer kann, und wird sehr wahrscheinlich, noch einmal in einem Faschismus/Nazismus konserviert werden. Dies gilt es zu verhindern.
Deshalb immer wieder die verletzende Aussage: Das Christentum ist ein Faschismus/Nazismus. Das Jesuanertum ist zu stärken, also die semitische Geisteslinie. Beim brennenden Dornbusch: Erledigen wir endlich das konstantinisch-tridentinische Heidenchristentum, befreien wir das antitrinitarische Judenjesustum!
Heidnische Religionen wußten nichts vom Gesetz; sie wußten verschwommen lediglich von Naturgesetzen, denen sie sich unterworfen wähnten.
Ich aber spreche von den Assereth ha-Dibbroth, den Assereth ha-Devarim, dem Dekalog, dem Zehnwort, gegeben am Berg Sinai-Horeb, diesem immer noch und für alle Zeit allen Individuen und jeglicher Politik geltenden sozialen Sittengesetz - auch dieses zu unterscheiden von den 613 Ge- und Verboten der orthodoxen Juden, von der Hand-ab-Justiz der fundamentalistischen Moslems, von den Zehntausenden Ge- und Verboten der Nichtjuden und Nichtmoslems.
Es gibt viele a-nomistische (heidnische) Religionen und eine (1) anti-nomistische Religion (das Christentum).
Die unbestreitbare Nähe des jesuanischen, eingemauerten Kerns im Christentum zu Judentum und Islam darf nicht vergessen machen, daß das Christentum zu Judentum und Islam in fundamentalem und ausgesprochenem Widerspruch steht.
Dieser Widerspruch, verheerend für die Menschheitsgeschichte, auch die zukünftige, ist das wesentliche Merkmal.
Begründet wurde das Christentum nicht von Jesus, sondern von Paulus, einem Hellenisten.
Er trennte die innerjüdische Jesus-Strömung im Gesetz ab vom Heidenchristentum, das er für frei vom Gesetz erklärte.
Bereits Johannes, der Verfasser einer angeblichen Frohbotschaft, bekundet seinen Haß gegen nun nicht nur das Gesetz selbst, sondern auch gegen das Volk des Gesetzes.
Hier ist das granitene Fundament, auf dem die Kirche der römischen Venuspriesterkaste, angeblich die des jüdischen Fischers "Petrus" (er hieß nicht so und wurde so nie genannt), steht: Der Fälscher, uns bekannt als "Evangelist Johannes", nicht unbedingt identisch mit dem paranoischen Apokalyptiker, erfand jenen folgenreichen Dialog zwischen "den" Juden und einem Jesus, der, hätte er so gesprochen, ein Europäer gewesen wäre:
"Und so fuhr Jesus fort, zu den Juden, die ihm geglaubt hatten, zu sagen: (...) 'Darum, wenn euch der Sohn freimacht, werdet ihr tatsächlich frei sein (vom Gesetz des Sinai, E.K.). Ich weiß, daß ihr Nachkommen Abrahams seid, ihr aber sucht mich zu töten, weil mein Wort keine Fortschritte unter euch macht (...). Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel (...). Jener war ein Totschläger (...)'. - Die Juden sagten zu ihm: (...) 'Abraham ist gestorben, ebenfalls die Propheten (...). Wer zu sein, beanspruchst du?' - Jesus antwortete: (...) 'Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham ins Dasein kam, bin ich gewesen'" (Joh.8: 31-58).
Für diese Lästerung des Einen Gottes hätte Jesus, hätte er so gesprochen, fürwahr die Todesstrafe verdient!
Der christliche Antinomismus - wonach allein der Glaube selig mache, nicht das tägliche Tun gemäß dem Dekalog - wird aus einer anderen Johannes-Passage deutlich: Die (natürlich immer kollektiv "die", während Mohammed im Koran immer wieder filigranhaft Unterschiede macht: "einige Juden"!) - also die Juden hätten Jesus, in ihrer typisch am tätlichen Erfüllen des Gesetzes orientierten Sicht, gefragt: "Was sollen wir tun, daß wir Gottes Werk wirken?"
Der Jude Jesus soll, völlig unglaubhaft, weil völlig unsemitisch, laut Johannes geantwortet haben: "Das ist Gottes Werk, daß ihr an den glaubet, den er gesandt hat."
Der Glaube an die Vielgötterei (Zweigötterei; der dritte Gottesbestandteil, der Heilige Geist, wurde ein paar Jahrhunderte später erst dazugetan) also soll erlösen, nicht das tätliche und tägliche Arbeiten unter dem Gesetz des Einen Gottes für die Verwirklichung Seines Reiches auf Erden.
Das römische Kreuz, das altägyptische Henkel-, das austrofaschistische Kruken-, das Galgen- und das Hakenkreuz, das Kreuz also ist unvereinbar mit dem Stern der Juden, der Moslems, der Freimaurer, der Väter der USA und der UdSSR.
Der Stern ist das Symbol des paradigmatischen Wandels, der uns Europäern bevorsteht.
Mit dem Manichäer-Katholiken Augustinus ist die Verschmelzung der getauften römischen Venuspriesterkaste mit dem heidnischen römischen Staat philosophisch abgesegnet.
Fortan schreitet der freie Christenmensch von einem Holocaust zum nächsten.
Er muß ja nur glauben und er glaubt, lesen wir nur einmal das tridentinische Glaubensbekenntnis durch, an Blödsinn.
Von der Abschlachtung des naiven wie des gebildeten antiken Heidentums über den frühen und bis heute durchgehaltenen Antijudaismus, über die Kreuzzüge gegen Juden, Katharer und Moslems, über die Maranen- und Maurenmorde, die Konfessionskriege, Hexen- und Ketzerverbrennungen, päpstlich herbeiintrigierten Weltkriege, Ausrottungen der Indianer, (Zerstörung des mexikanischen Kodex), Aborigines; Tasmanier bis hin zu Auschwitz usw..
Man vergleiche einmal die Geschichte der Ausbreitung des Christentums mit der der Ausbreitung des Islam ohne Voreingenommenheit und man weiß, was ich meine.
Weil ein gerechter Jude, Joschua-Jesus, von den Römern unter dem Beifall der Tempelpriester-Kollaborateure Jerusalems gekreuzigt worden ist, dürfen die Römer gesetzesfrei alles tun.
Einen Rest von Gewissen treibt man aus mit der erlogenen Fabel vom Rufen des Mobs: "Sein Blut komme über uns und unsre Kindeskinder!"
Hätte der Mob das gerufen - and so what?
Joschua-Jesus hat in Wahrheit nur gewollt, daß das alte Gesetz interpretiert würde mit den Augen der Liebe, also nicht streng juristisch.
Das war der ganze Streitpunkt zwischen ihm und den Pharisäern. Und mehr nicht.
Er hat sich nicht ausgegeben als der Messias noch als Sohn Gottes.
Wer darüber mehr wissen will, lese "Der Jude Jesus" von Pinchas LAPIDE, Frankfurt.
Wenn die Menschheit gesunden soll, kann sie nicht an einen Gott "der Liebe" - wie Bahro - glauben, muß sie sich aber einem erbarmenden, barmherzigen Gott der Gerechtigkeit unterstellen.
Die Rauch- und Feuersäule von Auschwitz verweist uns gebieterisch auf die wandernde Rauch- und Feuersäule, die über dem Sinai-Horeb zu stehen gekommen ist.
Daraus ergibt sich die Ablehnung sowohl der unterwürfigen Vergötzung von "Mutter Natur" und "Mutter Erde" ("Mutter Gottes"!) wie der manichäischen Verteufelung der Natur und des Erdballs.
Weder Unterwerfung unter die Launen und Brutalitäten der nichtkultivierten Natur noch sadistisch-tyrannische Straf- und Zerstörungsmaßnahmen des souverän sein wollenden Menschen gegen die Natur (Menschen- und Tierexperimente, Ausbeutungen, Folter, Kriege).
Der Mensch ist - nur und immerhin - der Khalif Gottes auf Erden: nicht mehr und doch sehr viel.
Er ist weder Eigentümer ("Nach § 903 BGB kann der Eigentümer einer Sache... mit der Sache nach Belieben verfahren...") noch Besitzer ("Der Besitz ist die tatsächliche Gewalt über eine Sache") der Erde.
Er ist, nur und immerhin, ihr Gärtner und Heger; nach islamischer Rechtsauffassung, der die römische widerspricht.
Auch der Markt untersteht bei aller nötigen Freiheit dem Gesetz vom Sinai.
Niemand, auch nicht der Staat, auch keine Klasse, ist frei vom Gesetz.
Der einzelne Mensch ist unmittelbar zu Gott und zugleich Teil der Gesellschaft, die keine hegelsche "organische Totalität" ist, so wenig wie der Mensch ihre "Zelle". Dies zur semitischen Linie.
Der Stern symbolisiert das Gesetz des Einen Gottes jenseits seines Universums, der gleichzeitig das Universum durchdringt (Hexagramm) und die Macht des Menschen als Khalif dieses Gottes über die Kräfte der Natur (Pentagramm).
Über das Kreuz jedoch sagte die Jesuitenzeitschrift STIMMEN DER ZEIT ganz richtig: "Das Zeichen der Natur findet seine Erfüllung und Vollendung erst im Zeichen der Gnade."
Gemeint waren Swastika und römisches Kreuz! (L.Koch, Die Kraft der Symbole, in: Stimmen der Zeit, Heft LXXVI, 1933/34, zit. nach G.Lewy, The catholic church..., S.111f.).
Der Eine Gott gestattet keine Diktatur, nicht die von Einzelnen, Königen oder Aufsteigern, nicht die von Klassen, ob Minderheiten, ob Mehrheiten, nicht einmal von "Theokratien".
Dieser Gott gestattet kein Papst- noch Priestertum, keine Mullahs, keine Kirchen.
Einzige Regierungsform ist die Shura, d.h. die legitime Selbstregierung der einigen Menschheit unter dem Gesetz des Sinai.
In dieser Richtung muß der Religionsschrott Europas geordnet und recycliert werden.
Entweder kein Gott oder Ein Gott. Aber zwischen Null und der größten Zahl gerade die Drei fixieren zu wollen, macht keinen Sinn.
Der Eine manifestiert sich in unzähligen Facetten.
Die Dreier-Magie entspringt spätrömisch-hellenistischen Spekulationen.
Somit ist der Atheismus heute erkennbar als ein großer antichristlicher Segen, als Selbstbefreiung von dummem Wust, in der Tat der Antichrist und, obwohl nicht das Jüngste, so doch das Gericht.
Man sehe doch, daß er den Islam nicht ankratzen kann.
Er reinigt nur Europa; er reinigt nur dort, wo der Müll sich häuft; wo Blindheit herrscht, öffnet er die Augen.
Der Islam definiert (d.h. begrenzt) nicht Gott, er sagt nur, daß "Er" da sei.
Und da er ist, ist er gütig, gerecht und wahr und stetig.
"Er" ist kein Geschlechtswesen, sondern tätiger Geist. Man muß nicht an ihn glauben.
Daß es Götter und Göttinnen gibt, läßt sich leicht beweisen: ihre Idole, die sie sind, befinden sich sichtlich unter uns.
Aber für den Einen Schöpfer und Gesetzgeber hat niemand je einen logischen Beweis geben können.
Beweisen läßt sich nur, daß es "Ihn", wenn die Menschheit weiterleben soll, geben muß!
Gegen den periodisch wiederkehrenden heidnisch-christlichen Mordwahnsinn allein zu kämpfen, sind wir zu schwach.
Der panentheistische Atheist, früh geschlagen, heute wieder angeschlagen, kann in Europa gegen die christlichnazistische Meute nur wiederum verlieren.
Einige von uns haben mit Glück und Mühen gerade so überlebt und leben nun geduckt zwischen den Holocausten. Es reicht!
Der Atheist ist gefeit gegen die logischen Absurditäten und moralischen Unzumutbarkeiten aus der Theologie, d.h. der Definition Gottes.
Er ist derart abgestoßen davon, daß er selbst das Wort "Gott" nur mit Widerwillen über die Lippen bringt; diese Silbe erinnert an den Dreck der Kindheit.
Der Atheist ist aufrecht und ehrlich, aber nicht der beste Menschenkenner.
Wenn er ein Wohlmeinender ist, aber niedergeschlagen und isoliert, dann bleibt er - obwohl er die göttliche Lebenskraft überall, in allen Schönheiten erkennt - ohne Zuflucht bei einer "persönlichen" Macht, größer, gütiger und intelligenter als alle Mächte der Menschheit und der Natur zusammen.
Es sei denn ein nicht persönliches, in Natur und Menschheit tief innen verborgenes Zukunftspotential.
Stellen wir uns auf diesen Standpunkt, dann muß es jetzt hervorgerufen werden. Das ist vernünftelnd, mit Marx- und Engelszungen nicht möglich.
Noch weniger möglich allerdings mit den Mätzchen eines Herunterzaubernwollens anthropomorpher Gottheiten; nicht möglich mittels Opferpriestern, Nebel- und Weihrauchschwaden, Bannritualen, Glaubensbekenntnissen und kreditlos gewordenen Begriffskloaken.
Dies alles wirft den Menschen nur weiter zurück und läßt den kritischen Einsamen einsam.
Daß die Menschheit allein imstande wäre, sich aus ihren konservativen Sümpfen selber herauszuziehen, daß sie die Kraft hätte, allein das in ihr steckende Potential zu realisieren - kein Mensch mit genauer Beobachtungsgabe kann das annehmen.
Die Menschheit samt Biosphäre hat sich zum Untergang verurteilt. Realismus ist heute Pessimismus, Pessimismus ist realistisch.
Also muß es ein zentriert-bewußtes, ansprechbar-antwortendes Kraftfeld (alteuropäisch gesagt: eine geistige Person; oder wie Mohammed in Sure 2:147 dessen Art des Wirkens beschreibt: "Gedenket Mein, daß ich eurer gedenke... idhkuruni adhkurkum") als großes Teilwesen im All-Kontinuum geben.
Denn daß der Mensch das intelligenteste und beste Wesen in diesem immens großen Raum sei, kann nicht angenommen werden.
Bevor wir es rufen, müssen wir weiterdenken: Falls es sich nur um ein Teilwesen im und des Universums handelte, dann müßte es auch andere, anders geartete Teilwesen geben.
Dann könnte es auch die grausame Naturgöttin Kali, alle Götter und Göttinnen der Heiden und Nazis geben.
Also muß es den Einen Gott, den Schöpfer des Universums und Gesetzgeber der Menschheit, jenseits des Universums, wenn auch gleichzeitig allüberall in ihm, geben.
ER MUSS DA SEIN !
Da Schöpfer und Schöpfung zusammenhängen, ist der Abgrund zwischen Ihm und den Menschen durch das Vernehmenkönnen "überbrückbar".
ER spricht bisweilen mit uns, wenn wir sein Sprechen nur hören können wollen.
Der panentheistische Atheist, von den Nazis in die Enge getrieben, liest im Buch Moses und im Koran.
Dort sind Gespräche wiedergegeben, deren Sprache, deren wuchtiger Stil überzeugt.
Nicht daß er gläubig würde. Aber überheblich ist er nicht; was da ehrliche Leute zum Ausdruck bringen, das, so erkennt er, hat nicht die Tonart der Lüge.
So stellt er sich voluntaristisch auf den Standpunkt des reinen Monotheismus.
Gotteserfahrung mag sich später einstellen oder nicht - Vorsicht ist allemal geboten und Nüchternheit.
Denn das Vernehmenkönnen ist Teil der Vernunft, und die Vernunft ist kritisch.
Mag sich einstellen oder nicht.
Die Polytheisten haben überraschend hurtige und reichliche Gottes- und Göttinnenerfahrung. Ihr Rausch ist zu meiden.
Der Monotheismus - ob er durch Gotteserfahrung bestätigt wird oder nicht - ist die Not=Wendigkeit der Menschheit unserer Zeit!
Also seien wir endlich Monotheisten!
Gibt es den Einen Gott - für jene, die hier nicht folgen wollen: die "Idee" der lebendig-wirkenden Gerechtigkeit - dann war das Zeitalter des Feudalabsolutismus, wie auch alle Gesellschaftsformationen davor, gottes- und menschenunwürdig, weil ungerecht. Also abzuschaffen.
Um den Feudalabsolutismus abzuschaffen, mußten die Massen, Klasse für Klasse, gegen ihn in Bewegung gesetzt werden.
Von selbst bewegen sich Massen nicht. Die Feudalisten wurden erledigt. Die Staatsabsolutisten herrschen bis heute, mit Zustimmung der Massen. Auch diese sind abzuschaffen, indem Massen gegen sie in Bewegung gebracht werden.
Ein besonders staatsabsolutistisches Land ist Deutschland.
Während Begriffe wie "Fürstensouveränität" und "Volkssouveränität" in Frankreich entstanden, entstand der Begriff der "Staatssouveränität" aus der Realität der Bürokratie-Souveränität, in Deutschland nämlich.
Gottesunwürdig war nicht nur das Naziregime.
Gottesunwürdig war auch die Totalität des Schmidtschen Regierens, weil alle Bundestagsparteien damals samt Bürokratie, Staatsjustiz, Militär und großem Geld einig waren.
Von Gewaltenteilung war keine Rede.
Gottesunwürdig war das, aber den konkreten deutschen Menschen durchaus adäquat. So adäquat, daß ich erst gestern wieder einen CDU-Wähler der letzten 35 Jahre dem Schmidt nachtrauern hörte.
Den haben wir, Kommunalwahl für Landtagswahl, scheibchenweise reduziert, bis ihm die angsterfüllte FDP davonlief, weil sie nicht mitgerissen werden wollte in die Tiefe.
Nun, gegen die Totalität von 1975 bis etwa 1981 haben wir eine kleine "kritische Masse" zusammengebracht, und sie hat gezündet.
Aber ob kleine Massen oder große: politisch kritisch sind sie nicht. Alle wollen sie die Übel von heute mit den Übeln von gestern heilen.
Die Gründung der GRÜNEN war keine Instauration noch werden die das je sein.
Die Massen sind nicht besser als die Herrschenden, sie sind in Europa nur die Untüchtigeren.
Bevor sie tüchtig werden, werden sie noch viele Verbrechen begehen.
Das allgemeine Wahlrecht hat sich seit 1919 fast überall durchgesetzt, und seht, was herausgekommen ist.
Auch Demokratie ist nichts wert, wenn sie sich nicht unter Das Gesetz stellt.
DIE GRÜNEN haben sich ebenfalls nicht unter Das Gesetz gestellt. Sie sind, wo nicht offen nazistisch und heimlich stalinistisch, christlich.
Zuletzt erst, in Hamburg, haben Die Grünen ihren Bahro halbwegs verstanden. Er sagte völlig richtig: "Die Grünen steigen formell nach einem ganz ähnlichen Muster auf wie die Nazipartei."
Als ob solch eine Wahrheit abweisbar wäre, wurde sie mit einer Resolution "abgewiesen".
Aber der Ausschlußantrag des KV Bonn gegen Bahro wurde von dem neuen Bundessprecher Beckmann erfolgreich verschleppt.
Einmal abgesehen davon, daß Bahro dieser formell der wachsenden (vor 1933) NSDAP ähnlichen Partei die formell adäquate Ideologie überreichlich einflößt - ist seine Diagnose richtig.
Eine Opposition gegen ein staatsmonopolistisches und monopolindustrielles System mit demokratischer Fassade und demokratischer Minderheit - ganz wie die im Großen Generalstab gegründete Weimarer "Republik" -, deren Basis kleinbürgerlich ist, ist formell der nazistischen so ähnlich wie die Bonner "Demokraten" den Weimarer "Demokraten".
Aber das müßte so nicht sein.
Entscheidend ist, und hier argumentiere ich nicht marxistisch, die geistige Richtung, die die politische Stoßrichtung bestimmt.
Solange die Ideologie der Grünen biologistisch-ökologistisch bleibt, muß sie im Neonazismus enden.
Genau dies haben weder Bahro noch die Grünen kapiert.
Wollen Die Grünen nicht eine quasi-nazistische Partei werden, müssen sie sein -
a.) gegen Volkstumsideologie und -praxis;
b.) gegen deutsche Wiedervereinigungen;
c.) für die Gastarbeiter und Asylanten bei uns und für ihre Einbürgerung;
d.) für die westeuropäische Föderation (nicht zwangsläufig für diese EWG);
e.) für die Souveränität der UNO incl. UNO-Organisationen, der Weltbank, der BIZ und des IWF über die Staaten und Privat- wie Staatsbanken; für ständige UNO-Polizeitruppen und für eine direkt abzuführende UNO-Steuer;
f.) für die Autonomie und Selbstverantwortung des Individuums (d.h. für den europäischen Emanzipations- und Aufklärungsprozeß);
g.) für die Vernunft (nachlesen, was das in englischer, niederländischer und französischer Sprache heißt, und dann deutsche Sprachgewohnheiten ändern);
h.) für eine gesamtgeseIlschaftliche Rahmenplanung der Produktion (für einen nach einem spezifischen, qualifizierten Wahlverfahren gewählten Bundeswirtschaftsrat, unterstützt von einem Stab qualifizierter Ökologen, colbertistischer Volks- und Weltwirtschaftler, der durch feine Kreditregulierungen branchenspezifischer Art (keine Globalsteuerung) die Wirtschaft einschließlich der Banken elegant und an langer Leine dirigiert. Dieser Bundeswirtschaftsrat wäre der ideelle Gesamtfinanzkapitalist. Ein planetarischer Weltwirtschaftsrat nach ähnlichem Muster wäre zu fordern).
Der Kleinbürger hat nichts mehr zu verlieren als den schmalen Rest seiner wirtschaftlichen Selbständigkeit.
Zwischen Industriemonopolen samt Monopolstaatsbürokratie und Gewerkschaften hat er dasselbe Überlebensinteresse wie der Arbeiter.
Der freie Markt des Industriekapitalismus ruiniert beide. Sie sind nur alle gleich blöde. Denn sie sehen nicht, daß ihre einzige Rettungschance im Bündnis liegt mit der einzigen planetarischen Klasse: dem politisch agierenden Teil des Finanzkapitals (kaum Deutsche darunter).
Dieses politisch bewußte Finanzkapital ist das sozioökonomische Substrat der "jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung".
Gab es sie nicht, als die Nazis sie an die Wand malten, so gibt es sie heute.
Und gäbe es sie nicht, sie müßte animiert werden.
Die Weltföderation ist das Ziel.
Es ist nicht mehr erreichbar durch eine Weltrevolution der Arbeiterklasse, weil diese dazu sich als unfähig erwiesen hat.
Die Gefahr des Weltkrieges und ökologischer Katastrophen sind die Folgen dieses Versagens.
Gleichzeitig bringen diese Gefahren endlich die Leutchen in Trab. Ihr werdet noch Beine machen, Ihr faulen Köpfe!
Oder gibt es etwa kein Seveso, kein Bhopal, keine A-Raketen?
In dieser Perspektive müssen Die Grünen daran gehindert werden, daß
1.) ihr maoistisch-ethnizistisch-nazistischer Flügel das Rollback der amerikanisch dominierten NATO unterstützt;
2.) ihr Fundamentalo-Flügel überhaupt nichts bewegt, weil er die erträumte Zukunft fix und fertig in den Schoß kriegen möchte;
3.) ihr Realo-Flügel lediglich einen Fußschemel abgibt für eine nur wenig veränderte systemkonforme Regierungspolitik der SPD.
Kapiert Ihr das nicht endlich, werden Die Grünen aufgespaltet.
Die Partei der Instauration ist längst da.
Sobald Rockefeller die erste Million spendiert hat, wird es schnell voran gehen.
Zwei meiner Freunde, P.S. und H.A., die den Alfred Sohn-Rethel gut verstanden haben, werden einwenden, daß das Konzept der globalen Tutorschaft des politischen Finanzkapitals über Industriekapital, Einzelbanken und Staaten "Universalfaschismus" sei.
Es kommt auf die Definition an.
Ihr zustimmen wird jeder, der die dürftige Faschismus-Definition von G.Dimitroff teilt.
Ich halte es da lieber mit Ernst Nolte.
Nolte: Der Faschismus/Nazismus sei "der Todeskampf der souveränen, kriegerischen, in sich antagonistischen Gruppe. Er war praktischer und gewalttätiger Widerstand gegen die Transzendenz" (E.Nolte, Der Faschismus in seiner Epoche, S.507, Mchn. 1963).
Nolte präzisiert in einer Fußnote (a.a.O., S.615): "Es handelt sich um einen vereinfachenden Ausdruck für die Souveränität, Bellizität, innere Antagonizität als fundamentale Charaktere aller bisherigen Gruppen."
Weiter: "Souverän ist jede Gruppe zu nennen, die in praktischer Hinsicht unabhängig von anderen lebt. Schon die mangelhafte Entwicklung des Verkehrs hat in der Geschichte zahllose Gruppen in nur nominell beschränkter, eine ganze Reihe auch in formal uneingeschränkter Souveränität existieren lassen" (a.a.O., S.508).
Was eine kriegerische Gruppe ist, wissen wir aus der gesamten Staatengeschichte. Was eine innen-antagonistische Gruppe ist, hat uns K.Marx beigebracht.
Ob mit dem Jahr 1945 der Todeskampf dieser Gruppe beendet war, bleibt fraglich.
Ist jemand noch nicht tot, dann wissen wir nicht, ob der Kampf ein Todeskampf ist oder nicht.
Auch Nolte blieb skeptisch: "Keineswegs zwar hat nach Hitlers Tod Souveränität und der Anspruch auf sie aufgehört, in der Welt zu sein. Aber selbst und gerade die beiden großen Mächte erstreben sie nicht als solche und für die Ewigkeit" (a.a.O., S.509).
Na, da bleibe ich zurückhaltend. From here to eternity ist ja eine ganz schöne Zeitspanne, in der sich sowohl in Moskau wie in Washington Machtgruppen halten können, die nichts weiter wollen als ihre Souveränität.
Gewiß, Herrschaft über den ganzen Globus. Aber wenn das ohne Weltatomkrieg nicht zu haben ist, dann Souveränität in ihrem Herrschaftsbereich.
Außerdem ist Noltes letzte Feststellung kein Trost für Europa, das weder die Weltherrschaft der USA noch die der UdSSR will.
Europas Chance wäre, über eine Periode neuer Gleichgewichtspolitik, die Weltföderation. Ob London sich erinnert?
Ob also Kampf der beiden Supergroßen oder Todeskampf der beiden souveränen, kriegerischen, in sich antagonistischen Staatengruppen - wir wollen nichts davon.
Wir wollen eine neue Weltordnung, die diese alte überwindet, bevor ihr Todeskrampf alles auslöscht.
Hitlers Wunsch des Weltuntergangs, der Identität des Untergangs seiner souveränen usw. Gruppe mit dem Untergang der ganzen Menschheit - heute kann er durch die Waffentechnik erfüllt werden.
Eine neue, eine föderale Weltordnung, die Welteinheit also. Die Klasse, die das will, ist das Finanzkapital.
Massen gegen den souveränen Territorialstaat und das egozentrische Industriekapital sind mobilisierbar.
Der Einwand ist berechtigt, daß auch eine Weltföderation den sozialen Antagonismus zwischen Arbeit und Kapital nicht überwindet.
Aber nicht anders wäre es bei einer Weltherrschaft der USA, anders, aber auch nicht nichtantagonistisch, wären die sozialen Verhältnisse bei einer Weltherrschaft der UdSSR.
Aber es geht jetzt um die Überwindung wenigstens des souveränen und kriegerischen Aspekts der Gruppen bisheriger historischer Art, um die finanzkapitalistische Erstickung ihrer Möglichkeiten gewalttätigen Widerstands gegen die Transzendenz.
Die Aufhebung des Widerspruchs zwischen Kapital und Arbeit steht z.Zt. nicht auf der Agenda, eben weil das Proletariat Europas seit 1917 versagt hat, vielleicht infolge seiner mangelnden Internationalität versagen mußte.
Dies ist kein Vorwurf, sondern die Festellung einer nicht bestreitbaren Tatsache.
Doch die Geschichte geht weiter.
Sie hat gegenwärtig den Untergang der ganzen Biosphäre im Sack. Wir müssen ihn geschlossen halten.
Ist die Weltföderation aber einmal errichtet, dann können sich die Arbeiterklassen leichter als heute zu einer entwickeln.
Dann ist immer noch Zeit für die große soziale Veränderung.
Auch und gerade dann ist die Schaffung der klassenlosen Gesellschaft möglich, falls die Proles sie wollen.
Jedenfalls wären erst einmal Staatssouveränität und ihre Bellizität abgeschafft. Wäre das kein Fortschritt?
Was ich hier skizziert habe, kann billiger Weise nicht Universalfaschismus genannt werden, es sei denn man definierte den Faschismus in stalinistisch-maoistischer Art.
Im Gegenteil geht es hier um die Niederkämpfung der Feinde dessen, was Maurras, Hitler und die Ökologisten "Widernatur" nannten bezw. wieder nennen könnten und wohl so nennen werden.
Es geht um "die Freiheit zum Unendlichen".
Dieses Transzendieren müssen wir keineswegs, wie es die von Nolte (a.a.O., S.515f.) zitierte Theologie tut, als von der ungöttlich-innerweltlichen Immanenz abgrundlief getrennt ansehen.
Das ist die christliche Sicht.
Im Hexagramm durchdringen sich Transzendenz und Immanenz, man beschaue sich das Symbol nur genau.
Mit oder vielleicht ohne Ranküne wird man mich verdächtigen, ich werkele hier nur an einem Muster, das hintenrum die Erweiterung des sowjetischen Herrschaftsbereichs nach Westen begünstigen solle.
Gegen Bosheit kann niemand argumentieren. Die Bosheit wird immer repetieren: "Macht nichts, der Jude wird verbrannt!" (Lessing, Nathan der Weise).
Wer jedoch anständig ist, möge folgendes bedenken:
Moskau will nicht den Austritt der BRD aus der NATO bezw. deren diesem Austritt nachfolgende Auflösung der NATO.
Denn dies würde auf den Warschauer Pakt auflösend wirken.
Deshalb, nebenbei, sollten wir die Jalta-Linie so peinlich respektieren.
Sie löst sich sowieso auf, sobald die Gefahr der Wiederherstellung des Status quo ante 1945 endgültig gebannt sein wird.
So sprach sich folgerichtig Prof. Helmut Ridder in BLÄTTER FÜR DEUTSCHE UND INTERNATIONALE POLITIK, Köln, gegen den Austritt der BRD aus der NATO aus.
Und sage keiner, dieser brillante Denker bedächte nicht in Tuchfühlung mit seinen Freunden, was er aussagt.
Also müssen wir aus der NATO raus und die Jalta-Linie respektieren und Westberlin politisch als Freie Stadt der UNO unterstellen (nur die Währung von BRD und WB bliebe dieselbe) und die westeuropäische Einigung vorantreiben und die UNO souverän machen.
Fällt auch nur eines dieser fünf Elemente aus, dann bleiben wir in der 1933 geschlossenen Todesfalle sitzen. Und das zu Recht!
(Wingert = Weingarten. Goag = schwäbisch für Weinbauer)
Wer's verstehen will, versteht's:
In Tübingen verlief sich einmal ein neu zugezogener Professor beim Spazierengehen in die Wingerte zu einer Zeit als Weinbergschluß war.
Plötzlich brüllte ein Goag im Tal nach oben zu dem Professor: "Was tust Du Dergel da oben im Wingert, Du Sau! Dir schlag ich den Schädel ein!"
Und rannte bergan, eine Hacke drohend geschwungen und ständig schimpfend, fluchend und wüste Drohungen und Beleidigungen ausstoßend.
Der Professor versuchte die Flucht, geriet aber immer tiefer zwischen die Rebstöcke und Steinmauern, bis er sich in einen toten Winkel verrannt hatte.
Der wutentbrannte Goag war immer näher gekommen. "Du verfluchter Lump Du, Dich mach ich kalt, Dich hack ich in Fetzen, Du Rotzert!"
Schließlich hatte der Goag dem Professor jeden Ausweg abgeschnitten und er näherte sich ihm bedrohlich.
Tonlos konnte der preußische Gelehrte nur noch seine Entschuldigung aushauchen.
Er habe doch nicht Bescheid wissen können und sei gern bereit, eventuell angerichtete Schäden reichlich zu vergüten.
"Ich bitte Sie", rief er schließlich in Todesangst, "das wird nie mehr vorkommen, haben Sie bitte ein Einsehen!"
Da antwortete der Goag ganz ruhig: "Ha no, deswege hen i's Ihne ja au im guëte gsagt!"
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kuckuck 47
I/85
18. Feb. 1985
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Horst Lummert in kuckuck (kulikri)
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