free download kuckuck network archive NewCatch.com

Erkenntnistheorie und politische Praxis - Seit 1973 - Redaktion: Horst Lummert

1977-00-00 (?)

Rolf Schütt

Leben oder schreiben wie ein Verrückter?

Versuch einer Antwort auf Karl Kollmanns Anmerkungen

Dem Herausgeber des kuckuck danke ich für die Möglichkeit, Herrn Kollmanns Replik auf meine Mattheus-Replik zu beantworten, obwohl es mir peinlich ist, das letzte Wort oder gar Recht behalten zu wollen. Seine Kritik an meiner selbstgenüßlichen Kritiksucht soll nicht durch hinterlistige Umarmungstaktik abgewürgt werden, aber eine Stellungnahme fällt mir um so schwerer, als ich KKs Anmerkungen voller Sympathie gelesen habe und gern eine Privatkorrespondenz mit ihm weiterführen würde. Vielleicht habe ich mich in seinen Ausführungen mehr wiedergefunden als er sich in den meinen, aber ich kann ihm ohne Not so weit entgegenkommen, daß unsere Auseinandersetzung vor dem gemeinsamen Gegner zu einem kleinlichen "Narzißmus der kleinen Differenzen" (Freud) herunterkäme.

Beide scheinen wir in einer Art enttäuschter Haßliebe bis in den Schreibstil hinein von Adorno beeinflußt zu sein, beide wollen wir die begrifflose individuelle Regung vor dem Zugriff kastrierender Allgemeinbegriffe gerettet wissen, KK durch Absage an rationale Verbindlichkeit und vernünftigen Konsens, während ich eher mit Adorno den Bann rationalisierender Begriffe durch rationale Begriffe brechen helfen möchte.

Nun geht Herr Kollmann weit über den bescheidenen Rahmen meiner beiden Aufsätze hinaus. Es geht ihm in seiner Replik schon nicht mehr um das Verhältnis von Literatur und Psychologie, sondern um die Beziehung zwischen geisttötendem Leben und lebenstötendem Geist, um die Ohnmacht der Reflexion vor dem universellen Leid der Individuen.

Diese Drehung erlaubt ihm, so existentiell zu werden, daß mein argumentativer Diskurs als hilflos intellektualisierendes Renommiergefuchtel sich bloßgestellt sieht. Ich spiele virtuos mit Worten, und er macht Ernst, droht mir sogar mit Selbstmord. Wer sich umbringt, setzt allerdings den, der weiterlebt, immer irgendwie ins Unrecht, und vor dem Tod, den KK beschwört, wird alles nichtig und alle Sprache zum bloßen Gerede.

Nun lebt mein Kritiker gottlob noch, wenn auch nur seinen Tod, wie er versichert. Er hat es erst bis zum Verstummen gebracht. Sein Dilemma: er muß sagen, daß er eigentlich nichts mehr sagen dürfte - wenn er als Gegner aller Konsequenzlogik ganz konsequent wäre.

Glücklicherweise ist er, wie Kolakowski gefordert hat, nur auf inkonsequente Weise inkonsequent, das gefällt mir. Cum tacet clamat, cum clamet tacet. "Da wir nicht schweigen können, reden wir, um Schweigen zu erzeugen" (Sartre).

Nun kommuniziert KK mit uns, indem er den Abbruch der Kommunikation empfiehlt. Er will den endlosen Zirkel von Rede und Widerrede auch nicht durch Handeln unterbrechen. Er will nicht für oder gegen die böse Welt sein, sondern ohne sie, und schüttet das Kind der Kommunikation mit dem Bad der falschen aus, ziemlich verzweifelt.

Sprache und Vernunft gehen immer auf Allgemeines, auf kleinsten gemeinsamen Nenner, über dessen Kamm alles geschoren wird, auf Durchschnitt, der den Individuen ihr Individuelles gerade abschneidet, den Einzelnen um sein Glück betrügt und sein unwegreflektierbares Leid übergeht um des Großen Ganzen willen. Schon das Mittelalter wußte: individuum est ineffabile - das Individuelle ist unaussprechlich.

Also weg mit Kunst, die nur stilisiert, und mit Kritik, die sich durch bloße Erkenntnis der Ursachen des Elends dem Elend enthoben wähnt? Ich fürchte, KK leidet einfach daran, daß Worte nur Worte sind, kein Brot, sondern Steine, wenn auch geschliffene Edelsteine. Daß sie die sinnliche Erfüllung nicht geben, die sie einklagen - und vorgaukeln. Sie seien sinnlos, weil sie die Begierde nach Sinn, aber nicht die der Sinne befriedigen.

Habe ich mein Glück gefunden in der Analyse des Unglücks? Das Haus brennt längst lichterloh, und Leute wie ich quasseln über die Legitimitätskrisen der Feuerwehr?!

KK kann und will nicht warten auf einen herbeidiskutierten Nimmerleinstag, er dringt auf prompte Erlösung hier und jetzt, ohne langen Marsch, er hat keine Zeit mehr und entdeckt wieder Descartes: "Es ist leichter, sich selbst als die Welt zu ändern."

Ich achte seine Ungeduld. Aber KK will sich selbst verändern, um die Welt nicht mitverändern zu müssen (nicht, um sie mitverändern zu können, fürchte ich).

Nun sucht er Absolution vor dem inquisitorischen Richterauge der Gesellschaftskritik, er bittet um unser Verständnis für seinen Versuch, sich mit Schopenhauer "in der Hölle eine feuerfeste Kammer" bauen zu dürfen, er fordert das egoistische Recht zum Winkelglück emotionaler Innerlichkeit.

Als ob es darum ginge, ihm diesen Königsweg moralisch zu verleiden, falls es ihn gäbe! Ganz im Gegenteil: jede Flucht ist erlaubt, jede Linderung freigegeben, jedes Betäubungsmittel und Surrogat, jede glückliche Bewußtlosigkeit gegen das unglückliche Bewußtsein! Wenn es nur hülfe. Wenn es diese Rückzugsnischen ins Familiäre, Private, Intime, Imaginäre gäbe.

Was sind denn die Alternativen?

Der Neurotiker verdrängt seine Wünsche, um im Einklang mit der Umwelt zu bleiben, der Psychotiker verdrängt die Umwelt, um im Einklang mit seinen Wünschen zu bleiben. Der Neurotiker unterbricht die Kommunikation mit sich selbst, um die mit den anderen aufrechtzuerhalten, der Wahnkranke tut das Gegenteil, wenn er die Realität in Gedanken (statt in der Realität) verändert.

Verstehen Sie mich bitte recht: gegen all diese Strategien wäre doch überhaupt nichts einzuwenden, wenn sie hielten, was sie versprechen. Aber sowenig die verdrängte Regung des Neurotikers durch die Verdrängung aufgehoben ist, sowenig die wahnhaft verleugnete Realität für den armen Psychotiker oder den, der nur wie ein Schizophrener leben möchte, ohne es zu sein.

Das verdrängte Triebbedürfnis des Neurotikers schlägt doch leider wie die wahnhaft verfälschte Umwelt des Psychotikers hinterrücks ungleich brutaler in das zu schützende Innerste ein, als wenn es bei der bloßen Angst vor dem verpönten Trieb oder der drohenden Umwelt geblieben wäre.

Die ausgeblendete Umwelt erzwingt sich hinter dem Rücken Ihres freiwilligen Kommunikationsabbruchs eine Kommunikation mit Ihnen, die angsterregender ist als jede revolutionäre Konfrontation mit Überich und Realitätsprinzip.

Sie wollen das Recht, sich so weit selbst zu ändern, bis sie unter dem Bestehenden nicht mehr leiden. Sie haben dieses Recht, aber nicht die Macht dazu, wenn Sie nicht nur Bedürfnis nach dem haben, was Sie ohnehin hier dürfen, sondern mehr und anderes wollen.

Ich versage Ihrem Versuch, sich neu zu konstruieren, keineswegs den Respekt, ich fürchte nur Pyrrhussiege: Ihr Erfolg wird Ihr Mißerfolg sein. Aber das ist es ja gerade, was Sie mir vorwerfen:

Da ich alles einer zum Selbstzweck gewordenen Kritik unterziehe, müßte ich diese ebenso radikale wie ohnmächtige und selbstverliebte Kritik eigentlich auch und gerade auf sich selbst anwenden - und endlich schweigen, um meinen Ernst zu beweisen. Das wäre also konsequent und die wahre Dialektik:

These - Die Welt ist schlecht. Antithese - Ich kritisiere sie. Synthese - Meine Kritik kritisiert sich selbst und gibt dem Kritisierten dadurch auf höherer Ebene nochmals Recht. Doppelte Negation als doppelte Affirmation?!

Aber ich bin schlechten Willens und will Sie mißverstehen. Denn natürlich meinen Sie weder das Schweigen der stillschweigenden Zustimmung zum Bösen noch das Schweigen des genießenden Kavaliers, sondern das beredte Schweigen als höchsten Ausdruck der Verachtung und Verweigerung.

Vor diesem stolzen Verstummen (des epikureischen Stoikers?) haben obstruktive Künstler, Kritiker und Irre eins gemeinsam: sie machen das Spiel mit, das sie kritisieren und dessen Regeln sie analysieren und - indem sie es angreifen.

Kritik als wahre Anpassung, Anpassung als wahre Kritik?

"Das Denken selbst, Rationalität ist der Aggressor...", und mit diesem Aggressor soll ich mich immer schon identifiziert haben, sobald ich Individualist bleiben will, indem meine beifallheischend exhibitionistische Gehirnakrobatik jenes Denken kritisiert und jene Begriffe angreift, die das Individuum töten?

Eines allerdings verstehe ich nicht an Ihrer Argumentation: einerseits werfen Sie mir vor, ich ließe mich gerade durch meine kontemplative Kritik zu sehr auf das Kritisierte ein, und andererseits hielte ich zum toten Leben gerade die "eiskalte" Distanz des bloßen "Betrachter-Typs"?

Bin ich dem Unheil nun zu nah oder zu fern? Halte ich mich zu weit aus allem heraus, oder bin ich dem Verfall schon zu sehr verfallen?

Sie empfehlen mir mehr Gefühl, also mehr Fühlungnahme mit dem Leben, und doch soll meine kritische Vogelperspektive wiederum heillos ohnmächtig ins Bestehende verstrickt sein.

Und haben Adorno und Freud wirklich die Affekte ans schnöd intelligente Funktionieren verraten? Aus Angst und Abscheu vor wahrem Gefühl? Hat nicht gerade Adorno die verabsolutierte Herrschaft des Geistes über die innere und äußere Natur immer bekämpft? Freud: Wo Es ist, soll Ich werden: Das soll doch nicht die Gefühle aufheben, sondern gerade ihre Verdrängung.

Im übrigen: Sowenig der Verrückte der wahre Normale ist im Irrsinn der Normalität, sowenig rettet doch das vermeintlich unmittelbare Gefühl vor der geheimen Irrationalität der herrschenden Rationalität.

Das Unmittelbare steht doch am Ende aller Vermittlungen, nicht vor und außerhalb von ihnen, ist doch Resultat, nicht Ursprung.

Die unmittelbare Stimme des Herzens diesseits aller Gedankenblässe ist doch gerade das, was als Stimme seines Herrn aus dem Lautsprecher kommt: das Heteronomste im Herzen der Pseudo-Autonomie.

Außerdem sollten Sie einmal präzisieren, was Sie gemeint wissen wollen mit "eigenem Denk- und Wahrnehmungssystem oder dem subjektiven Auseinanderfallen aller Ordnung" als Heilmittel gegen Manipulation.

Es ist doch wie im Märchen vom Wettlauf des Hasen und des Igels: wohin auch der Hase(nfuß) läuft, der Stachel der Umwelt ist immer schon da (mit dem einer löckt).

Sie geben zu bedenken, daß Denken nicht alles sei, daß die ratio keine ultima ratio sei, und daß die existentielle "Betroffenheit" die Sprache verschlagen müsse, statt eitle "soziale Anerkennung" sich zu erschwatzen. Einverstanden.

Allerdings war meine Psychoanalyse der Gründe, aus denen einer schreibt, nicht als Kritik daran gemeint, daß er schreibt.

Wenn ich hinter dem Vorhaben, schreibend Frau Welt zu enthüllen und den eigenen Familienroman zu verfassen, die ästhetische Allmachtsphantasie als Reaktionsbildung auf reale Ohnmacht angesichts der Kastrationsdrohung durch das paternale Realitätsprinzip entdecke, den inzestuös-vatermörderischen Ödipus im Künstler, dann ist damit Kunst doch nicht entwertet oder blamiert.

Und natürlich sind die psychischen Triebfedern des Künstlers und des kritischen Theoretikers nicht so ganz verschieden voneinander. Die Tatsache, daß ich über den Schriftsteller spreche, erhebt mich ja nicht über ihn.

Das Schreiben als Ausdruck individuellsten Leids und als Analyse seiner Ursachen in Klage und Anklage will den Bann falschen Bewußtseins brechen, das nicht glücklich machen kann, weil es uns um unser Bestes betrügt.

Das richtige Bewußtsein ist Hegels unglückliches Bewußtsein, das ist richtig, aber das falsche macht doch nicht glücklicher.

Verdrängung erzeugt Angst, und Angst verstärkt die Verdrängung, wo bleibt da glückliche Bewußtlosigkeit als willentliches Ziel für den, der es besser weiß, wie Sie!? Und daß Theorie Genuß bereiten kann, sei ihr nicht puritanisch mißgönnt. Sie verdankt dieses Glück der relativen Distanz, einem Privileg der Atempause.

Wer von Angst, Ekel, Schmerz und Grauen überflutet wird, hat diesen Spielraum nicht mehr. Und da ihn nicht alle haben, soll niemand ihn haben, ohne gleich als kalter Zuschauer diffamiert zu werden? Das ist Ressentiment.

Sie nennen "die Suggestivkräfte zu groß", um je Herr im Haus der eigenen Haut zu werden. Aber was anderes als Reflexion soll den Bann dieser Verhexungen lösen? Aufklärung, Schaffung der Systembedingungen für allgemeinen und chancengleichen Teilnahmezugang zu diesen reflexiven Diskursen, welche die Gefühle und Bedürfnisse allererst freisetzen, statt vorab zu mystifizieren.

Sie fordern, "daß das Leiden ein Ende habe und das Individuum sich seine Welt nach seinem Geschmack einrichte...".

Als ob das in der Macht des Individuums läge, lebte es auch noch so sehr wie ein Schizophrener!

Die Welt ist nicht zu rational, sondern zuwenig rational, als daß es ein friedliches Nebeneinander unkritisierbarer Affekte gäbe.

Theorie ist notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung dafür, daß es besser werde, das sei Ihnen gern zugegeben. Wenn dieses Zugeständnis nicht in den Dienst von Theoriefeindlichkeit gestellt wird, ist es eine Selbstverständlichkeit, denn das pralle unmittelbare Leben ist doch nun einmal direkt nicht zu haben.

Wie kann ein Ich sich seinen eigensten Triebwünschen relativ angstfrei hingeben, ohne reflexiv seiner selbst ein wenig mächtig zu sein?

Der unmittelbare Rückzug auf eine vermeintlich eigene Gegenwelt neben und über oder unter oder hinter der intersubjektiv allgemeinen Welt ist eine obskurantistische Illusion in meinen Augen: sie ist der falsch eingerichteten Welt besonders nachhaltig verfallen, nur ein undurchschauter Abklatsch davon.

Die falsche Allgemeingültigkeit geht auf Kosten der Individuen, während das wahre Allgemeine etwas ganz Besonderes wäre: alle kamen darin überein, daß jeder anders sein dürfte als jeder andere (ohne es wiederum zu müssen).

Diese besondere Allgemeinheit aller Besonderheiten aber kann nur ein utopisches Ziel sein, und die Aufgabe der kritischen Theorie sollte es sein, die Bedingungen der Möglichkeit zu skizzieren, es zu erreichen durch die emanzipatorische Partizipation der Individuen hindurch, nicht über sie hinweg.

Ich glaube mit Habermas, daß die Psychoanalyse bis auf weiteres ein paradigmatisches Exempel für die Möglichkeit eines solchen herrschaftsfreien Diskurses sein kann, der die Individuen nicht vergewaltigt, sondern allererst individuiert.

Nach diesem großen Bogen komme ich auf das Verhältnis von Literatur und Psychoanalyse zurück. Diese sollte nicht mehr als ein hermeneutisches Hilfsinstrument sein. Sie würgt Gefühle ebensowenig ab, wie die Kunst selbst den Schrecken durch Stilisierung schönen muß. Was heißt denn Stil anderes als die Technik, der imaginär neuerschaffenen Realitat die ganze Mehrdeutigkeit des Realen dadurch zurückzugeben, daß man (im Falle der Literatur) in einem Satz mehrere Sätze unterbringt, manchmal mehr, als man selbst beabsichtigte?

Ihr Aufsatz verrät ein wenig zuviel Argwohn gegen Theorie und Kunst, gegen Psychologie und Literatur. Sie wollen nicht mit bloßen Symbolen abgefunden, nicht mit geistiger Nahrung abgespeist werden, Sie wollen die Zeichen nicht für die Sache selbst nehmen müssen, so weit gut.

Kunst wie Theorie leben von der Distanz vom falschen Leben, das ist ihre einzige Existenzberechtigung. Aber natürlich ist die Negation des Bestehenden nicht selbst schon das Positive, nach dem Sie lechzen und das keine Theorie und kein Kunstwerk herbeischaffen, ja auch nur ausmalen könnte.

Wer diese Spannung nicht aushält, ist zur Regression verhalten, die niemandem vorzuwerfen ist, deren Schwäche aber auch niemand als Stärke verkaufen dürfen sollte. Sind Sie nicht in Gefahr, aus einer Not eine Tugend zu machen? Wie ich selbst, nur im anderen Extrem?!

Ich fürchte, da ich das Geschriebene überlese, Ihre Vorbehalte gegen meine Position eher verstärkt als abgebaut zu haben. Viel theoretischer Überhang, wenig Unmittelbares. Müßten wir unsere individuellen Dispositionen noch viel offener legen, um nicht aneinander vorbeizureden? Auf jeden Fall sprengt unser Gespräch schon sehr den literarischen Rahmen, den Herr Lummert uns hier aufmacht. Eigentlich kann ich nur hoffen, daß meine Replik nur in den Punkten brauchbar ist, wo sie mißlungen ist. Gerecht bin ich Karl Kollmann nicht geworden, ich spüre es.

kuckuck 23/24
1979, Frühjahr/Sommer

kokhaviv press:
Horst Lummert in kuckuck (kulikri)

kokhaviv publications > kuckuck network > archive

© Copyright 1999 - 2002 kuckuck · kokhaviv publications