Anton Josef Dierl an Horst Lummert
13.2.97
Mit großem Genuß las ich kuckuck feder 12.
Die Charakterisierung und Entlarvung des Tarik Erich Knapp fand ich köstlich und treffend.
Ich hatte T.E. Knapp August 1987 bei einer Anatolien-Forschungsreise dabei.
Bei der ersten Schwierigkeit auf dem anatolischen Hochlande, im Barla-Waldgebirge bei Isparta, wo er von türkischen Moskitos nachts gequält wurde, brach er nervlich zusammen, schrie jämmerlich nach seinem Eheweib zu Hause in Heppenheim und reiste beim Strahlen der Morgensonne nach Istanbul und Heppenheim zurück.
Mir wurde klar, daß T.E. Knapp innerlich ein Super-Softi ist, der das aber durch große Sprüche, gigantische Pläne und unrealistisch-bombastische Rederei und Schreiberei kaschieren will.
Man kann auch sagen: ein "Spinner", der zu Macht und Einfluß gelangen möchte und darunter leidet, daß er das nicht geschafft hat.
Vom Islam hat dieser verrückte Bursche keine Ahnung.
(...)
An mich ist im Januar 1977 der Stasi herangetreten mit dem Begehren, daß ich über die Islam-Szene auf westdeutschem Boden berichte.
Ich bin zwar abenteuerlich veranlagt, aber als "moslemischer Maulwurf" für den Stasi zu arbeiten, dazu hatte ich keine Lust. Ich hielt der Erpressung stand.
Ich möchte Sie auf zwei neue deutsche Bücher über den Islam aufmerksam machen:
1) Manfred Backhausen, Der unbekannte Islam. Holger Deimling Verlag, Wuppertal (ein ziemlich neuer Verlag!)
2) Manfred Backhausen + Anton Josef Dierl, Der alevitische Gottesdienst CEM. Holger Deimling Verlag, Wuppertal
Der Alevismus ist die demokratisch-sozialistische Linie im Islam. Das ist das, was Sie suchen. Sehr gut gefiel mir Ihr Satz: "Ich aber denke an eine islamische Revolution der Befreiung."
Wir arbeiten jetzt an einem Buchmanuskript Über Kurden und kurdische Aleviten.
Mit HÜ-DOST.
Und machen Sie weiter mit kuckuck feder!
online-Fassung
kuckuck
feder 13
II. quartal 1997
7. März 1997
kokhaviv press:
Horst Lummert in kuckuck (kulikri)