1996-12-19
bis
1997-01-14

Horst Lummert

Der Floh im Ohr der Laus im Pelz

Einführende Materialkunde zu Erneuerung und Verifikation einer alten Hypothese

Zweite Welle / Aktuelle Geschichte

Aus Briefen an Erich Knapp

1996-12-19:

Für eine evtl. Dokumentation Ihrer Preußen-Geschichte fehlen mir noch ein paar Mosaiksteine, glaube ich. Die mir vorliegenden Texte weisen untereinander Brüche auf, die auf Lücken hindeuten. Ich würde meinen Erkenntnisstand gern vervollständigen.1

1 Vgl. Preußen-Islam (http://www.kokhavivpublications.com/feature/preussen_islam/)

Im Schriftwechsel fehlen da und dort Antwortbriefe.

Sie bringen mich wiederholt mit "Staatsräson" in Verbindung. Was habe ich damit zu tun? Ich erinnere mich nur, in Ihrer Kairosache die Handlungsweise der Regierung als im Rahmen einer Staatsräson interpretiert zu haben.

Glauben Sie wirklich, daß ich dem Dr. Hennig keine Belegexemplare zugesandt hätte? Ich sehe in seinem Verhalten eher den Verdacht bestätigt, daß diese völkische Rechte sich von unliebsamen Informationen systematisch abschließt. Entsprechend ist ihr Überblick (vgl. kkk-feder 8, S.37ff.).

Was ist aus dem Morgenstern bzw. Ihrer redaktionellen Mitarbeit geworden?

In dem Schreiben des Islamic Council, England, vom 25.5.94 ist neben dem Centurio von "Ihre(r) eigene(n) Zeitschrift, als Organ des PNK" (= "Preußischer National-Kongreß" - kkk), die Sie "gründen wollen", die Rede.

Gibt's die schon, oder ist Der Morgenstern damit gemeint?

Sie beklagen immer wieder, daß Ihre Texte nicht veröffentlicht, Informationen zurückgehalten würden. Haben Sie zum Morgenstern keinen Zugang mehr? Sie standen immerhin als redaktioneller Mitarbeiter im Impressum der Zeitschrift.

Ich bedaure es, daß Sie sich nicht längst selbst eine Publikation geschaffen haben, mit der sich der kuckuck dann mal gründlich auseinandersetzen könnte.

Ich bin übrigens ein Skorpion. Kein schlechter Titel für 'ne Zeitschrift, wenn ich nicht schon den kuckuck hätte.

Ja, und mit dem Judentum, wissen Sie, da bin ich halt mein eigener Rabbi. Wo Israel ist, bestimme ich selbst. Aber das wußten Sie wohl alles schon. Damit Sie mich wieder mal genüßlich zitieren können.

(kkk: 19.12.96)

1996-12-20:

Ich vergaß: Hans J. Eisel, Alte Steige 2, 70469 Stuttgart, gibt eine neue Zeitschrift heraus. Die erste Nummer Am Zeitstrand erschien im Oktober 1996. Lassen Sie sich doch einfach mal ein Probeexemplar zuschicken. Sie werden sehen, daß da noch Feuer und Pfeffer rein muß. Vielleicht kennen Sie das Blatt ja schon. Jedenfalls könnte ich mir Am Zeitstrand als einen publizistischen Bezugspunkt vorstellen, zu dessen Leuchtkraft Sie vielleicht beitragen möchten.

Auf Ihre eigene Zeitschrift hoffe ich gleichwohl unbeirrt wie einst die Berliner Insulaner auf "wieder'n schönes Festland wird". Sie sollten sich das zu Herzen nehmen. Herstellung: im nächsten Kopierladen. Ohne viel Aufwand.

(kkk: 20.12.96)

1996-12-21:

Hennig erhielt von mir die kkk-federn 6 bis 11 (davon Heft 8 doppelt als Belegexemplare wegen "Zeitenwende"2: am 1.7.96 abgesandt).

2 kkk-feder 8, S.42ff.

Diese Leute werfen, das ist meine ganz allgemeine Erfahrung, Sachen, die ihnen nicht in den Kram passen, in den Papierkorb. Hohe Intelligenz ist nun mal nicht deren Auszeichnung. Dabei entgeht ihnen dummerweise sogar sie unmittelbar Betreffendes. Wenn Hennig was will, soll er sich an mich wenden. Daß ich jemanden nicht unterrichtete, ist einfach nicht kuckucks Stil.

Morgenstern 3/96 habe ich nicht. Spohr ist da wohl von der engeren Sorte. Dem schlage ich nichts vor. Erstaunlich ist das schon, wer so in Deutschland sich in die Publizistik vorwagen darf...

Nein, nein, ich bin nicht schadenfroh. Mir gefällt die Geschichte überhaupt nicht.

Sie erwähnten des öfteren die Fähigkeit zu kommunizieren... Der einzige Kommunikationsfähige auf dem hier interessierenden Felde scheine doch ich mit meinem kuckuck zu sein (an dem Sie sich immerfort versündigen). Meine Fax-Nummer: 030/2517192.

Warum nutzen Sie den Morgenstern nicht für Ihre besonderen Belange? Aber Ihr Einfluß darauf scheint doch sehr gering zu sein. Auf Ihre Empfehlung hin sandte ich der Redaktion in Bonndorf mein Skript Die transzendentalen Vorfelder einer euro-islamischen Strategie. Deutschland und der Antijudaismus der Deutschen.3

3 Vgl. kkk-feder 6

Das hätte - nach Ihrer Anregung - in die Nummer 3/96 des Morgenstern kommen sollen. Ich habe davon nie wieder etwas gehört oder gesehen. Formale Korrektheit, bei allem Strittigen in der Sache, war und ist jedenfalls ein (weitestgehend auch durchgehaltenes) kuckucks-Prinzip.

Was Sie persönlich am kuckuck (bei aller stillen Bewunderung) immer wieder aufregt, verstehe ich oft nicht. Ich meine, daß ich viel mehr Gründe dazu hätte... Ich intrigiere nicht, sondern sage und schreibe offen, was ich denke.

Nicht wahr?

Ihr "Hildchen",4 übrigens, schickte mir die zwei Belegexemplare von kkk-feder 11 - diesmal wirklich ungelesen - wieder zurück. Poststempel: "Verweigert". Dabei hätte sie aus diesem Heft einige Lehren für sich ziehen können. Die verfolgende Unschuld (Tucholsky)...

4 kkk-feder 11, S.40f.

Was mir noch fehlt:

Ihre Antwort vom Mai 96 auf das Schreiben des IPCI SA vom 6.5.96.

Ihre Antwort vom 8.3.96 auf das Schreiben Ghalib Jonkers, Saudi Gazette, vom 23.2.96.

Ihre Antwort vom 8.3.96 auf das Schreiben Dr. Al-Mansours (Unterschrift: Pamela Al Mansour), San Francisco, Ca., vom 26.2.96.

Quelle der Skript-Teile (Seiten "97" und "98" - deutsche Übersetzung?) mit Ihren Korrekturvermerken zu Hörbiger, Pauwels, Mussolini u.a..

Darin ist auch Thierry Lalevée genannt.

Thematik: Hitler/Mussolini und der Islam.

Gehört das zu "The New Wagnerian"?

Wer ist der Autor?

Worauf bezieht sich konkret das Schreiben der Buchverlage Ullstein Langen Müller (Dr. Herbert Fleissner/Amalthea?) vom 25.11.94?

Dazu fehlt mir Ihr Anlaß-Schreiben, dort eingegangen am 25.11. ohne Angabe Ihres Datums, namens einer "Deutschen Gesellschaft für Weltfrieden und Ökologie durch Weltföderation" (Tarik E. Knapp) unter Ihrer Adresse.

Seite 2 (evtl. ff.?) des Schreibens "Freistaat Preußen / Der Staatspräsident" an das Iranische Außenministerium in Teheran vom 10.7.96 (mit Lichtbild vom "Sonderbotschafter" Peter-Hans Rackelmann.

Das Schreiben Dr. E.P. Kochs vom 30.11.96 an Dr. Hennig.

Der Extra Dienst war eine Stasi-Postille via Walter Barthel.

Und Korwin-Niemeyer arbeitet, wie er mir schrieb, "seit Jahren" nicht mehr als Vox-Korrespondent...

(kkk: 21.12.96)

1997-01-02:

Die Stoffmenge rät zu einer Gliederung.

1. Genaue Differenzierung in Ihrem Streit mit Hennig.

Die Sache ist mir seit langem klar.

Inzwischen haben wir einen längeren Vorgang, der vieles klarstellt.*

* Vgl. Die Gegenseite / Doku - kkk

2. Ihre Islam-Position.

Dabei möchte ich Ihr Project Mousa ausführlich darstellen.5

5 Vgl. The Musa Project (http://www.kokhavivpublications.com/feature/musa_project/)

Material genug fürs erste ist vorhanden: Zeitungsausschnitte, Briefe usw..

3. Der "Fall Kairo".6

6 kuckuck NETWORK review Kairo 1975: Die Affäre. Materialien zu einem ungeklärten Fall (http://www.kokhavivpublications.com/kuckuck/feature/kairo_affaere/)

Um mein altes Bild von der Sache zu revidieren, revidieren zu können im Sinne einer Uminterpretation, habe ich nicht ausreichend Fakten belegt vor mir.

Sie stellen alles immer so dar, als könne ein Außenstehender mit nur einigem guten Willen diese Geschichte durchschauen - und zwar zu Ihren Gunsten.

Es bleiben, im Gegenteil, erhebliche Zweifel, die nicht ausgeräumt, sondern durch neue Zweifel eher noch verstärkt werden.

Die reine Faktenlage ist nicht bekannt, auch Ihnen nicht.

Ihre ausgesprochen undiplomatischen Methoden und Vorgehensweisen erschweren das alles unnötigerweise zusätzlich.

Ich weiß wirklich nicht, was ich von der Sache halten soll.

Wer Sie kennt, wird kaum auf den Gedanken kommen, es mit einem Unschuldslamm zu tun zu haben.

Die Faktenlage spricht dafür, daß Ihre politischen Sympathien damals bei der "DDR" und ihrer Rücken-Macht lagen.

Was hatte Lazarek überhaupt gemacht?

Fakten müssen her, Fakten, bisher mir nicht bekannte.

Versetzen Sie sich mal in die Lage dessen, der plötzlich - nichtsahnend, gänzlich unvorbereitet - mit dem "Fall Kairo" konfrontiert wird.

Nach Lage der Dinge mußte die Bundesregierung Sie als ein Sicherheitsrisiko einschätzen.

Ich halte es aber durchaus auch für möglich, daß Ihre "undiplomatische" Art Sie als Sündenbock für Handlungen anempfahl, die gar nicht auf Ihr Konto gingen.

Ihre Sicht ist nicht völlig unplausibel, aber Sie sind Partei.

Beide Seiten handelten in ihrem jeweiligen Interesse.

Ihre arbeitsrechtliche Abgeltung ändert am Gesamtbild nur wenig.

Daß sich im Hintergrund geheimdienstliche Machenschaften abspielten, für die Sie dann herhalten mußten, ist natürlich nicht auszuschließen.

Wo aber nun anfangen, um da Licht hineinzubringen?

Kerger will recherchieren.

Was sagt eigentlich die "Stasi" dazu?

Schreiben Sie doch mal (schon aus Daffke) an Markus Wolf.

Dem müßten Sie aber alles detailliert schildern.

Eine kleine Doktorarbeit, die sich gleichzeitig für die Dokumentation bzw. als "Offener Brief" empfiehlt.

Brillanz ist gefragt, wenn Sie aus dem Schlamassel herauskommen wollen.

Die gestreuten Unterlagen sorgen nicht ohne weiteres für Durchblick.

Da muß einer sich schon ein bißchen Mühe geben.

Aber wer tut das?

Nicht jeder hat kuckucks feder-Geduld.

In der genannten Reihenfolge würde ich die Themenkomplexe gern abhandeln.

Überlegen Sie doch mal, inwieweit Ihr Preußen-Konzept ähnlich wie das des "Staatspräsidenten" Dr. Hennig separatistisch ausgelegt werden könnte.

Sie müssen immer damit rechnen, daß ein paar Leute sich so was sehr genau anschauen.

In Deutschland ist diese Gefahr zwar nicht allzu groß, dennoch sollte eine Sache hieb- und stichfest sein, wenn man sie für die Öffentlichkeit freigibt.

Welches Gewicht der Reaktion des CDU-Generalsekretärs Hintze auf Ihre Anfrage (bekomme ich eine Kopie?) beizumessen ist, weiß ich nicht.

Ich finde ja, daß der publizistische Weg von vornherein der bessere ist.

Gleichwohl ist jeder nachhakende Schriftwechsel nützlich und in diesem Falle auch unverzichtbar.

An welche Art von Machenschafts-Motiven denken Sie?

Was soll Ihres Erachtens vertuscht werden?

Ostwestliches von dazumal?

Oder Nahöstliches?

Um das zu verstehen, muß wohl die Rolle Lazareks verstanden werden.

Arbeitete Lazarek verdeckt für Israel?

Konterkarierte er die westdeutsche Nahostpolitik?

War er Jude, war er Zionist, der weniger der westdeutschen als der ostdeutschen ("DDR"-) Politik im arabischen Raum entgegenarbeitete, keineswegs im Sinne Bonns zu damaliger Zeit, das ja in dieser Frage eher einen Pendelkurs steuerte, so daß bestimmte Operationen/Ost von den Diplomaten/Politvertretern/West geduldet wurden?

Ein gründlicheres, umfassenderes Sicherheitsdenken/BRD mußte da hellhörig werden.

Wenn Lazarek der Mann war, für den ich ihn hier hypothetisch mal halten möchte, dann war sein unnatürlicher Tod ein Alarmzeichen, dessen volle Aufklärung die eben erst greifende "Neue Ostpolitik" gefährden konnte.

Ihre Position in jener Zeit war so verbissen antiklerikal (und damit antibayrisch, antirheinisch), daß Sie allein aus diesem Denken heraus der "DDR" näher stehen mußten als der Bundesrepublik.

Das läßt sich auch Ihren damaligen Texten entnehmen.

Ihr partei- und staatsinterner Krieg gegen die alten Nazis im Apparat machte Sie vielleicht auf dem Auge blind, mit dem Sie hätten sehen müssen, daß die "DDR" in dieser Frage kein Bündnispartner war.

Der Sowjetblock brach zusammen; es ist heute leichter, Rußlands geopolitische Rolle ganz unideologisch zu sehen.

Daß Sie die Juden, die sich dem Islam weder so noch so unterwerfen wollen, "hinrichten" - in Ihren Gedanken und Schriften...

Was sagt eigentlich unser gemeinsamer Gott dazu?

(kkk: 2.1.97)

1997-01-05

Es war wohl besser, den Brief an Hintze* zurückzuhalten.

* Vgl. Knapp an Hintze (http://kokhavivpublications.com/ismael/2001/june/29/19961225.html)

Im ersten Teil ist sowieso zuviel Parteientratsch.

Aber dann zählen Sie einige Fakten auf (hauptsächlich Seite 2), denen vielleicht noch andere hinzugefügt werden müßten, nicht für einen Brief, sondern als - noch auszufeilende - Basis für eine gründliche Durchforstung der Materie; jeder verständige Mensch muß da durchblicken und die Argumente kritisch prüfen können.

Eine geordnete Bestandsaufnahme.

Inventur.

Was hat das Stasi-Blatt überhaupt zu bedeuten?

Welche Abteilung hat das bearbeitet (Klarname, Zuständigkeit)?

Dank für den Morgenstern 3/96.

Allein die teure Herstellungsweise spricht dafür, daß (was für?) Geld (welcher Herkunft?) dahintersteckt (sauber oder nicht).

Haben Sie schon mal über meinen Einwand gegen Nazims Finanzierungsmodell nachgedacht?

Die große Zahl legt das Geld an, eine kleine Zahl (Oberer) nimmt sich daraus Darlehen, und das zinslos!

Sollten diese Darlehensnehmer (Pumpmajore, Bonzen) das Geld aber vielleicht nicht zurückzahlen (sich also bereichern), so möge "man" (die große Zahl der Geschröpften) ihnen verzeihen (denn Allah ist gnädig und allverzeihend, nicht wahr).

Als Redaktionsmitglied sind Sie gerade mal mit einer Buchbesprechung vertreten (ohnehin viel zu spät; im kuckuck stand das frühjahrs 96).

Wo Sie doch so viel zu sagen haben!

Das verstehe ich nicht - oder nur zu gut, wer weiß.

Sie bezeichnen sich als Murid (Knapp: "letzter Arsch").

Das Verhältnis des Muriden zu seinem Scheich ist wie ein Schatten, der dem Körper folgt. Wenn er vollkommenen Nutzen haben will, muß er seinen Willen an den Willen seines Scheichs ketten... Der beste Zustand für einen Murid ist, wenn er den Scheich über jede Sache befragt und seine Anweisungsn befolgt... (Sohbet: "Was ist Sufitum? Antworten des Scheichs". In Morgenstern 3/96. Zitat Seite 37).

Damit geben Sie sich zufrieden?

Ist das Ihr Weg, Tarik?

Diese Selbsterniedrigung?

Wie paßt das zusammen mit dem wild um sich schlagenden Erich Knapp?

Oder denken Sie schon wieder an einen Ausstieg?

Mit anschließender Dokumentation?

Sie sprechen irgendwo - im Hinblick auf die Kleidersitten bei den Muslimen - von "Maskenball" o.ä., möchten den Islam auch in dieser Hinsicht für Europa "lebbar" machen.

Im selben Heft (s.o.) lese ich von A. Wentzel den Beitrag: "Nur eine Kleiderfrage?"

Darin:

Da der Islam eine allumfassende Lebensweise ist, gilt das Beispiel des Propheten - Allahs Segen und Frieden über ihn - auch in bezug auf die Bekleidung!

Das ist - für den etablierten Islam - zweifellos authentisch.

Die offizielle Sicht ist totalitär.

Ich aber denke an eine islamische Revolution der Befreiung!

Meine Konzeption - das Projekt Yishmael - ist die Theorie der Befreiung.

Die beiden erwähnten Beiträge zu "Sufitum" und "Kleiderfrage" lesen sich fast so, als hätten Sie den Anlaß dazu gegeben.

Da bildet sich eine Zwangsgesellschaft en miniature, die dem neuen deutschen Ungeist stracks zuwächst.

Haben Sie Ihren Scheich Spohr wegen seiner Worte: "da köchelt der Jud im Sud..."7 zur Rede gestellt?

7 Vgl. kkk-feder 10, S.43ff.

Das täte - intern - doch not.

Auf dem Sektor Presse, Information, Gedankenaustausch, Meinungen... entdecke ich in Ihrem Umkreis immer wieder die Neigung zu Restriktion und Zensur.

Das mobilisiert den Westler in mir...

(kkk: 5.1.97)

1997-01-07:

Um bei meiner Lazarek-Hypothese zu bleiben, ich möchte das mal durchspielen:

Was würde sich am Gesamtbild ändern, an den Möglichkeiten seiner Einschätzung?

Wie kam es dazu, daß Sie Klarsfeld befragten?

War der "SS-General" Lazarek-Großvater der Grund?

Hätte dieser Großvater den Peter Lazarek nicht belastet?

Aber warum dann an Klarsfeld diese Frage?

Hatte Klarsfeld ein Interesse an der "Affäre Kairo" signalisiert?

Welche Indizien sprechen für meine Hypothese, Peter Lazarek sei Jude, Zionist gewesen, der verdeckt für Israel arbeitete?

Der Name?

Peter Lazar/Eleazar wäre als hebräischer Name denkbar.

Lazar dient in Ungarn, in der Slowakei usw. oft als der Sprachumwelt angepaßter, eigentlich hebräischer Vor- oder Familienname.

Lazarus ist aber auch eine christliche Heiligengestalt (freilich latinisiert nach Eleazar).

Der Jom-Kippur-Krieg 1973 sah von Anfang an, den ganzen Umständen nach, nach einer (imagepolitisch für Ägypten notwendigen) US-SU-Inszenierung aus, um für den beabsichtigten Friedensprozeß (Camp David usw.) zwei halbwegs gleichwertige Partner - nämlich Israel und Ägypten - vorstellen zu können.

Daß Israels Sicherheitsdienste eingeweiht waren, ist für mich nie eine Frage gewesen.

Natürlich waren sie es.

Regierungen werden mit solchem Wissen in der Regel nicht belastet.

Sie müssen ja glaubwürdig bleiben.

Sie beschreiben ("als ich dort ankam") die Kairoer Botschaft als eine "Nazikaschemme: lauter blonde Blauaugen kaltdeutscher Sprache; ich floh immer aus der Botschaft...".

Wie muß ich - rein äußerlich - Lazarek einordnen: gehörte er zu Ihnen oder zu jenen?

Wenn jene nicht nur, Ihrer Bewertung nach, wie Nazis aussahen und sprachen, sondern womöglich auch wie solche dachten, also mehr oder weniger eingeweiht waren in die Juden-Erkennungslehren des metaphysischen Antisemitismus, dann mußte (!) ihnen der Name Peter Lazarek "verdächtig" erscheinen.

Sie fragen sich (und mich):

"Warum hatten die Klarsfelds kein Interesse an dieser Aufklärung, warum überhaupt keins? War Israel beteiligt an der Affäre?"

Wenn meine Hypothese stimmt, lassen sich beide Fragen leicht beantworten.

Ich bin allerdings der Meinung, daß diese Erkenntnisse - zunächst theoretisch - auch vor 22 Jahren sich anboten.

Die "Eingeweihten" (s.o.) mußten (! s.o.) einfach darauf kommen.

Und ich vermute, daß auch Sie via Klarsfeld u.a. auf dem Wege dieser Erkenntnis waren.

Warum sonst Klarsfeld?

Ich stelle mir vor: Sie im Gespräch mit Lazarek.

Erich Knapp und Peter Lazarek tauschen ihre "Großväter" bzw. deren Legenden aus.

Sie erzählen Ihre Version.

Darauf Lazarek: "Wenn Ihr/Dein Großvater Jude war, dann war (ich der Kaiser von China) mein Großvater SS-General."

Ich meine, so eine Flachserei unter Kollegen ist denkbar.

Ich hatte einen Kollegen, das war vor 35 Jahren, wir blödelten herum, ich erzählte ihm, daß ich in KaliBaka im ehemaligen Deutsch-Ostafrika geboren, mein Vater Arturo Lummerto oder Lumberto ein italienischer Religionsphilosoph, Missionar oder sowas gewesen sei.

Diese Geschichte war einst in der Schule entstanden, als Mitschüler mein fremdländisches Aussehen verrätselten.

Nun habe ich ja wirklich eine italienische Zigeunerin in meiner Ahnengalerie, und eine germanische Spur läßt sich an mir beim besten (oder bösesten) Willen nicht entdecken.

Jene Story aber war das reine Märchen, ein Jux, den ich jetzt wiederholte.

Mein Kollege erzählt daraufhin, daß seine Frau aus Singapur stamme.

Er erzählte das so gekonnt, so trocken, daß ich vor Lachen nach Luft schnappen mußte.

Nächsten Tag brachte er den Paß seiner Frau mit.

Es stimmte alles.

Der Mann hatte nicht gesponnen.

Seine Frau war Deutsche, jedenfalls Europäerin, aus einer Familie, die tatsächlich mindest eine Zeitlang in Singapur ansässig war.

Der Witz zusätzlich war, daß er meine KaliBaka-Geschichte geglaubt hatte.

(kkk: 7.1.97)

1997-01-09:

In der Sache Kairo würde ich die Erkenntnisse gern mit Kerger und Korwin-Niemeyer koordinieren.

Würden Sie das unterstützen?

Das Judentum ist kein "Abstammungs-Rassismus", nicht einmal nach dem Talmud.

Im Gegenteil, es wird davor gewarnt, sich hautfarblich zu einseitig zu mehren.

Abstammung hat im jüdischen Denken keinen "rassischen" Charakter; sie wird seelisch und geistig begriffen.

Darum auch im Exil der Bezug auf die Mutter, weil sie es dem Kind "mit der Milch", mit den ersten Worten, Zärtlichkeiten, urvertraulich, gottvertraulich eingibt.

Von den Müttern kommt Gutes oder Böses.

Die jüdische Mutter gilt als Garantieträgerin für den in der Geschichte selbstredend (!) gewordenen Konsens.

Dem liegt der Urgedanke zugrunde: man hat es, weil geschichtlich erworben, oder hat es nicht.

Das hat mit "Rasse" im europäischen Sinne überhaupt nichts zu tun.

Schon dieser europäische Rassebegriff ist ein Produkt des Unwissens, der Unkultur, der fehlenden Weisheit.

Wenn Sie sich das jüdische Volk ansehen, so finden Sie darin "rassisch" die gesamte Menschheit wieder.

Der jüdische "Rassismus" besteht in der historischen Überwindung der "Rassen" durch Vermischung, Neulegierung, ohne dabei den jüdischen Geist aufzugeben, den Geist der Torah.

Das Judentum hat zu viele Feinde, geradezu metaphysische Feinde, als daß es sich ihnen ungeschützt ausliefern dürfte.

Als Schutz diente, mehr oder weniger erfolgreich, die Selbsteingrenzung, Selbsttreue, Selbstgewißteit.

Das absolute Ausgeliefertsein in der Hitler-Zeit hat die längst erkannte Notwendigkeit eines eigenen Staates systematisch zur Realisierung gebracht.

Die Mobilisierung des Islam verdankt sich dieser Tatsache.

Damit wiederholt sich in jüngster Geschichte die Initialzündkraft der in der Torah geschilderten Zeit- und Ereignisabfolgen.

Sie haben sich mittlerweile vom Deutschenfresser zum Judenfresser gemausert.

Menschenfresser (Misanthropen) sind überhaupt nicht wählerisch.

Kannibalen schrecken auch vor sich selbst nicht zurück.

In der Kritik an der Politik Israels lasse ich mich von niemandem, auch von Ihnen nicht überbieten.

Wer aber die Vernichtung des Staates Israel politisch plant oder auch nur in Kauf nimmt, der plant - in der historischen Konsequenz - einen neuen, weltweiten Holocaust, der nimmt bereits theoretisch einen künftigen Kollektivmord am jüdischen Volk in Kauf.

Ich schrieb es erst neulich an Worch: sie haben es getan, weil sie es wieder tun würden.

Auch hier gilt die "Muttermilch": man hat es oder hat es nicht.

Meinen Satz, daß man aus Kartoffeln eben keine Orangen machen könne, hat man mir als eine besondere Art von Rassismus ausgelegt.

In Wahrheit ist er Ausdruck einer periodisch wiederkehrenden Resignation.

(kkk: 9.1 97)

1997-01-10:

Mit der freiwilligen Selbstaufgabe von Menschen in Orden, Parteien, Organisationen, Kollektiven konnte ich nie etwas anfangen.

Was ich Sie schon neulich fragen wollte:

In Ihrer Intervention bei Ullstein/Dr.Fleißner wegen des Makowski-Buches firmieren Sie als Vertreter irgendeiner "Weltföderation" o.ä.u.s.w..

Hat das nicht einen freimaurerischen Hintergrund?

Schrieben Sie mir nicht früher mal von Ihrem "Illuminaten"-Status bzw. einer diesbezüglichen Anwartschaft?

Ihre Aversion gegens freie Individuum ist verständlich nach allem, was Sie als Unfreier durchgemacht haben.

Eine geschichtliche Erfahrung - allgemeinerer Bedeutung - begründet dies jedoch nicht.

Der Einzelne kann es auch heute mit zwei- bis dreihundert so oder so Eingebundenen aufnehmen; das schrieb ich schon Schenke in den siebziger Jahren, was Sie irgendwo im alten kuckuck nachlesen können.

Das trennte Sie immer von mir.

Ich habe immer ohne Netz (und Nest) gearbeitet.

Darum konnten wir auch niemals "Freunde" werden.

Ihr Vorwurf des "Freundesverrats" kann nach unserer gemeinsamen Korrespondenz-Geschichte doch wohl nur ein peinlicher Ausrutscher sein.

Ich bin kein Verräter.

Ich verrate auch nicht mein Volk, nicht das deutsche und nicht das jüdische.

Im Gegensatz zu Ihnen.

Sie haben bisher alles verraten, wofür Sie vordem die Zähne fletschten.

Ich habe seit langem für Sie die Formel parat: Wer den kuckuck, heißt: wer mich verrät, der wird auch jeden andern verraten - und verraten haben.

Darum läßt sich auch die Kairoer Affäre schwerlich in Ihrem Sinne interpretieren.

Es ist ja nicht Unkenntnis, sondern fast schon intime Kenntnis von Ihren publizistischen und amtsinternen Machinationen lange, lange vor diesem Ende in Kairo.

Ich hätte Sie schon früher gefeuert, wahrscheinlich aber gar nicht erst eingestellt.

Der Verdacht des Geheimnisverrats mußte sich vornehmlich gegen Sie richten; denn Sie hatten diesen Verrat bereits früher - in einem anderen Zusammenhang - angekündigt, angedroht.

Es läßt sich nur eine Art Polit-Mafia, eben ein "Orden" denken, der Sie stützte - und fallenließ, als Sie über die Stränge schlugen.

So was macht eben ein Murid nicht.

Sie rechtfertigten Ihre Vorgehensweise mit dem moralischen Motiv, die westdeutsche Demokratie zu entnazifizieren.

Artikel 131 GG mußte ja seine Folgen haben, da war eigentlich gar nichts zu "entdecken".

Eine Zeitlang sah ich in Ihnen (wie später in Germar Rudolf*) den mutigen Einzelkämpfer, den Wahrheitsfanatiker.

* Vgl. Horst Lummert, Germar Rudolf und der Remer-Kreis in kkk-feder 9, S.2ff.

In beiden Fällen mußte ich dieses wohlwollende Entgegenkommen richtigstellen.

Ich habe damit keine Probleme.

Meine Methode weist sich aus: als prinzipienorientiert.

Sie haben keinen Prinzipien.

Sie sagen heute dies, morgen das, und alles mit der gleichen Vehemenz.

Bei genauerem Hinsehen wurde mir langsam klar (oder eigentlich doch ziemlich schnell):

Mit Ihren internen und publizistischen Machenschaften folgten Sie - bis nach "Portugal" hinein, um das sich ja auch der später entlarvte Günter Wallraff so fleißig bemühte - ohne Abstriche der sowjetdeutschen Verleumdungs-Kampagne gegen die Bundesrepublik Deutschland.

Sie handelten wie ein Einflußagent Moskaus oder der "DDR".

Sie waren seit langem ein Sicherheitsrisiko.

Was Sie getan haben, wäscht kein Regen ab.

Ihnen gerecht werden heißt, Sie erst einmal durch die Hölle dieser Wahrheit treiben.

Die Katharsis werden Sie freilich in Ihrem neuen Verbund nicht erlangen.

Und falls Sie Zweifel haben, daß es außer diesem keinen anderen Gott gebe, so seien Sie versichert: Es gibt nur den Einen.

PS: Sie konnten damals nicht mit quasi politkriminellem Nachdruck die "Neue" Ostpolitik befördern, sie vor dem schlechten Ruf einer - tatsächlich bestehenden - Bismarck-Ribbentrop-Verwandtschaft bewahren und gleichzeitig die administrativ-personelle Grundbedingung dieser "neuen" Politik, nämlich die Nazis im AA, "bekämpfen".

Ihr Feind waren nicht die Nazis, es war die Demokratie der Bundesrepublik.

Ergo: cui bono?

(kkk: 10.1.97)

1997-01-14:

Der "Orden", der Sie damals fallenließ, war nicht "tauhidisch", sondern sozialistisch-kommunistisch geprägt.

Sie waren ein Quasi-"Agent" Moskaus und seiner Politik.

Wenn Sie sich heute als Befürworter einer Osterweiterung der NATO darstellen, so beschreiben Sie damit eben Ihre politische "Wende" um 180 Grad.

Knapp (10.1 97): "Arbeitshypothese zwo: E.Knapp war/ist schizophren."

Daran hatte ich nie Zweifel.

Kairo.

Als heimlicher (bis offener, publizistischer - kkk) Vertreter sowjetischer Politik waren Sie ein Feind der Bundesrepublik, ein Feind der NATO, ein Feind des Atlantischen Bündnisses, ein Feind jenes Islams, der später* in Afghanistan - mit Unterstützung Pakistans und der USA - gegen den sowjetischen Imperialismus kämpfte, der ja nur eine ideologisierte Form des russischen Imperialismus war.

* Im Original mißverständlich "seinerzeit" - kkk

Und Sie waren konsequenterweise ein Feind Israels.

Ihre Krokodilstränen um Qiriat Shmonah konnten davon nicht ablenken.

Sie vergessen, daß ich meine Behauptungen allesamt - nach Ihren eigenen schriftlichen Darlegungen im alten kuckuck - belegen kann.

Anhand dieser Dokumente wird klar, daß Sie sich heute aus allem, was Sie belastet, Sie politisch und charakterlich als äußerst (!) zwielichtig erscheinen läßt, Sie als schreibenden Demagogen und Desinformator, als Verleumder und Intriganten entlarvt, herausmogeln wollen.

Sie mögen Ihre alle paar Jahre wechselnden Gurus täuschen können, ich kenne Ihre Mätzchen schon zu lange.

Ein ehrlich kämpfender Ritter waren Sie nie.

Auch für Lazarek waren Sie kein "mastermind", o nein.

Es fällt auf, daß Sie darauf bestehen: er war's, mit dem Extra-Dienst, aber eben ein Dummkopf, nicht wahr.

Und Sie waren der Schlaukopf, mehr aber auch nicht.

Der "SS-General" Lazarek-Großvater war womöglich Ihre - sozusagen posthume - Erfindung.

Mit diesem Scheinargument - als "Beweis" für Ihre angebliche Einschätzung des einstigen Kollegen - im Koffer reisten Sie zu den Klarsfelds.

Warum gerade zu ihnen?

Serge Klarsfeld ist Jude, was als Indiz dafür herangezogen werden kann, daß Sie über Lazarek natürlich sehr viel besser Bescheid wußten.

Wenn Lazarek (ein freiwilliger oder gebundener) Mann Israels war, wird das Gesamtbild plötzlich stimmig.

Sie wollten den Juden Lazarek mit dem ED-Auftrag, wahrscheinlich als harmlos deklariert, hereinlegen, kompromittieren und damit in Kairo ausschalten.

Bonn schützte den Mann - für Sie unerwartet.

Warum?

Lazarek, von Ihnen plötzlich isoliert, konnte gefährlich für Sie werden.

Er wußte zuviel.

Ergo...

Das ist eine meiner Hypothesen.

Wenn Sie erst nach der ED-Geschichte von der Israel-Verbindung Lazareks erfuhren, um so mehr...

Mit den Klarsfelds wollten Sie sich nachträglich ein Alibi konstruieren.

Daß ich "in intellektueller und psychologischer Hinsicht (Ihr) spannendster Briefpartner" bin, ist sicherlich wahr.

Wie sollte es auch anders sein?

Ich bin Ihr Analytiker.

Der Morgenstern unterdrückte meine Zuschrift?

Quatsch.

Meine Zusendung war, wie vieles, was ich tue, auch ein Test.

Obwohl Sie doch so viel zu sagen und zu schreiben haben, haben Sie in der Redaktion des Morgenstern - als Murid (E.K.: "letzter Arsch") - eben gar nichts zu sagen.

Ihre Empfehlungen gehen ins Nichts, wenn Sie so wollen.

Der Morgenstern kann (!) - seiner ganzen inneren Verfassung nach - meine euro-islamische Strategie (vgl. kkk-feder 6) nicht (!) bringen.

Dazu ist er geistig und seelisch nicht frei genug.

Der Mini-Totalitarismus Ihres Vereins wirft zwar viel(e) Schatten (Murids); über seinen eigenen zu springen, vermag er indessen nicht.

Als Unfreier wissen Sie wahrscheinlich nicht einmal, wovon ich spreche.

Wenn Sie meine Strategie in kkk-feder 6 nachlesen, wissen Sie sofort, daß - ich sage: auch vor dieser Nachlese wider besseres Wissen - wiederholte Behauptungen, mein Konzept vertrage sich nicht mit Israel, der reine Unfug sind.

An anderer Stelle und bei anderer Gelegenheit polemisieren Sie ja gerade gegen die hebräisch-islamische Konsistenz auf toranischer Basis.

Was Sie "verjüdeln" (wirklich fein - kkk) nennen, ist die Rückführung des Islams und seines erkorenen Stammvaters Ismail auf die hebräischen Ursprünge - geschichtlich und sprachlich, Sie Halbgebildeter!

Yishmael ist die ältere, die authentische Form.

Als Sie mal einen lichten Moment hatten, schrieben Sie mir prompt, daß Sie so frei seien, meine mittelländische Reichsidee zu übernehmen.

Es ist die Tragik der Epigonen, daß sie immer wieder vergessen, was sie mal zu wissen glaubten.

Sie vergessen, was und weil es nicht auf ihrem Mist gewachsen ist.

Sie haben alles irgendwoher, wissen aber nichts über die Entstehungsgeschichte.

Das mittelländische Reich schließt den gesamten Mittelmeerraum und damit natürlich auch Israel mit ein.

Die Achse Berlin-Jerusalem - um sie "dreht sich der Islam" - ist das A&O meiner Strategie.

Lesen Sie, um zu lernen!

Was Sie wissen, ist Stückwerk.

Sie sind ein Eklektiker, der sich zusammenkehrt, was von den Tischen des Denkens fällt.

Ein meschuggener Satellit, der zwischen den Kraftfeldern nicht mehr aus noch ein weiß.

Ihre - sich periodisch wiederholenden - mental-politischen und psychologischen Fehlurteile weisen Sie schon seit langem als einen der typischen falschen Propheten aus.

Ihr Metier ist wohl eher die pathische Projektion.

Ihre konstitutive Humorlosigkeit prädestiniert Sie auch nicht zum Spieler.

Ich schreibe hier auf, was mir spontan zu Ihnen einfällt.

Apropos: jener "Bonner Waffenhändler Merten(??)", den Sie erwähnen, der "die Bilharzia-Akte... im Keller seines Reitstalles" gehabt haben soll, ist das nicht der, der dem Bonner Verteidigungsministerium israelische UZI-Mps verkaufen wollte, woraus aber nichts wurde, weil die deutsche National-Mafia laut Front dagegen machte?

Ihren Islam nehme ich nicht ernst.

Mit Ihren Korrespondenzen wollen Sie mir ständig etwas beweisen.

Doch Briefe aus Riad oder anderen islamischen Städten und Institutionen, in denen der Empfang von Knapp-Briefen ebenso höflich wie kurz bestätigt wird, beweisen gar nichts.

Es ist ein schier ewiges Antichambrieren...

Ein Wichtigtuer vertreibt sich da seine Zeit.

Ich habe in so kurzer Zeit noch nie mit so vielen selbsternannten "Präsidenten", "Staatskanzleien" und ähnlichem Kokolores zu tun bekommen wie aus Ihrem Umkreis.

Es ist wie in einem Irrenhaus, wo die "Napoleons" und "Kalifen" ihrem verhunzten Leben nachträumen.

Was Sie als "plausiblere Hypothese" zum "Fall Kairo" nunmehr anbieten, ist ein Teilgeständnis und ein neuer Versuch der Irreführung.

Mit dem Islam hatten Sie damals nichts zu schaffen.

Sie waren ein "softy" und Feind des Islams.

Das läßt sich ohne weiteres belegen.

Von Dakka aus machten Sie sowjetfreundliche Störmanöver.

Insofern waren Sie eine Laus im Pelz, keine Frage.

Auch in Kairo.

Damals stand der "Islamismus" dort nicht zur Debatte, und wenn, so standen Sie auf der anderen Seite.

Die "Islam"-Karte bringen Sie erst später ins Spiel, freilich auf eine eher antiislamische Weise.

Sie regen sich darüber auf, daß ich ab und zu aus älteren kuckuck-Heften zitiere.

Ich kann das wahllos tun, ohne mich schämen zu mussen.

Sie können es nicht.

Sie fliehen vor Ihrer Vergangenheit wie die Nazis vor ihren Verbrechen.

Und was ich Ihnen früher schon vorhielt:

Sie sind spontan ständig auf der Seite der Verfolger.

Eine verfolgende Unschuld, wie Tucholsky treffend formulierte, obwohl er Sie noch gar nicht kannte.

Ist Ihnen inzwischen auch aufgefallen (ich machte Sie schon früher darauf aufmerksam), daß Sie (!) die jüdische Karte spielten, solange sie Ihnen von Nutzen war, daß Sie inzwischen aber dagegen setzen, weil Sie wähnen, die Juden könnten das Spiel vielleicht verlieren?

Sie sind stets bei den stärkeren Bataillonen, da denken Sie wie die Nazis und Kommunisten/Sozialisten.

Gott aber ist bei den Standhaften, bei denen, die auch gegen allen Anschein tun und denken, was sie für richtig halten.

Sie brauchen stets eine Parteilinie.

Als Unfreier messen Sie Ihre Autonomie nach der Länge der Leine.

Daß Sie nun Ihr ewiges Betteln und Jammern um Solidarität auch noch auf "die Juden" projizieren, das eben ist...

Kerger sagt mir am Telefon, daß er gegenüber Schmidtbauer geblufft habe.

Er wisse eigentlich gar nichts.

Mir gegenüber bluffe er aber nicht, sagt er gleich dazu.

Wie interpretieren Sie diesen Umschwung:

Einst sollte ganz Deutschland an der individuellen Not des Erich Knapp zerbrechen.

Heute unterwirft sich das Individumm Tarik (= Erich) Knapp jedem hergelaufenen "Scheich".

Was für ein Held!

Sie haben den heiligen Geist verraten, und denken Sie mal darüber nach, wie das wieder gutzumachen wäre.

(kkk: 14.1.97)

Hinweis: Der Briefwechsel Lummert/Knapp ist hier nur einseitig wiedergegeben. Knapps Reaktionen kursieren bereits in Rundbriefen postalisch.

Insofern ist der Abdruck der Lummert-Schreiben eine ergänzende Information.8

8 Vgl. kkk-feder 12, S.46 - online (hier)

Wer Knapps Mitteilungen noch nicht erhalten hat, wende sich direkt an den Verfasser/Sender: Tarik E. Knapp, Steinkopfweg 17, 64646 Heppenheim, oder an die Redaktion Der Morgenstern, Schulstraße 15, 79848 Bonndorf im Schwarzwald - kkk

online-Fassung

kuckuck
feder 12
I. quartal 1997
5. Feb. 1997

Siehe auch:
Die Gegenseite / Doku

kokhaviv press:
Horst Lummert in kuckuck (kulikri)

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