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Erkenntnistheorie und politische Praxis - Seit 1973 - Redaktion: Horst Lummert
Soeben kkk-feder 8 auf meinen Schreibtisch gelangt. Danke.
Wiewohl stark beansprucht durch meine Bemühungen um die Geächteten, nahm ich mir doch die Zeit, mich, verständlicherweise, nicht sehr intensiv damit zu beschäftigen.
Einige Bemerkungen.
Seite 4: "Das Blut eint alle Menschen auf Erden, aber die Sprachen in jeweiliger Besonderheit geben den Völkern ihren Charakter. Die Sprache ist die Seele des Volkes, das Blut aber ist Gottes."
Meine erste Frage an Taxifahrer ist, "Was sind Sie für ein Landsmann?".
Ist die Antwort Iraner, Grieche usw., frage ich nach Kindern, und ob diese neben Deutsch auch ihre Muttersprache erlernen.
Nur selten geschieht das wohl. Mich schmerzt's.
Mich berührte es, als ich in Berlin einen Türken kennenlernte, der berlinerte.
Seine Seele war und ist aber "türkisch".
Sehe ich das richtig?
"Die Liebe einer weißen Frau zu einem schwarzen Mann ist ein Geschenk des Himmels" und umgekehrt, wie ich hinzufüge.
Das allerdings unter der Voraussetzung, daß Liebe von beiden Partnern als höchste Erscheinung menschlichen Daseins in seiner Verwobenheit von Körper und Seele verstanden wird.
Seite 5: Sie bemerken, daß der Antisemitismus zum Wesen des Panslawismus gehört.
Das ist sehr apodiktisch.
Was ist das "Wesen" des Panslawismus?
Und was ist das "Wesen" der Polen (Kielce).
Der Blick in ein philosophisches Wörterbuch lehrt, daß darüber noch nachzudenken wäre.
Mir ist etwas unbehaglich angesichts Ihrer Bemerkung.
Seite 28: "Die Juden müssen seit alters ein besonders böses Volk gewesen sein. Oder ein besonders ehrliches? Welches andere Volk macht schon seine finsteren Charakterzüge zu wesentlichen Bestandteilen seiner aufgeschriebenen Geschichte?"
Fast wäre ich geneigt, dem zuzustimmen.
Jedoch: Ausrottung als göttliche Forderung?
Seite 29: "Und wenn Sie da und dort vielleicht eine Stimme, also eine jüdische Stimme hören, die nicht ins Bild zu passen scheint, dürfen Sie nicht ohne weiteres sagen: Sogar der Jude Soundso sagt, daß....
Das ist scharf gesehen.
Wenn etwa in Gesprächen darauf hingewiesen wird, daß selbst der Jude Soundso Revisionist sei, bemerke ich meist, "Lassen Sie den Juden einmal aus dem Spiel".
Seite 29: Sie bemerken, Jürgen Graf habe "herzerfrischende" Bücher geschrieben.
"Herzerfrischend" jedenfalls für diejenigen, die ihren Verfolgungswahn austoben.
Der Schweizer wird nun auch in seinem Heimatland traktiert.
Die BRD ist in dieser Hinsicht geradezu ein Pestherd.
Ist dergleichen ein Merkmal neuen deutschen Wesens?
Seite 35: Sie lassen einen gewissen Hans Wahls in seinem Brief vom 15.1.1996 zu Wort kommen.
Ich hätte es sehr begrüßt, wenn Sie auch meine Zweitperson Fürchtegott Lümmeling zitiert hätten.
Auf jeden Fall wären Auslassungszeichen angebracht gewesen. (8.7.96)
Hans Wahls, Köln
online-Fassung
kuckuck
feder 9
IV. quartal 1996
14. Aug. 1996
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Horst Lummert in kuckuck (kulikri)
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