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Schreibtischtäter Oberlercher
Zitate
Das antisemitische Schrifttum betrachtet in der Regel die moralische Verwerflichkeit der Juden vom Standpunkt christlicher und anderer seßhafter Völker, gibt aber keine Darstellung der inneren Daseinsräson eines global umherschweifenden orientalischen Nomadenvolkes aus den Gegebenheiten dieser Lebensweise (84).
Als Jäger und Sammler sind die Menschen vorgeschichtlich, als Ackerbauern geschichtlich und als Nomaden gegengeschichtlich (85).
Die symbolische Liquidierung von 2000 Jahren abendländischer Geschichte durch Wiedererrichtung des Judenstaates in Palästina war die größte Gegengeschichte, die die Welt gesehen hat. Bis zuletzt hat der Judenstaat versucht, den wiederaufgenommenen Gang der Geschichte zu stoppen und die Einheit von West- und Mitteldeutschland zu verhindern. Die unmittelbare Aufgabe, vor der Europa jetzt wieder einmal steht, ist die Entsteppung und Entwüstung seiner alten Kulturlandschaften und die Auflösung der Massengesellschaft, d.h. die Rückverwandlung von Bevölkerung in Volk (85).
Modernisierung ist Mobilisierung und daher Nomadisierung. Entnomadisierung ist Demobilisierung und neue, nachmoderne Verwurzelung. Wer neu verwurzeln will, muß die Methoden der Entwurzelung durchschaut haben (87).
Der Hirt kann nur der Knecht des Bauern sein. Ein reaktionärer Umsturz ("anti-neolithische Konterrevolution") führt zur Freiheit des Knechtes, der aus seiner eigenen Domestikation zusammen mit dem domestizierten Vieh, das er dem Bauern gestohlen hat, in die Verwilderung des Nomadenlebens flieht. Das Herr-Knecht-Verhältnis ist aufgehoben und durch das Hirt-Vieh-Verhältnis ersetzt, wobei Viehhaftigkeit nicht nur Tieren, sondern auch Menschen zukommt, von denen Hirten leben. Der Nomade steht nicht in einem menschlichen Verhältnis zur Natur, sondern in einem tierischen (symbiotischen) Verhältnis zum Vieh (88).
Der Völkernomade ist vom Viehhirten zum Vieh abgesunken (89).
Die Völkernomaden mögen sich Goldene Horde nennen oder auserwähltes Volk, ihre Selbstverviehung ist durch ihr abgrasendes Verhalten in allen Lebensbereichen der heimgesuchten Völker gegeben, die dadurch versteppt und letztlich verwüstet werden... (89).
Der Kopf des Menschen wird von seinem Körper, auf dem er thront, ernährt. Jedes entwickelte Volk leistet sich für seine allgemeinen Angelegenheiten eine bestimmte Zahl von Köpfen in Gestalt besonders qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Die Abweidung dieser leitenden Stellungen durch Intelligenznomaden fremdvölkischer Herkunft wirkt auf das heimgesuchte Volk wie ein Hirntumor. Rationalismus und Aufklärung sind das Lebenselement des Intelligenznomaden, die Verviehung des Wissens und die Verherdung der Wissenschaftler im Wissenschaftsbetrieb der Moderne, dieser geistigen Wüste, sind das Ergebnis des kopfnomadischen Befalls (90f.).
Urväter des jüdischen Nomadenvolkes sind Abraham, Isaak, Jakob und Joseph. Von Abraham an haben sie nicht nur Viehnomadismus getrieben, sondern im großen Umfang organisiertes Verbrechen. Der Pate ist Jahwe. Als Abraham in dessen Organisation, den "Bund", aufgenommen wird, indem er beweist, daß er für den Chef seinen einzigen Sohn Isaak schlachten würde (Gen 22,2-17), ist Abraham schon bewährter (betrügerischer) Zuhälter seiner Frau Sarah und erfolgreicher Erpresser von Königen (Gen 12,10-20; Gen 20). Jahwe verheißt Abraham (alias Abram) nicht nur einfach das gelobte Land zwischen Nil und Euphrat als Viehweide, sondern als Völkersteppe mit zehn namentlich genannten Völkern zur Abweidung (Gen 15,18-21). Der jüdische Friedhof schließlich, den Abraham im Land Kanaan erwirbt, dient nicht, wie die arglosen Hethiter meinen, der Pietät für seine verstorbene Frau Sarah, sondern als Zielmarkierung der künftigen Eroberung Kanaans (Gen 23). Daher kommt es, daß rabiate Antisemiten so gern jüdische Friedhöfe zerstören (93).
"Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel", sagt der oberste, diesmal inkognito bleibende Chef der Organisation, bevor Israel (alias Jakob) als sein bester Mann von dannen humpelt (Gen 32,29-33), um mit seiner Mischpoche das Blutbad von Sichem (Gen 34) anzurichten. Nicht umsonst sieht bäuerliche Vorstellung den Teufel als hinkendes Mischwesen aus Ziegenbock und Mensch (94).
Im fünften Buch Mose, dem Deuteronomium, offenbart sich die ganze Wahrheit des Nomadismus in ihrer strengsten Konsequenz: dem Völkermordgebot (95).
Die religiöse Verehrung des Völkermordes ist die niederste Form des Absoluten, nämlich das absolute Böse in einem realmetaphysischen Sinne. Es existiert in der Geschichte als geschichtszerstörende Kraft. Diese Kraft ist bei Kant "das radikal Böse in der menschlichen Natur" als Freiheit, die sich vom kategorischen Imperativ emanzipiert hat (95f.).
... heute ist das Absolute Böse in passiver Form als Holocaust-Kult im Umlauf, der seine Glaubwürdigkeit beim auserwählten Volk aus dem Wissen um die Grundform des aktiven Völkermordgebotes bezieht... Das Böseste, das wir uns vorstellen können, ist Völkermord. Aber das absolute Böse geht darüber noch hinaus: es ist jenes Böse, das böser nicht gedacht werden kann. Und Böseres als das mosaische Völkermordgebot, das bei Mitleid oder sonstiger unvollständiger Ausführung sein auserwähltes Volk selber mit Vertreibung und Völkermord bedroht, kann von Menschen nicht erdacht werden. Vor diesem geistigen Hintergrund ist alle Judenverfolgung tätige Beihilfe zur mosaischen Religionspropaganda, der sich Adolf Hitler (als Vierteljude verdächtigt) zweifelsfrei schuldig gemacht hat. Die Judenfrage zum Rasseproblem zu erklären, verharmlost das absolut Böse, eine Erscheinung der Freiheit des menschlichen Geistes, zum biotechnisch lösbaren Problem (96).
Das Absolute Böse ist der Beitrag des Nomadentums zur Geistesgeschichte der Menschheit (97).
Die Bestimmung des Reiches in dieser Welt ist das Niederhalten des Bösen. Die Personifikation alles Bösen ist der Böse, und der ist der Herr dieser Welt. Er kann die Vertreibung wie die Ausrottung von Völkern gebieten. Der Böse ist der Geist der Besonderung und der Absonderung, der in ganze Völker fahren kann und sie mit der Wahnvorstellung ihrer Weltherrschaft schlägt. Dieser Wahn kennt kein Wahnfried außer dem Tod, er verschwindet erst mit dem Untergang des befallenen Volkes. Er ist eine große Pest, die alles Politische und damit alles Rechtliche hinwegrafft; diese Pest wütet überall dort, wo von auserwählten Völkern, von verheißenen Ländern und von neuen Welten die Rede ist (202f.).
Aus: Reinhold Oberlercher, Lehre vom Gemeinwesen. Verlag der Freunde, Berlin 1994
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kuckuck
feder 7
II. quartal 1996
30. Mai 1996
kokhaviv press:
Horst Lummert in kuckuck (kulikri)