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Erkenntnistheorie und politische Praxis - Seit 1973 - Redaktion: Horst Lummert

Buchausgabe:
Horst Lummert in kuckuck (kulikri)
1973 bis 2000 & unveröffentlichte Texte aus 40 Jahren Wüste. Die vielsandigen Vordenklichkeiten des Avram Kokhaviv.
Band 11. Revisionismus-Kritik exklusiv II
Herausgegeben von Alexander Becker / Baraq Kokhaviv
© 2000 kokhaviv publications

1997-00-00

Horst Lummert

Internationalismus gegen Nationalismus - eine unendliche Todfeindschaft?

Geschichtlicher Werdegang und heutige Gestalt

Unter diesem Titel erschien im Jahrbuch für politische Erneuerung 1995 der Freiheitlichen Partei Österreichs ein Beitrag von Werner Pfeifenberger.

Pfeifenberger, 1941 in Salzburg geboren, ist seit 1973 (mit Unterbrechungen) Professor für Politikwissenschaften in Münster; 1975-1978 Professor für Internationale Politik in Grenoble; 1977-1983 Gründungsdirektor des Österreichischen Instituts für politische Bildung; 1983-1985 Professor in Stellenbosch (Kapstadt); 1987 Professor in Taipeh.

In einer Rezension der jüdischen Zeitschrift Die Gemeinde, hier nach einer Faxübermittlung vom 2.3.95 aus Wien, schreibt der Wiener Journalist Karl Pfeifer:

Freiheitliches Jahrbuch 1995 mit (Neo)Nazi-Tönen. Mehr als ein Viertel der Autoren... sind im Handbuch des Österreichischen Rechtsextremismus vermerkt... Pfeifenberger wärmt die alte Nazi-Mär von der jüdischen Weltverschwörung langatmig auf.

In einem Brief an mich (23.4.96) äußert sich Prof. Pfeifenberger "einigermaßen betroffen" darüber,

weil ich selbst mich ganz und gar nicht als Nazi empfinde und außerdem jede Aussage meines Aufsatzes mit einer Vielzahl nichtnazistischer, häufig sogar jüdischer Literatur belegen kann.
Außerdem meinte ich, meinen Abscheu vor Haß jedweder Art deutlich genug gemacht zu haben.
Nur stellte ich halt einen wechselseitigen, keinen einseitigen Haß in der von mir beschriebenen Feindschaft fest und bezüglich Deutschlands seit 1945 ein deutliches Übergewicht internationalistischer Feindseligkeiten.

Er bittet mich um mein "ehrliches (nicht höfliches) Urteil".

Karl Pfeifer schreibt:

Pfeifenberger stellt das "Einsickern des orientalischen (jüdischen) Messianismus in Gestalt des missionarisch-offensiven Frühchristentums..." fest und schildert den Sieg der Nazi in Deutschland: "Es schien zu gelingen! Immer mehr Proletarier fielen vom internationalistischen Sozialismus ab und liefen zum Nationalsozialismus über - eine unerhörte ideologische Kränkung, die das Volk den Internationalsozialisten zufügte. Es sollte diese seine Dreistigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg als Kollektivschuld bitter zu büßen haben."
Und weiter: "Innenpolitisch wurde diese Auseinandersetzung von den Nationalisten gewonnen, sowohl das Ringen um die Seelen der Jugend als auch um den Arbeiter... Da der innerstaatliche Konflikt in Deutschland - teils ethnisch bewußt, teils bedingt durch die starke jüdische Mitgliedschaft in internationalistischen Gremien - zu einem Kampf zwischen Deutschen und Juden entartete, der vom politischen Sieger auch nach der Machtübernahme auf staatlicher Ebene fortgeführt wurde, ist es erklärlich, daß die Verlierer ihn nun auf die zwischenstaatliche Ebene verlagerten."
Auch Pfeifenberger verbreitet die Mär vom jüdischen Krieg gegen Deutschland. "Dieser Krieg brach nicht im September 1939 aus und endete nicht im Mai 1945. Er ist viel älter und wird als allgegenwärtiger Nachkriegskrieg bis zum heutigen Tage ausgetragen, mit anderen Mitteln, auf anderer Ebene, aber nicht weniger haßerfüllt und nicht weniger verderblich als vor einem halben Jahrhundert. Die Haßtiraden der Verleumdungskampagne gegen Kurt Waldheim sollten noch einmal jedermann deutlich vor Augen führen, daß dieser Weltkrieg noch lange nicht ausgestanden ist."
Die klassische Täter-Opfer-Umkehr.
Der Autor lügt aufgrund von sinnwidrigen, aus dem Kontext gehobenen Zitaten: "Der internationalistische Hasser, Kurt Tucholski (sic!) meinte, den Menschen seines deutschen Gastlandes gesamthaft den Gastod wünschen zu müssen, weil sie ihm viel zu nationalistisch dachten" (vgl. kkk-feder 7, S.17 - kkk).
Das ist Nazidiktion. Die Nazis haben die Bücher des deutschen Schriftstellers Kurt Tucholsky verbrannt, sie haben behauptet, Juden können keine Deutschen sein.
Die Freiheitlichen bemühen sich um ein demokratisches Image. Doch mit der Veröffentlichung solcher Texte beweisen sie, daß sie nichts vergessen und nichts gelernt haben.
Freilich kann die Verherrlichung der "Volksgemeinschaft" durch Pfeifenberger auch als Vorbereitung für die "Dritte Republik" und die von Jörg Haider gewünschte "Abschaffung der repräsentativen Demokratie" gesehen werden...

Zu ihrem Streit mit der Neuen Kronenzeitung schreibt Die Gemeinde an anderer Stelle:

Es ging uns bei der Auseinandersetzung vor allem darum, eine Konsequenz aus dem "never again" auch mit den Mitteln des Österreichischen Strafrechtes zu ziehen.
Uns war schon bewußt, daß es nicht so sein wird, daß jede gerichtliche Auseinandersetzung notwendigerweise sofort mit entsprechenden gerichtlichen Urteilen enden würde, aber die gerichtliche Auseinandersetzung als solche war sicherlich ein wesentlicher Beitrag zu einer Befriedung der Situation und - aus heutiger Sicht betrachtet - der einzig richtige Weg.
Gleichzeitig lag uns daran, die "Befriedungswirkung" in einen Zustand überzuführen, in welchem diese Wirkung auch anhalten sollte.
Wir sind daher den sehr intensiven Appellen des zuständigen Vizepräsidenten des Handelsgerichtes Wien, eine für alle Beteiligten und auch die Republik "anständige Lösung" des Konfliktes zu finden, im eigenen Interesse und ohne überredet werden zu müssen, gerne nahegetreten.
Hans Dichand in seiner Eigenschaft als Herausgeber der Neuen Kronenzeitung bestätigte in seiner Erklärung, daß die Kronenzeitung "künftighin" Wert auf eine geordnete Beziehung legt.
Es wurden von Herrn Dichand persönlich sämtliche Kosten unserer Verfahren übernommen.
Ich glaube, daß die getroffene Regelung fair ist und eine Grundlage dafür bietet, daß sich die Neue Kronenzeitung jedenfalls nicht als Plattform antisemitischer Ressentiments in jenem Maße zur Verfügung stellt, wie es in der Vergangenheit der Fall war.
Die Moral von der Geschichte: Es steht unserer Gemeinde gut an, erhobenen Hauptes derartige Auseinandersetzungen aufzunehmen.

Ob das der richtige Weg ist?

Die Wortwahl - "die Befriedungswirkung in einen Zustand überzuführen, in welchem diese Wirkung auch anhalten sollte" - läßt seltsame Assoziationen aufkommen.

Einsätze zur "Befriedung" einer politischen Landschaft sind - in der Regel! - Maßnahmen einer falschen Politik.

Antisemitische Ressentiments sind verdrückt genug, man muß sie nicht noch unterdrücken.

Laßt sie sich austoben!

Auch Geschmacklosigkeit und politische Obszönitäten sind Teil der öffentlichen Meinung in einer Demokratie - bis die Menschen freiwillig, aus sich heraus, zu Stil und Geschmack zurückfinden.

Eine Politik der Demütigung, der versteckten Zensur mit juristischen Mitteln verhindert jede Läuterung.

Eine "Befriedungswirkung" als anhaltende Verstocktheit ist doch wohl nicht Ziel solcher "Moral".

Jedes Ressentiment hat seine Genese, seinen kausalen - persönlichen und gesellschaftlichen - Hintergrund.

Auf einer aufgeklärten Ebene der Wahrheitsfindung ist in jedem irrationalen Tun und Denken (!) ein rationaler, verstehbarer Kern zu mutmaßen.

In der publizistischen Praxis mögen dann immer noch die Fetzen fliegen.

Die intensive Pflege des halbwegs zivilisierten Umgangs miteinander - im Streite nach dessen althergebrachten - klassischen! - Regeln - zeitigt die einzige "Befriedungswirkung", die "auch anhalten" wird, wenn es alle begriffen haben.

Lassen wir uns also nicht beirren. Für den kuckuck ist es ohnehin ein Mehr-, besser noch: ein Allfrontenkrieg.

Werner Pfeifenberger faßt bereits zu Beginn seines Jahrbuch-Beitrags zusammen:

Die im folgenden zu erörternde Feindschaft nahm ihren Ursprung vor zweitausend Jahren als Folge des Aufeinandertreffens zweier gegensätzlicher Kulturwelten an der Schnittstelle zwischen Morgenland und Abendland.
Sie wies im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlichste Spielarten auf, wurde aber immer mit besonderer Gehässigkeit ausgetragen und kostete Millionen und Abermillionen Menschenleben.
Außerhalb Europas vermochte sie zwar gelegentlich Fuß zu fassen, blieb dort aber stets ein gedanklicher Fremdkörper.
Die europäische Geschichte hat sie hingegen bis zum heutigen Tage maßgeblich geprägt.
Sie ist im 20. Jahrhundert nicht weniger virulent, als sie im Zeitpunkt ihrer Entstehung war; in der Tat einem besonders anpassungsfähigen, immer wieder todbringenden Virus vergleichbar, der die menschliche Gesellschaft befällt und vergiftet.
Sie zieht sich quer durch die Staaten, die politischen Parteien, die Kirchen, alle sonstigen gesellschaftlichen Gruppierungen, und spaltet manchmal sogar Familien.

In einer Reihe von Briefen an den Autor habe ich mich mit Pfeifenbergers Thesen auseinandergesetzt. Von meiner Seite ist damit wohl das Wesentliche gesagt. Wer sich noch gründlicher damit befassen möchte, wende sich an die österreichischen Quellen oder direkt an Prof. Dr. Werner Pfeifenberger, Universität Münster.

Die Briefe:

Ich glaube, der Widerstreit "Internationalismus gegen Nationalismus" ist älter als zweitausend Jahre; in ihm spiegelt sich der ewige Versuch, kleine und je schwächere Einheiten zu unterwerfen, in großen - imperialen - Einheiten zusammenzufassen.

Der Reichsgedanke fällt hier unter die Kategorie "Internationalismus". Das Partikulare konkretisiert sich in Stämmen, Ethnien, Völkern. Der ethnisch konzipierte Reichsentwurf ist ein Widerspruch in sich, ein historisch-politischer Fehlgedanke. Die Reichsidee ist eine Vielvölkeridee.

Sie führen diesen Konflikt, "eine unendliche Todfeindschaft", auf das Zusammentreffen "zweier gegensätzlicher Kulturwelten an der Schnittstelle zwischen Morgenland und Abendland" zurück: vor zweitausend Jahren. Gemeint ist die Christianisierung Europas.

Das Christentum ließe sich ohne weiteres schon von seinen Ursprüngen her als jüdisch griechisch-römisch geprägter Internationalismus gegen den jüdischen Nationalismus interpretieren.

Diesen Schluß ziehen Sie in Ihrer Arbeit allerdings nicht, obwohl doch gerade in dieser Feindschaft jene "besondere Gehässigkeit" zutage tritt, von der Sie sprechen.

Die bruchlose Aneinanderreihung von christlicher Geschichte und ihrer jüdischen Vorgeschichte vermischt unterschwellig nun auch die politischen Verantwortlichkeiten bei der christlichen Unterwerfung Mittel- und Nordeuropas.

Der christliche Grundgedanke veränderte und zerstörte letztlich die antike Reichskonstruktion einer Sklavengesellschaft.

Die "Erhebung der Minderwertigen" war als psycho-mentale Subversion, weniger als reale Revolution, zweifellos von jener Kraft, die Weltreiche zum Einsturz bringt und die Menschen immer wieder in Erstaunen versetzt.

Hier können wir auf die jüdischen, hebräischen, alttestamentarischen Impulse zurückkommen.

Es läßt sich aber weniger mit der Formel "Internationalismus gegen Nationalismus" als mit der spezifischen Dialektik von Universellem und Partikularem im jüdischen Denken und Verstehen zusammenbringen und erklären.

Die toranische Idee tritt nun mal mit dem Anspruch auf, unter besonderen, im übrigen ganz merkwürdigen (und fragwürdigen), sehr bescheidenen, unscheinbaren Umständen keimhaft entstanden, erwachsen und gleichwohl von universeller Gültigkeit und Bedeutung zu sein.

Was mit solchem Anspruch auftritt, muß sich überprüfen lassen. Wer diese Mühe scheut, wird, einmal damit konfrontiert, lieber zum Hammer greifen. Die Hammer-Reaktion war und ist die typische Antwort des "Abendlandes" aufs "Morgenland"... (26.4.96)

Ich habe noch einmal in Ihrer Schrift ("Internationalismus gegen Nationalismus...") gelesen und sehe wiederum, daß der "messianische Gedanke", die "toranische Idee", wie ich es auch nannte, tatsächlich "das Kernproblem" zu sein scheint; freilich nicht in dem Sinne, daß dieser "Gedanke" für sich problematisch sei, sondern daß er von seinen "Kritikern" als ein geradezu weltbewegendes Problem gesehen wird.

Ich habe "den Deutschen" an anderer Stelle eine transzendentale "Unschuld" zugemessen, um das philosophische Urteil - "selbstverschuldete Unmündigkeit" - zu modifizieren. Ich könnte dies jetzt auf das abendländische Verhalten gegenüber der morgenländischen Tradition erweitern ("Hammer-Reaktion").

Ich gehe davon aus, daß abendländisches Nichtwissen mit morgenländischem Wissen - naturgemäß nichts anzufangen weiß.

Nietzsche, der ja dem Alttestamentarischen viel näher kam, als auf den ersten Blick erkennbar wird, konnte mit dem bei Ihnen zitierten Satz - "Wenn man das Schwergewicht des Lebens nicht ins Leben, sondern ins Jenseits verlegt - ins Nichts -, so hat man dem Leben überhaupt das Schwergewicht genommen..." - nur das Christentum meinen, dem Nietzsche freilich in seiner ganzen Lebensweise bis zuletzt, und offenbar unreflektiert, verhaftet blieb.

Denken und Leben Nietzsches strebten auf tragische Weise auseinander.

Das "Jenseits" wird ja im christlichen Denken weitgehend mit dem Tod (dem "Nichts") gleichgesetzt.

Offenbar hat hier das messianische Denken sich völlig aufs Zeitliche, auf Zukunft verlegt, verbunden mit dem Glauben an die Wiederkehr Christi.

Auf diese Weise hat das Christentum die "transzendentalen" (schon das Wort zeigt einen Erkenntnisverlust an) Einwirkungen (!) sozusagen aus den Augen verloren, aus dem Sinn.

Bei Nietzsche könnte nun ein doppeltes Mißverständnis eingeräumt werden.

Wir kommen mit der - Gott verlassenden, weil wohl von Gott verlassenen, vielleicht auch im Verstehen Heideggers: Gott will, daß ich Atheist bin - philosophischen Terminologie nicht weiter. Ihr fehlt, wie einer Pflanze die Sonne, das Himmelslicht.

Gott ist außerirdisch nicht in dem Sinne, daß nun die Erde die Wirklichkeit, das Seiende sei und Gott außerhalb dessen, mithin "Nichts", bestenfalls "das Sein", womit wir dem toranischen Gottesnamen allerdings schon gefährlich nahe kommen, Gott ist nach alttestamentarischem Verständnis der Schöpfer und Regler der Welten, das heißt: des Universums, des kosmischen Alls, worin unsere Erde eine perlige Besonderheit darstellt.

Hinter dieser symphonischen Architektur, denn jedes Werk braucht nach menschlichem Verständnis, das uns von Gott gegeben, einen Schöpfer, ist Gott als der Architekt, der Komponist, der Autor und Gesetzgeber zu denken.

Dies ist eine sehr konkrete Vorstellung von "Jenseits", "Transzendenz" usw..

Der "messianische Gedanke" richtet sich denn auch äußerst realistisch auf historisch-politische Veränderungen, die nur durch Gott, letzthin, wie wir heute sagen würden, konstellative, also fürs Schöpfungsgeschehen grundlegende Umgestaltungen, bewirkt werden können.

In "Gott" - mit seinem im Buche Exodus verlautbarten Namen - ist das alte babylonische und ägyptische Wissen aufgehoben. Es bezieht sich auf den sich ständig wandelnden Zustand ("") von Himmel und Erde. Die neue Weisheit ("vom Sinai") geht aufs Detail nicht mehr ein, etwa wie ein Kind, das das Laufen gelernt hat, nicht mehr auf jeden Schritt achtet - ja achten darf, wenn es nicht stolpern will!

Der messianische Gedanke ist also eine Idee nicht im Verständnis des deutschen Idealismus, abseits von Kant, denn dieser stellte ja, wenn auch ein bißchen umständlich, den Basisbezug wieder her (die Kantschen Komplikationen mögen, wie bei Nietzsche, lebensgeschichtliche Gründe haben).

Die Verheißungen der Torah, das Messianische im engeren Sinn ist ja späteren Datums, meinen immer etwas Reales, und sie meinen dies ständig im Schöpfungszusammenhang.

Eine Prophezeiung, die mit dem Gesetz Gottes, seinen Implikationen nicht übereinstimmt, die also letztlich von der Geschichte widerlegt wird, taugt eben nichts.

Prüfungsinstanz ist die Realität. "Idee" ist hier keine Erfindung, nichts "Ausgedachtes", subjektiv Konstruiertes, sondern erkanntes Wirkungsgesetz, so etwas wie "Entelechie".

Das toranische Denken ist eine Wissenschaft. Ich denke, daß darum der "jüdische Geist" über Jahrtausende Bestand hat. Wäre er nichts weiter als eine "jüdische Religion", mithin ethnisch begrenzt, bliebe er, wie Leo Baeck irgendwo sagt, halt nur eine "Schrulle". (6.7.96)

In meinem gestrigen Brief nahm ich vor allem die "orientalische", "toranische", jüdische Sicht wahr. Ihre Schrift, auf die ich mich bezog, hat aber zuvörderst den europäischen Aspekt.

Sie kommen im besonderen auf Österreich zu sprechen. Anlaß ist oder war der kleine Psychokrieg wegen Waldheim in den achtziger Jahren. Ich sah das damals auch politisch: es ging nicht um Waldheim, sondern um Österreich.

Diese Geschichte wurde seinerzeit - vordergründig - vom Jüdischen Weltkongreß angeleiert; ich sage "vordergründig", weil dieser "Weltkongreß" in einem größeren, weltpolitischen Kontext steht, der keineswegs in erster Linie "jüdisch" ist. Da gehen unsere Meinungen sicherlich auseinander. Es ist mir zu einfach, hinter allem immer nur so etwas wie eine jüdische Weltverschwörung zu sehen.

Ich will aber hier auf die eigenartige Dialektik in bezug auf Österreich zurückkommen. Der psychologische Druck hat ja seine Folgen. Ich setze voraus, daß die Initiatoren diese Folgen sehr wohl erwogen haben. Da geht es natürlich - wiederum vordergründig - erst einmal um Geld. Es sieht nach einer ertragversprechenden politischen Erpressung aus. Wer die Vorteile davon hat, wäre freilich noch sehr gründlich zu untersuchen.

Worum es mir geht, ist etwas anderes, ist sozusagen die hintergründige, langfristige - historisch-politische - Ertragslage.

Der psychologische Druck will expressis verbis an etwas erinnern: an die - mit dem heutigen Deutschland - gemeinsame Vergangenheit, an Schuldverflechtung, geschichtliche Mitverantwortung.

Dieser Druck erzeugt psychologischen Gegendruck, also Reaktionen bei den auf diese Weise plötzlich Bedrückten, den heutigen Österreichern.

Solidarität mit Waldheim war und ist einerseits austro-republikanisch, andererseits aber auch deutsch, ein bißl mehr, ein bißl weniger reichsdeutsch gestimmt.

Sie selbst bestehen - korrekt - auf den deutschen Reichsgrenzen vom August 1939. Wir haben bisher keinen Friedensvertrag. Die heutigen Österreicher an diese geschichtliche Wahrheit zu erinnern, kann, egal, wer es tut und welche Motive ihn dabei leiten, doch nur gut sein. Darauf will ich hinaus.

Der World Jewish Congress, diese dialektische Intelligenz spreche ich ihm ohne weiteres zu, muß mit jener Operation entweder diese Absicht verfolgen oder Diener der Absicht und lediglich Mittler bzw. Ausführender der Operation sein oder gewesen sein. Man hat später nichts mehr davon gehört.

In der Zwischenzeit gab es ein paar entscheidende Veränderungen in der globalen Mächtekonstellation. Das sollte man vielleicht mal überdenken. Jedenfalls spielt da - im Sinne einer wohlverstandenen Reichspolitik - ein psychologisches, vor zehn Jahren eigentlich neues Element mit hinein, das Sie doch begrüßen müßten.

Die "jüdische" Initiative erinnert die Österreicher ans Reich, und zwar ans bisher jüngste. Diese Erinnerung mit dem alten Österreich-Ungarn in Verbindung zu bringen, mag dem einen oder anderen zwiespältige Empfindungen bereiten, es gehört jedoch, wie ich meine, das eine mit dem anderen zusammen.

Das Komplikative in allem zu entwirren, ist zunächst eine Sache der politischen Philosophie.

Ich habe den Reichsgedanken, zurückgreifend auf den Staufer Friedrich II., mit dem Islam, ja, was ein wenig nach Wolkenkuckucksheim aussehen mag, mit einer Islamisierung Deutschlands und Europas, bei politischer Reichsinitiative, in einen aktuellen Zusammenhang gebracht. Ich komme dabei auf "transzendentale Vorfelder" zu sprechen (vgl. kuckuck feder 6), womit wir nun wieder beim hebräischen Sprachursprung wären.

Ich weiß nicht, wie Sie diese Bezüge einschätzen, ob Sie sie überhaupt sehen. Ich glaube nicht, daß wir daran vorbeikommen, wenn wir unsere heutige Welt verstehen, gleichzeitig aber nicht uns in dunklen "Theorien" verirren wollen, die letztlich auf einen modernen Manichäismus hinauslaufen. Das kann uns geistesgeschichtlich nicht guttun.

Diese Kritik richtet sich gegen das Weltbild schlechter Westernfilme, in denen die "Guten" weiße und die "Bösen" schwarze Hüte tragen. Diese Westernwelt spukt heute in jüdischen und antijüdischen, westlichen und antiwestlichen Köpfen. Die Diskussion darf nicht hinter das zurückfallen, was wir schon einmal wußten. (7.7.96)

Ein dritter Aspekt ist die soziale Frage - die Klassenproblematik. Ich kann dies nicht übergehen, wenn ich Ihrer Schrift einigermaßen gerecht werden will.

Es ist der "Aufstand der Minderwertigen", der das Problem lösen will. Diese "Erhebung" macht nicht nur Nietzsche zu schaffen, obwohl der ja im "Alter" etwas weiser wird. In Italien, als es für ihn schon zu spät war, entdeckte er auf einmal den einfachen Menschen, die Hände der Gemüsefrau. Er hat schließlich, könnte man sagen, für seinen Frevel bezahlt.

Auf der gleichen - ideologischen - Linie ist die Rede vom "Neidkomplex" der Armen. Aus diesem Geiste der Menschenverachtung, diesem Ungeiste, sind sämtliche Faschismen gewachsen. Der Nationalsozialismus, der auch nach Ihren Worten in der "nationale(n) Volks- und Wertegemeinschaft den Klassenkampf erübrigte und die sozialistischen Ziele im wesentlichen friedlich (wenn auch nicht demokratisch) verwirklichte", brachte diese ganze Geschichte wirklich auf den einfachsten Nenner: "wenn auch nicht demokratisch" heißt ja eben, daß dieser Kampf, dieser strukturelle Konflikt auf undemokratische Weise ruhiggestellt wurde.

Zwar nahm der Staat auch die - sozio-ökonomisch - herrschende Klasse in die Pflicht, aber letztlich war sie doch funktionell weitgehend an der - politischen - Herrschaft beteiligt, während das arbeitende Volk davon ausgeschlossen blieb.

Der Schwerarbeiter in der Rüstungsindustrie mußte (!) 60 Stunden in der Woche arbeiten, er konnte dagegen nichts unternehmen. Im Hinblick auf die Arbeiterklasse war der "Sozialismus" insoweit natürlich erfüllt, als es in den "sozialistischen" Staaten genauso gehandhabt wurde. Der Unterschied lag in der Tabuisierung des Privateigentums im NS-Staat (politische Ausnahmen widersprechen dem nicht), d.h. in der staatlichen Absicherung der besitzenden Klasse.

Die Entrechtung des arbeitenden Volkes, die Disziplinierung der proletarischen Klasse, als eines der - unausgesprochenen - "sozialistischen Ziele", war in der Tat wieder einmal gelungen.

Die heutige gesellschaftliche Krise sieht uns vor demselben Problem, drum ähneln auch die "neuesten" Lösungsvorschläge so sehr jenen alten. Es sind ja alles nur ideologische Scheinlösungen, die, wie die Katze um den heißen Brei, um die Kernfrage, und das ist der reale Klassenantagonismus, nur herumschleichen.

Sie sagen, daß letztlich der "Durchschnittsbürger", der "Kleinbürger" mit dem "gesunden Menschenverstand" in jenen faschistischen Offerten Antworten auf all seine Fragen fand. Daran ist viel Wahres. Die faschistische/nationalsozialistische Ideologie hatte mit dem Griff in die "jüdische"/antijüdische Zauberkiste einen ganzen Antwortenkatalog parat.

Die Mittelklasse, umgeben von lauter Feinden, wußte jetzt, daß es nur einen Feind gab, nämlich den Juden, der sich auf der einen Seite als "raffendes Kapital", auf der anderen als kommunistische "Gleichmacherei" organisiert und eingenistet hatte.

Der von Ihnen apostrophierte "Durchschnittsbürger", ich sagte bereits: Mittelklasse, ist nicht identisch mit dem "Keinbürger" herkömmlicher Art, also dem Handwerker, Kaufmann, dem Kanzleibeamten und Oberlehrer der vorindustriellen Gesellschaft.

Die moderne Mittelklasse ist weder "schaffend" noch "raffend" in jenem verfemten Sinne, obgleich doch aus der Sicht produktiver Arbeit reichlich unproduktiv, allenfalls der produktiven Klasse sekundär zuarbeitend, im übrigen aber vor allem parasitär, und zwar in einem Maße, daß die Sektoren "Bürokratie" und "Dienstleistung" die produktiven Kräfte nicht nur überwuchern, sondern sie ausbooten.

Von der Arbeitslosigkeit ist in erster Linie die Arbeiterklasse betroffen. Die technischen Hilfsmittel, welche ohne jene nicht geschaffen worden wären, dienen jetzt der gesellschaftlichen Ausgrenzung der lebenden Produktivkräfte.

Dieser, ganz allgemeine gesellschaftliche Eliminierungsprozeß ist eine Frage des Rechts, der Gerechtigkeit. Eine Gesellschaft, die das soziale Grundproblem nicht löst, die dem zugrunde liegende Realität nicht zur Kenntnis nimmt, ist zum Tode verurteilt.

Alle großen Zivilisationen scheiterten an dieser Problematik. Der "messianische Gedanke" spricht somit von einer strukturellen und universellen Notwendigkeit. Die Sklavenbefreiung ist das A&O der Weltgeschichte.

Interessant, wirklich lehrreich, ist der gesellschaftliche Stellenwert der Mittelklasse, die schon in der Antike mit Haltung und Verwaltung der Sklaverei beauftragt war.

In ihren Händen ist und war die Verfügungsgewalt, die Sklavenpeitsche, die ordnungs- und sicherheitspolitische Kontrolle der arbeitenden, schaffenden "Unterschichten". Die "Minderwertigen" schufen die Werte, unter deren Wert sie vergolten wurden.

Natürlich ist die menschliche Sklaverei nur möglich, weil die offenbar irgendwie sado-masochistische Natur des Menschen es zuläßt. Auch hierin wurzelt der "messianische Gedanke" als eine Erlösung des Menschen, die ohne Hilfe Gottes nicht denkbar erscheint.

Hier geht es mir aber erst einmal um die wirklich bemerkenswerte Rolle der modernen Mittelklasse, um ihr Selbstverständnis.

Sie ist weitgehend unproduktiv, zehrt die produktiven Menschen aus, ist aber zugleich Hauptträgerin einer Ideologie, in der sie ihre eigentliche Funktion auf andere projiziert und selbst nun als in "Knechtschaft", "Zinsknechtschaft" erscheint.

Im "jüdischen Ausbeutertum" spiegelt sich gleichsam eine Absahner- und Ausbeuterklasse par excellence. Allein die staatlichen Bürokratien in aller Welt, mit ihren unmeßbaren Aussaugkapazitäten, sind ein Phänomen, das alles in den Schatten stellt, was an jüdischer Ausbeutung, tatsächlicher oder auch nur projizierter, im Gerede ist.

Bei genauerem Hinsehen muß der dringende Verdacht entstehen, daß mit dem lauter werdenden Ruf "Haltet den Dieb!" von den wuchernden (!), als Mittelklasse staatlich und gesellschaftlich durchorganisierten Diebereien abgelenkt werden soll, bei Strafe des Untergangs dieser Klasse wohl auch abgelenkt werden muß.

Die Herkunft der faschistischen Ideologie als Ideologie oder, sagen wir, Überlebensstrategie einer Schicht zwischen Baum und Borke bedingt zugleich das halt Mittelklassige, Durchschaubare an allem. Der "Durchschnitt", Sie sagen es selbst, hat im Nationalsozialismus/Faschismus die Macht angetreten.

Mein Vorschlag Torah Left - Yishmael als der Prototyp des (von seinem eigenen Vater Abraham) entrechteten Sohnes einer Sklavin; beide verdanken ihr Leben dem gezielten Eingriff Gottes - stellt explizit die Klassenfrage "im Haus Abraham" und schlichthin.

Alles in allem kann ich nun sagen, daß meine Vorstellungen, Prognosen, "Erkenntnisse & Strategien" etwa das sind, wovor Sie die Menschheit, zuerst aber die Deutschen warnen und bewahren wollen. (8.7.96)

Da die messianische Zeit ihre zwei Seiten hat, eine finstere und eine helle, haben die Weisen Israels in der Tat stets davor gewarnt, den "Messias", sagen wir, herbeizutrommeln. Eine Revolution ohne Revolutionäre. Es sollte Gott überlassen bleiben. Es könnte ja sein, daß der Herr eine andere Wahl trifft, wenn alles drunter und drüber geht.

Gottes Auswahlverfahren, wie wir es aus der Torah kennen, ist ja doch einfach das des Unheils, das die einen trifft, die anderen verschont. Wer ein paarmal davonkam, sollte sich nicht schon für alle Zukunft so sicher sein. Die Verbindung mit Ethik, Gottesdienst, Erfüllung der Gebote, Beachtung der Verbote, das ganze Ritual soll dem vorbeugen, daß Gott es sich noch anders überlegen könnte. So sollte auch der "Erstgeborene" nicht so auf seinem Recht bestehen, daß dies als eine Herausforderung des Schicksals sich auswirken könnte.

Es kommt immer wieder auf die Übereinstimmung, den Einklang des Partikularen, also des persönlichen, individuellen Gesetzes, das sich im Namen manifestiert hat, mit dem äußeren Ablauf des Schöpfungsgeschehens an.

Es könnten die Maßstäbe sich ändern. Was wir Naturgesetz nennen, unterliegt den groben und feinen Bedingungen im All. Das Ganze kommt nicht in Ordnung, solange die kleinen und kleinsten Dinge und Wesentlichkeiten nicht in Ordnung sind. Mit der "messianischen Zeit", richtig verstanden, könnten sich die Kriterien anders verteilen, aus denen die "Gesetze" entstanden sind.

Die irdischen Grundbedingungen sind für uns das Allgemeine, außerirdisch betrachtet jedoch ein Besonderes, Spezifisches. Die Weltraumforschung macht die Entdeckung, daß kein Planet dem anderen gleiche. In diesem "Großen und Ganzen" als Irdische unseren Platz zu finden, auch eine Antwort auf die Frage, ob unser Denken und Handeln von transzendentaler Bedeutung sei, ist das mentale Begehren und wohl auch ein seelischer Bedarf des Menschen von Anfang an. Wir können nicht leben ohne die Gewißheit, jeder für sich ein wesentliches Teilchen, eine Monade, in der alles noch einmal im Kleinen sich fügt, in der Schöpfung Gottes zu sein. Die aus dem Schöpfungszusammenhang Herausgefallenen sind die Verdammten.

Am Anfang war das Wort. Dies gilt für die antijüdische Hetze in und vor der NS-Zeit. Es gilt auch für die göttlichen Ausrottungsbefehle vor dem Einzug ins Verheißene Land. Gottes Same ist Zwietracht. Es setzt sich fort von Geschlecht zu Geschlecht.

Zwietracht ist von Anfang an. Wenn der Schöpfer Himmel und Erde, Tag und Nacht, Land und Wasser, Mann und Weib, Bruder und Bruder voneinander trennt, so wirkt in allem das - buchstäblich dialektische - Schöpfungsprinzip Gottes.

Dies reicht bis ins moralische Verhalten des Menschen. Aus diesem Kontext können wir nicht aussteigen, nicht physisch, außer per Tod, aber doch psychisch. Ich glaube, daß unsere Zeit sehr darunter leidet.

In der Zeitschrift Deutschland in Geschichte und Gegenwart, Heft 2, Juni 1996, wird aus Ihrer Schrift "Internationalismus gegen Nationalismus" zitiert. Brigadegeneral a.D. Reinhard Uhle-Wettler ("Einigkeit und Recht und Freiheit für das Deutsche Vaterland!") kommt natürlich auch auf Juden und Israel in ihrem Verhältnis zu Deutschland zu sprechen.

In einer Bildunterschrift wird Michel Friedmans Feststellung wiedergegeben: "Versöhnung ist ein absolut sinnloser Begriff. Den Erben des judenmordenden Staates kommt gar nichts anderes zu, als die schwere historische Verantwortung auf sich zu nehmen, generationenlang, für immer."

Dieser Ausspruch, den ich völkerrechtlich für kriminell halte, entspricht - implizit, aber das reicht - exakt der Zugrundelegung Ihrer Frage: "Deutscherseits wird gelegentlich darauf verwiesen, daß die jüdischen Verurteilungen jener Zeit als Cherem gegen das deutsche Volk verstanden werden müßten. Ist dem so und, wenn ja, wie ist diese Art des Bannes zu verstehen?"

Ich kann Leute wie Friedman nur davor warnen, sich auf diese Weise zu versündigen. Gottes Mühlen mahlen nicht nur langsam und sehr fein, sie tun es oft auch ganz anders, als die Menschen es erhoffen, erwarten, aber auch befürchten.

Ich glaube nicht, daß Michel Friedman der Mann ist, den Gott sich zum Sprachrohr auserwählt hat. Gott meint es immer wieder recht gut mit den Deutschen, wenn die auch undankbar sind oder die Zeichen der Zeit gar nicht verstehen. Gleichwohl steckt in solchen "Bann"-Sprüchen ein Stück Glut aus geschichtlicher Erfahrung, die bis ins antike Israel/Judäa zurückreicht.

Es ist ja wie ein Trauma, daß Auschwitz möglicherweise eine späte Strafe war für die Verschonung Amaleqs, d.h. für die einstige Mißachtung göttlichen Befehls.

In der Ankündigung: Keine Versöhnung bis in alle Ewigkeit! steckt eine Drohung: Die Gleichsetzung Deutschlands und der Deutschen mit Amaleq, die Idee, Gott - im historischen Nachhinein - gehorchen zu wollen und zu sollen.

Friedman und andere sollten sich das genau überlegen. Es ist, wie gesagt, nicht weise, messianische Entscheidungen selbst in die Hand zu nehmen, den Messias auf etwas festzulegen. (13.7.96)

Professor Werner Pfeifenberger nahm sich am 23.05.2000 das Leben. kkk

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feder 13
II. quartal 1997
7. März 1997

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Horst Lummert in kuckuck (kulikri)

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