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Ismael - Die Gegenseite

Er wird ein wilder Mensch sein. Er wird gegen jeden kämpfen und jeder gegen ihn. Er lebt getrennt von seinen Brüdern und fordert sie alle heraus. Genesis 16,12 und 25,18

2004-01-17

Tariq Erich Knapp

Entwurf: Politisches Vermächtnis

oder

Nachlaß eines Erzreaktionärs

oder

Bruderkampf-Nachlese

Testamente sollten tunlichst vor dem physischen Ableben erstellt werden.

Danach wäre es gar nicht möglich.

Ihre Anfertigung verhindert ja verbesserte Fassungen mitnichten.

Allein der Gedanke an den physischen Tod veranlaßt unsereinen erst zur Bilanzierung vorletzter Gedanken.

Zu den allerletzten mag es der Zustand der Physis erst gar nicht mehr kommen lassen.

Da ich mich also Gott, wie Er auch immer sich erweisen wird, nähere, soll auch diese Niederschrift mit Gott beginnen.

Gott erschuf den Menschen aus einem voräffischen "Erdenkloß" (wie Luther es nannte) nach Seinem Bilde.

Aber da Gott ja ein Geistwesen ist, meint dieser Ausdruck sicher, daß der Lehmklumpen partiell ein Geistwesen sei.

Gott gebot diesem Menschen, zu wachsen und sich zu vermehren und sich die von Ihm geschöpfte Erde untertan zu machen.

Ich erkenne in dieser Formulierung, daß der Mensch sich selber dem Geiste Gottes untertan machen solle.

Dritter Schritt von Gottes Schöpfung - nach dem ersten des Universums und dem zweiten des Menschen - war Gottes Offenbarung Seines Sittengesetzes an die Propheten Noach und Moses.

Diese reichen auch vollkommen aus, um eine humane und gerecht geordnete Weltgesellschaft aufzubauen.

Insofern ist das Schöpfungswerk Gottes noch keineswegs vollendet, es steht erst am Anfang.

Schließlich erwählte Gott aus der inzwischen angewachsenen Menge der Menschen jenes Volk, das Seinen Willen zuerst durchsetzen sollte.

Es waren die aus der ägyptischen Sklaverei hinausgeführten Juden.

Heute sind es auch die Muslime.

Die Muslime sind jene, die Gottes Bildverbot für andere angebliche Götter, die Götzen, wie die Juden unbedingt befolgen.

Doch ungleich ihnen befolgen sie auch Sein Verbot, von Glaubensbrüdern Zins zu erheben.

Doch möchte ich zunächst zu meiner Person folgendes sagen.

Schon immer polygam veranlagt, hatte ich ein offenes Ohr für Gottes Vermehrungsgebot.

Doch war ich, in Europa aufgewachsen, stark westlich geprägt worden.

Zwar bewunderte ich Leute, die sich willig vermehrten, aber ich wählte eine Ehefrau, die nur zwei Kinder zeugen ließ.

Mein Kopf war europäisch verpfuhlt, verjaucht, und das hat zu meinem widerwilligen Einverständnis damit geführt.

Jedoch bald gab ich, verschämt zuerst, meiner ungebilligten Neigung nach und wurde allmählich sogar unverschämt dabei.

Daß jüdisches Denken dabei geholfen hätte, mich freizustrampeln, kann ich nicht sagen.

Aber "jüdische Triebhaftigkeit" könnte es gewesen sein.

Das Denken europäischer Juden war zwar oft kühn, aber es lag durchaus innerhalb europäischer Begrenzung.

Man nannte das "fortschrittlich"!

Solches Denken ist aber nur das des jungen Dichters Heinrich Heine, des Griechenlandschwärmers, der erst auf dem Sterbebett zurückfand zum Gott seiner Väter.

Auch bei mir hat dieses enge Denken zu vielen Irrwegen geführt.

Bis Gott mich aufklärte mit buchstäblich Schlägen vor den dummen Kopf.

Man nennt so etwas Apoplexien und ischämische Anfälle.

Aufgeklärte Westler nehmen heute an, daß Gott nur eine Illusion der Menschen sei.

Jedoch wenn es so wäre, könnte es mich nicht zu ihrem Atheismus bekehren.

Denn selbst wenn der Mann Moses nur Gottes Gebote erfunden hätte, so hätte er sie doch so gut erfunden, daß ich ihn weiterhin achten und ehren würde.

Ich habe, geboren im Jahr des Sieg-Heils 1932, so viel Weltgeschichte erlitten und zugleich so viel von den verschiedenen Weltgesellschaften erleben können, daß ich lernte, daß das jüdisch entstandene, christliche und islamische Sittengesetz derart jedes andere überragt, daß es verdient, universalisiert zu werden.

Daher sagte ich oben, daß das Werk Gottes noch längst nicht vollendet sei.

Falls ich ein Atheist, was ich früher auch gewesen bin, sein sollte, dann doch einer, für den Gott identisch mit Seinem Sittengesetz ist.

Er selbst hat Sein Wesen nicht anders erklärt als mit der Offenbarung dieses Gesetzes.

Gott ist darüber hinaus für mich auch erkennbar als jener, der Sein Gesetz auch durchzusetzen hilft, selbst gegen Juden, die von Seinem Sittengesetz abgewichen sind.

Nebenbei: Für mich sind sie das, seit sie sich nachdrücklich europäisiert haben, seit sie Teilhaber der westlichen Menschheitsunterwerfung ökonomischer Art wurden.

Trotz meiner Dummheit erkenne ich etwas genial Planvolles in Gottes Schöpfung des Universums und in Seinem Eingreifen in die Evolution, der Natur wie des Menschen als homo politicus.

Ja, Gott ist eine Art "Planwirtschaftler"!

Sollte Gott nicht verstorben sein, so erwarte ich, daß Er die Westler einschließlich der Zionisten und der Europäer bestrafen und die militanten Muslime belohnen wird.

Erstes Indiz dafür scheint mir dies zu sein:

Heute sind die Muslime in Palästina, die sich an Gottes Vermehrungsgebot gehalten haben, in Gesamtpalästina, also im Staat Israel inclusive des besetzten Palästina auf die Zahl von ca. 6 Millionen Menschen angewachsen in Relation zu den nur fünf Millionen eingewanderten Juden.

Erez Israel ist ein Modellfall.

Der Zionismus entstand im Dienst an dem angelsächsischen Imperialismus und Kolonialismus und im Geiste des deutschen Philosophen Fichte.

Früher einmal bin ich einer derjenigen gewesen, die fürchteten, die Erde könne "übervölkert" werden, dabei ist sie nur von allzu vielen gottfeindlichen Menschen bevölkert, Menschen würden dicht an dicht auf Erden einander gegenüberstehen.

Daß das göttliche Vermehrungsgebot im Verein mit der göttlichen Auserwählung der gottgehorchenden Völker jedoch ein Sprengmittel sein könnte, das ungerechte Herrschaft stürzen und via "Explosion" zur Durchsetzung des Dekaloges werden könnte, das habe ich erst sehr spät erkannt.

Ohne eine Übervölkerung, meine ich, fängt der Mensch erst gar nicht wirklich zu denken an.

Aber er müßte dringend nachdenken über die Innovationen zur Beseitigung des nahezu "ewig" währenden Weltelends.

Wie kann man genug produzieren, um Hunger und Krankheiten bekämpfen zu können, ohne die Methoden des IWF und der Weltbank anzuwenden, das wäre das zu lösende Problem.

Ich erinnere mich an dieser Stelle daran, daß Gott des Propheten Moses enge Kampfgefährtin Mariajam mit Aussatz bestraft hat, weil sie kritisierte, daß ihr Bruder eine schwarze Frau aus Kusch heiratete.

Das, auch das war ein Eingriff Gottes in die Menschengeschichte und nach der Sklavenbefreiung der Juden aus Ägypten eine deutliche Aussage gegen den Rassismus.

Wenn der zionistische Abfall z.B. von Gottes Vermehrungsgebot zur demografischen Situation führte, wie sie heute besteht, so ist auch darin eine Bestätigung der göttlichen Absichten zu erkennen.

Nicht anders in Deutschland, wo eine lautstarke Mehrheit aus feministischen mutterfeindlichen Frauen, homosexuellen Männern und prinzipienlosen Berufspolitikern eine staatssubventionierte Abtreibungsindustrie zustande gebracht hat, durch die große Teile einiger Generationen von Bürgern jetzt demografische Leerstellen sind.

Daß ausgerechnet eine politische Partei, die als "christlich" firmiert, obwohl ihr nur noch Konfektionschristen angehören, immer wieder gegen den Islam, entweder die türkische EU-Mitgliedschaft oder das muslimische Kopftuch, sich zu popularisieren versucht, ist ein faktischer Abfall vom Sittengesetz Gottes, vergleichbar nur mit der konfektionschristlichen Judenfeindschaft während des Naziregimes.

Nicht anders in den USA, wo selbst der erzkonservative Präsident Bush, allerdings aus wirtschaftlichen Gründen, unlängst für Aufenthaltsverlängerungen der ca. 14 Millionen oder mehr Latinos eintritt.

Diese Latinos sind als arme Menschen Feinde des Plutokratismus der USA und deshalb allein schon aufseiten des göttlichen Sittengesetzes verbuchbar.

Ich möchte meine Meinung zusammenfassen:

1.

Der sinaitische Dekalog, der auch vom Christentum und vom Islam angenommen worden ist, wird nur praktikabel werden, wenn er weltweit durchgesetzt worden ist.

Weltweit ist das erst seit dem 15. Jahrhundert christlicher Zeitrechnung theoretisch möglich geworden, aber heute erst ist die Forderung auf Einlösung des dekalogischen Sittengesetzes ein das weitere Leben der Menschheit sichernder Fortschritt.

Der ist heute durchzusetzen.

Die militanten Muslime haben dafür den Anfang gemacht.

2.

Der sinaitische Dekalog war historisch die Errungenschaft jüdischen Denkens.

Aber das Christentum hinderte die Juden daran, ihre Lehre auszubreiten.

Schließlich trugen auch Juden selbst dazu bei, ihr Denken nicht auf die weitere Menschheit zu übertragen.

Ihre erzwungene Selbstbeschränkung wurde zionistisch schließlich zur Selbsteinschränkung.

Während das Christentum die sinaitische Anweisung halbpaganistisch verunklärte - zuerst aus Gründen der Anpassung an Europas Paganismus, dann aus eigenem egozentrischem Interesse -, hat der bildlose und mutterkultlose Islam sie besser bewahrt.

Daher ist der Islam heute vorpflichtet, das wieder total paganisierte Europa samt dem europäisierten Westen zu überzeugen von der Güte des Dekaloges.

3.

Die Muslime Afro-Asiens stellen heute nicht nur die demografische Reservearmee für Europa bereit, sondern auch das Potential einer kulturellen Erneuerung Europas.

4.

Die Widerstände gegen diese potentielle Erneuerung Europas sind faktisch gegen den göttlichen Willen gerichtet und müssen bekämpft werden.

Die Zionisten haben nur noch die Wahl zwischen einer kurzfristigen weiteren Anpassung an den Lebensstil des Westens oder einer Rückkehr zur Lehre der alten Hebräer zur Zeit des Propheten Moses.

Falls aber genügend Juden erneut Monotheisten würden - und Monotheismus ist identisch mit der sinaitischen Ethik -, dann fände der Kampf für die globale Monotheisierung endlich die alles entscheidende Stärke.

Der Sieg Gottes wäre unabweisbar!

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