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Ismael - Die Gegenseite

Er wird ein wilder Mensch sein. Er wird gegen jeden kämpfen und jeder gegen ihn. Er lebt getrennt von seinen Brüdern und fordert sie alle heraus. Genesis 16,12 und 25,18

2003-12-30

Tariq Erich Knapp

Lieber Hermann Schaber,

noch vor Jahresende möchte ich Dir und Deinen Lieben für das nächste Jahr alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit wünschen.

Dies, obwohl wir so heftigen Streit bis vor den Richterstuhl gehabt haben, den ich wünschte und dessen Spruch ich zustimmte.

Aus Anlaß dieses Jahresendes möchte ich auf unsere Streitfragen noch einmal zurückkommen.

1.

Du und Lummert sind aus unterschiedlichen Gründen der Meinung gewesen, daß die Volksverhetzungsparagrafen der Ausdiskutierung der Auschwitzfrage nicht dienten, sondern diese Diskussion hindere.

Dahingegen war ich der Ansicht, darüber sei eine Debatte sogar undienlich, solange nicht ihr Grundproblem behandelt worden ist.

2.

Das eigentliche Problem nämlich besteht darin, daß nicht die Zahl von sechs Millionen in Auschwitz Vergasten zur Untersuchung ansteht, sondern das Mordmotiv der Mörder.

Daher war ich bereits gegen Deine Absicht, nach Auschwitz zu reisen.

Du konntest dort nämlich nichts finden, was meine Frage beantwortet hätte.

Mein jüdischer Großvater nämlich ist im KZ Gurs, Südfrankreich, an der Ruhrepidemie verreckt, weil er Jude nach Abstammung gewesen ist.

Das allein war mein Motiv einer Nachforschung.

Nicht Vergasung also, sondern Mord aus rassistischen Gründen.

Nicht die magische Zahl sechs, die so sehr dem jüdischen Symbol entspricht, sondern der eine Rassenmord innerhalb meiner Familie.

Es gibt mir, nebenbei gesagt, allzu viele Auschwitzüberlebende, als daß es mir glaubwürdig sein könnte, diese Mordzahl wirklich zu akzeptieren.

Auch zählen die Lexika die Zahl der Juden vor und nach Auschwitz stets mit sechs Millionen Juden in Europa auf.

So bald nach 1945 hätte ihre Anzahl doch vermindert sein müssen!

3.

Du hättest meiner Ansicht, statt nach Auschwitz, nur nach Schwabing in der Stadt München reisen müssen, um fündig zu werden.

Dort wurde 1922/23 das Buch eines Tagdiebes namens Dietrich Eckart publiziert, in dem dessen Gespräche mit einem anderen Tagdieb namens Adolf Hitler wiedergegeben wurden.

H. selber hat seinen rauschgiftsüchtigen Mentor auf der ersten Seite seines "Kampf" rühmend erwähnt.

Eckarts Buch ist bezeichnender Weise tituliert mit "Der Bolschewismus von Moses bis Lenin", und dort ist Hitlers Ausspruch wiedergegeben: "Die ganze (!) Rasse hätte von vornherein totgeschlagen werden müssen!"

Das bezog sich also auf meinen Großvater, meine (evangelische) Mutter und ihre (katholischen) beiden Kinder.

Mußtest Du also in Auschwitz nach Gasspuren suchen?

Meines Großvaters Tod infolge seiner Deportation in ein KZ ist ohne Gaseinwirkung erfolgt.

Auch dieser Mord war beabsichtigt!

4.

Vom Juden Moses also bis zum Sohn einer Jüdin, bis zu einem "Halbjuden", der aber gesinnungsmäßig trotz seines modischen Atheismus ein Judenrevolutionär wie Moses war.

Seit je war ich, obwohl ein Antistalinist, der Meinung, daß alle Menschen zu befreien seien, daß das Bekenntnis der Juden zu JHWH oder der Christen zum Einen Gott das Bekenntnis zu Seinen Geboten sei.

Dieser Eine Gott nämlich hatte sich am Sinai selber dargestellt als derjenige, der die Juden aus dem "Sklavenhaus Ägypten herausgeführt" habe.

Alsdann hat er weitere abolitionierende Gebote erlassen, so das Zinsverbot und das Gebot des Begehrens nach dem Eigentum der Mitmenschen, auch das Verbot des Mordens und nicht etwa des Tötens.

Als Europas Menschen sich zu diesem Eingott bekehrt hatten, da haben sie auch Seinen Dekalog akzeptiert.

Aber sie haben statt dessen Seine Gesetze systematisch mißachtet, angefangen mit der paganen Jesusvergötzung, obwohl er doch der Prophet des Einen war und von Seiner Tora nicht ein Jota und ein Häkchen hatte streichen wollen,

5.

Europa und Deutschland also haben systematisch den Einen Gott verraten, um den alten Polytheismus und die Sklaverei wieder aufrichten zu können.

Wenn man nicht Monotheist sein will aus modischen Gründen, dann sollte man wenigstens Monoethist oder monoethistisch bleiben!

Indem man die Verpflichtung zur Sklavenbefreiungslehre überwinden wollte, mußte man nicht nur alle Literaturen, die die Gebote des Eingottes überlieferten, sondern auch alle Menschen, die das Blut der Eingottlehre in sich hatten, ermorden.

Das ist die deutsche Untat und nicht die Vergasungen einiger zufälliger Juden!

Ein Christ, der freilich schon als solcher eine Lachnummer ist, hätte das begreifen können.

6.

Wer also die Wiedererrichtung des monotheistischen Dekaloges nun weltweit anstrebt, tat gut daran, das Märchen von den sechs Millionen in Auschwitz Vergasten zu erfinden.

Diesen menschlichen Eseln ist die wahre Lehre ja anders nicht beizubringen!

Jawohl, heute ist die Zeit, zu der dieser antiägyptische Dekalog in allen seinen Forderungen weltweit durchzusetzen ist.

Das bedeutet den Kampf gegen das angelsächsische Zins- und Kolonialprinzip, dem alle Imperien, auch Moskau und Peking, die Washington-London direkt oder indirekt helfen, anhängen.

Das war es, was ich abschließend noch sagen wollte.

Mit herzlichen Grüßen bleibe ich Dein früherer Mitkämpfer gegen die Verräter in Bonn und anderswo:

gez. Tariq Erich Knapp

P.s.: Nicht Dich als Mensch bezeichne ich als lächerlich, sondern die christliche Ideologie, ihre Christo- und Mariologie, die folgerichtig im Kot der Jesus-der-Arier-Behauptung landete!

Hervorhebungen von der kkk-Redaktion

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