2004-01-09
Dreimal verfluchte Toleranzerei!
Eingangs sei nur festgehalten, daß der einzige lebende Gott das Zinsnehmen gleich dreimal verboten hat: den Juden zuerst, dann auch den Christen, als sie mit Ihm ein weiteres Bündnis haben schließen wollen, zuletzt auch den Muslimen, die sich als einzige auch bis heute daran halten.
Doch bleibe das zunächst unkommentiert.
Ich greife zuerst auf meine Biografie zurück.
Mein Lebtag, also seit ich lesen konnte, habe ich den Dichterphilosophen Gotthold Ephraim Lessing geliebt, aber den Schmähphilosophen Voltaire gehaßt, obwohl mir klar war, daß der Deutsche auf den Schultern des Franzosen gestanden hat.
Da ich nie Germanistik und Romanistik studierte, konnte ich diese Gegenposition meines Empfindens nie erklären.
Später trieb ich eine wahllose Lektüre, und vielleicht habe ich daraus einiges mich Aufklärende entnommen.
Zuvor, nämlich bald nach 1945, fiel mir in Frankfurt am Main auf, daß erwachsene Kinder altböser Nazis in nach Voltaire genannten Instituten vorzugsweise verkehrten, wo sie weiterhin und eifriger denn je ihre für antiautoritär gehaltenen Affekte unter diesem für achtbar gehaltenen französischen Philosophennamen kultivieren konnten.
Das allein schon hat mich mißtrauisch werden lassen.
Zu ihren Affekten gehörten auch die judenfeindlichen, freilich meist judäophil verkleideten, unter deren Flitter ich jedoch ihre erlernte Judenfeindschaft wittern zu können glaubte.
Der Nazipapa war meiner Meinung doch bei ihnen wieder durchgekommen.
Dieser Papi war meistens ein brutaler Bursche, aber Kinderaugen hatten dennoch erkannt, daß er ein arger Feigling war, was auch nach der Niederlage des 45er Jahres peinlich bestätigt wurde.
Dieses Erleben erzeugte die in voltairianischen Kreisen so populären antipatriarchalischen Aggressionen, die sowohl die christlichen Kirchen wie die jüdische Synagoge verächtlich machten.
Durch eine sexuelle Selbstbestimmungssucht wurde das alles noch aggressiver angeheizt.
Dabei wurde oft das Wort Voltaires von den drei Betrügern zitiert.
Es betraf die Propheten Moses und Jesus Christus sowie den Propheten Mohammed, aber nie die Philosophen Schopenhauer und Nietzsche.
Für unsereinen war das Antisemitismus avant la notion.
Schon die alten naiven Juden hatten gesagt, vom Sinai sei der Haß gekommen, aufgrund einer falschen Etymologie von "Sinai" zu "Sin'ah".
Prinzipiell jedoch meinten sie wohl einen, ihren monotheistischen Haß auf den Polytheismus mit seinen Kinderopfern und anderen Scheußlichkeiten.
Daß man Unmenschlichkeiten zu hassen hätte, hatten schon die Christianisierten wie die Islamisierten gebildeten Menschen erkannt.
Was die europäischen Aufgeklärten dabei vergaßen, war die Tatsache, daß die Juden, diese ersten Monotheisten, von den sie umgebenden Polytheisten ausdrücklich nie eine Aufgabe ihrer Religionen verlangt hatten, ja diese auch noch zurückwiesen.
Erst die Christen nahmen polytheistisch Gesinnte nach ihrer Konversion bereitwillig auf in ihre Gemeinschaft, und rund sechshundert Jahre später taten es die Muslime ebenso.
Doch in Europa brach leider die Renaissance der Antike wieder aus, und mit ihr der Polytheismus und auf Dauer auch die Ethiken der Unmenschlichkeit.
Der Kampf des Monotheismus christlicher Prägung mit diesem Polytheismus brachte es mit sich, daß die alte jüdische Toleranz (eigentlich eine Art weltanschaulicher Gleichgültigkeit) zunehmend christlicher Intoleranz Platz machte.
Das als fremd empfundene Andere wurde verachtet und verfolgt.
Da sich das auch innerhalb der christlichen Konfessionen auswirkte, setzte dagegen die humanistische Toleranzidee sich zur Wehr.
Das brachte auch einen Philosophen wie Voltaire zu seinem Ruhm.
Die Renaissance der Antike war gleichzeitig auch ein neues Zeitalter überseeischer Entdeckungen und des Kolonialismus.
Das in Übersee angetroffene Fremde war zunächst als Gefahr wahrgenommen worden, dann aber als technisch Unterlegenes und Zurückgebliebenes erkannt.
Es mußte, in guter Absicht zur "Seelenrettung", bekehrt, oder es mußte ausgerottet werden.
Ursprünglich war das den Christen Fremde nur als das Jüdische und als das Islamisch-Orientalische wahrgenommen worden.
Nun nahm ein Verständnis des angeblich Minderwertigen und Europa Gefährdenden einen globalen rassistischen Charakter an.
Was war denn das Europa Eigentümliche?
Es war seine alte Paganität, die durch eine vom Judentum herkommende Monotheistik überwunden worden war.
Das schuf Ressentiments und Haß.
Der Haß ist also nicht direkt vom Sinai gekommen, sondern ist der Haß der Belehrten, die die Belehrung verübeln.
Das wirkte sich zuletzt auch ökonomisch aus.
Vergessen wir nicht, daß der Gott des Monotheismus gewisse Untugenden wie das Morden, Lügen, Begehren anderer Eigentümer und auch das Zinsnehmen innerhalb der Bündnisgemeinschaft mit diesem Gott verboten hat.
Die katholische Kirche hatte sich in ihrer Schlauheit einfallen lassen, die Juden dieses Zinsgeschäft mit Christen besorgen zu lassen.
Solche Sünderei "bestrafte" sie geldgünstig durch die Beschlagnahmungen jüdischen Wuchergutes und Ermordungen.
Das ist der tiefenpsychologische Hintergrund der Redeweise von der "Freiheit des Christenmenschen"!
Es meint immer und bis heute die Freiheit paganen Auslebens auf Kosten des Nächsten, des Mitmenschen.
Der Mönch Luther in seiner deutschen Primitivität hat das als Mordhetzer, gegen die Juden wie alle Andersdenkende als er, zum öffentlichen Ausdruck gebracht.
Leider haben die Juden in diesem Punkt ihm nicht widersprochen.
Schlimmer als die Katholiken und die Lutheraner verhielten sich allerdings die Calvinisten.
Seit langer Zeit schon in England davon überzeugt, daß die Briten die "zwölf verlorenen Stämme Israels" seien und ihr Land "this other eden, demi-paradise", führten sie sich auf wie Moses Nachkommen auf den westlichen Inseln.
Sie führten auch schnell die Zinsnahme ein, der britische Merkantilismus drang darauf.
Das gesamte Christentum hat faktisch völlig einig eine wirkliche Monotheisierung der Europäer, sei es zum Judentum unter Karl dem Großen, sei es zum Islam im Hochmittelalter, erfolgreich verhindert.
Die Freiheit hat sich seither kräftig Bahn gebrochen und mit ihr die Toleranz.
Aber nie Toleranz gegenüber nicht in Europa sozialisierten Menschen!
Die waren zumeist Farbige.
Dabei ist es auch bis heute geblieben.
Der Calvinismus hat zur Weltmacht der Angelsachsen geführt, zum Amerikanismus, der heute die farbige Menschheit militärisch-epidemisch dezimieren muß, weil er demografisch die Angelsachsen minimisiert hat.
Das ist der Kern jenes Aufstandes gegen die USA, der heute als "Terrorismus" eines Usama Bin Laden das Tagesgeschehen beherrscht.
Dennoch sind die Tage der Plutokratie und dieser Freiheit gezählt.
Die Farbigen haben als Christianisierte bereits den römischen Katholizismus majorisiert und marschieren faktisch Seite an Seite mit dem neu aktivierten muslimischen Islam.
Zwar herrscht heute noch das Goldene Kalb über die Erde, aber mit Hilfe des Einen Gottes, des Gottes der Hebräer Abraham, Isaak und Josef wie Mohammeds wie Jesus wird es zerschlagen werden.
Wir sollten uns schleunigst Gottes Hilfe versichern, indem wir Seine Gebote striktest befolgen!
Für die neuartigen Kinderverbrennungen, in Abtreibungskliniken nämlich, und für die neuartigen Gräßlichkeiten, in unserer Film-, Musik-, Fun- und Fernsehwelt zum Beispiel, und für unsere polytheistischen Meinungsfreiheiten, aus Hindustan bezogen und mittels Hinduismus und Buddhismus praktiziert, wird es keinerlei Toleranz mehr geben dürfen.
Diese Betrachtung hat eingesetzt mit sehr subjektiv gefaßten biografischen Erinnerungen.
Nun sollen aus ihnen Folgerungen gezogen werden.
Um auf den Gotthold Ephraim Lessing der Ringparabel zurückzukommen, muß ich festhalten, daß es sich hier um eine Toleranz zwischen drei Variationen derselben Wahrheit handelt.
Bei Voltaire hingegen ging es um eine Art Toleranz nur zwischen "Unwahrheiten", die er den drei "Lügnern" Moses, Jesus und Mohammed in seiner gehässigen Weise zugeschrieben hat.
Damit hat sich Voltaire gegen die Wahrheit des einzigen lebendigen Gottes ausgesprochen.
Es wäre dumm und verhängnisvoll, solchem falschen Denken Toleranz entgegenzubringen.
Das wäre eine förmliche Anerkennung des Rechtes von Massenmördern auf neuen Massenmord.
Noch einmal ein Blick zurück auf die bislang radikalsten Feinde des Monotheismus, auf Hitler und seinen Meister Eckart in München.
Beide haben die Aufgabe ihres und des nachfolgenden Jahrhunderts klarer erkannt, als es ihre Gegner, die Juden, inzwischen durch europäisch-modernes Denken verdummt, und die deutschen Demokraten schafften.
Einzig der Papst Pius XI. griff intellektuell die neopagane Kampfaussage Hitlers auf, indem er proklamierte, daß "wir Christen alle geistige Semiten" seien.
Die Demokraten und die Juden waren damals und sind auch heute noch geistige Griechen.
Hitler und Eckart haben gesagt, daß das Christentum in Wahrheit eine Art Judentum sei, und das ist es trotz seiner paganistischen Verhüllungen opportuner Art auch stets gewesen.
Daß Pius' päpstlicher Nachfolger, der zwölfte, als Nuntius in München ein Opfer der roten Revolution wurde, mag dazu geführt haben, daß er intentionell dem damaligen Erzfeind dieser Revolution, Hitler, zeitlebens Sympathien bewahrt hat.
Daher konnte er den Kurs seines Vorgängers nicht weiterführen.
Die jüdische Botschaft vom Sinai, die später am mekkanischen Berg Hira wiederholt wurde, der ethische Monotheismus aber sollte heute wegen des spezifischen Befreiungscharakters der Ethik auch als Politischer Monotheismus erkannt werden.
Nicht darum geht es heute, daß der moderne Mensch trotz aller sogenannten Aufklärungen an die Existenz des Einen Gottes wirklich glaubt, sondern darum, daß er erkennt, daß auch sein Überleben in der Zeit aggressivster Plutokratie identisch wird mit dem Überleben der farbigen Menschheit, mit dem Überleben auch der monotheistischen Ethik der Befreiung.
Keine Toleranz also für weitere Paganismen!
Keine Toleranz mit Freiheitsideen!
Der Eine Gott ist eifersüchtig, weil er Gehorsam für die von ihm gegebene Ethik verlangt.
Andernfalls uns der Fluch treffe.
Der Eine Gott ist identisch mit Seiner Ethik der Befreiung, der Ethik der Weltrevolution.
Es ist endgültig Götzendämmerung angesagt!
Der Tag Gottes bricht an!
Neben ihm gibt es in der Tat andere Götter nicht, und ihre Fetische müssen gestürzt werden.
Handschriftlich angefügt:
Lieber Horst Lummert, wenn sonst nicht mehr, aber bitte noch das Obige, da es eine Art meines Testamentes ist.
Herzlich, T.E.K.
10.1.04
Siehe auch
- Avram Kokhaviv: Bruno Josef jun. muß mal zuhören