2003-07-02
"Einer von uns" / Regierungsgauner und Souverän
Die Artikelüberschrift ist von gestern; in den Zeitungen findet sie sich in dieser oder jener Formulierung immer wieder, auch anderswo mit wechselnden Namen.
Des Landes oder des Politikers Namen.
Beliebig austauschbar.
Signifikant für Demokratisches, Vorbildliches für die "dumme" Menschheit.
Die Vielen, in der Tat die Überflüssigen, sehen sich in ihren Repräsentanten selber gespiegelt.
Der Leviathan wurde verdoppelt.
Er ist der Überzählige und bleibt der Auszurottende.
"Italiens Opposition stützt Berlusconis EU-Präsidentschaft", lautet die verärgernde Überschrift.
Man liest sie und weiß schon alles:
Die Qualität einer fett bezahlten Scheinopposition gegen jene, die sich legalistisch immunisierten gegen Vorwürfe des Gesetzesbruches; die Qualität von Superreichen und Richterbestechern, Egoisten und Egozentrikern - Ministern, also Dienern des Regionalegoismus, norditalienisch, gegen den mafiatisierten Rest Italiens oder der Gesamtnation gegen die Extracommunitari, die "boat people" im Mittelmeer.
Sie sind wahrlich Repräsentanten des Volkes, des "Folliks" (O-Ton Goebbels), immer bereit gegen Schwächere und diese immer niederknüppelnd.
Repräsentanten der allgemeinen Raffsucht.
Was sich erweist am europaweiten Schall der Klagen über die angebliche Nichtfinanzierbarkeit der Kosten für die an den italienischen Stränden Ankommenden.
Rette sie, wer wolle; rette "uns", wer in die EU eingebunden ist und blöde geblieben ist!
Aus Asien und Afrika kommen sie, und das allein sage doch schon genug aus über ihre Minderwertigkeit.
Da findet sich schnell gar mancher Priester, Domprälat und Bischof, der Folliks Stimme segnet, heiligspricht und beweihräuchert.
Pfui Deibel!
Der Deibel ist dagegen ehrlich.
Sancta ecclesia Amen!
Ja, genau, und da ist doch gar nichts zuzugeben, da es die Wahrheit ist:
Ich hasse diese hyperboreische, nordische Menschheit von ganzem Herzen - schön anzusehen zwar und gut zu ficken -, die Unheil über die ganze Welt gebracht hat.
Und ich fluche einem Gott, der universale Sittengesetze eins nach dem anderen gab und sich selber als ewig das Böse duldender - als Darmolmännchen und als Nachthemd-Jesus - nicht an sie hält.
Paragraph Eins der Noachitischen sieben Gebote fordert schon Gesetzlichkeit allen Handelns der Regierenden.
Aber die Frömmler in Washington, Hauptstadt von God's Own Conntry, bedrängen und erpressen jedweden durch gerade ihre Interventionen, zumal ökonomische, gescheiterten Staat, den Haager Internationalen Strafgerichtshof zwischenstaatlich-vertraglich zu ignorieren.
Da müßte doch der atomare oder meinetwegen auch der chemische oder bakterielle Blitz in der Stadt am Potomac niedergehen!
Aber Seine Impotenz, Herr Dr. phil. Gott, geruhen weiter zu ruhen.
Eigentlich wäre schon früher auch London, Hauptstadt eines Adam Smith, dieses Meisters aller Egoismen, und eines weiteren Egozentrikers zu zerstören gewesen.
Wir sprechen von einem Menschenfeind mit dem französisch-normannischen Namen de Mandeville, welcher amerikanisch-vulgär ausgesprochen Menschteufel lautet, man-devil.
Von der Stadt an der Themse ist nämlich jene moralische Pest ausgegangen, die große Teile der Menschheit erfaßt und innerlich vernichtet hat.
Indessen unterscheidet sich die italienische Varietät der neofaschistischen Unmenschlichkeit - Mussolinis "Sacro egoismo" - in keiner Weise von der demokratischen Australiens und Neuseelands.
Sie sind nicht bereit, den, samt ihren schon vor fünf Jahrzehnten in ihren natürlichen Fundamenten gesprengten Inselchen, demnächst im Meer versinkenden Bewohnern Aufnahme auf ihren Festländern zu gewähren.
Mit uns die Sintflut! sagen sie, die Weißhäute mit dem weißen Gewissen, und sie sorgen sogar dafür, daß die Sintflut eintritt.
Was kümmert uns der liebe Gott, der einst die Sintflut erzeugte, WIR sind Gott und WIR können das besser!
Jene bedauernswerten Dunkelhäutigen mit den großen Augen vertrauen derweilen auf Gottes Versprechen, ein zweites derartiges Verbrechen künftig nicht mehr zu kreieren.
Sie wissen nicht, daß Man-Devil an Gottes Stelle trat.
Gerade damit dies nicht möglich werde, hat Montesquieu veranlaßt, in gründlichem, aber vielleicht beabsichtigtem Mißverstehen des englischen grundsatzlosen und grundgesetzlosen Regierungsstiles ein Kontrollsystem zu erarbeiten, das gewaltenteilende.
Sein englischer Fastzeitgenosse Adam Smith indessen sorgte dafür, daß Montesquieus System wirtschaftsliberalistisch ad absurdum geführt werden konnte.
Usura war das Gebot!
Das kluge System des Franzosen wollte für die relative Machtlosigkeit der Mächtigen sorgen, und das hat ja auch zu gewissen Zeiten und an bestimmten Orten prächtig geklappt - bis Adam Smith' Egoismus Früchte trug.
Das System des Franzosen hatte stillschweigend zur Grundlage, daß die Regierten imstande seien, ihre Wünsche zu mäßigen.
Sich zu mäßigen.
Davon jedoch kann seit geraumer Zeit nicht mehr die Rede sein.
Der maßlose Mensch hat die bescheideneren Menschen an die Wand gedrückt, hinter der ein Abgrund liegt.
Die Mauer bröckelt jetzt, das Bröckeln beginnt ökologisch.
Von Okofaschismus zu sprechen, war leicht, wenn man nicht seine ökonomischen Ursachen beim Namen nannte.
Gottes Verweigerung einer zweiten Sintflut könnte, zugegeben, auch gute Gründe haben.
Sie lägen ebenfalls bei der Menschheit.
Diese ist nämlich zwar geistig von der angelsächsischen Inhumanität infiziert und möchte sich eigentlich gerne anglosachsifizieren.
Der böse Wille dazu ist vorhanden.
Aber dank der Maßlosigkeit der "zivilisierten" Weißen ist es einfach nicht möglich.
Sie haben systemgemäß einfach zu hungern und Hungers zu verrecken.
Die Verursacher des globalen Unglückes sind die Völker des, mit O. Spengler zu sprechen, "faustischen" Kulturkreises.
Ihre Besessenheit vom Technischen wie von der Profitmacherei ist das Verderben der Erde.
Mit einer weiteren Sintflut ist die Bosheit "des" Menschen nicht zu ertränken.
Deshalb gibt es keinen Humanisten, der nicht gegen die Ursachen der Wiederherstellung vorsintflutlicher Verhältnisse ist.
Sein dürfte!
Erneut erweist sich an dieser Problematik die Weisheit der noachitischen Gesetzgebung.
Nach ihrem Vorbild müßte unser Rettungsversuch vor sich gehen, Schritt für Schritt:
1.) Proklamation eines zeitgemäß-adäquaten Sittengesetzes für die Menschen in ihrer Umwelt, d.h. für die Überlebensmöglichkeiten des Menschen in ihrer zu erhaltenden Natur.
2.) Dessen Gültigkeitserklärung sukzessive für die gesamte Welt dieses Planeten.
3.) Dies, ohne freilich die Geltung der noachitischen, mosaischen und koranischen Gebote für die Menschen aufzugeben.
4.) Die älteren und die erweiterten Sittengesetze als von Gott geboten feierlich zu erklären.
GOTT ALS WAFFE!
"Ihr sollt MIR ein Volk von Priestern sein!"
Mit diesem Gotteswort setzte ER eine Agentur über die nichtshörenwollende übrige Menschheit ein.
Die MICHA-EL unter den Menschen.
Nicht von den Juden schlechthin ist hier die Rede!
Nur kein Mißverstehen!
Die Juden sind fast alle von Gott abgefallen und dem Kult der Egozentrik anheimgefallen.
Wir sprechen von anderen Semiten, den Semiten im Geiste Gottes.
Wir sprechen von den militanten Muslimen.
Einer priesterlosen Religionsgemeinschaft, die priesterhaft für die Geltung der göttlichen Gebote kämpft.
Wir haben weiter oben in diesem Text Gott verhöhnt.
Aber imgrunde haben wir jene gescholten, die nicht für Gottes Gebote kämpfen wollen.
Sie sind die verdammten Majestäten der selbst beschlossenen ethischen Impotenz.
Das wollen wir festhalten, bevor irgendein Dorfdepp uns wegen Gotteslästerung verklagt.
Nicht daß wir wirklich uns ängstigten vor den Gerichten der in die moralische Korruption verfilzten Richterlichkeiten.
Aber es liegt uns daran, daß der Kern unserer Verfluchung deutlich werde.
Nicht Gott gilt unser Fluch, sondern den gottverlassenen untreuen Menschen!
Die Kommunisten sangen: Es rettet uns kein höhres Wesen, kein Gott, kein Kaiser, kein Tribun...
... müssen wir schon selber tun!
Es hat sich erwiesen, daß Rettung, ohne Gott zur Waffe zu machen, scheitert.
Das christliche Lied spricht die Hoffnung auf Erlösung von irdischer Not aus:
Oh Heiland, reiß den Himmel auf,
vollendet ist der Zeitenlauf!
Brich Schloß und Riegel,
tritt herfür,
oh Heiland aus der Himmelstür!
Heute ist die christliche Singschar in rapider Schwindsucht begriffen, und sie hofft nicht länger auf das Eingreifen Gottes.
Dafür aber singt die Gemeinschaft der Muslime ein weiteres Lied.
Sie preist ALLAH.
Die Muslime sind die wahren Dienstleute Gottes.
Und da das germanische Wort für Gott so jesushaft veruntreut wurde, daß wir es nur verächtlich in den Mund nehmen können, übernehmen wir ein arabisches Wort:
ALLAH ta'ala!