2003-06-03
Auf Toleranz ist jetzt zu pfeifen!
Manu oder Musa!
Worum es geht:
-
Manu X., der mythologische indo-arische König, angeblich Nachkomme des "Gottes" Wischnu, gab seinem Volk ein Gesetzbuch, das Rigveda, das die Einrichtung des Kastensystems zur Pflicht machte (s. Hermann Lommel, Gedichte des Rigveda, Mchn. 1955, S. 115 ff.).
Dieses menschenfeindliche System erhielt eine metaphysische Weihe, indem es als universales und "ewiges" Gesellschaftssystem ausgegeben wurde; es wird "Dharma" genannt, was ungefähr so viel heißt wie Naturgesetz.
Es bestimmt faktisch bis heute die indischen Verhältnisse, weil es zur hinduistischen Religion gehört. Diese sei doch so tolerant, daß sie auch vom toleranten Westen toleriert wird.
Sein zentraler Begriff heißt "Varna" und bedeutet tatsächlich Hautfarbe.
In der Tat waren die Hautfarbe und der (flachere) Gesichtsschnitt das Kriterium für die Niederkasten-Zuweisung an die Mehrheit der Inder und ist es auch nach seiner staatsrechtlichen Abschaffung geblieben bis heute.
Wenn man dies einen Rassismus totalitärster Art nennt, ist es nur eine objektive Bezeichnung.
-
Musa ist der arabische Name des Propheten, der in Europa Moise oder Moses genannt wird.
Sowohl die jüdisch-christliche Bibel wie der islamische Koran berichten ausführlich über ihn.
Es darf deshalb als bekannt vorausgesetzt werden, daß er u.a. mit einer schwarzhäutigen Frau verheiratet war und die hebräischen Zwangsarbeiter Ägyptens in die Freiheit geführt hat.
Seine Vita hat seither die gesamte Weltkultur geprägt, weil er als Vorbild gilt in der Welt des Christentums wie des Islams.
Die Lehren oder Religionen von Manu und Musa unterscheiden sich prinzipiell, insofern die erste die Sklaverei verewigt und heilig spricht, während die andere die der Sklavenbefreiung wurde.
Sie widersprechen sich völlig.
Entweder kann nur die eine oder nur die andere gelten, wenn sie gesellschaftspraktisch wahrgenommen werden soll.
Man muß sich zwischen den beiden entscheiden.
Entweder - oder!
Es gibt keinen Kompromiß!
Nicht grundlos haben viele Ideologen des Nazismus-Faschismus das Kastenprinzip Manus sich zum Vorbild genommen und versucht, die Sklaverei gewaltsam wiedereinzuführen.
Friedrich Nietzsche hat gerade dies, die Wiederherstellung der Sklaverei, als Vorbedingung der "Erneuerung der Kultur" propagiert.
Da Nazismus/Faschismus faktisch nur die soziologisch-spontane Konterrevolution gegen die demokratisch-sozialistisch-kommunistische Bedrohung waren, fehlte ihnen eine metaphysische Grundlegung.
Schon zur Zeit ihrer Herrschaft und wieder heute versuchen Nazismus/Faschismus, ihre Resurrektion durchzusetzen, indem sie bewußter denn je auf hinduistisch-buddhistische Philosophien und Ideologeme zurückgreifen, wozu unsere demokratisierte und entchristlichte Gesellschaft durch ihre eigene Hinduisierung und Buddhaisierung durchaus unfreiwillige und ahnungslose Beihilfen leistet.
Symptomatisch für diesen Zustand der inneren Verfaulung unseres Gemeinwesens ist die Neuherausgabe von Julius Evola, Revolte gegen die moderne Welt, Arun Verlag, Engerda 1997, 423 S., 20.50 €.
Eine wertvolle Schutzimpfung gegen diese Weltpest bietet das Werk von Victor und Victoria Trimondi, Hitler, Buddha, Krishna. Eine unheilige Allianz vom Dritten Reich bis heute, 639 S., Ueberreuter Verlag, Wien 2002, 29.90 €.
Dieses Werk ist zu umfangreich und zu detailliert, als daß es sich besprechen ließe, ohne Wichtiges zu übergehen.
Es sei allen Menschen guten Willens und Freiheitsliebenden empfohlen, das Buch zu lesen und aus ihm Folgerungen zu ziehen.
Toleranz gegenüber dem Revival des hinduistisch-buddhistisch neubegründeten Neonazismus-Neofaschismus in seinen verschiedenen Neufassungen, auch den okkultistischen und esoterisch-literarischen, wäre eine suizidäre Selbstgefährdung der geringen Freiheiten, die wir heute noch haben.