2003-09-20

Tariq E. Knapp

Focus der Weltbrandlegung

Noch nie habe ich den Kerl bewundert.

Trotz seiner historischen "Größe" noch nie, weil er auch ein "großer" Verbrecher war.

Oder ein Geisteskranker?

Aber als Alltagspsychologe nötigt er mir doch Bewunderung ab.

Denn von ihm wird berichtet, daß er ein enorm selbstkritisches Wort geäußert habe:

"Nur der lügt, der sich selbst betrügt!"

Ein anderes Schlüsselwort gilt mir gleichfalls als bewundernswerte Einsicht:

"Nur der betrügt, der sich selbst betrügt!"

Wer das gesagt hat, weiß ich nicht.

Die Aussage ist sowieso mit der ersten identisch.

Vielleicht denke ich selber so?

Jedenfalls hat dieser Plagiator recht.

Aus meiner Sicht ist das regierungsoffizielle Washington ein solcher Lügner und Selbstbetrüger.

Washington betrügt mit seiner mächtigen PR-Industrie die ganze Menschheit.

Aber eben auch, und dies hauptsächlich, Amerika.

Jenes Amerika nämlich, das einst die Unabhängigkeitserklärung in die Welt gesetzt hat und sich diese Bundesverfassung gab.

Das Amerika Washingtons, Jeffersons, Lincolns und, wenn nicht F. D. Roosevelts, so doch seines Vizepräsidenten und Nachfolgers Truman.

Die Bush-Bande indessen übt fortgesetzt Verrat am Sklavenbefreier Lincoln.

Das setzte schon ein mit ihrer Mitgliedschaft - Bush Vater und Söhne und Onkel - in der rassistischen Studentenverbindung "Skull and Bones", setzte sich fort in ihrer legalistischen, überwiegend Afroamerikaner opfernden Hinrichtungspolitik und findet ihren vorläufigen Schlußakkord im Präventivkrieg gegen ihren früheren Helfershelfer mit seinen Bürgerkriegen gegen die Schiiten des eigenen wie des iranischen Nachbarlandes, Saddam Hussein, den unbotmäßigen Henkersknecht.

All dies ist Teil des permanenten Rassenkrieges der WASP gegen die "coloreds", die "orientals" und die "niggers".

Und die "mongrolized-ones".

Gegen die "Gelben" Japans und Vietnams und demnächst Chinas.

Und, wenn auch noch nicht offiziell erklärt, auch gegen unbotmäßige Scharon-Juden.

Gar nicht verwundert es, daß es viele hochintelligente Juden gibt - vom Typus eines H. J. Schoeps, der sich einem Adolf Hitler hat zu Verfügung stellen wollen -, die gerade für diese rassistischen WASP als "neokonservative" Ideologen und Anchormen der Börsen, der Film-, Presse- und Verlagsindustrien, der durch sie öffentlich gemachten Meinungen und der beiden Großparteien arbeiten.

Glauben sie vielleicht, jene werden zu können, die zuletzt und am besten lachen würden?

Vor gut einem Jahr gratulierte mir zum Fastenbrechen ein alter befreundeter Pakistaner, der, seit Jahrzehnten Mitarbeiter amerikanischer Presseorgane und Freund Amerikas, jetzt US-Staatsbürger ist.

Im Verlauf unseres Ferngespräches fragte ich verwundert, warum die ca. acht Millionen amerikanischen Muslime überwiegend gerade den jungen Bush zum Präsidenten gewählt hätten.

Er antwortete, daß dies geschehen sei, weil der Kandidat der Demokraten "offenkundig" der Wahlpartei der Juden der USA angehöre.

Die Demokraten seien vom Judentum finanziert, was man auch vom Regierungspersonal Clintons habe ablesen können.

Ich konnte letzterem nicht widersprechen, zumal ich damals noch die erotischen Affären und die aus ihnen resultierende Erpreßbarkeit Clintons derart satt hatte, daß ich von der zudem multirassischen Mannschaft des Bush mehr Integrität erwartete.

Allein das war schon meine große Fehleinschätzung.

Bald hatte ich sie zu korrigieren, zumal mir die studentischen Verbindungen der Bush-family bekannt geworden waren.

Ich konnte die mir neuen Informationen aufgrund meiner Erfahrungen, die ich früher mit amerikanischen Wählern beider Großparteien gemacht hatte, gut einordnen.

Wie schon gesagt, beträgt die Relation zwischen Juden und Muslimen in den USA etwa 6 zu acht Millionen Staatsbürger und entsprechend Stimmbürger.

Dem Vernehmen nach stimmen jedoch die Black Muslims in vieler Hinsicht, vor allem in der historisch gewachsenen Mentalität, nicht mit den anderen amerikanischen Muslimen überein.

Die nicht-afroamerikanischen Muslime haben im allgemeinen eine hellere Hautfarbe und eine Selbstwahrnehmung ohne die Prägung durch jahrhundertealte Versklavung und bis heute andauernde Mißachtung durch die "Caucasians", d.h. Weiße, insbesondere "White Anglo-Saxon Protestants / WASP".

Die reichlich krude "Philosophie" und die noch absurdere "Anthropologie" des Black Muslim-Gründers Elijah Muhammad* wirkt sich auf seine Anhänger leider bis heute verheerend aus.

Eine alltägliche Mißachtung und Verfolgung durch Weiße macht zwar auch die blödsinnigsten "Erklärungen" des Unglücks der Schwarzen diesen glaubhaft.

Nichtsdestotrotz sind sie objektiv falsch.**

Es wäre erfreulich, wenn man sich in den Ghetti der USA wieder stärker an dem zum orthodoxen Islam, zum Sunnitismus konvertierten Malcolm X orientieren würde.

Insbesondere gegenüber den rassistischen amerikanischen Evangelikalen wären einige Feststellungen Malcolm X' zu beherzigen:

Vor seiner Bekehrung zum orthodoxen sunnitischen Islam erklärte er gegenüber seinem ghostwriter A. Haley zur "christlichen" Ideologie, so wie er sie bis damals kennengelernt hatte:

"Das Christentum ist die Religion der Weißen. In den Händen der Weißen sind die Bibel und ihre Auslegung durch den weißen Mann zur bedeutendsten Waffe bei der Verklavung von Millionen von Nichtweißen geworden. In jedem Land, das der weiße Mann mit seinen Kanonen erobert hat, hat er sich zuvor den Weg mit Hilfe der Bibel gebahnt. Um sein Gewissen zu beruhigen, hat er die Heilige Schrift so ausgelegt, daß er die nichtweißen Menschen als Heiden und Wilde abstempeln konnte; dann folgten die Kanonen, und nach ihnen kamen gleich die Missionare, um den Eroberten den Rest zu geben." (Malcolm X. Die (authentische) Biografie. Herausgegeben von Alex Haley, 1964, deutsch bei Heyne Verlag Mchn. 1993, S. 255).

Aber so sah er seine Welt und so dachte er nur, bis er wirklich zum Muslim wurde.

Später und als muslimischer Hadschi erklärte er kritisch:

"Die Araber sagten inscha Allah / So Gott will - und dann warten sie auf Konvertiten. Auch auf diese Weise war es dem Islam gelungen, sich auszubreiten, aber ich war fest davon überzeugt, daß sich mit verbesserten Methoden die Anzahl derer, die sich Allah zuwenden würden, in Millionen verwandeln ließe" (a.a.O., S. 362).

Kurz vor seiner Ermordung bestätigte er dasselbe:

"Die Weißen haben den Schwarzen eine so gründliche Gehirnwäsche verpaßt, daß sie sich selbst nur noch als ein innenpolitisches Bürgerrechtsproblem sehen, und es wird vermutlich länger dauern, bis die Schwarzen in Amerika erkennen, daß ihr Kampf ein internationaler Kampf ist" (a.a.O., S. 381).

Der Mitherausgeber der deutschsprachigen Autobiografie von Malcolm X, Günther Jacob, fand für Malcolms damalige Erstirrtümer, für seine Generalisierungen sowohl des Christentums wie der gesamten weißhäutigen Rasse folgende plausible Erklärung:

"Weil er (= Malcolm X) in und mit der NOI (= Nation of Islam) Politik machen wollte, mußte er auch deren mythischen Überbau weitgehend akzeptieren, wodurch seinen intellektuellen und kritischen Potenzen erhebliche Fesseln angelegt wurden... Der Islam als spezielle Geschichtsideologie schwarzer Amerikaner ist in den USA letztlich unmöglich geworden" (a.a.O., S. 486 ff.).

Und:

"Malcolm X ist in dieser Hinsicht ein Kind seiner Zeit... Malcolm trat den Muslims nicht bei, weil ihm zum Beten zumute war, sondern weil sie ihm einfach gestrickte Erklärungen lieferten, die sein Scheitern in einem neuen Licht erscheinen ließen. Daß er gescheitert war und im Gefängnis landete, hatte damit zu tun, daß eine rassistische Gesellschaft schwarze Amerikaner systematisch demütigte und am Boden hielt (und dies bis heute tut)" (a.a.O., S. 490 f.).

Und Jakob weiß auch, daß Malcolm X' Chef,

"Robert Poole alias Elijah Muhammad sich von Anfang an darüber klar war, daß sein bester Mann die Muslims nicht zum Gottesdienst, sondern zum Kampf gegen das System führen wollte" (a.a.O., S. 490 f.).

Malcolms Nachfolger als Chef der Nation of Islam, Louis Farrakhan, der nach Malcolms Bruch mit E. Muhammad dessen Ermordung gefordert hat, ist aus dem gleichen Holz geschnitzt wie sein Mordopfer.

Nur wurde er gegenüber den Weißen generell nicht derart antiweiß-rassistisch wie Malcolm, dafür jedoch weit antijüdischer als sein Vorläufer.

Das läßt sich gut verfolgen in dessen einziger Biografie in deutscher Sprache, der des SPIEGEL-Redakteurs Hans Hielscher, Gott ist zornig, Amerika, Dietz Nachf. Verlag Bonn 1996.

Hielscher:

"Jüdische Studenten marschierten in den fünfziger und sechziger Jahren in Martin Luther Kings Bürgerrechtsbrigaden durch die Südstaaten und waren in für Rassenintegration kämpfenden Organisationen überproportional vertreten" (a.a.O., S. 102).

Juden hätten "wesentlich" zur Emanzipation der Afro-Amerikaner beigetragen.

Der radikale Islam, der Islamismus, als Speerspitze des Weltelendes, muß seinerseits mit diesen innerschwarzamerikanischen Verwerfungen zurecht kommen.

Jedes Insistieren auf den Abweichungen der Nation of Islam mit ihrer nur noch oberflächlichen Berufung auf die Absurditäten der Anthropologie des E. Muhammad würde sich im Kampf um eine bessere Weltgesellschaft, die die westliche, amerikanische nie wird werden können, verheerend auswirken.

Es ist für den waffentechnisch äußerst unterlegenen dschihadischen Islam, den Islamismus (islamiyya), wichtig, daß in den beiden Metropolen des rassistisch-antifarbigen Weltkapitalismus - also sowohl in den USA wie in der EU - muslimisch denkende oder vom islamistischen Kampf inspirierte Ghetti bestehen und daß sich gleichzeitig der Gegensatz zwischen den USA und der EU verstetigt und verfestigt.

Für die globale Zukunftsgestaltung ist der orthodoxe Islam, trotz aller technischen Rückständigkeit, wegen seiner Farbblindheit unverzichtbar.

Daß auch blonde blauäugige Menschen gute Muslime sind, beweisen u.a. die Völker der Tataren und Tschetschenen.***

Seit jeher sind Islam und Rassismus unvereinbar.

Der ganz spezifische afroamerikanische Islam ist deshalb schlecht als Islam bezeichenbar.

Jedoch ist er eine Reaktion auf die besonders grausame und eiskalte rassistische Einstellung der WASP und damit sowohl psychologisch verständlich wie verzeihbar.

Allah ist mit den Geduldigen, auch mit einem sehr geduldigen Islam, weil Er die Beseitigung der Tyrannei der rassistischen WASP wünscht.

Mit dieser Dialektik muß der Weltislam klar kommen.

Malcolm X hatte sich in seiner anfänglichen furiosen Abwendung von einer "Religion des weißen Teufels" - auch der römische Katholizismus hatte sich wie immer "politisch" verhalten, also so opportunistisch, daß seine Ablehnung allen Rassismus' überhaupt nicht öffentlich sichtbar wurde - einer Generalisierung schuldig gemacht.

Das war ein persönlicher Irrtum, eine intellektuelle Befangenheit.

Möge Gott ihm das verzeihen!

Immerhin hatte er noch zu Lebzeiten seinen Irrtum mannhaft korrigiert und das auch öffentlich bekundet.

Der ebenso entstandene faktische Antisemitismus, sprich: Judenfeindschaft Farrakhans, ist ohne Zweifel eine intellektuelle Minderleistung, die in die Irre führen muß.

Dialektik der jüdischen Selbstaufklärung

Die jüdische Halacha seit dem 18. Jahrhundert in West- und Mitteleuropa und bis hin zum Epochenjahr 1917, jetzt in ganz Europa, hat bewirkt, daß der früher vorherrschende religiös geprägte jüdische Geist aus dem Bereich des semitischen Kulturkreises allmählich ausgetreten und in den des westlich-"faustischen" eingetreten ist.

Das hat auch die zionistische Invasion Palästinas zu einer so deutlich europäisch-kolonialen Aggression werden lassen, daß sie den physisch und/oder geistigen semitischen Völkern, also Arabern und Muslimen, nicht akzeptabel sein kann.

Als immer noch, und wenn auch oft nur noch unbewußt, religiöse Entität waren Juden "geborene" Revoluzzer gegen alle halbheidnisch-ganzheidnisch geschulten europäischen Machthaber.

Damit waren sie auch Helfer der Afroamerikaner in den USA.

Sie störten sich nicht an der Hautfarbe oder an den Hautausdünstungen der schwarzen Exsklaven, sondern eröffneten in deren Ghetti ihre Kaufläden.

Doch als Halachisten und wegen ihrer weißen oder pigmentärmeren Hautfarbe konnten sie in "rein" (!!) weißen Wohnvierteln leben und ihre Kinder in ebenso weiße Schulen schicken.

Derweil wurden die Ghetti der Schwarzen - in denen heute viele Latinos mit hellerer Haut leben - in die WASP-Gesellschaft eingesprenkelte Viertel aus der später so genannten "Dritten" Welt.

Die "Dritte" mitten in der "Ersten" Welt!

Potentiell ist dies eine Art "Fünfter Kolonne" im Weltbürgerkrieg zwischen dem Weltreichtum und dem Weltelend.

Inzwischen haben alle nichtweißen Minoritäten zusammen in den USA die Zahl der WASP überrundet.

Und die Black Muslims als Teil der Nicht-WASP-Bevölkerung der USA bleiben nichtintegrierbar in die neue Majorität der Nicht-WASP.

Die amerikanischen WASP haben in der Republikanischen Partei noch einmal knapp die Präsidentschaft erjagen können, weil sie sich scheinbar offen gegenüber farbigen Bürgern, zumal den Schwarzen und den Latinos, gegeben haben.

Aber als Partei der Superreichen, die identisch mit den WASP sind, haben sie sich als unfähig erwiesen, die primitivste Sozialgesetzgebung faktisch zu sichern.

Das Machtsystem der US-WASP ist noch heute objektiv die einzig verbliebene Hypermacht der Erde und damit ökonomisch auch die einzige "Schießscheibe" für das Weltelend.

Ob es die Verelendeten wollen, wünschen oder planen oder nicht - eine Art Weltkrieg wird, wie, wann und wo auch immer, unausweichlich sein.

Er hat auch gerade angefangen.

Die Juden stehen nicht nur in Palästina und in den USA geistesgeschichtlich und tatsächlich zwischen den Fronten.

Als Juden gehören sie auf die Seite des Weltelends, als Halachisten und Zionisten sind sie überdeutlich zum Teil des Superreichtums geworden, Teil der "Aufklärung", Teil der globalen Tyrannei und Teil der Lügenindustrie.

Daß auch arabische Superreiche zu den Finanziers des bewaffneten Weltelends gehören, erinnert an jene russischen Millionäre, die vor 1917 aus philanthropischen Gründen die Bolschewiki finanziert haben.

Gegen die je eigenen Wirtschaftsinteressen, aber oft in Erinnerung an jenen Gott, der die historisch erstmalige Sklavenbefreiung ingang gesetzt hat, jene der Juden im altägyptischen pharaonischen Sklavensystem.

Auch dies gehört zur, allerdings von uns positiv bewerteten, Dialektik der Aufklärung.

* Gründer der Nation of Islam, auch Black Muslims genannt, war 1930 Wallace Fard, der 1934 spurlos verschwand; Elijah Muhammad übernahm danach die Führung der Organisation.

** Farrakhan: "A White Man's Heaven is a Black Man's Hell". Das ist - konsequent nach dem Fluche Noachs - die Auffassung der Bibel, folglich auch des Qurans. Der jüdische und islamische Handel mit afrikanischen Sklaven widerspricht dieser "göttlichen Rechtsordnung" nicht. Hier hat die Analyse des überkommenen Grundlagenwissens anzusetzen.

*** Vermutlich eine Verwechslung mit den Tscherkessen.
kkk

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