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kokhaviv publications

Ismael - Die Gegenseite

Er wird ein wilder Mensch sein. Er wird gegen jeden kämpfen und jeder gegen ihn. Er lebt getrennt von seinen Brüdern und fordert sie alle heraus. Genesis 16,12 und 25,18

2003-06-10

Tarik Erich Knapp

Kabul und die Folgen

Der Tod für ein Linsengericht

Der Autor Tarik Erich Knapp war vor und in den achtziger Jahren noch unter seinem Taufnamen Erich Knapp als deutscher Diplomat, als Mitgründer der Partei Die Grünen und als Mitglied ihres Bundesvorstandes (1980-82) relativ bekannt.

Später, Anfang 1986, formalisierte er sein bereits in Afrika und Pakistan weltanschaulich angelegtes Muslimtum und nahm folglich den weiteren Vornamen Tariq (Tarik) an.

Trotz seiner aggressiven Sprache, die den beabsichtigten Eindruck fanatischer Radikalität machte, war er ein Anhänger der "Realos", also der später von Joschka Fischer angeführten Fraktion.

Er hielt die Politik der "Fundis" für irreal und aussichtslos.

Für Knapp war es selbstverständlich, daß die Gründung einer politischen Partei logisch zur Beteiligung an Regierungen zu führen hätte, die "grüne" Ziele durchzusetzen haben würden.

Diesen ursprünglichen Zielen ist er bis heute verpflichtet.

Als Nichtmehrmitglied dieser Partei betont er in der heutigen Situation, daß Regierungsverantwortung auch zu der Bereitschaft zu führen habe, innen- wie außenpolitisch Konflikte über Grundwerte auszutragen.

Dazu gehöre jetzt die konsequente Wendung gegen die Politik der beiden angelsächsischen Staaten durch eine verstärkte deutsch-französische Zusammenarbeit zur Bewahrung der ökologischen Sphäre unseres Planeten, zur Schaffung größerer ökonomischer Weltgerechtigkeit, bei gleichzeitigem Aufbau einer ameliorisierten europäisch-afrikanisch-nahöstlichen (jüdisch-islamisch-christlichen) Weltregion. kkk*

* Nach einer Selbstdarstellung des Autors - kkk

Das Leben unserer Bundeswehrsoldaten darf die Berliner Bundesregierung, in der immerhin GRÜNE auf den Sesseln hocken, nur dann aufs Spiel setzen, wenn echte deutsche Lebensinteressen bedroht sind.

Bisher wurden sie in Afghanistan nicht bedroht.

Sehr wohl bedroht wurden durch die Anschläge auf das WTC in New York die Handelsinteressen der USA.

Von wem sie bedroht worden sind, ist immer noch eine offene Frage.

War der 11.9.2001 der Anschlag einer Gruppe von Helden, die ihrerseits die Agenten der Verzweifelten, der ausgebeuteten Dritten Welt waren?

Oder war das eine meisterhafte Inszenierung der Börsen in den USA und in London?

Das ist noch immer ungeklärt.

Und der Ablauf der Koalitionsbildung der zu Willigen veranlaßten Hiwi-Völker seither - mehrere Kriege bislang und die Androhung vieler weiterer in Washington - zeigt, wo die Drahtzieher des ungleichen Weltkrieges sitzen.

Das ist nämlich ein globaler Kolonialkrieg zur Neokolonialisierung der ganzen Welt, es ist ein Rassenkrieg des Nordens gegen den Süden.

Welche Rolle die Qaida Usama Bin Ladens gespielt hat und spielt, ist so ungeklärt wie seine Verbindungen zum Iraq und die nicht auffindbaren Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins.

Aber getrost: Hollywood wird sie alle bald finden!

Wag the Dog.

Der ungleiche Welthandel muß ja unbedingt weiter laufen, die angelsächsischen Multimilliardäre drohen ja am Hungertuch zu sterben!

Die Wag the Dog-Propaganda ist heute schon eine derart jeden freieren Gedanken erdrückende, daß Berlin nach einem lokalen Medienzirkus auf dem Petersberg bei Bonn flugs den Einsatz der Bundeswehr in Kabul beschlossen hat und in einem lichten Moment doch noch denselben im Iraq verweigerte.

The Germans to the Front?

Einsatz nicht nur in Kabul, sondern in ganz Afghanistan?

Die Resistance der Afghanen und bald aller Muslime überall weitet sich nämlich schneller aus, als es die rotgrünen Ministerlinge in Berlin vorausgesehen haben.

Eigentlich müßte jetzt nach dem Tod von vier Bundeswehrsoldaten der ganze Kurs abgeblasen werden.

Doch unsere Parlamentsphilosophen denken - denken! - über eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes nach.

Wenn diese Philosophie des Afters Platz griffe, dann kann die deutsche Beteiligung an der Politik der Angelsachsen keine Grenze mehr finden.

Der globale Welthandel ist eben global und macht Globalpolitik und Globalmilitäreinsatz unumgänglich.

Die Bundeswehr muß deshalb überall ihre Haut zum Markte tragen, zum Weltmarkt, in den Deutschland so dicht verwickelt ist.

Wohin sind die ökologischen Grundsätze der grünen Gründerzeit gespült worden?

In den Ausguß, in die Toilette der "Verantwortung", in den Parlamentarismus mit seinen riesengroßen Diäten (von denen Parlamentarier so aufgeschwemmt werden).

Jetzt aber beginnt die Mitschuldfrage wirklich zu brennen.

Wollen wir wirklich die Hilfswilligen hinter bezw. vor einer Hypermacht werden, die sowohl das Kyotoprotokoll wie den Haager Weltstrafgerichtshof, Ansätze einer Notlösung sowohl der beginnenden Klimakatastrophe wie des beginnenden Kolonialweltkrieges, ablehnt?

Es steht fest, wer das Kyotoprotokoll wie das Haager Gericht vehement ablehnt und bekämpft. Wie es fest steht, wer das KZ auf Guantánamo errichtet hat und betreibt.

Es ist jener Hyperstaat, der historisch Millionen Ureinwohner, die Indianer, ausgerottet hat und abermals Millionen Afrikaner verschleppt, ermordet und versklavt hat: die USA und Großbritannien.

Hinter ihnen kann Deutschland nicht länger stehen, zumal das grüne, ohne endgültig schuldig zu werden.

Für eine weltökologische Wende - Pleonasmus zur Verdeutlichung - ist es höchste Zeit.

Nicht Ministerehren sind nötig zur Wende, sondern die Ehre der Verweigerer des ökologischen Menschheitsmordes.

Christen von "unten" sind gefragt, nicht Christen auf dem "Langen Marsch nach Oben".

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