2003-04-27
ISLAMISCH-PREUSSISCHER NATIONALKONGRESS IPNK
64646 Heppenheim
Herrn
R. Hennnig
Präsident Freistaat Preußen
Südstr. 9
27283 Verden
Sehr geehrter Herr Dr. Hennig,
informationshalber übersenden Sie mir Ihre Zeitschrift "Der Preuße" mit einigen anderen Veröffentlichungen wie "Deutschland" oder "Die Zuwanderungsgesetze" von J.P Ney, zusammen mit der Bitte um Entscheidung darüber, ob beide Publikationen fusioniert werden sollten. Ich danke Ihnen für die freundlichen Zusendungen, bin aber m.E. als Nichtabonnent nicht befugt, über diese Frage mitzuentscheiden.
Ich gehe davon aus, daß - da inhaltlich bei beiden kein großer Unterschied zu ersehen ist - diese Fusion stattfinden wird, ob ich nun zustimmte oder nicht.
Inhaltlich hätte ich als kritischer Leser und Sympathisant der Befreiungsideen der vertriebenen Preußen einiges zu sagen. Denn auch ich sehe nun den Zeitpunkt für einen politischen Bruch mit den USA gekommen. Allerdings aus anderen Gründen als Sie. Ursache ist die Machterschleichung der amerikanischen Nazis unter der Familie Bush und die Wiederaufnahme der rassistischen Angriffskriege. Wie Sie wissen, unterscheide ich streng zwischen Nazismus und Faschismus, und das Kriterium des Nazismus ist natürlich der Rassismus. (Mussolinis Faschismus stand zwischen dem Faschismus und dem Nazismus). Ich selbst lehne beide Arten des Ultranationalismus ab und bezeichne mich als Patriot. Anders als jene, die von der "amerikanischen Ostküste" sprechen, um das Wort von den Juden zu umgehen, meine ich, daß die US-Nazis alles andere als jüdisch oder als Agenten von Juden sind, obwohl der Zionismus viele Ähnlichkeiten mit dem Nazismus aufweist. Die US-Nazis betonen die rassische "Überlegenheit" speziell der WASP in den USA, Britannien und Australien/Neuseeland. Diese hassen alle "Rassefremden" ähnlich wie deutsche Nazis, also Juden, Araber, Christen und Muslime sowie Schwarze und Asiaten.
Ich stütze mich in dieser Beurteilung auf die Mitgliedschaft vieler US-Nazis in Geheimorganisationen wie "Skull and Bones", die andere Organisationen wie die Bilderberger, die Trilateralen und die auf Cecil Rhodes zurückgehenden Organisationen kontrollieren.
Das ist der Grund, daß auch ich die von Ihnen gewählte Artikelüberschrift hätte schreiben können: "Die USA gegen den Rest der Welt". Dieser "Rest" umfaßt heute ca. sechs Milliarden Menschen, die farbige Haut haben. Die WASP sind schon heute eine kleine schmarotzende und ausbeuterische Minderheit. Zu ihrer präventiven "Verteidigung" mußten jetzt der Irak unterworfen und seine Erdölquellen annektiert werden.
Was kann die "restliche" Menschheit gegen diesen erneuerten Nazismus tun? In meiner Sicht gehören die mit dem Ersten Weltkrieg und seinem Ende in Versailles überfallenen und entrechteten Deutschen zu den "farbigen" Völkern! Deshalb ist die Strategie des IPNK nichtzionistisch, aber entschieden semitisch! Denn die Religion des Islam ist, wie die katholische auch, eine semitische - und dazu eine militant auf Gerechtigkeit ausgerichtete.
Das bestimmt uns, zur Wiedergewinnung unserer Rechte (und unseres Anspruches auf das geraubte Ostland unserer Heimat) das Bündnis mit den muslimischen Völkern zu suchen. Was den Palästinensern und Tschetschenen recht und billig ist, sollte auch den Preußen zugute kommen!
Für jeden Staat und auch für jeden Staat-im-Werden ist die Wahl der Bündnispartner ein eminent wichtiger Faktor. Der Staat Israel z.B. verdankt seine Existenz allein dem Bündnis des Zionismus mit jenen Mächten, die an der Zerstörung des Osmanischen Reiches und damit auch an der der europäischen Mittelmächte interessiert waren.
Deutschland jedoch hat sich leider immer die falschen Partner erkoren. Gleich zweimal die Italiener, die wie faule Pflaumen an unserer Seite klebten. Da waren die Türken im Ersten und die Japaner im Zweiten Weltkrieg doch die tüchtigeren Verbündeten! Berlin hoffte beide Male auf die angeblich germanischen Briten und fand in ihnen die gefährlichsten und tüchtigsten Feinde. Daraus ist zu schließen, daß Deutschlands und Preußens Freunde i.a. weder Europäer noch Weiße sind.
Doch schon wieder fühlen sich deutsche Patrioten oder jene, die sich für Patrioten halten, von Farbigen, also Brüdern in der Verfolgung und Entrechtung durch Europäer und Weiße, bedroht. Das bedeutet in Folgerichtigkeit auch wieder die Wahl der falschen Freunde.
Aus dem Impreseum von DEUTSCHLAND entnehme ich, daß Sie neben einem Herrn J.P. Ney zu den Herausgebern oder Redakteuren gehören. Dieser J.P. Ney aber hat auch die Broschüre "Das Zuwanderungsgesetz/Der Hochverrat" auf den Markt gebracht; sie lag dem letzten PREUSSEN bei.
Der Inhalt liegt auf der ausländerfeindlichen Seite, was dafür spricht, daß Ney wenig an Mitbürgern liegt, die auf die preußendeutsche Seite gezogen werden könnten, weil sie ein ähnliches nationales Schicksal hatten. Also schon wieder die fatale Neigung zu falschen Bündnispartnern und faktisch dem Alleingang.
Vor einiger Zeit schon habe ich Ihre Vorliebe für ein Bündnis Preußens mit Moskau kritisiert und auf die Ergebnislosigkeit Ihrer Bemühungen um Putins Moskau hingewiesen. Heute muß ich Ihnen sagen, daß das von Ihnen herbeigewünschte asiatische Viereck ebenfalls eine Illusion ist. Hier denken Sie einfach mit dem geopolitischen Hirn Rußlands. Aber dieses ist nicht identisch mit einem preußischen. Nicht einmal mit einem chinesischen. Denn China und Indien - das geht nicht und wird nicht gehen! Zudem ist China militärpolitisch und atomar der Verbündete Pakistans, neben Nordkorea nebenbei gesagt. Und wie Moskau seit 1914 und 1917 ein Verbündeter Britanniens und der USA war - wie ab 1941 -, so ist Indien gleichfalls verbündet mit London und New York. Aus allen diesen Gründen möchte Ihnen, sehr geehrter Herr Dr. Hennig, der IPNK dringend raten, sich schon heute bessere Partner zu wählen, damit Sie später wirklich gute Partner an Ihrer Seite haben werden.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Unterschrift
(T.E. Knapp)