2003-02-08
Kooperationsfolgen (III)
Für ein Abrahamitisches Weltkonzil!
1. Das Endergebnis des angelsächsischen Angriffskrieges gegen den Iraq läßt sich, wie für jeden Krieg, nicht voraussagen. Aber eines ist doch sicher: Die Diktatur der Baathpartei in Bagdad wird verschwinden, wie mit anderer Methodik auch der Nasserismus in Ägypten und Syrien verschwand, nachdem mehrere Angriffe auf den Zionistischen Staat im Sand seiner trotz allem defensiven Aggressionen quasi-westlicher Art - der arabische Nationalismus ist eine westliche Importe - versackt ist.
Statt der Baathideologie wird abermals der Islamismus sein Haupt erheben, doch auch er wird, wie schon in Afghanistan, geschlagen werden, weil er sich nicht wirklich mit seinem westlichen Todfeind auseinandersetzen will.
2. Der Chefideologe des imperialistischen aggressiven Angelsachsentums der USA und des UK, Samuel Huntington, hat in seinem Werk Clash of civilizations, München 1996, kulturelle Weltkriege zwischen folgenden Zivilisationen ersten Grades (wie ich sie umschreiben möchte) prognostiziert: der "christlich" genannten des Westens, der christlich-orthodoxen, der islamischen, der lateinamerikanischen, der schwarzafrikanischen und der japanischen.
Huntington hat dabei aber drei Metazivilisationen oder Zivilisationen zweiten Grades übersehen: die weltislamische, die weltkatholische und die weltbuddhistische, die sich alle über Zivilisationen ersten Grades ausgebreitet haben.
Die katholische deckt die lateinamerikanische ebenso ab wie die lateineuropäische (und philippinische); die islamische deckt sich weitgehend mit der schwarzafrikanischen, der west- wie süd- und zentralasiatischen Zivilisation ersten Grades; und die buddhistische mit der hinduistischen, chinesischen (konfuzianisch-taoistischen ) und der japanischen (shintoistischen) Zivilisation ersten Grades.
Es gibt also Zivilisationen ersten und zweiten Grades. Mit der westlichen (ich zweifle, ob es sich bei ihr von einer Zivilisation sprechen läßt, da sie die westchristliche ja weitgehend abgelöst und aufgelöst hat) verhält es sich ähnlich wie mit der katholischen, der islamischen und der buddhistischen Zivilisation zweiten Grades; sie umfaßt nicht nur den europäisch-nordamerikanischen Westen, sondern auch die Oberkasten und -klassen aller anderen Zivilisationen, die seine Unwerte teilen.
Diese Unwerte sind, philosophisch, sein Agnostizismus-Atheismus, ökonomisch seine Zinsdiktatur, politisch seine Heucheleien ("Menschenrechte") und lebenswertig sein Hedonismus.
3. In der Vergleichenden Religionswissenschaft herrscht Übereinstimmung darüber, daß der Islam die politischste aller Religionslehren des Monotheismus ist, weil bei ihm Gerechtigkeit als höchster, göttlicher Wert (z.B. die Zakat) gilt.
Dahingehend haben die östlichen Religionen entweder gar keine politischen Regelungen, oder sie betonen sogar die prinzipielle Ungleichheit des Menschen, insofern die Arier den höchsten Rang einnehmen.
Auch das Christentum gilt als unpolitische Lehre, die die politische Sphäre des Menschen als sekundär einstuft. Jedenfalls läßt das angebliche Jesuswort "Gebet dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist!" eine derartige Interpretation zu, der dieser Autor selbst jahrelang anhing.
Dennoch ist eine solche Interpretation borniert, weil sie außeracht läßt, daß die Bibel aus zwei "Testamenten" besteht : aus dem Neuen und dem Alten; aus Jesusworten und Jesuserzählungen einerseits und aus der jüdischen Torah anderseits.
Die Torah jedoch enthält sehr wohl und explizit Ge- und Verbote gesellschaftspolitischer Art, eine soziale Ethik.
4. Es wäre falsch anzunehmen, daß der US-UK-Angriff auf den Iraq nur den Sturz der dortigen Baathdiktatur und die Verhinderung des Islamismus wolle. Es geht auch nicht um die generelle Ahschaffung des Islam. Vielmehr will er den politischen Islam ausschalten und den gesamten Raum der islamischen Zivilisation öffnen für ihr Zins- und Ausbeutungssystem.
Die Exstirpation des Islam als gesellschaftspolitische Lehre ist beabsichtigt, seine Entmannung (der Philosoph Nietzsche hat den Islam einmal als "die männlichste Religion" bezeichnet) nach den Vorbildern der Entchristlichung Europas und der Zionisierung des Judentums.
Endziel des Westens ist also die Vernichtung des richtig und prophetisch verstandenen Islamismus (islamiyya) als Befreiungslehre für die ganze Menschheit. Gelänge das, dann kann mit einer Rechristianisierung Europas und Nordamerikas nicht mehr gerechnet werden, dann hätte der Feind Gottes, der Widersacher des Einen und Einzigen Gottes gesiegt, der Satan nämlich.
5. Die US-Präsidenten Bush sen. und jun. sowie Vizepräsident Cheney, Kriegsminister D. Rumsfeld und Hinrichtungsminister Ashcroft gehören alle der altnazistischen und rassistischen "Skull and Bones"-Organisation an, gegründet 1832 an der Universität Yale und eng verbunden mit der "berühmten" rassistischen "Cecil-Rhodes-Stiftung". Sie alle sind damit ausgewiesen als Aktivisten des rassistischen angelsächsisch-germanischen Ariertums, in engster Kooperation mit der hinduistischen RSS der in New Delhi regierenden Partei.
Ein kundiger und monotheistischer Völkerrechtler wird gebeten, gegen diese organisierte Personengruppe in den USA wie im UK wie in Australien Strafanzeige wegen Rassismus beim Internationalen Strafgerichtshof zu Den Haag zu erstatten.
6. Gleichzeitig ist es erforderlich, ein Weltkonzil der abrahamitischen Weltreligionen zur Herausarbeitung der wichtigsten weltethischen politischen, ökonomischen und ökologischen Prinzipien vorzubereiten.