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kokhaviv publications

Ismael - Die Gegenseite

Er wird ein wilder Mensch sein. Er wird gegen jeden kämpfen und jeder gegen ihn. Er lebt getrennt von seinen Brüdern und fordert sie alle heraus. Genesis 16,12 und 25,18

2003-06-21

Colpo Dilettante

Nuh und der Postdiluvianismus (I)

Die Sintflut - alle Welt rätselt immer noch, ob sie die gesamte Erde erfaßt hat oder nur einen Teil.

Zwar raunen fast alle mythischen Überlieferungen fast aller Völkerschaften von einem Ereignis riesiger Überflutung (und Rettung aus ihr).

Dennoch gibt es Indizien für eine regionale Beschränktheit der Katastrophe.

Unser Kriterium liegt nicht in den biblisch geschilderten unsittlichen antediluvianischen Zuständen der Menschheit, sondern im Postdiluvium bei der Zentralgestalt der Erzählung von der Sintflut:

Noah oder auf Arabisch Nuh, dem Propheten der semitischen Lehren.

Auf ihn nämlich werden ursprüngliche ethische Regeln zurückgeführt, die die sittliche Grundlage des späteren mosaischen Dekaloges bildeten.

Diese Noachitische Ethik ist die Basis jeder Menschen-Ethik, also generell der Ethik.

Ihr Gegensatz ist nicht vorhanden, ist Nichtethik (weil nicht verallgemeinerbar), ist antediluvisch schlechthin.

Demnach kann es auch keine Mehrzahl von "Ethiken" geben, es sei denn, es handele sich um animalische Ethiken, das Thema der Ethologie.

Für die Menschen, eine Sonderart im Tierreich, gibt es daher nur eine einzige Ethik oder gar keine.

Außer bei den Zoologen, bei denen die animalischen "Ethiken" dazu tendieren (wie z.B. bei Konrad Lorenz), auf Menschen übertragen zu werden.

So war es unter den Nazis und blieb es verschämt (unehrlich) auch bis heute.

Nach wie vor fühlen sich bestimmte Teile der Menschheit als Übermenschen, als Totemtiere (Adler, Löwen), die gewisse andere Teile der Menschheit "von oben herab" ansehen, als eine Art Beutetiere, die benutzbar und ausnutzbar seien.

Diese Einteilung allein beweist schon das Weiterbestehen antediluvianischer Menschenrechts-Zustände, mithin, daß es eine globale Sintflut nicht gegeben haben kann.

Die Antediluvianik hat in Indien mit der Invasion der Arier begonnen und sich bis heute nicht nur dort gehalten.

Kriterium für uns ist, wie schon gesagt, die Figur des hebräischen, semitischen Propheten Noah-Nuh.*

* Noah (Noach) war der Vater von Cham, Shem und Yaphet. Erst seit Shem/Sem kann von Semiten gesprochen werden - kkk

Mit ihm ziehen sich die Fluten, auch die der Unmenschlichkeit, erstmals zurück.

Mit seinem Stamm, dem der Semiten, beginnt ein anderes, besseres, humaneres Zeitalter.

Das Zeitalter der Revolutionen aus dem Geist der Ethik, ein permanentes Annagen aller antediluvianischen Verhältnisse, eine Permanente Ethische und Soziale Revolution.

Übrigens ist der etymologische Zusammenhang zwischen den griechischen Wörtern "ethnos" und "ethos" nachweisbar; ein anderer Beweis für den vorsintflutlich gebliebenen Charakter gesellschaftlicher und religiöser Verhältnisse in bestimmten Regionen der Erde.

Wir nennen sie nazistisch, aus Gründen, auf die wir noch zurückzukommen haben werden.

Recht hat Avram Kokhaviv mit dem Satz "Der Islam ist ohne Torah wie ein Zelt ohne Pfahl" (in: Der Teufel im Detail v. 3. 6. 03), obwohl dieses Bild, als Bild genommen, nicht zutrifft.

Das Zelt des Islam, das heute 1,9 Milliarden Menschen das Heim ist, also einem Drittel der ganzen Menschheit, braucht keinen "Pfahl", weil er wie die mosaische Botschaft oben aufgehängt ist, bei Gott.

Das geistige Fundament des Islam liegt, wie das der Torah, bei Gott, dem Herrn.

Beide Bücher sind gleichen Ranges und bestätigen einander!

Recht hat A. K. deshalb, weil eine andere Formulierung das Wahre seiner Feststellung verdeutlichen würde.

Denn die Torah berichtet Details, die der Koran als bekannt voraussetzt und nur noch als Summe des Gewußten zitiert.

Deshalb sind Noah und Nuh ein und dieselbe Persönlichkeit.

Deshalb sind auch beide Heiligen Schriften sozialrevolutionär.

Und postdiluvianisch.

Was von der antediluvianischen hinduistischen Baghavadgita wahrlich nicht gesagt werden kann.

Der Hinduismus beginnt mit dem Einbruch der nomadisierenden Arier nach Indien, in die drawidisch-orientalische Kultur des Indus-Ganges-Tales.

Der Hinduismus erschuf in wahrhaft genialisch-bösartiger Weise sein metaphysisch abgesichertes Kasten-Rassen-System.

Während dieser und sein buddhistischer Sproß im Verlauf der Jahrtausende allmählich, zumal in den Ländern östlich von Indien, sich humanisiert und gemäßigt, abgeschliffen haben, auch unter dem befreienden Druck von Islam und Christentum, wandte sich das viel früher christianisierte Europa unter dem Einfluß des liberalistischen Kapitals umso verbissener dem barbarischen hinduistisch-buddhistischen Antediluvianismus zu.

Damit wurde auch das grausame Kastensystem "rehabilitiert" und zum gesellschaftlichen Vorbild.

Da dieser liberalistische Kapitalismus heute nach dem Verschwinden des sozialistischen Ameliorisationsversuches stärker und mörderischer denn zuvor ist, bleibt die Gefahr des Kastentotalitarismus stets gegenwärtig.

Natürlich ist in einem liberalistischen "offenen" System nicht offen davon die Rede, aber von Kastengrenzen und Sklaverei ist schon wieder die Rede, besonders in den USA, wo man die Gleichstellung der "Caucasians" mit den "Colords" schon wieder auf Parties der Begüterten bedauern darf, und in Britannien, wo die Urheimat der Skinheads zu finden ist.

Das Loblied auf Bhagavadgita und Kastentyrannei ist dort vor über 100 Jahren bereits von den Theosophen unter Madame Blavatski angestimmt worden (in Deutschland von den Anthroposophen Rudolf Steiners).

Nazismus freilich will man dies noch nicht nennen!

In neonazistischen Kreisen mit ihren angeschlossenen Buchverlagen allerdings kann das hinduistisch-buddhistische Kastensystem mitsamt seiner Karma-Ideologie unverhüllt dargeboten werden.

Es gibt anthroposophische Heilpraktiker, die jede blonde Patientin eine "Maharani" oder eine "Brahmanin" nennen, eine unverschämte schmierige Schmeichelei, deren sich die Geschmeichelten wie die "arischen" Schleimer nicht mehr schämen - Zeichen dafür, wie "kulturell" unterwandert Europa schon ist.

Wo die Scham unterhöhlt ist, dort ist der Einsturz imminent!

Ich bestehe darauf, daß hier der Ausdruck "Neonazismus" angebracht ist.

Denn er hat sich, der Rassismus der Nazis und italienischen Nazifaschisten, längst hinduisiert.

"Multikulti!" autschen ihre Primitiven, wenn es sich um Gastarbeiter aus Übersee handelt, aber sie merken nicht, welche fremde Unkultur sie mittlerweile selbst freiwillig übernommen haben.

Eigentlich begann das schon im späten 19. Jahrhundert.

Für Philanthropen beginnt nun nach kurzem "demokratischen" - eigentlich wäre von "Pluralistischem Totalitarismus" genauer zu sprechen! - Zwischenspiel und erneuter nazistischer Machterschleichung genauere Lektüre der Geschichte.

Damit müßte unsere, der menschheitlichen Menschen, echte postdiluvianische Historie mit dem noachitischen Aufstand gegen die vorsintflutlichen Sozialverhältnisse anfangen.

Für die Antiphilanthropen jedoch beginnt ihr Zeitalter mit der arischen Invasion in den indischen Subkontinent.

Und mit der Philosophie Schopenhauers.

Dieser muttergeschädigte Junggeselle und hinterhältige Feind der Frankfurter 1848-Revoluzzer (er ließ von den Fenstern seiner Wohnung aus, in die er Soldaten der Konterrevolution einließ, von hinten die Aufständischen auf ihren Barrikaden niederschießen) war ein Bewunderer der Bhagavadgita, deren Feinheiten er mangels Sanskritkenntnis gar nicht erfassen konnte, und des Kastensystems.

Ob der emotionale Suppenesser und Pessimist überhaupt den Buddhismus erfaßt hat, bleibt zweifelhaft.

Er wußte auch nicht, daß 1000 Jahre vor der Invasion der Arier aus Hyperborea im Tal des Indus eine materiell hochentwickelte Stadtkultur, handeltreibend mit der Zivilisation Mesopotamiens, in Blüte gestanden hat.

Taxila und Harappa.

Daß dieser gegenüber die Kultur der Indo-Arier eine materiell unterentwickelte gewesen ist, die von Rindernomaden mit allerdings ebenso primitiver Arroganz gegenüber den Ureinwohnern pigmentreicherer Hautfarbe, wußte Schopenhauer ebenfalls nicht.

Konnte er gar nicht wissen, da Taxila und Harappa erst später ausgegraben worden sind.

Der deutsche Philosoph war nichtsdestotrotz mittels seiner Teilkenntnisse der Sanskritliteratur ein einflußreicher Verfertiger einer minderwertigen Ideologie.

Er gab der British East India Company mit dem indo-arischen Überlegenheitsdünkel eine "philosophische" Legitimation, die ihnen das im blendendsten Licht erscheinen ließ, was sie bei den vornehmtuenden Brahmanen beobachtet hatten: den arischen Rassenwahn.

Dieser schlug sich bei Fr. Nietzsche nieder in seinen üblen Formulierungen von der "blonden Bestie" usw..

In intellektueller Nachfolge Schopenhauers und Nietzsches stellt der "Philosoph" des Nazifaschismus Italiens in seinem Buch Revolte gegen die moderne Welt (S. 123 ff.) denn auch autoritativ, wenngleich mäandernd fest (wir verkürzen, um seinen Gedanken herausschälen zu können):

Die Aufteilung der einzelnen Menschen auf Kasten..., entsprechend ihrer Natur..., gemessen an reiner Geistigkeit, findet sich in jeder höheren Form traditionaler Kultur und bildet den Wesenskern der... gerechten Ordnung.

Was in der Kastenherrschaft die moderne Mentalität am meisten schockiert, ist das Gesetz der Erblichkeit und der Abgeschlossenheit.

Es scheint als "ungerecht", daß die Geburt wie eine schicksalsmäßige Notwendigkeit die soziale Stellung... festlegt und daß er diese weder für eine höhere noch eine niedrigere Stellung aufgeben kann, ohne ein "Kastenloser", ein Paria zu werden, den alle meiden.

Dem Grafen Evola freilich war der Gedanke an "Karma" oder "Reinkarnation" noch völlig fremd, er lebte zur Zeit des Nazifaschismus und nicht zur Zeit des New Age.

Diese Gedanken, die er für unarisch hält, unterschiebt er flugs "der Lebenseinstellung der Bodenschicht vorarischer Rassen...; von der Doktrin her ist er nur ein einfacher, für die Massen bestimmter Mythos..." (Fußnote 5 auf S. 125).

Man versteht folglich,

d.h. Herr Graf geruhen zu verstehen,

warum das Vermischen der Kasten als ein Sakrileg betrachtet wurde, ... das den Schuldigen in die "Hölle" stößt.

Weil ein solcher Mensch den Ritus des Antediluvianischen gestört habe, sei er "zum einzigen unreinen Wesen der gesamten Hierarchie" geworden, zu einem Unberührbaren, der auch für die niedersten Kasten, selbst wenn er vorher zu den höchsten gehört hat, zum "Zentrum einer psychischen Ansteckung im Sinne innerer Auflösung" wurde.

Wer immer sich mit einem Menschen der niederen Kaste "vermengte", habe die höhere Kaste "verunreinigt".

Das nennen wir vorsintflutlich!

Fortsetzung (II) folgt

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