Navigation überspringen

kokhaviv publications

Ismael - Die Gegenseite

Er wird ein wilder Mensch sein. Er wird gegen jeden kämpfen und jeder gegen ihn. Er lebt getrennt von seinen Brüdern und fordert sie alle heraus. Genesis 16,12 und 25,18

1992-01-21

tauhid-stiftung
Ustad Tarik T. Knapp

Dschahilija, Daddschalija und Erwartung des Machdi

Gewidmet den Brüdern und Schwestern der Nekschbendia

Wir stehen nicht etwa kurz vor der Machtergreifung des Daddschals, er ist längst an der Macht. Wir müssen zur Rettung des Planeten für den kommenden Machdi alle Vorarbeiten leisten, selbstverständlich auch die politischen. Wir müssen eine globale politische Machdi-Armee aufbauen im Geist des nicht nur religiösen Propheten Muhammad, der auch der klügste Politiker, der ausdauerndste Diplomat und der mutigste militärische Feldherr gewesen ist. Denn wir Menschen in den nichtmuslimischen Gebieten der Erde leben kaum noch im Bereich der Dschahilija, sondern überwiegend im Bereich der Daddschalija. Deshalb dürfen wir nicht länger für das Kommen des prophetischen Lichtes Gottes nur beten. Ein hadith kudsi fordert: Eine Nacht im Ribat ist besser als 40 Jahre Gebet! Gebet und Dhikr sind Kräftigungsmittel für den äußeren Kampf gegen den Daddschal und kaum Mittel religiöser Selbstbefriedigung. Wir müssen uns jetzt dringend die Mittel beschaffen, um für den Machdi arbeiten zu können: in erster Linie Publikationsorgane (Buchverlage, Zeitungen, Zeitschriften), mittels derer wir uns den zu gehenden Weg klar machen und zu den täglichen und politischen Problemen unserer deutschsprachigen Landsleute Stellung nehmen sowie die islamische Rettungsmöglichkeit konkret darstellen. Sind wir hierzu psychisch nicht in der Lage, dann hat die muslimische Gemeinschaft in Mitteleuropa den Islam verraten, ob das gewollt ist oder nicht.

Diese historisch-aktuelle Ortsbestimmung sei im folgenden umrißhaft dargelegt:

Von Anbeginn der Schöpfung des Menschen tobt der Kampf zwischen dem Licht des Islam, der Lehre der Propheten Adam, Noah, Moses, Jesus und Muhammad einerseits und der Dunkelheit, der Dschahilija andrerseits. Die Dschahilija hatte unvollkommene Sittengesetze. Der Islam hat und ist das größere, klarere und bessere Sittengesetz. Die Dschahilija hatte ihre Gesetze der stummen Natur abgeschaut, die als Schöpfung Gottes durchaus Richtiges lehrt.

Der Islam hat das Gesetz unmittelbar vom Schöpfer selbst, weswegen es den bloß natürlichen Sittengesetzen überlegen, weswegen es auch universal ist, wohingegen die Gesetze der Heiden immer nur regional gelten. Dschahilija und Islam sind Gegensätze, aber keine absoluten, sondern relative Gegensätze. Sie verhalten sich wie der helle Tag zur letzten Nachtstunde. Denn die Dschahilija ist immerhin schwach erleuchtet durch die natürliche Ordnung. Dies darf nicht verwechselt werden mit dem völligen Gegensatz von hellstem Tag und finsterster Nacht.

Die finsterste Dunkelheit ist nicht die der von Gott geschaffenen Natur, sondern die des Satans. In ihr herrscht keinerlei Sittengesetz mehr, weil die Menschen es in der völligen Finsternis gar nicht erkennen können. In ihr herrscht deshalb weder das natürliche Sittengesetz der Heiden noch das unmittelbar gottgegebene Sittengesetz des Islam.

So gab es zwar in der Antike den relativen Gegensatz zwischen dem Volk des mosaischen Gottesgesetzes, den Juden, und den anderen Völkern unter der Führung von Babylon, Persien und Rom, den Völkern natürlicher Sittengesetze. Deshalb war damals trotz des Gegensatzes zwischen jüdischem Islam und heidnischer Götzendienerei die Welt noch einigermaßen in Ordnung, es wurden nicht ganze Kontinente ausgemordet, und die natürliche Umwelt des Menschen blieb gesund.

Erst das Auftreten des Propheten Jesus, der das Gesetz Moses ohne Änderung eines Häkchens und eines Jotas auch zu den Nichtjuden bringen wollte, allerdings mit dem Herzen interpretiert, nicht mit kalten Juristenhirnen, veranlaßte den Satan, seine Macht auf Erden zu verstärken. Vor der Verfolgung durch den kreuzigenden römischen Imperialismus und die mit Rom quislinghaft kollaborierende jüdische Sadduzäerschicht, der Tempelpriesterschaft, rettete Gott den Propheten Jesus durch die Entrückung in einen Bereich außerhalb des römischen Imperiums, sei es in ein Zwischenreich, sei es in die Arabische Wüste oder Afghanistan. Die verunsicherte Gemeinde Jesu geriet unter die Fuchtel eines ehemaligen Juden und hellenisierten römischen Staatsbürgers, des Saulus-Paulus. Jesu Bruder Jakob der Gerechte, der Führer der Judenchristen, geriet zunehmend in die Defensive. Petrus war ohnehin eine schwankende Figur. Mit der Zerstörung Jerusalems und der Vertreibung aller Juden einschließlich der jüdischen Jesuaner unter Jakob dem Gerechten endete die kurze Geschichte des Judenchristentums. Seine Reste lebten in Arabien bis zur Zeit des Propheten Muhammad und traten zum Islam über.

Jerusalem wurde etwa 70 Jahre nach der Geburt Jesu zerstört. Damit wurde nicht nur seine wahre Gemeinde, sondern dazu die der pharisäischen Juden (das sind, entgegen der kirchlichen Verleumdung, nicht die Quislinge Roms und Feinde Jesu gewesen, sondern besonders gesetzestreue Juden, sozusagen "Fundamentalisten" der damaligen Zeit!) zerstört. Dies geschah, während Saulus-Paulus seine schlimme Arbeit im Dienste des römischen Staates durchführte.

Wir dürfen vermuten, daß im Jahre 70 n.Chr. im Nahen Osten die Zeit der Dschahilija überging in die noch regional beschränkte Periode des Daddschals. Es war mit dem Sieg des paulinischen Heidenchristentums nämlich stockfinstere Nacht geworden. Nur dort, wo die alte halbdunkle Dschahilija noch bestand, gab es einen Schein trüben Lichtes: in Asien und Afrika sowie im Europa außerhalb des Römischen Imperiums sowie in den beiden Amerika, in Australien und den Inseln der großen Ozeane.

Der Daddschal veranlaßte Paulus, die Lehre Jesu zu verfälschen. Er erklärte Jesus zum gezeugten (nicht einmal zum geschaffenen, nein, ausdrücklich zum gezeugten) Sohn Gottes, ähnlich den vielen antiken Göttersöhnen. Auch alle Caesaren beanspruchten damals, von Göttern abzustammen. Da durfte der von Paulus fabrizierte Götze namens "Jesus Christus" nicht zurückstehen. Mit ebenso großer Kaltblütigkeit löste Paulus die Heidenchristen vom mosaischen Gesetz ab; er erklärte sie für "frei vom Gesetz" und begründete damit die verhängnisvolle "Freiheit des Christenmenschen". Die Befreiung vom göttlichen Gesetz jedoch ist schon ein verkleideter Atheismus, und dieser ist "die Lizenz des Verbrechens" (André Gide). Die gewaltsame Ausbreitung des Christentums ab Kaiser Konstantin "befreite" dann die Heiden des römischen Imperiums von ihren natürlichen Sittengesetzen und christianisierte sie. Die Christianisierung aber gab den Heiden nicht das mosaische Sittengesetz, sondern das römische Sachenrecht.

Vom Zeitpunkt der Herrschaft Kaiser Konstantins "des Großen" an erweitert sich der regionale Machtbereich des Daddschals von Palästina auf das gesamte Römische Imperium, worin selbstverständlich arabische und germanische Widerstandsbewegungen dem Daddschal entgegenwirkten.

Die krypto-islamische Traditionslinie Deutschlands ist, da der Islam eine unterbewußte Haltung war, nur selten an die Oberfläche gedrungen - und selbst dann in eher spontanen Sätzen, Gesten und Handlungen. Bewußt z.B. und schnell wieder ins Unbewußte herabsinkend in Kaiser Wilhelms II. berühmter Damaskus-Rede, in der er Deutschland für den Weltislam "verbürgt". Die halbbewußte Erkenntnis, daß das deutsche Überleben als "Volkheit" (Goethe), d.h. konkret als Deutschheit - was nicht zu verwechseln ist mit Volkstum und Deutschtum, die eher biologisch-rassistische Begriffe, nicht spirituelle sind - identisch ist mit dem Überleben des Weltislam bezw. der muslimischen Weltgemeinschaft, äußert sich während der Perioden geistigen Schlafes meist als Sehnsucht nach der germanischen Vorzeit. Hier sei das symbolische Datum der Fällung der Donarseiche erinnert. Es läßt sich der germanische Götterhimmel nämlich auch so sehen: Wotan/Odin ist der Hochgott, also Allah; Thor ein germanischer Prophet, der nach K.Haushofer die Germanen aus dem turanischen Raum, in dem die deutsche Blutsverwandschaft mit Türken und Khasaren herrührt, nach Nordwesteuropa geführt hat; Freya der "weibliche" Aspekt Gottes (al rahim, etymologisch mit "Gebärmutter" verwandt) usw.. Die gewaltsame Christianisierung bedeutete demnach die Entspiritualisierung der Natur bis hin zu den heutigen Naturvergiftungen sowie die Aufpfropfung eines nicht germanischen und auch nicht semitischen, sondern römisch-hellenistischen Götterhimmels. Das unter christlichen Völkern so auffällig verbreitete Fluchen, das unter Muslimen kaum vorkommt, mag die tiefbewußte Abneigung gegen diese fremde Religion widerspiegeln.

Nach der Zerstörung Jerusalems wandert das Zentrum des Ewigen Islam südwärts, durch die Wüste in das römischer Macht unzugängliche (und zudem uninteressante) Mekka. Dort konzentrierten sich Urchristen, Judenchristen und Hanafiten (Sucher des Einen Gottes). Der Prophet Muhammad richtete die Religion und die politische Gemeinde Abrahams, Moses und Jesu stärker auf denn je. Die älteste Weltreligion, die Adams, wurde auch die jüngste. Es handelt sich hier um eine religiöse Wiedergeburt aus dem Geist des Einen und gesetzgebenden Gottes. Diesmal gelang es auch, die Religion der Kinder Israels endgültig zur Religion von Nichtjuden zu machen. Wo Jesus - an Rom und an Paulus - gescheitert war, dort siegte durch Gottes Willen Muhammad. Deshalb ist er eine Barmherzigkeit für die gesamte Menschheit und die Welt der Natur.

Fortan waren die Juden nur noch dort die Zeugen des Einen und einzig wahren Gottes und Seines Sittengesetzes, wo der Islam noch nicht Fuß gefaßt hat. Im Bereich des antisemitischen Christentums haben die jüdischen Zeugen des Einen Gottes bis hin zum Holocaust so schrecklich gelitten, daß ihnen kein Muslim das Mitleid und die Solidarität versagen kann. (Mit dem antijüdischen Zionismus, einem typisch christlichen Nationalismus, hat diese Solidarität allerdings nichts zu tun. Im Gegenteil, wir müssen den Zionismus durchschauen als Teil der paulinisch-"christlichen" Daddschalija.)

Über die Ausbreitung des Islam in Asien, Afrika, in Südwest und Südosteuropa braucht hier nicht referiert zu werden. Diese Tatsachen sind in jedem besseren Geschichtsbuch zu finden. Auch über die Erfolge des Daddschal innerhalb des Dar-ul-Islam - die Herrschaft der nicht rechtgeleiteten omajjadischen und abbasidischen Khalifen - muß hier nicht berichtet werden. Uns interessiert lediglich der Kampf des Islam, des Lichtes, nach außen gegen den Daddschal, die völlige sittliche Finsternis.

Die Religion des Daddschals ist nicht das naive Heidentum, sondern das trinitarische Christentum des Paulus, Johannes usw., dieser Schein-Monotheismus, der lügnerisch und betrügend und verführend unter dem Mantel Jesu, seine Worte mißbrauchend, alle Völker von den natürlichen heidnischen Sittengesetzen wie vom mosaischen Gesetz "befreit" und sie hindert, das Gesetz des Koran kennenzulernen und anzunehmen. Das paulinische Christentum ist der giftige und hinterlistige Todfeind aller Heidenvölker, aller Juden und aller Muslime, also der wirkliche und eigentliche Antisemitismus.

Der Krieg des Daddschal gegen den Islam wurde mit den Kreuzzügen auf der iberischen Halbinsel (Andalusien, das später Spanien und Portugal genannt wurde) zuerst und wenig später gegen Palästina eröffnet. Denn die Eroberung Jerusalems durch Khalif Uthman war ein großer Sieg über den Daddschal, den dieser rückgängig machen wollte. Bereits im Jahr 445 hatte sich der paulinische Bischof von Rom zum Oberhaupt der ganzen Christenheit erklärt. Die römische Venuspriesterschaft griff nach der totalen Macht mittels Fälschungen (Konstantinische Schenkung usw.). Auf der iberischen Halbinsel gelang es dem Christentum, den gotischen Arianismus (ein echtes Christentum, für das Jesus nicht der Sohn Gottes, sondern, modern ausgedrückt, ein engelgleicher Prophet war) zusammen mit den Muslimen und Juden blutig auszurotten. Von hierher stammt die Inquisition. Das Bündnis der arianischen Germanen mit den muslimischen Arabern wurde hier wie auch auf dem hohenstaufischen Sizilien (Kaiser Friedrich II. war wohl ein Geheimmuslim) zerschlagen. In Palästina allerdings scheiterten die Kreuzüge.

Die christliche Strategie nach dem Scheitern der palästinensischen Kreuzzüge, den Dar-ul-Islam zu umzingeln und einzuschnüren, wurde bereits an anderer Stelle detailliert beschrieben. Hier sei nur eingeschoben, daß die auf dem Konzil von Nizäa zur Verfolgung (325 n.Chr.) freigegebenen Arianer den Islam nach Europa gerufen haben und daß der christliche Gegenschlag durch zwei Ereignisse erfolgte, die wir nicht zusammensehen, obwohl sie zusammengehören: 732 n.Chr. schlug Karl "der Teufelshammer" die Muslime zwischen Tours und Poitiers, und 733 n.Chr. fällte der trinitarische Missionar Bonifazius bei Geismar in Hessen die Donarseiche. Zur gleichen Zeit also schädigte das falsche und gesetzlose Christentum den Bereich des koranischen und des naiv-germanischen Sittengesetzes.

Daß Feinde für den deutschen Krypto-Islam einen schärferen Blick haben als deutsche Unterbewußt-Muslime selbst, ist psychologisch verständlich, wenn auch bedauerlich. So hat der Franziskanerpater Erhard Schlund (in: Neugermanisches Heidentum im heutigen Deutschland, München 1924) klarsichtig festgestellt:

"Der Krieg (sic!, T.E.K.) des Christentums gegen das altgermanische Heidentum ist ja damals durchaus nicht endgültig abgeschlossen worden, als Bonifazius die Donareiche fällte. Auch nach dem allgemeinen Sieg des Christentums und der Christianisierung der deutschen Stämme ging der Kampf als Guerillakrieg weiter in den Seelen und in den Glaubensanschauungen und in den religiösen Bräuchen, ja auch in bewußten Geistern, und Männer, denen Wotan lieber war als Christus, gab es wohl immer. Heute scheint es nun , daß dieser Jahrhunderte dauernde Kleinkrieg wieder zu einer offenen Feldschlacht werden möchte."

Das also hatte die römisch-katholische Kirche rechtzeitig erkannt, und während sich die Nationalrevolutionäre noch atheistisch, d.h. nach-christlich versponnen um ein Bündnis Deutschlands mit Asien bemühten, brachte die römische Kirche den nach München eingeschleppten Schicklgruber/Hitler, diese "Rache für Sadowa und Sedan", auf den Marsch. Innerhalb der NSDAP setzte sich die Münchner Gruppe mit dem opportunistischen Rheinländer Goebbels gegen den norddeutschen Flügel durch. Es kam deshalb nie zur offenen Feldschlacht auf religiösem Gebiet. Die GESTAPO unterdrückte jeden deutschen Widerstand, und der Kampf des Nazismus gegen die beiden Großkirchen ging lediglich darum, ob die Priesterkaste oder die Nazikaste das letzte Wort haben sollte. Es ging nie mehr um Gottes Wort oder um die Erfüllung der deutschen seelischen Sehnsucht.

Hermann Rauschning hat den römischen Charakter des Nazismus - der systematisch zu unterscheiden wäre von Nationalsozialismus - neben Ernst Niekisch am härtesten beschrieben:

"Ersetzt man den katholischen Glauben durch die Katholizität des neuen Glaubens an den Gott verkörpernden Führer, so hat man die Stellung ... Es ist eine düstere, von einer modernen Inquisition beherrschte, auf dynamischer Verkrampfung basierende Barockvision. Es ist 17. Jahrhundert, das zum großen Krieg in Deutschland führte. Es ist die Welt eines durch spanischen Fanatismus verkrampften Südens und Südwestens, nicht der nüchtern sachliche preußische Norden ..." (H.Rauschning, Die Konservative Revolution: Versuch und Bruch mit Hitler, New York 1941, S.129 f.).

Auch Fr.Nietzsche, der nach 1945 als einer der Vorväter des Nazismus diffamiert worden ist - von genau denselben Kreisen, die Hitler groß gemacht haben, und aus denselben deutschfeindlichen Gründen -, warnte vor der römisch-westeuropäisch-amerikanischen Beherrschung Deutschlands:

"Wir brauchen ein unbedingtes Zusammengehen mit Rußland, und mit einem neuen gemeinsamen Programm, welches in Rußland keine englische Schemata zur Herrschaft kommen läßt. Keine amerikanische Zukunft! ... Eine europäische Politik ist unhaltbar und die Einengung gar in christliche Perspektiven ein ganz großes Malheur..." (aus dem Nachlaß, Bd.XIII, S.430).

Und als 1492 das Emirat Granada gefallen war, da war auch Amerika für das Christentum "entdeckt", da genau ging eine fürchterliche Ausrottung der Muslime, Juden, Indianer los, die sich wenig später auch auf die Afrikaner, Australier, Tasmanier, Ozeanier usw. erstreckte. Mit dem Jahr 1492 beginnt der nun 500-jährige und keineswegs beendete Völkermord, der Holocaust, das universale Auschwitz und Hiroshima des Daddschals und seiner trinitarisch-antinomistischen Religion gegen Menschheit und Biosphäre.

Ab 1492 ist der Dar-ul-Islam umzingelt und eingeschnürt wie in einer Garotte, die nur noch angezogen werden mußte. Und sie wurde erbarmungslos angezogen, bis alle muslimischen Reiche in Indien, Indonesien, Afrika und schließlich 1918 auch das Osmanische Reich zerstört, kolonisiert oder zumindest innerlich-kulturell verunsichert und desorientiert waren. Um noch einmal daran zu erinnern: Orientierung bedeutet die Richtungsweisung auf den Orient zu, jede sittlich-geistige Orientierung hat Mekka im Blick. Das heißt, daß muslimische Staaten, die sich intellektuell-kulturell verwestlicht haben, des-orientiert sind.

Wir vergessen nicht, daß seit 1492 der Islam noch einige Erfolge hatte: im Indien der Moghuls wie im heutigen Pakistan und Bangla-Desh, auch in Afrika südlich der Sahara bis zum Urwaldgürtel, in Ostafrika und in Malaya und Indonesien. Dort konnte er heidnische Völker, die im Halblicht der Dschahilija waren, vom Licht des Islam überzeugen. Aber überall dort in der Welt, wo die Priester des paulinisch-trinitarisch-antinomistischen Christentums mittels Inquisition, Folter, Scheiterhaufen und Kolonialmacht die Heidenvölker unterdrückten, zerschlugen, christianisierten, ausrotteten, umsiedelten (Millionen Afrikaner nach Amerika, um die zu Tode geschundenen Indianer als Sklaven zu ersetzen, wobei doppelt so viele Afrikaner während der Überfahrt elend starben), überall dort also, wo das Christentum herrscht, wich das Halbdunkel der Dschahilija der totalen Finsternis der Daddschalija, und der Islam konnte kein Licht bringen. Global gesehen ist der Islam seit 1492 in der Defensive und der Daddschal hat die Welthegemonie.

An der Weltherrschaft des "christlichen" Daddschal sterben nicht nur weiterhin viele Völker der Dritten Welt, werden demnächst auch Völker der vom Papst und den USA "befreiten" (!!) ehemaligen Sowjetwelt in Osteuropa und Nordasien sterben, nein, auch die natürliche Umwelt stirbt jetzt. Denn die christliche Kultur negiert nicht nur das göttliche, sondern auch das naturvermittelte Sittengesetz, den Respekt vor der Schöpfung Gottes. (Das hat auch zu tun mit der christlichen Auffassung vom Teufel, vom Sündenfall des "Fleisches", also der Natur, und mit dem Dogma der "Erbsünde".) Die heute grassierende Umweltvergiftung und Naturermordung braucht hier nicht geschildert zu werden; sie ist allen gebildeten und sensiblen Menschen bekannt.

Die hier vertretene Auffassung, daß Menschheit und Erde seit 500 Jahren infolge der "christlichen" Welteroberung vom Daddschal erstickend, desorientierend und mörderisch umklammert sind, mag neu klingen. Wir beeilen uns, um Mißverständnisse auszuräumen, darauf hinzuweisen, daß die "Nasara", von denen der Koran spricht, eben nicht die paulinisch-johanneisch-trinitarisch-antinomistischen Christen sind, sondern die arianischen und die Judenchristen und andere gute Jesuaner. Wir können auch zur Stützung unserer Auffassung Romano Guardini zitieren, den bedeutenden römisch-katholischen deutschen Theologen, der in einer Mischung arroganten christlichen Selbstbewußtseins und einer der überheblichen Sicherheit geschuldeten Tiefsicht schrieb (in: Der Heilbringer in Mythos, Offenbarung und Geschichte; eine theologisch-politische Besinnung, Zürich 1946):

"Das Christentum hat den Menschen auf eine Ebene der Handlungsfähigkeit gehoben, auf welcher er, wenn er gut wird, besser ist als der Heide, wenn aber böse, dann schlimmer als dieser... Das Gute des Christen ist das Mündig-Gute und hat einen ganz anderen Ernst als das des Menschen sonst. Das gleiche gilt aber auch vom Bösen. Man möchte sagen, erst in ihm sei es zu seiner ganzen Furchtbarkeit frei geworden und hätte damit einen Charakter der neueren Geschichte erklärt, der sonst nicht zu verstehen ist."

Erstaunlich bleibt, daß Guardini nur Christen und Heiden kennt, als gäbe es gar keine Muslime und Juden. Oder zählt er gar die Muslime und Juden zu den Heiden? Letzteres muß man annehmen, da doch Guardini die Existenz von Muslimen und Juden nicht entgangen sein kann, da er im 20. Jahrhundert lebte. Eine erstaunliche und doch für die christlich-kirchliche Weltsicht so charakteristische Art des Denkens!

Davon abgesehen, hat Guardini recht mit der Erkenntnis, daß der gute Christ, also der Nasara, der Nachfolger Jesu, besser ist als der naive gute Heide, und daß der böse Christ, der trinitarische Heiden- und Kirchenchrist, viel bösartiger ist als der böseste Heide. Guardini schrieb diesen zugleich klarsichtigen wie überheblichen Text bald nach den schlimmsten Massenmorden des früheren Priesterschülers J.Stalin, nach der Öffnung der KZ des Katholiken Hitler und nach dem Fall zweier US-Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Denn hier kumulierten vorerst die Verbrechen der Daddschalreligion und Daddschalkultur des christlichen Abendlandes -- eine Summe grauenhaftester Verbrechen, die nie und auch nicht von Dschingis Khan je übertroffen worden sind.

Wir müssen also nach diesem kurzen welthistorischen Überblick streng unterscheiden zwischen Dschahilija und Daddschalija! Beide Begriffe sind zunächst nur Beschreibungen des Seelen- und Glaubenszustandes einzelner Menschen, je nachdem, ob sie sich in aufgehellter oder völliger innerer Dunkelheit befinden, in relativer oder totaler Gefangenschaft des Teufels, in großer oder kleiner Abschirmung vom Licht Gottes, vom Islam. Sodann aber werden diese beiden Begriffe je nach Massenhaftigkeit und Dominanz der beiden Seelen- und Glaubenstypen auch zu historisch-geografischen. Abgekürzt dürfen wir vielleicht feststellen, daß jene Gebiete der Erde, wo sich noch Heiden, Polytheisten, befinden, im Zustand der Dschahilija sind oder waren, die christianisierten oder vom Christentum beherrschten Gebiete jedoch leider im Zustand der Daddschalija sind. Historisch gingen im Verlauf der letzten 500 Jahre infolge ihrer Kolonisierung und Christianisierung Nord- und Südamerika, Australien, Neuseeland, West- und Südafrika leider überwiegend direkt aus der Dschahilija in die Daddschalija über. Ost- und Südasien hingegen, wo Hinduismus, Buddhismus, Shintoismus, Konfuzianismus und Taoismus vorherrschen, blieben im Bereich der Dschahilija. Nur in Ostafrika und im Inneren der malayisch-indonesischen Inseln hat es in den letzten 500 Jahren trotz christlicher Kolonialherrschaft den Übergang von der Dschahilija zum Licht des Islam gegeben. Generell läßt sich sagen, daß dort in der heidnischen Welt, wo der christliche Daddschal herrschte bezw. herrscht, aber keine christliche Ansiedlung von Europäern erfolgt ist, der Islam noch Durchsetzungschancen hatte und hat. In den beiden Amerika und Australien folgt daraus, daß der Islam in erster Linie den Widerstand und Aufstand der farbigen Menschen gegen die Weißen unterstützen müßte. (Hierzu einige Artikel, z.B. Rache für Guanahani, die gelesen werden könnten, wenn die Muslime ihrer aktuellen Aufgabe bewußt wären, also etwa ein muslimisches Verlagswesen aufbauen würden, das mit dem christlichen und zionistischen vergleichbar wäre. Statt dessen konzentriert sich der saudisch beeinflußte "Islam" auf die Förderung eines sterilen und geistlosen Ritualismus, sicher zur Freude seiner amerikanischen Protektoren und Freunde.)

Wir halten fest, daß vor etwa 500 Jahren die regionale Herrschaft des Daddschal über zunächst Palästina, später das Römische Reich, noch später über Europa zu einer Globalherrschaft wurde und der Islam nur noch eine regional eingegrenzte, zersplitterte, kolonisierte und kulturell desorientierte Kraft wurde, die überwiegend nur noch zur Defensive und folglich auch nur zum öden Traditionalismus fähig war.

Doch ist auch darauf hinzuweisen, daß es innerhalb Europas eine unklare, ihres rechten Weges nie völlig bewußte Kraft gegen den Imperialismus des Daddschals gegeben hat. Die Germanen waren von Anfang an antirömisch und ergaben sich dem Christentum nur unwillig. Wir nennen hier nur ein paar Namen: Kimbern, Teutonen, Armin der Cherusker, die arianischen Goten und Vandalen, die gegen den Papst kämpfenden deutschen Kaiser, zumal Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen-Sizilien, der Mystiker Meister Eckart, die frühen Rosenkreuzer, Paracelsus, Agrippa v. Nettesheim, die Verfasser der Briefe gegen die "Dunkelmänner" usw.. Das alles mündete ein in Martin Luther, der zum wahren Christentum Jesu zurückführen wollte. Das bedeutet nämlich das Wort Re-Formation. Leider war Luther im christlichen Netz des Nichtwissens derart verfangen, daß er nie erkannt hat, wer Jesus wirklich gewesen ist.

Aber er erlaubte dem Volk, was die römische Kirche untersagt hatte: die Bibel zu lesen. Luther wußte nicht, daß die vier sogenanten Evangelien nur verfälschte Biografien (sirat) Jesu sind, aber nicht das Evangelium Jesu. Gleichwohl öffnete die Bibelübersetzung Luthers der späteren überwiegend deutschen Bibelkritik von G.E.Lessing bis A.Schweitzer das Tor. Deutsches Denken bewies dann mit wissenschaftlicher Methode, daß der Koran völlig recht hat mit der Behauptung, die sogenannten Evangelien seien Fälschungen. Friedrich Nietzsche hat für diese Fälscherreligion die treffendsten und bittersten Worte gefunden.

In Westeuropa jedoch siegte nicht Luther, sondern Calvin, dessen falsche Lehre, wie Max Weber beweist, zum Ursprung des geldraffenden Kapitalismus wurde, der heute unter Führung der USA die Erde ihrem Tod zuführen will.

Luthers Lehre wurde jedoch im Guten wie im Schlechten die seelische Grundlage des deutschen Staates, der den römisch-westeuropäischen Daddschal am härtesten bekämpft hat: die preußische Hohenzollern-Monarchie. Gegründet wurde Preußen 1226 von dem Geheimmuslim Kaiser Friedrich II. mit der Goldenen Bulle zu Rimini. In ihr wird das heutige Ostpreußen - jetzt unter russischer und polnischer Herrschaft - dem Deutschrittterorden als Gotteslehen gegeben. Der Deutschritterorden war kreuzfahrend nach Palästina gekommmen, dort von Muslimen teilweise von der Wahrheit überzeugt worden. Er feierte für Kaiser Friedrich II., der vom Papst gebannt war - Jerusalem stand unter dem Interdikt -, die Messe in der Grabeskirche. Dies war ein Akt der Rebellion gegen das päpstliche Christentum. Das war 1228. Im Jahr 1525, also nur acht Jahre nach Luthers Thesenanschlag in Wittenberg, trat der Großmeister der Deutschritter zum Luthertum über. Zehn Jahre später folgten dem die Hohenzollern in Brandenburg. Wir nennen für das weitere, das in allen Geschichtswerken nachlesbar ist, nur einige Namen: der Große Kurfürst, der König in Preußen, der Soldatenkönig, der die ersten Muslime ins Land rief und in Potsdam die erste Moschee Mitteleuropas baute, der Große Friedrich mit seiner islamischen Toleranz, Otto von Bismarck, die preußischen Offiziere gegen Hitler.

Bei Kaiser Wilhelm II. kam spontanes Erkennen des deutsch-asiatisch-islamischen Zusammenhangs natürlich in der von politischen Rücksichten freien Emigration in Doorn öfter zum Ausdruck. So sagte er im Oktober 1923 zu dem Afrikaforscher Leo Frobenius:

"Ich bin wie erlöst! Endlich weiß ich, welche Zukunft wir Deutschen haben, wozu wir noch berufen sind. Die ganzen Jahre nach der Revolution habe ich darüber gegrübelt, jetzt endlich weiß ich es: Wir werden die Führer des Orients gegen den Okzident. Mein Bild 'Völker Europas' muß ich jetzt ändern. Wir gehören ja auf die andere Seite!"

Dieser kaiserliche Bildentwurf zur "Verteidigung eurer höchsten Güter" war während des europäischen Krieges gegen den chinesischen Boxeraufstand von einem Hofmaler in Farbe gesetzt worden und ist bekannt als schauerlicher Kitsch.

Während des Ersten Weltkrieges ordnete Kaiser Wilhelm II. an:

"Unsere Consuln in Türkei und Indien, Agenten etc. müssen die ganze mohammedanische Welt gegen dieses Krämervolk zum wilden Aufstande entflammen..."

Dies war gegen das britische Imperium gesagt.

Der deutsche Haß gegen die Vergötzung des Mammons war nie auf den Marxismus beschränkt. Er gehört zum Grundbestand der deutschen Volkheit, der unbewußten deutschen Seele. Das brachte Kaiser Wilhelm II. während des Ersten Weltkrieges auf folgende Formel:

"Entweder soll die preußisch-deutsche-germanische Weltanschauung - Recht, Freiheit, Ehre, Sitte - in Ehren bleiben oder die angelsächsische - das bedeutet: dem Götzendienste des Geldes verfallen. In diesem Kampf muß die eine Weltanschauung unbedingt überwunden werden."

Heute konzentriert sich der mammonistische Götzendienst in den USA und seinem Kriegssystem. Auch da sah Wilhelm II. scharf den Zeitpunkt der Passage des mammonistischen Zentrums von London nach New York/Washington:

"Als England im Begriff stand, den ungerechten Krieg gegen mich und mein Land, auf den es viele Jahre hingearbeitet hatte, zu verlieren, führte es Amerika in den Kampf und bestach den umstürzlerischen Teil meines Volkes mit Geld zur Erhebung..."

Entgegen allen vom Christentum ausgehenden Verleumdungen der Juden als Gesamtheit, sie seien das Zentrum des Mammonismus und der Plutokratie, wußte Kaiser Wilhelm II. zu unterscheiden zwischen den Finanzjuden (die wie die Finanzchristen nur einen Gott haben: den Geldzins, den Profit) und der Mehrzahl der Juden, die so arm gewesen sind wie alle anderen Deutschen und, nebenbei bemerkt, auch bis zur Machterschleichung Hitlers gemäß einer damaligen Umfrage zu 97% antizionistisch waren. Nach der braunen Reichspogromnacht im November 1938 sagte deshalb Wilhelm II.: "Zum ersten Male schäme ich mich, ein Deutscher zu sein."

(Die Zitate zu Wilhelm II. sind zu finden in: Michael Balfour, Der Kaiser, Frankfurt/M. 1967, und Sebastian Haffner/Wolfgang Venohr, Preußische Profile, Königstein/Taunus 1980.)

Im Jahre 1918 ist Preußen-Deutschland zusammen mit dem Osmanischen Reich endgültig der Übermacht der Daddschalstaaten Frankreich, England, USA und Rußland unterlegen. Es ist auch einem inneren Feind unterlegen: der Souveränitätserklärung des Menschen in den Formen der Staatsvergottung, der Demokratie, des Nationalismus und Rassismus und des Sozialismus wie Kapitalismus. Hitler tat so, als wolle er die Niederlage Deutschlands ungeschehen machen. Aber er war vielleicht der Daddschal selbst, jedenfalls sein dämonischstes Werkzeug. Er hat Preußen-Deutschland entehrt, verführt und endgültig zerstört.

Der deutsche Krypto-Islam tritt nach dem Ersten Weltkrieg wieder in einer sich selbst nicht bewußten Form als das "geheime Deutschland" und "heimliche Deutschland" überwiegend im Rahmen der Nationalrevolutionäre und "Nationalbolschewisten" auf, so bei den Schriftstellern Franz Schauwecker und Ernst Kantorowicz, dessen Werk aus der George-Schule Kaiser Friedrich der Zweite (Berlin, Bondi-Verlag 1927) bis heute eine aufklärende Quelle geblieben ist, deren Tiefe von keiner späteren Friedrich-Biografie bis heute erreicht worden ist.

Nur Gott und der Glaube an Gott können die Auferstehung des preußischen Deutschland bewirken. Nur der Islam, nicht länger das verrottete Christentum, kann das Zentrum des preußendeutschen Denkens und Handelns werden, der unsere Auferstehung ermöglicht.

Der unbewußt machdistische Wesenszug der deutschen Nationalrevolutionäre der Zwischenkriegszeit aber kommt bei einem ihrer Poeten, Franz Schauwecker (geb. 1890, Frontoffizier) zum Ausdruck:

"Der Deutsche freut sich seiner Untergänge, weil sie Verjüngungen sind; er geht gelassen durch seine Niederlagen, da sie nichts anderes als seine kommenden Siege verbürgen, ja, sie ermöglichen und voraussetzen."

Und weiter:

"Es führt alles - und hier ist der Angelpunkt - zum Glauben zurück, und es kommt alles vom Glauben her."

Wer mit gespitzten Ohren hören will, der versteht in Franz Schauwecker nicht einen Vergötzer des Volkes und des Volkstums - Schauwecker war weder ein Völkischer noch ein Demokrat -, sondern den deutschen Gottsucher:

"Es gibt heute eine deutsche Mystik. Sie stammt aus dem Kriege, der ein ungeheures legendäres und mythisches Ereignis gewesen ist. Wir haben gegen die Welt gekämpft. Es war ein deutscher Kampf. Indem wir den Krieg verloren haben, haben wir ihn gewonnen. Indem wir die Niederlage erlitten, wurden wir der Voraussetzung zum künftigen Siege teilhaftig. Der Krieg und alles, was danach gekommen ist, ist nur Reinigung und Weg (sic!, T.E.K.) durch die Welt gewesen... Wenn die Nation ohne Beginn und ohne Ende ist, wenn sie in Ursprung und Ziel eines ist, dann ist die Nation in Gott und Gott ist in der Nation. Dann ist die Deutschheit eine Religion. Dann ist das Deutsche im letzten ein Glaube." (Zit. aus F.Schauwecker, Deutsche allein, Berlin 1931.)

Deutschheit jedoch ist himmelweit unterschieden von deutschem Nationalismus oder Faschismus und Rassismus. Friedrich Wilhelm Heinz hat das unüberbietbar verdeutlicht in dem kurzen Satz:

"Träger der Deutschheit ist an keine Nation, kein Volk und keine Rasse gebunden. Ziel ist, das Erdreich Gottes zu gestalten." (In: Aufstand, Nr. 4, S. 67.)

Dem Verfasser war der Frankfurter F.W.Heinz (geb. 1899) bekannt, als er im hessischen Landesvorstand des antistalinistischen BDJ war. Heinz war in den 20er Jahren Nationalrevolutionär, im Ersten Weltkrieg Frontoffizier, Oberschlesienkämpfer, Ruhrkämpfer, in der Schwarzen Reichswehr, der Brigade Ehrhardt, beteiligte sich am Kapp- und am Hitler-Putsch, war bis Ende 1923 Oberster SA-Führer Westdeutschlands, 1925-28 in der Stahlhelm-Bundesführung. Nach dem 2. Weltkrieg baute er den deutschen Geheimdienst wieder auf, da er während des Krieges Mitarbeiter von Admiral Canaris und Kommandeur der Abwehr-Division "Brandenburg" war. Heinz wurde Mitarbeiter des Generals Graf v.Schwerin und des Obersten J.Oster, die gegen den vom CIA eingekauften General R.Gehlen (Fremde Heere Ost, Organisation Gehlen, BND in Pullach) standen. Deshalb wurde der ehemalige GESTAPO-Häftling Heinz 1953 aus Bonner Diensten entlassen. Er war nicht der einzige antinazistische deutsche Patriot, dem vom Bonner CIA-Regime dieses Schicksal widerfuhr. S. DER SPIEGEL v.17.5.1971).

Es ist unmöglich, das gesamte Netz der krypto-islamischen Deutschheit hier darzustellen. Man müßte eine deutsche politische Kulturgeschichte schreiben. Doch sei noch kurz auf die russischen und deutschen EURASIER hingewiesen. Ihre geistige Konzeption lag den Nationalrevolutionären und "Nationalbolschewisten" um E.Niekisch, E.Jünger, F.G.Jünger, aber auch K.Haushofer, Graf Reventlow, Schauwecker, Paetel usw. usf. zugrunde. Sogar der feige Maulheld Goebbels schwamm in diesem reißenden Wasser, bevor er sich für den Sumpf des Adolf Hitler entschied. Immerhin schrieb er noch in den "Nationalsozialistischen Briefen" Gregor Strassers am 15.11.1925 einen Artikel, in dem er das Zusammengehen des asiatisierten Rußland mit einem prussifizierten Deutschland befürwortet.

(Informationen hierzu finden sich reichlich in: Armin Mohler, Die Konservative Revolution in Deutschland 1918-1932, Darmstadt 1972, und Otto-Ernst Schüddekopf, Linke Leute von rechts, Stuttgart 1960.)

Preußen und das preußische Deutschland haben als lutherisch geprägte Staaten nicht unter der Daddschalija gestanden, sondern in einer Art von Dschahilija. Das war nicht gut genug, um siegen zu können, aber genug, um lange dem Daddschal zu widerstehen.

Im Jahre 1917 versprach der Brite Lord Balfour Palästina den Zionisten, ab 1933 rottete der österreichische Katholik die deutschen Juden aus und half den Zionisten. Hitler ist einer der Väter des Staates Israel. 1918 wurden Syrien französisch, Mesopotamien englisch, Anatolien freimaurerisch. Das war genau 20 Jahre, nachdem Kaiser Wilhelm II. in Damaskus Deutschland für die Völker des Islam verbürgt hatte. Von dieser Rede an standen Preußen und Deutschland auf der Mordliste des Daddschal.

Mindestens seit 1492, dem Fall Granadas und Amerikas, spätestens seit 1918 herrscht der Daddschal global. Wir können unsere Zeitrechnung natürlich ab Christus und ab der Hidschra des Propheten zählen. Wer sich jedoch unsere Gefährdung klar machen will, sollte ab 1492 oder 1918 zählen. Man kann die Zeit zwischen dem Fall Jerusalems und dem Wirken Paulus bis zur Hidschra vielleicht in Beziehung setzen mit dem Fall Granadas/Amerikas oder dem Fall Preußendeutschlands und dem notwendenden Eingreifen des Machdi. Doch ist das nicht die Aufgabe des Verfassers. Er warnt nur vor der faulen Illusion, Muslime dürften bequem und feige auf den Machdi warten, damit er Probleme für uns löst, die wir die Kraft haben, selbst zu lösen. Nein, wir haben die Pflicht, die politische Armee des Machdi jetzt aufzubauen, überall in der Welt, auch in Deutschland. Daß wir dazu bereit seien, darum betet der Verfasser. Inschallah!

Materialien:

© Copyright 1999 - 2003 kokhaviv publications