2001-10-09

tauhid-tariqat
Ustad Ridwan Abdul-Muqsit

Die Anthrax-Verschwörung - eine Arbeitshypothese

KarthoumDer Wahhabismus war seit König al-Aziz von Saudi-Arabien wie der Nationalsozialismus der Baath-Parteien eine der Agenturen des britischen Geheimdienstes. Ibn Ladin in Afghanistan ist ein scheinbar anti-monarchistischer Saudi-Araber und wirkt wie ein britisch-amerikanischer Agent. Schon Hitler war objektiv ein Agent Londons, denn er hat Deutschland in jeder Hinsicht zerstört, nicht zuletzt durch seinen Rassismus und die Massenmorde, die unter dem Begriff "Auschwitz" zusammengefaßt werden.

Ibn Ladin nun hat in seiner Rede vor der Kamera des TV-Senders al-Gazira neulich merkwürdiger Weise nicht nur die Klagen der Araber und Palästinenser gegen die Israelis und Amerikaner aufgeführt, sondern auch an die Abwürfe der US-Atombomben erinnert. Hat er mit dieser auffälligen Nennung einer nichtmuslimischen Nation und ihrer Leiden vielleicht einen, seinen künftigen Angriff mit einer "biologischen Atombombe des armen Mannes" auf die USA ankündigen wollen? In seinem traditionalistischen, arabischen und panislamischen Redestil ist diese plötzliche und einmalige Entgleisung auf ein ansonsten nie behandeltes Feld sehr auffällig. Was hat das zu bedeuten? Spielt er damit eine Hitler-artige Rolle in der Weltpolitik? Dann wäre er Pseudomuslim (wie Hitler ein deutscher Pseudonationalist). Er hätte damit einen anti-islamischen Auftrag ausgeführt. Denn im Ernst kann er doch nicht erwarten, daß er mit solchen Aktionen, wie zuvor mit den Flugzeugattentaten von New York und Washington, die von ihm gewünschte Ausdehnung der Scharia-Ordnung auf die gesamte Welt durchsetzen kann. Er wäre größenwahnsinnig, wenn er das dächte. Kriminell verblödet wäre er.

Heute wird der zweite Fall einer Anthrax-Infektion aus dem US-Staat Florida gemeldet. Jetzt muß dringend die kriminalistische Cui-bono-Frage gestellt werden! Wenn der Einsatz von Anthrax als Waffe von Ibn Ladin und seiner Qaida ins Werk gesetzt sein sollte, dann wäre das nicht nur ein Verbrechen, sondern eine Dummheit von welthistorischem Ausmaß. Alle Muslime würden spätestens jetzt auf entschiedenen Gegenkurs gehen. Sie selbst wären schließlich mögliche Opfer einer solch furchtbaren Seuche. Jeder Mensch müßte gegen die Verursacher zur Waffe greifen!

Wir können einfach nicht glauben, daß Ibn Ladin und seine Anhänger eine derart offenkundige Handlung gegen die muslimische Welt-Ummah und gegen die islamische Scharia begehen könnten.

Die Cui-bono-Frage muß jedoch auch in jede andere Richtung gestellt werden. Wer hätte Vorteile von einem solch gigantischen Verbrechen? (Wer hatte letztendlich den Vorteil von dem gigantischen Auschwitz-Verbrechen?)

Der globalisierte Hochkapitalismus steht in seiner vermutlich letzten Krise. Die Armen sind derart verzweifelt, daß ihre Revolte das Konzept der liberalistischen Mont-Pèlerin-Gesellschaft durcheinander bringen könnte. Eine Art Großverbrecher vom Schlage eines Hitler wäre da sehr nützlich.

Die ebenso guten wie politisch dummen Deutschen mögen in dieser Situation verunsichert innehalten und im Verlauf des Afghanistan-Krieges, der lange anhalten wird, vielleicht nicht auf der Seite der NATO und der USA durchhalten. Auch eine dem Ibn Ladin zugeschriebene Anthrax-Seuche könnte auf längere Frist sie nicht bei der Fahnenstange halten. Wenn sie jedoch auf ihre Regierung in Berlin vertrauen sollten, die ihre Interessen wahren und den Rechtstaat verteidigen würde, dann hätten sie die Rechnung ohne den wahren Wirt gemacht. Dieser Regierung ehemaliger Juso-Funktionäre könnte man nicht vertrauen! Oder vielmehr kann man darauf vertrauen, daß sie Recht und Ordnung in einer verlogenen Weise ad absurdum führen wird.

Wir erinnern deshalb an einen längst vergessenen Vorfall aus dem Jahre 1974/75. Damals finanzierte Bonn mit vielen Millionen Dollars die portugiesische Opposition gegen die Regierung in Lissabon, der kommunistische Neigungen angedichtet wurden. Als einige Bruchstücke dieses geheimgehaltenen Unternehmens der Einmischung in die inneren Angelegenheiten einer anderen Nation an die Öffentlichkeit durchsickerten, da bezeichnete die damalige SPD/FDP-Regierung in Bonn im Einvernehmen mit der Carstens-Kohl-CDU/CSU diese Indiskretion einer nach Jahrzehnten doch zugegebenen Wahrheit kaltschnäuzig als "landesverräterische Fälschung" und ließ (mithilfe von Geheimdiensten des Sowjetblocks) den Geheimnisverräter, einen naiven Westdeutschen, "verselbstmorden". Damals wußten viele unserer heutigen Minister und der heutige Bundeskanzler, daß an der Indiskretion etwas Wahres war und daß von einer Fälschung nicht die Rede sein konnte. Aber sie hielten, diese außerparlamentarische Schein-Opposition, mucksmäuschenstill. Man durfte ja nicht die Karriere gefährden durch naive Wahrhaftigkeit. Später, als die üble und kriminelle Machenschaft ans Tageslicht kam, erstattete die Staatsanwaltschaft Darmstadt Anzeige gegen Unbekannt u.a. wegen Rechtsbeugung durch die Bundesanwaltschaft. Damals hatten große Teile der deutschen Presse sich strikt systemkonform verhalten. Das Ermittlungsverfahren mußte wegen Verjährung der Straftat eingestellt werden. Und unsere freie Presse wiederum, obwohl informiert, griff die Sache nicht auf. Die beliebte "Das schreib' ich dem SPIEGEL"-Mär ist eine dumme Erwartung. Auch das Hamburger Magazin macht Politik, und die ist nicht im wahren deutschen Interesse.

Wenn also die Deutschen nicht weiter für die NATO bluten wollen sollten und dann auf ihre Regierung und Presse vertrauen, dann ist der Ausgang gewiß: Sie werden weiter lügen und betrügen! Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen!

Die Sachwaltung der westlichen Lebensinteressen liegt ganz generell in den schlechtestmöglichen Händen. Selbst wenn die Sache des globalisierenden Turbokapitalismus identisch wäre mit dem Interesse der Menschen im Westen - eine Berufspolitikerkaste mit korrumpierender Versorgung, mit Vier-Jahres-Perspektiven und der Sorge um die lukrativen Wiederwahlen ist erwiesenermaßen nicht fähig, das objektive Interesse wahrzunehmen. Zum Beispiel: Der Westen hat jahrzehntelang die Bedürfnisse der Palästinenser mißachtet, und jetzt plötzlich, wenn er auch arabisches Kanonenfutter braucht, erinnert sich der US-Präsident an sie; auch ist das Kaschmirproblem unendlich lange einer plebiszitären Lösung nicht zugeführt worden, und jetzt möchte man Durchflug- und weitere Rechte von Pakistan haben. Wenn einem das Wasser am Halse steht, dann erst macht diese korrupte Kaste Beine und erfindet flugs einen oder zwei oder auch drei Hitler. Dann könnte die Aussaat von Anthrax-Bakterien gute Dienste tun. Right or wrong - my money!

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