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Ismael - Die Gegenseite

Er wird ein wilder Mensch sein. Er wird gegen jeden kämpfen und jeder gegen ihn. Er lebt getrennt von seinen Brüdern und fordert sie alle heraus. Genesis 16,12 und 25,18

2001-08-14

tauhid-tariqat
Ustad Ridwan Abdul-Muqsit

Dem Projekt der Moderne *)
den Vernichtungskrieg erklären!

*) Projekt der Moderne
in der Interpretation von Prof. J. Habermas, eingedenk des Menschenparks von P. Sloterdijk.

KarthoumDie Massenausrottung der europäischen Juden, kurz Shoa oder Holocaust genannt, wird richtig als Revolte gegen das Projekt der europäischen Moderne bezeichnet. Aber diese verheerende Revolte war in Ungeist und wissenschaftlicher Methode selber nur ein Teil eben dieser Moderne. Denn der Nazismus war nichts weiter als biologistischer Bolschewismus, also westlicher Aufkläricht, wie der ökonomistische Marx-Bolschewismus lediglich eine ebenso moralisch fehlgeleitete Revolte eines Teiles der Moderne gegen eben diese war: hier biologistisch ideologisiert, dort ökonomistisch ideologisiert. Beide Massenmordbewegungen stammen vom Wissenschaftsaberglauben des 18. und 19. Jahrhunderts ab, beide haben im 20. Jahrhundert Völkermordorgien ohnegleichen verbrochen, und beide sind gottseidank vor der Jahrtausendwende in Schande zusammengebrochen.

Beide in Schande? Wirklich? Daß die Schande des Marxismus-Bolschewismus bis heute, obwohl seine Mordrate (100 Mio.) die des Nazismus (ca. 10 Mio.) weit in den Schatten stellt, immer noch nicht weltweit als Kriminalität bestraft wird, liegt an der westlichen Sympathisantenschaft des bolschewistischen Ökonomismus. Der Marxismus, auch seine extremste Form, ist unbestreitbar ein Ergebnis des westlichen Aufklärichts, ein Kind des Manchester-Kapitalismus und der atheistischen Freimaurerei. Diese Elternschaft lebte, und wirkt bis heute, als kulturelle und wirtschaftliche Elite, und sie bestimmt über den Westen auch die übrige Welt. Diese Westelite spricht einfach nicht mehr über die Verbrechen des Marxismus-Leninismus-Stalinismus-usw., weil sie erstens sich von der bolschewistischen Organisation des KGB und Rußlands nicht mehr genügend bedroht und eingeschränkt fühlt und zweitens, weil andernfalls ihr geistiges Kind dieselbe Schande über sie bringen würde wie die seit 1945 heuchlerisch als illegitime Mißgeburt ausgegebene Nachkommenschaft des Nazismus. Sie selbst ist es, die sich nicht schämen und die Verantwortung nicht übernehmen will, weil sie mit der Scham auch Reue und Gutmachung zu gewärtigen hätte. Reue allerdings wäre nötig, damit Gott ihr vergeben kann. Und Gott damit anzuerkennen, widerspräche der raison d'être der Moderne. Sie wollen nur einen machtentkleideten Sonntagsgott, der sie tun läßt, was sie wollen.

Dem wahren Gott hat der westliche Aufkläricht seit zwei oder mehr Jahrhunderten die Anerkennung versagt: dem JHWH, Adonai, Liebengott, Allah, dem Schöpfer des Sittengesetzes, Himmels und der Erde.

Die aktuelle teilöffentliche Debatte über das Menschenklonen und den Massenmord an ungeborenen Menschen mittels räuberischen Diebstahls der Stammzellen mit Todesfolge zeigt, welch große Teile der Gesellschaft, die im Augenblick nur betreten schweigen wie ertappte Verbrecher, nach wie vor bereit sind, den Auschwitz-Gulag-Gestapo-Tscheka-KGB-Massenterror fortzusetzen.

Die kanadische Raelsekte ist keineswegs nur eine winzige Erscheinung, sondern hat Massenanhang, wenn sie auch wegen ihrer UFO-Ideologie (ähnlich der nazistischen Hohlwelt- und Eiswelt-Theorie) noch für verschroben gilt. Das kommt nur daher, daß die Wissenschaft mit Recht die UFOlogie zum Nonsens erklärt hat und die von den Wissenschaftlern gegängelten Massen sich zurückhalten.

Sie warten aber nur, daß die Wissenschaft einen Unbedenklichkeitsstempel aufdrückt, und dann werden sie kommen. Faktisch teilen sie schon die Klontheorie der französischen Rael-Bischöfin. Bald wird es chic sein, ihre Botschaft zu verkünden.

Nebenbei: Daß sie Bischöfin genannt werden kann, ohne von Lachsalven erschossen zu werden, verdankt sie der bis dato hinterletzten biologistischen Ideologie, dem Feminazismus. Mit dieser öffentlichen "Votzendiktatur" wendet sich schon wieder, wie früher beim Bolschewismus und Nazismus, ein Teil der Moderne gegen eben das "Projekt der Moderne".

Es ließ sich während der letzten Jahrzehnte leicht ablesen, wie widerstandslos die 68er ökonomistisch räsonierende freudomarxistische Clique der APO usw., seit etwa 1975, in den Feminismus gerutscht ist; wie rasend schnell ihre Intellektualität über kostspielige Foto- und Stereo-Kulte und den Sensualismus die bärtigen Marxe, Lenins und Sigmunds urplötzlich gemeinsam mit Töchtern alter Nazimörder zusammen "Mein Bauch gehört mir!" skandieren hieß, wie sie in die kinderschädigende Scheidung ihrer Ehen einwilligten und zum Teil bewußt zur Homosexualität konvertierten.

Ein literarisches Zeugnis dieser massenhaften und gar nicht nonkonformistischen Kontinuität der atheistischen Antihumanität liegt in hervorragender Qualität vor mit den Büchern von Michel Houellebecq: Elementarteilchen; Köln 1999, Ausweitung der Kampfzone, 1999, und Die Welt als Supermarkt, Köln 1999. Der verzweifelte und depressive Ankläger seiner pflichtvergessenen Hurenmutter wandelt sich unversehens zum beredten Advokaten der Menschenklonierung. Man hätte nach seiner leidvollen Anklage gegen seine existentialistische und abortierende Nutten-"Mutter" eine Klageerweiterung auf das gesamte Projekt der Moderne erwarten dürfen. Es blieb aber leider nur bei der Erwähnung der Gebrüder Huxley als Übeltäter und Urheber des Unglücks. Huellebecg, ein scharfblickender Analytiker und blendender Stilist, ging stattdessen in suizidaler Niedergeschlagenheit und Alkoholismus als Mitkämpfer im Krieg gegen das Projekt der Moderne verloren.

Endlich hat der amerikanische Präsident G. W. Bush ein - leider noch nicht völlig klares - Wort gegen die Menschenklonierung und damit - ob es ihm wohl deutlich ist? - gegen die finanziellen Promoter der Moderne ausgesprochen! Damit die praktisch-atheistischen Kräfte aber sein Wort nicht doch noch hinterrücks ungeschehen machen können, wäre eine den jüdisch-christlich-islamischen Gottesbegriff aktiv instaurierende Massenbewegung nötig. Denn darum geht es den bewußten Menschenklonierern doch: Gott soll als Schöpfer Himmels und der Erde, als Herr über Leben und Tod endgültig entmachtet, kastriert, exstirpiert und ermordet werden.

Manch Besorgter meint in der heutigen Situation, jetzt müßten nicht Maschinen gestürmt werden, sondern gewisse wissenschaftliche Laboratorien nebst ihren Finanzhäusern mitsamt den Versuchsmenschen und Versuchsmäusen in die Luft gesprengt werden. Wir raten davon entschieden ab, sagen jedoch: Falls die Globalisierungsgegner den abergläubisch-götzendienerischen Szientismus des Projekts der Moderne im Auge haben sollten, dann wären ihre Gewalttaten sogar nachvollziehbar und jedenfalls moralisch gerechtfertigt. Allerdings ist gegen eine weitere Vereinigung der Menschheit und des Weltmarktes an sich überhaupt kein ethischer Einwand möglich. Es ist nur die Form der Globalisierung, die zukunfts- und menschheitsgefährdend ist und nicht hingenommen werden darf. Hier hieße es in der Tat: Null Toleranz! Dagegen Krieg in jeder denk- und machbaren Weise! Dagegen mit Feuer und Schafott!

Zur Klarstellung der Begriffe sei hinzugefügt:

Faschismus und Nazismus sind prinzipiell ganz verschiedener Art! Das Kriterium hat für Monotheisten zu lauten: "Wie hält man es mit Gottes erster Liebe?" (hier wird ein Buchtitel von Friedrich Heer, Gottes erste Liebe, Mchn. 1967, zitiert). Der Faschismus ist in seiner globalen Generalisierung nichts weiter als ein Lügenbegriff des Ewigen Stalinismus, und an denen, die ihn benutzen, läßt sich die bolschewistische Fernsteuerung diagnostizieren. Er steht immer noch im Dienste der Stalinisten. Nichtstalinisten sollten ihn tunlichst vermeiden, wenn sie nicht konkret über die italienische Bewegung des Mussolini sprechen. "Faschismus" ist nur ein verleumdender Kampfbegriff des Stalinismus, seit der Bolschewismus gegen Mussolini seine erste große Niederlage erlebt hat.

In Tat und Wahrheit war der Faschismus avant ce nom das, was auf der iberischen Halbinsel unter P. de Rivera, Salazar und Franco in Erscheinung trat: Eine legitime autoritäre, doch nicht-totalitäre Notwehr katholischen Charakters gegen den Marxismus-Bolschewismus-Stalinismus sowie seine liberalistischen, freimaurerischen Vorbedingungen.

Der Nazismus hingegen war ein Rechtsstalinismus mit biologistischer, rassistischer Ideologie, ähnlich dem Linksnazismus der Stalinisten, deren Ideologie nur ökonomistisch war. Da beider Erben heute den preisgünstigen dünnen Tarnmantel des seit Jahrhunderten verlogenen Liberalismus übergezogen haben, können sie weiterhin "Biopolitik" betreiben durch Klonierungen entweder eines "arischen" oder eines "Neuen" Menschen. Deshalb stellt sich das Problem, wie jetzt mit dem allerneuesten Modernismus verfahren werden muß. Zu erinnern sind die Christen an den Enzyklika-Entwurf des vatikanischen Paters G. Gundlach SJ, der die berühmte Enzyklika Papst Pius XI. weiterführen sollte. Zu erinnern sind die jüdischen Opfer des Nazismus (und Stalinismus) an die Grundsätze ihrer eigenen mosaischen Lehre vor der zionistischen Entstellung. Zu erinnern sind schließlich auch die Muslime an das Beispiel des größten Heiligen des Monotheismus: an den Nabi'Ullah Muhammad ibn Abdallah (a.s.s.).

Das erforderliche Bündnis zwischen Juden, Christen und Muslimen gegen das Projekt der Moderne darf man ruhigen Gewissens auch als neofaschistisches Bündnis gelten lassen. Nazistisch hingegen ist letztlich das Projekt der Moderne!

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