Und was uns durch diese Hintertür wieder hereinkommt. Vieles kommt zurück, was wir überwunden glaubten. Das diktatorische Gehabe, die Unfreundlichkeit gegen Untergebene, Abhängige, die krampfhafte Unterscheidung nach gesellschaftlichen Rängen und Titeln. Das unbeirrte Festhalten an überkommenen Privilegien.
Während aller westlichen Welt zu dem Stichwort "Finanzkapital" prompt das Attribut "jüdisch" einfällt (und sonst gar nichts), hat das arabisch-islamische Kapital ganz offensichtlich ein paar Nägel mit Köpfen gemacht, zu denen vermutlich auch die Propaganda gegen die "zionistische Weltmacht" und die "internationale Finanzmacht der Juden" zu rechnen ist. (Buchbesprechung: Jean-Charles Brisard / Guillaume Dasquié, Die verbotene Wahrheit.)
Neulich ein Gespräch mit dem Peruaner, der in Köln studiert
Eine Grundfrage lautet, was der Terror auf Manhattan mit Afghanistan zu tun habe. Eine andere: Warum bombardieren die USA nicht ihre Verbündeten Kuwait und Saudi-Arabien, wo die Suicid-Piloten herkamen?
daß die gefangenen Taliban von den Amerikanern als Rechtlose behandelt werden; daß ihnen die Bärte abgeschoren wurden (aus "hygienischen Gründen"); daß sie, mit Drogen ruhiggestellt, zusammengekettet, die Gesichter verklebt, nach Guantánamo Bay auf Kuba verfrachtet wurden; daß sie in Käfigen wie Tiere gehalten werden... Brecht ihnen die Zähne!
Seit dem Ende der Sowjetunion ist Rußland kein fester Faktor mehr, mit dem man rechnen müßte... Das ist die oberflächliche Betrachtung. Rußland ist geopolitisch berechenbar; man muß nur die Formel kennen. Das ist zu flüchtig geurteilt. Was ist Rußland, was ist zu bedenken und zu beachten, wenn man über Rußland Klarheit gewinnen will?
Die treibende Kraft ist - neben der konkurrierenden öko-feministischen Motivation - ein christ-amerikanischer Fundamentalismus, der keine Skrupel kennt, wenn es um die Vernichtung weltanschaulicher "Dämonen" geht, hier gar des leibhaftigen Bösen Osama.
Das Unvergleichlichkeits-Dogma hat Wahrheit und Leid unendlich relativiert, hat den Umgang mit der Wahrheit und mit den Leiden der Menschen oft bis ins Unkenntliche verdreht und verzogen. Was bei den einen das böse Verbrechen, ist bei den andern die gute Pfadfindertat.
Spuren einer globalen klassen- und kastenpolitischen Interessen-Koalition
Die sogenannte Anti-Terror-Koalition entpuppt sich mehr und mehr als eine Koalition der Reichen gegen die Armen, und wenn man das erst begriffen hat, wird einem auch klar, warum der reiche Saudi Osama Bin Laden nicht erwischt wird. Statt den Saudi-Fürsten die Ehre zu erweisen, müßte Blair seine Kampfjets nach Riad schicken, um Rache zu üben für das Verbrechen von New York.
Was den Westen von anderen Zivilisationen unterscheidet, ist ein Freiheitsbegriff, der sich um Inhalte wenig zu kümmern scheint, ist der eine Wert der westlichen, sprich: amerikanischen Welt: die Kultur der Freiheit.
Um Amerikas Identität und weniger bedachte Hintergründe des Terrors
Je größer der Zeitabstand, desto deutlicher zeigen sich Konturen einer Inszenierung. Die Strategien, die jetzt zum Zuge kommen, lagen schon vor dem 11. September bereit. Das Ereignis des Stichtags hat die Entwicklung vorangetrieben, nicht hervorgerufen.
Deckname Tato. Als Undercoveragent gegen die Drogenkartelle
Ein Staat, der das große Verbrechen bekämpft und dennoch up to date ist, führt den Feldzug gegen sich selbst mit bewußt eingeschränkter Effizienz und hauptsächlich als Maßnahme innenpolitischer Selbstrechtfertigung. (Buchbesprechung: Fausto Cattaneo: Deckname Tato.)
Die Weisheit des Jaguars. Praxis und Anwendung des MAYA-Kalenders
Die historische Bedeutung der hohen Maya-Zivilisation ist ungebrochen. Die amerikanischen Vorgänge tragen dazu bei, das Schicksal der alten Stadt-Kulturen und Imperien neu zu bedenken. (Buchbesprechung: Kenneth Johnson: Die Weisheit des Jaguars.)
Christliche Fundamentalisten in Amerika stürzen die Türme von Babel. Das moderne Amerika gilt nicht nur den islamischen, sondern ebensowohl den christlichen Fundamentalisten als das Reich des Bösen, des Satans, der die christliche Welt ins Verderben stürzt und also bekämpft und vernichtet werden muß.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung oder Die Fortsetzung einer Politik der Bürokratisierung Europas und der Dritten Welt: wer diese Gefahren nicht erkennt, versteht die heutige Welt und ihre augenblicklichen Aktualitäten nicht wirklich.
Golf-Krieg II und die Wiedergeburt eines Gedankens · Die proletarische Revolution · Arbeiterklasse in progress · Vom Verrat der metaphysischen Ursprünge zur islamischen Vision