Bei Rußland dürfen wir das orthodoxe Christentum nicht vergessen. Von daher denke ich auch, daß - trotz zigmillionen russischer Muslime - der alte Antagonismus zwischen Hellas/Byzanz und dem Islam wieder auflebt.
In Frankreich wird - unter Spitzen-Intellektuellen! - schon offen darüber diskutiert, daß Deutschland zum Ural abdrifte: «Adieu Paris, bonjour Moskau» (André Glucksmann). Die deutsche Industrie sei an der Modernisierung Rußlands - von Kaliningrad bis Wladiwostok - interessiert. Diese Überlegungen stellen einen Zusammenhang her, in dem der Absturz der polnischen Maschine in Smolensk zu einem entscheidenden Moment des politischen Gezeitenwechsels wird.
So geschehen, wo das Besondere nicht mehr auffällt. Die Intuitiven wissen, wo eine Weiche gestellt wird, wo der Weg sich teilt. In diese Falle gehst du lieber nicht?
Haben verdiente Stasi-Veteranen womöglich ihren Anteil an Kopftuchverbot und antiislamischer Politik? «Das Kopftuch» wiegt jedenfalls schwerer - nach deutschem Staatsverständnis - als die Mitgliedschaft in Stasi und Moskauer Fraktion.
Ein Sohn des Krieges erlebt dessen schnell vorübergehendes Ende und steht vor einem Neuanfang im nächsten Jahrtausend wie vor einer Verdopplung des einstigen Endzustands. Wie Auschwitz ein Anfang war, so sind die schrecklichen Endzeitkriege die Samenkörner zum letzten Gefecht, das nur noch ein Vernichtungs- und Verbrennungsprozeß sein wird.
Wenn wir die drei Botschaften ernst nehmen, ihre Relevanz ehren und verstehen, haben wir noch einmal die Möglichkeit, zu begreifen, daß die Torah uns zur Freude und zur Erkenntnis - nicht aber als Joch - gegeben ward.
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