Ich möchte keine Gruselgeschichten erzählen, nichts Böses einfließen lassen, obwohl mir natürlich auch die Erschießungen einfallen, 1945, oft nur, weil die Russen nicht verstanden, wen sie vor sich hatten.
Das geht seit einem halben Jahrhundert so. Die staatlich bezahlten Künstler sollten mal über ihre Rolle als «Gentrifikatoren» nachdenken - aber wahrscheinlich haben sie's ja schon getan.
Die offene Auseinandersetzung ist kein Hinterhalt, und doch kann auch in der öffentlichen Diskussion ein Hinterhalt sein, wenn der Staat mit seinen Gesetzen das freie Wort nicht garantiert, sondern bedroht und somit aus jeder Diskussion und jedem Gespräch einen Pfuhl der «zivilcouragierten» Aktenanlage für Polizei und Staatsanwaltschaft macht, aus dem Grundrechtskatalog ein gefährliches Schlinggewächs.
Ein Belgrader Künstler droht beim Spaziergang durch den Stadtpark in einem unsichtbaren Leichenfeld zu versinken. Er schreitet über einen mit den Körpern erschossener Partisanen unterfütterten Weg.
Die Unterwerfung der wilden und freien Natur vor den Bedürfnissen eines in Unvollkommenheit gefesselten Menschen unterwirft und knebelt zugleich seine tierische Natur.
Die Industriezivilisation wird sich jedermann sichtbar als das Jahrtausend-Karzinom, das sie von Anfang an war, so offenbaren, daß es einem kalt den Rücken hinunter kriecht und die Erkenntnis um sich greift, daß es nun wirklich zu spät geworden; daß der davon befallene Körper der Menschheit und seine Lebensvoraussetzungen nicht mehr zu retten sind.
Im Osten rührt sich ein gesunder Menschenverstand, der auf Anhieb verstanden hat, was da gerade abläuft, während im Westen bis vor kurzem die Trillerpfeifen regierten.
Stufen des Vergessens sind der Treppenabsatz, der die obere von der unteren Etage trennt, was ich mir oben vornehme, geht unterwegs verloren, gerät über die Stufen ins Vergessen, ich erinnere mich nicht mehr, mit etwas Glück hole ich es mir assoziativ zurück, doch der Weg aus der Dusche an den Frühstückstisch hat andere Gedanken und Ziele.
Der Übergang mit den drei Schrankwänden und das entzündete Augenlid an der rotbraunen Perlenkette
In Ako (Yko), in Yafo, Caesarea, Jerusalem traf ich auf architektonische Geschichtsfälschungen, die meine Sinne betäubten; ich fand nach 22 Jahren nicht wieder, was einst Jahrtausende Bestand gehabt hatte.
Warum kam ich an, warum kam ich hinzu, wußte ich denn nicht, worauf ich mich einließ, selbst wenn ich die anderen Gäste noch nicht kannte, oder weil ich nichts über sie wußte?
Wie entscheide ich mich in Anbetracht von Niederlage und Sieg, wende ich mich nun dem Starken zu, oder bringt mich der Unterlegene auf bessere Gedanken?
Zur offiziellen Terminologie ist zu sagen, daß die Kriegführung der Kleinen und Schwachen "Terrorismus" heißt und der Terror der Großen und Starken "Krieg", am liebsten aber "antiterroristische Verteidigung".
In Berlin wäre so was nicht denkbar, wie überhaupt die Weltstadt New York den Möchtegern-Weltstädtern von Berlin, den aus der Provinz Zugewanderten, die den Berlinern den Stadtstil beibringen wollen, gezeigt hat, wie das Leben so läuft.
Wer seine Steuern nicht zahlt, macht sich strafbar. Der Staat, der seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, macht sich ebenfalls strafbar, doch er wird nicht verfolgt.
Das Höchste der Künste ist, was jede Kunst an Höchstem oder als Höchstes zu bieten hat. Unter den Künsten aber ist die höchste die Kunst an sich, die alle Künste zusammen faßt.
Die allmähliche Nichtexistenz. Das Gute und das Böse
Sollte eines Tages das Netz kaputt gehen, wird noch einiges andere mit gehen. Die technologische Komponente des Globalismus schwingt sich zum Herrn der Ringe auf, was wie eine transzendentale Intervention anmutet.
Jede Seele hat ihren Namen und ihr Zuhause. Der Name ist das Zuhause der Seele. Mit dem Namen verliert die Seele ihr Heim. Die Annahme eines anderen Namens ist die Wahl einer zweiten oder dritten Heimat.
Die Kunst der Verteidigung ist die Kunst der Subversion. Verteidigungskünste sind Kennenlernen, Objektivieren, Verstehen. Interessen erfassen, gegeneinander abwägen. Machtverhältnis schätzen. Chancen errechnen. Schlüsse ziehen und praktische Konsequenzen bedenken.
Mittels falscher Begriffsdefinition entsteht eine fiktive "Gesprächsbasis", die nur den Blick auf die Realität und ihre Grundbedingungen verstellt, an denen sich aber nichts geändert hat.
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