Ich möchte keine Gruselgeschichten erzählen, nichts Böses einfließen lassen, obwohl mir natürlich auch die Erschießungen einfallen, 1945, oft nur, weil die Russen nicht verstanden, wen sie vor sich hatten.
Das geht seit einem halben Jahrhundert so. Die staatlich bezahlten Künstler sollten mal über ihre Rolle als «Gentrifikatoren» nachdenken - aber wahrscheinlich haben sie's ja schon getan.
Die offene Auseinandersetzung ist kein Hinterhalt, und doch kann auch in der öffentlichen Diskussion ein Hinterhalt sein, wenn der Staat mit seinen Gesetzen das freie Wort nicht garantiert, sondern bedroht und somit aus jeder Diskussion und jedem Gespräch einen Pfuhl der «zivilcouragierten» Aktenanlage für Polizei und Staatsanwaltschaft macht, aus dem Grundrechtskatalog ein gefährliches Schlinggewächs.
Ein Belgrader Künstler droht beim Spaziergang durch den Stadtpark in einem unsichtbaren Leichenfeld zu versinken. Er schreitet über einen mit den Körpern erschossener Partisanen unterfütterten Weg.
Die Unterwerfung der wilden und freien Natur vor den Bedürfnissen eines in Unvollkommenheit gefesselten Menschen unterwirft und knebelt zugleich seine tierische Natur.
Die Industriezivilisation wird sich jedermann sichtbar als das Jahrtausend-Karzinom, das sie von Anfang an war, so offenbaren, daß es einem kalt den Rücken hinunter kriecht und die Erkenntnis um sich greift, daß es nun wirklich zu spät geworden; daß der davon befallene Körper der Menschheit und seine Lebensvoraussetzungen nicht mehr zu retten sind.
Im Osten rührt sich ein gesunder Menschenverstand, der auf Anhieb verstanden hat, was da gerade abläuft, während im Westen bis vor kurzem die Trillerpfeifen regierten.
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