Erschienen in:
Der Graue Fundus:
Band 1. Die letzten 100 Artikel
© 2011 kokhaviv publications
2010-08-31
Mit der «politischen Korrektheit» war ursprünglich was anderes gemeint als die aktuelle Auslegung.
Es ging nicht um Islam oder Ausländerfeindlichkeit, sondern um den Holocaust.
Die Zeitgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg sollte nicht umgeschrieben werden.
Im Mittelpunkt der Kritik stand der Geschichtsrevisionismus, von dem heute kaum noch jemand spricht.
Als «politisch korrekt» galt und gilt weiterhin die offizielle Darstellung und Wertung der Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs, imgrunde der Weltkriege I + II.
Die Vertreter dieser ersten «politischen Korrektheit» haben den Begriff innerlich umgekehrt und gegen den Islam gewendet, als wäre eine Unantastbarkeit des Islam das gesellschaftlich und medial nunmehr Erwünschte.
Aus der ursprünglich antijüdischen ist die antiislamische Inkorrektheit geworden.
Der einstigen Hetze gegen die Juden entspricht nun die Hetze gegen den Islam.
Ich spreche von dem, was sich öffentlich kundtut, in der psychologischen Qualität gibt es da natürlich erhebliche Unterschiede.
Außerdem läßt sich das eine mit dem anderen nur in einer demokratischen - wenn auch weitgehend scheindemokratischen - Gesellschaft vergleichen.
Die Ereignisse laufen nicht hermetisch ab, sie werden konterkariert, wir haben keine 100prozentige Meinungsbildung vor uns.
Der mediale Trend zeigt freilich mitunter totalitäre Tendenzen.
Inzwischen darf gesagt werden, daß nicht der Schutz des Islam, sondern seine öffentliche Diffamierung zu den neuen «politischen Korrektheiten» gehört.
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