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Der Graue Fundus:
Band 1. Die letzten 100 Artikel
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2010-08-07
Wenn man den veröffentlichten Landkarten glauben darf, ist Rußland in großer Not, und es wird immer schlimmer, jetzt flüchten die Menschen schon aus Moskau.
Man hört, daß Rußland ausländische Hilfe nicht annehmen will.
Es würde erklären, weshalb Rußland bisher jegliche ausländische Hilfe ablehnt, obwohl es sie dringend brauchen könnte.
Auch auf diese relativ simple Weise kann ein großes Land politisch und militärisch ausgeschaltet werden.
Der Großbrand in Rußland wäre also die Folge einer Kriegshandlung?
Wir wissen über Rußland vergleichsweise wenig.
Rußland ist in letzter Zeit auffallend ruhig geworden, was man hört, kommt sowieso auf Umwegen zu uns.
Es ist eine alte russische Tradition, sich unzugänglich zu halten: keine aufwendigen Verkehrsnetze, die auch der einfallende Feind nutzen könnte, Rußland ist, wie es scheint, auch heute das Land des Zweiten Weltkriegs, im Winter die eisige Schneewüste, im Frühjahr Morast.
Deutschland wolle, so heißt es, bei der «Modernisierung» des Landes helfen, aber ob Rußland an einer derartigen «Modernisierung» - einer gründlichen Durchstrukturierung! - überhaupt interessiert sein kann, steht auf einem anderen Blatt.
Mit den inzwischen das Land verwüstenden - sommerlichen - Großbränden kommt eine weitere Jahreszeit hinzu, die freilich - anders als winterliche Kälte und die Sümpfe des Frühlings - einem Feind eher nützen als schaden.
Oder steht Rußland in einem rätselhaften Abwehrkampf gegen unsichtbare Feinde, denen das Feuer gilt wie einst dem einfallenden Napoleon, der bald wieder abziehen mußte?
Spielt sich in Rußland etwas ab, das wir nur noch nicht erkannt haben?
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