Erschienen in:
Der Graue Fundus:
Band 1. Die letzten 100 Artikel
© 2011 kokhaviv publications
2010-04-22
Es muß nicht das letzte Wort sein.
Die Sperre ist freilich umfassender, als es hier anklingen mag.
Sobald Unwissenheit selbst als ein Schuldanteil gesehen werden muß.
Unter welchen Bedingungen?
Die große Zahl macht aus der Unschuld eine gemeine Gefahr.
Darauf beruht jede Massenpropaganda, jede Seuche...
Irgend ein Virus wirkt sich da aus.
Der Kranke ist nicht schuld an seiner Krankheit, allenfalls auf undurchschaubaren Umwegen.
Gleichwohl hat er die Folgen zu tragen.
Kausalitäten sind nicht moralisch zu werten.
Moralische Verantwortlichkeiten sind von vorn herein höherer Natur.
Was wie ein Virus wirkt, ist eine genetische Bedingung.
Es ist schwer, sich davon zu befreien.
Befreiung aus Massenzwängen ist vom Bewußtsein geleitet, bedarf einer Einsicht a priori.
Individuelles Schicksal mag für diese oder jene Voraussetzungen sorgen.
Angst vor dem Chaos dient der Anlehnung an das Phänomen der gleich gerichteten Masse.
Die Menge des Bazars ist die Herausforderung der Marschkolonne.
Der Bazar ist das Modell Heraklits:
«Ein Haufen aufs Geratewohl hingeschütteter Dinge ist die schönste Weltordnung.»
Wer den Bazar fürchtet, gliedert sich zur aggressiven Kolonne.
Die militärische Ordnung wird zum Feind natürlichen Lebens.
Die Angst vor der Unordnung fürchtet die Fügungen Gottes.
Wer Gott fürchtet, nimmt sich an die Kandare.
Und flüchtet in die große Zahl.
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