Erschienen in:
Der Graue Fundus: Horst Lummert (Avram Kokhaviv)
Band 1. Die letzten 100 Artikel
© 2011 kokhaviv publications

2010-08-09

Koresh Kukafka

Italienisches Militär gegen deutsche Wanderschilder in Südtirol?

Das Interessanteste im Moment ist vielleicht, daß die deutschen Fernsehsender kein Wort darüber verlieren.

Italien soll den Deutschtirolern ein Ultimatum gestellt haben: Wenn sie innerhalb von 6 Wochen die einsprachig deutschen Wanderschilder nicht beseitigen, wird italienisches Militär einmarschieren, die Italianità wieder herstellen und im übrigen den deutschen Autonomiestatus - Autonome Provinz Bozen - aufheben.

Das sieht ja ziemlich ernst aus, und es scheint mir nicht sicher zu sein, von welcher Seite das ausgeht.

Wollten die Deutschen mit ihren - einsprachigen - Schildern die Italiener provozieren, oder haben die Italiener im Sinn, auf diese Weise den deutschen Nationalismus hervor zu locken?

Gibt es im Hintergrund ernste italienische Bestrebungen, Südtirol uneingeschränkt zu annektieren?

Die Initiative ging wohl vom Alpenverein aus, einem privaten Wanderverein, der 36.000 Schilder auf Wanderwegen angebracht haben soll - warum nicht zweisprachig?

Angeblich weigern sich jetzt die Deutschen, die Schilder wieder abzunehmen bzw. zu ändern.

Aber die Rechtslage ist wohl doch noch ein bißchen anders.

Die italienischen Namen auf alten Schildern seien Phantasienamen aus der faschistischen Zeit, und von italienischer Seite ist zu hören, daß die Duce-Zeit zur italienischen Geschichte gehöre.

Italien will an seiner Darstellung nichts ändern, während von deutscher Seite behauptet wird, daß die Namensgebung unter die deutsche Autonomie falle, Italien sei dafür nicht zuständig.

Wer ist also nun der Provokateur?

Siehe auch:

© Copyright 1999 - 2011 kokhaviv publications