2010-07-25
Na und?
Das kann man jedesmal sagen, wenn alle Welt sich aufregt, wenn bestimmte, meist nebensächliche Aspekte des Lebens wieder mal in aller Munde sind.
Der «Spiegel» nannte vor ein paar Tagen Angela Merkel die «Na-und»-Kanzlerin, das ist es aber nicht, was mich zu dem Titel angeregt hat.
Ich war einfach mal so in dieser «Na-und»-Stimmung, so daß ich dem nachgab.
Vielleicht ist dies auch zeitbedingt, daß man einfach mal «alle Fünfe gerade sein» läßt, weil der Ernst der Lage sonst nicht zu ertragen wäre.
Ich denke schon, daß die Lage ernst ist, ganz im Sinne Adenauers, aber auch darüber hinaus, substantiell.
Da greift eines ins andere, Kriege und Krisen sind nicht voneinander zu trennen, sie bilden ein kompliziertes Gesamt, das sich auch nicht einfach auflösen läßt.
Seine hohe Brisanz wird kaum beim Namen genannt.
Es wird von «Untergang» gemunkelt, doch gemunkelt wird allenthalben.
Warten wir also erst einmal ab, wir müssen uns ja nicht ständig wiederholen.
«Na und» ist dann eben sowas wie 'ne Durchhalteparole.