Erschienen in:
Der Graue Fundus:
Band 1. Die letzten 100 Artikel
© 2011 kokhaviv publications
2010-09-02
Einerseits ist es wichtig, den Mut nicht zu verlieren, andererseits mache ich die Erfahrung, daß meine Resignation anderswo mutige Aktivitäten hervorruft, so unmittelbar, daß ich fast an eine Kausalität glauben möchte, als würde ich es verursachen.
Ich gebe also auf, sehe alles nur noch schwarz, doch plötzlich scheinen Lichter auf, da eins, dort eins.
Das läßt sich gewiß nicht verallgemeinern, ich erzähle hier aber kein Märchen, ich habe es wiederholt tatsächlich erlebt.
Letztmals mit Sarrazin, der überall Zuspruch fand, so daß ich wirklich Grund sah zu resignieren.
Auf einmal kommen kritische Stimmen hervor, mit denen ich schon gar nicht mehr gerechnet hatte.
Mittlerweile schlägt das allerdings - fast wie organisiert - wieder um:
Der hochrangige Täter Sarrazin wird zum armen Opfer einer Hexenjagd stilisiert, gespenstisch, wie das funktioniert.
Und es fällt offenbar gar nicht auf, wie seiner wachsenden Anhängerschaft der neue Glaube an eine «genetische Wissenschaft» eingeimpft wird.
Wenn es hier eine Wissenschaft gibt, so ist es die Einsicht in die bildungsfeindliche und intelligenztötende - allenthalben, und das seit 65 Jahren, mit dem Verstand der Kinder experimentierende, ständig wechselnde - Unterrichtsmethodik.
Dahinter steckt eine pädagogische Intention schmutzigsten Wassers, die ausländischen Schüler glitten in diese Negativ-Verschulung allmählich mit hinein.
Politisch beabsichtigt war tatsächlich die Verdummung und Entbildung der Deutschen.
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