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Der Graue Fundus:
Band 1. Die letzten 100 Artikel
© 2011 kokhaviv publications
2010-05-26
Ich darf bei der Erwähnung der mediterranen Pleitestaaten meine Sympathien nicht vergessen, sonst erhalten wir ein falsches Bild.
Mir wird bei Mittelmeer immer warm ums Herz, damit bin ich bestimmt nicht allein.
Meine Sympathien beruhen mehr auf Träumen als auf Erfahrung, ich war nie in Italien oder Spanien, Portugal.
Der Balkan und Griechenland sind mir auf dem Fahrrad bekannt geworden, aber nicht nur.
Bahnfahrten wie durch alte Mythen füllen mein Gedächtnis, wenn ich kritischer werde, sehe ich in Piräus eine Kirche, die auf einem Metallschild Gläubige, die nicht ordentlich gekleidet sind, vom Eintritt zurück hält.
Der innere Unterschied Griechenlands ist weniger der von Arm und Reich als der krasse Widerspruch im Bewußtsein der Menschen, was einer von sich hält, ein Stand von Privilegierten und Selbstsichprivilegierenden gegen das Volk auf den Märkten, von denen jene nicht zu wissen scheinen.
Athen ist eine relativ kleine Stadt, aber die Kaffeetrinker auf den großen Plätzen würden niemals die armen Bezirke besuchen.
Mittelmeer ist auch Nahost, ist Nordafrika.
Das mediterrane Europa ist nur die eine Hälfte.
Das Mittelmeer ist die heimische See der phönizischen Küstenstädte.
Irgendwo steht: Historische Voraussetzungen und politische Aktualität enthüllen die rätselhafte Südsehnsucht der Deutschen als eine geopolitische Notwendigkeit.
Wo früher Städte, sind heute Staaten.
Was gestern Heimat, will heute erobert sein.
An besagter Stelle steht auch der Satz: Der Islam ist der Schlüssel zur Fortsetzung der deutschen Geschichte. Der deutschen Reichsgeschichte.
Zwei scheinbare Unmöglichkeiten treffen hier auf einander.
Der deutsche Drang ist nicht kolonialistischer Art, sondern tendenziell Reichserweiterung, also Imperialismus.
Die Reichserweiterung gen Süd ist oder wäre demnach eine geopolitische Notwendigkeit?
Wo aber ist das - obendrein zu erweiternde - Reich?
Kaum in Köpfen und Herzen...
Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen taucht auf...
Vielleicht eine Verknüpfung von Habsburg und Hohenzollern.
Oder nichts dergleichen.
Es stellt sich die Frage nach der Monarchie.
Es stellt sich der Anspruch auf Herrschaft und Macht.
Die deutsche Herrschaft in Europa ist Vergangenheit, ist, was wir Mittelalter nennen.
Andererseits ist das neue Deutschland ein junger nationaler Auftritt.
Seine Verknüpfung mit dem Islam ist ein strategisches Resultat aus der Niederlage im Zweiten Weltkrieg, der bis heute nicht aufgehobenen bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht, dem verborgenen Kriegszustand in alle Ewigkeit.
Territorialer Ausgangspunkt des künftigen Reiches ist die aktuelle Bundesrepublik Deutschland.
Als ein neues Kapitel der Offenbarungsgeschichte ist die Islamisierung Deutschlands von der jüngsten Reichsgeschichte nicht zu trennen.
Das gilt auch umgekehrt.
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