2009-11-08
Nicht einfach, Boden unter die Füße zu kriegen
Als ob du in der Luft hängst.
Oder der Boden nachläßt.
Oder die Beine nicht können, wie sie sollen.
Wie wenn Stürme dich aus dem Gleichgewicht bringen.
Die Krise zielt auf den Boden der Geschichte.
Du strampelst dich ab und irre, um bloß keinen Halt zu finden, keine Lösung, keine Antwort - auf eine unnötige Frage...
Du gehst der Frage aus dem Wege, fürchtest die Antwort, bist auch nicht sicher, ob es die richtige sei.
Zwischen Gehen und Bleiben bist du gefangen, zwischen Mutter und Vater, deinem widersprüchlichen Schicksal, einer zwiefachen Bestimmung, die dir eine Entscheidung abverlangt, da Gott es so will.
Der Boden deiner Geschichte ist nicht gespalten, er ist ein eng beschriebenes Blatt, das Blatt ist die endlose Steppe, der deine Worte folgen.
Deine Sage nimmt die Wege vorweg, die Worte gehen voran.
Was aus dir hervor gegangen, was du begründet in deiner Liebe, deiner Sehnsucht... - das, glaube ich, zählt und hat Gewicht.