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kokhaviv publications

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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2009-12-13

Sam Wonder

Was mir nicht gefällt

Mir gefällt nicht, daß der deutsche Außenminister in deutschen Medien immer wieder mal an seiner privatesten Seite gepackt wird, das gefällt mir halt nicht.

Je offener die Gesellschaft, je offener das Gespräch, sollte man meinen, und so war es zu hoffen, um so geschützter ist alles und jeder, das oder der unter eines der aufgebrochenen Tabus fällt.

Davon kann nun aber gar nicht mehr die Rede sein.

Ich konnte nie verstehen, daß Beschimpfte sich nach einem Schimpfwort benannten, denn irgendwann würde man sie in Schutz nehmen müssen vor ihren vermeintlichen, in Wahrheit falschen Freunden.

Mit dem Bundesaußenminister ist es mittlerweile so, daß die Ideologen seiner privatesten Seite sich als interessierte Gesellschaftsinterpreten aufspielen, dabei nichts auslassend, was ihren Freund irgendwie lächerlich machen, bloßstellen, ja beleidigen könnte.

Es gehört allerdings auch ein Maß an Beschränktheit dazu, auf die Schalmeienklänge der neuen Freiheiten prompt hereingefallen zu sein.

Wie diese Dinge ablaufen, so zeigen sie eben, daß der Zerfall durchaus von Dauer ist, daß das Kaputte sich auch nicht ganzreden läßt.

Man hätte sich - unter Zivilisierten - einen gelasseneren Umgang mit dem Morbiden denken und wünschen können, doch die Apostel der neuen Freiheit sind, um über ihren eigenen Schatten zu springen, nicht frei genug.

Zum Politischen und Prinzipiellen haben wir uns schon zureichend ausgesprochen.

Es ist wieder eingetroffen, was jedesmal eintrifft, daß - wie der obdachlose Erich Honecker Unterschlupf fand nicht bei Freunden und Genossen, sondern bei einem gegnerischen Kirchenmann - Naturgesetzesbrecher menschliche Hilfe zuletzt nur noch von barmherzigen Fundamentalisten erwarten können.

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