2009-04-10
Sprachlos zur Zeit
Verwirrende Graffiti an städtisch vermieteten Giebeln sagen aus, daß mit ihnen nichts zu sagen war, Zeugnis der Sprachlosigkeit.
So geheimnisvoll die aus Steuermitteln subventionierten Kunstentäußerungen auch erscheinen und beabsichtigt sein mögen, es ist nichts dran an ihnen, sie haben uns nichts zu berichten, allenfalls, daß dies eben so sei.
Straßenmaler putzten das Stadtbild aus, bis sie verboten wurden: in Berlin.
Nun ist Berlin ohnehin was für Langweiler, wenn man genauer hinsieht oder als Zuhausiger es schon selbst in den Genen hat, viel ist hier nicht los.
Wilde Maler wurden von Kampfjets gejagt, hieß es mal, doch die gezähmten zeigen ihr Untalent (oder Nurtalent) an diesen und jenen freigegebenen Wänden, neuerdings gehäuft in städtisch angemieteten Ladengalerien.
In Deutschland ist die Kunst fest in staatlicher Hand, das macht unser Kulturangebot so erlaubt, so zugelassen und angesagt...
Künstler sind - explizit oder implizit - Staatskünstler, behördlich abgesegnete Berufskulturelle, Beamte minderen oder höheren Grades.
Ohne Subventionen geht es nicht, drum lassen wir jetzt auch alles weitere unsubventionierte Geschwätz.