2009-12-31
Al-Qaida, Nigeria, Yemen, Iran, Detroit, Guantánamo... in beliebiger Reihenfolge
Prompt werden auf internationalen Flughäfen die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Per «Nacktscanner» entblößt sich die westliche Welt.
Gegen den Bösewicht IRI - Islamische Republik Iran - steht eine innere Opposition auf, die den Regimewechsel betreibt und vom baldigen Sturz des «Mullahregimes» träumt.
Es gibt auch kritische Stimmen, die vom Aufstand der jungen Reichen gegen das iranische Volk sprechen, aber was auffällt, sind die Mengenverhältnisse in den Bildberichten: In größerer Zahl treten Polizisten auf, während die Protest-Demonstranten sich zahlenmäßig in engen Grenzen halten: da mal einer oder zwei, mal verstreute vier, blutverschmiertes Gesicht, Steinewerfer, ein Vermummter. Wo mehr erscheinen, sind es meist Gegendemonstranten.
Im Yemen, heißt es, sind die Bösen grad dabei, die heile Welt zu verderben, während US-gestützte Menschenfreunde massiv intervenieren, um Al-Qaida zu bekämpfen, die sich den Yemen zur neuen Heimat erkoren hat.
Und - das Neueste! - die Planer des Anschlags von Detroit kamen aus - dem offenbar reichlich yemenitisch besetzten - Guantánamo, zu terroristischem Zwecke wohl eigens auf Freigang geschickt.
Der große Krieg wird vorbereitet, die Berichte dienen nicht zuletzt der psychologischen Einstimmung allerorten.
Der Iran spielt eine Sonderrolle, wobei die letzte Meldung überrascht, daß der amerikanische Präsident Obama die innere Opposition des Iran unterstützen wolle.
Eine alarmierende Nachricht der aus Bush-Zeiten bekannten Psycho-Terror-Typik.
Stehen deutsche Ausbilder und Ausrüster bereit, den Yemen ordnungspolitisch zu modernisieren? Auch Kindergärten - Schulen für Mädchen! - sind gefragt.
Die großen Kriege haben alle mal klein angefangen.