2009-07-09
Die Bedingungen ändern!
Im Gedenken an Marwa al-Sherbini
Marwa und ihr ungeborenes Kind sind die ersten - offenkundigen - Opfer antiislamischer Propaganda und Hetze in Deutschland.
Der Mörder - seine Identität wird weitgehend verschleiert, mal heißt er nur «Alex W.», mal ist er «Rußland-Deutscher», mal «Deutsch-Russe», auch sei er nicht in der Lage, sich vor Gericht zu verteidigen, was womöglich auf Sprachschwierigkeiten zurück zu führen wäre - dieser Mörder hat aber Zeit und Worte genug, um einen ganzen deutschen Satz, wonach die muslimische Frau kein Lebenrecht habe, weil sie kein richtiger Mensch sei, auszurufen und mit einem Messer 18mal auf sie einzustechen.
Alex oder Alexander W. - ein «arbeitsloser Lagerarbeiter» - 28 Jahre alt - stamme aus Perm, einer früher «geheimen» sibirischen Stadt fern am Ural, wie man sie zahlreich in der Sowjetunion von den Landkarten genommen hatte, weil dort sicherheitskritische Dinge geschahen, entwickelt, hergestellt wurden, ein auch kulturell bedeutender Ort, dieser Mann also, von der Leine gelassen, stach in Dresden zu.
Ungehindert.
Als - nicht etwa eine Wachperson, sondern: - ihr anwesender Ehemann dazwischen geht, wird auch er vom Täter lebensgefährlich verletzt und obendrein von einem Polizisten angeschossen.
Also nicht der Mörder, sondern der ihm in den Arm fiel...
Einen Moment: In welcher Reihenfolge geschah das?
War der Ehemann bereits lebensgefährlich verletzt, als der Polizist schoß?
Oder konnte sich der Mörder erst auf ihn stürzen, nachdem der Polizist durch einen Schuß in den Fuß des seiner Frau zur Hilfe eilenden Ehemannes diesen handlungsunfähig gemacht hatte?
Hätte der Polizist nicht dem Gemetzel ein Ende setzen, den Schlächter erschießen, den Mörder auf der Stelle töten müssen?
Unter anderen Umständen, etwa in einem undemokratischen Land, würde man von einem «abgekarteten Spiel» sprechen.
Der Mörder - offensichtlich ein aufgehetzter Psychopath - hatte die Frau bereits auf dem Spielplatz, wo ein Jahr zuvor alles begann, als «Terroristin», «Islamistin» und «Muslimschlampe» - im übrigen als «kein richtiger Mensch», drum «nicht beleidigungsfähig» - beschimpft.
Unverkennbar die russische Handschrift: die Worte erinnern stark an das verächtliche Vokabular, das in Rußland gegen Tschetschenen und andere Kaukasusvölker eingesetzt worden ist, die doch «keine Menschen», deren «Sprache und Religion die von Hunden» seien.
Ähnliches war in jüngerer Zeit von dem Moldavier Liberman zu hören, wobei einem die systematische Russifizierung Israels ohnehin Sorgen machen sollte.
Die Frau stirbt im dritten Monat schwanger.
Daß dieses Verbrechen entsprechende Reaktionen in der islamischen Welt hervorrufen würde, war voraus zu sehen, und in heutiger Zeit, da es allenthalben von dem Typus «agent provocateur» nur so wimmelt, darf der Gedanke, daß mehr als «nur ein Psychopath» dahinter steckt, nicht ausgeschlossen werden.
Die regierungsamtlichen und anderswie prominenten KopftuchjägerInnen können sich beglückwünschen, ihr momentanes Wegducken und Verbiegen spricht allerdings Bände über eine verschämt-schamlose Unehrlichkeit und Feigheit.
Immerhin haben sie doch nun einen «Pinguin» (Giordano) weniger in Deutschland.
Barack Hossein Obama ist gerade in Moskau, und zur gleichen Zeit sind die Medien der islamischen Welt mit der Tat eines deutsch-russischen Schwerverbrechers beschäftigt, was durchaus als ein entscheidendes Signal verstanden und gewertet werden muß.
Der Täter, ein deutsch-russischer Islamhasser, massakriert eine ägyptische Frau... Barack Hossein Obama hatte in Ägypten/Kairo seine berühmte proislamische Versöhnungsrede gehalten und besuchte kürzlich die bombenterroristisch heimgesuchte Stadt Dresden, lange Zeit der Amtssitz des KGB-Offiziers Wladimir Putin, wo nun der Doppelmord geschieht.
Die Reaktionen von offizieller deutscher Seite kommen wie gewohnt spät und sprachlich verhalten, um nur nichts falsch zu machen.
Ein gutes Zeichen dagegen, daß die Zentralräte der Muslime und Juden in Deutschland gemeinsam oder nach einander dem überlebenden Ehemann der Toten im Krankenhaus einen Kondolenzbesuch abstatten.
Vielleicht grünes Licht für ein ähnlich angemessenes Verhalten der Bundesrepublik Deutschland.
Andererseits: Warum kümmert sich der Generalsekretär Kramer vom Zentralrat der Juden gerade um diese Tat eines Deutsch-Russen aus Perm?
Beamtete Prediger von «Zivilcourage» - Zeugen im Saal - taten jedenfalls nichts oder das Falsche.
Und der dreijährige Sohn mußte zuschauen, als seine Mutter massakriert, sein Vater vom Mörder lebensgefährlich verletzt und vom Polizisten angeschossen wurde, während der Verbrecher völlig ungeschoren blieb.
Wer ist dieser «Alex W.», und wurde er nun eigentlich festgenommen oder läuft er immer noch frei herum?