2009-03-06
Lippenbekenntnisse
Mit der Finanzkrise ist es wie mit Dresden, dem Holocaust und dem praenatalen Megamord, sie läßt sich nicht kleinreden.
Der läßt sich auch nicht vergleichen, nicht nur zahlenmäßig, ihm eignet eine besondere Qualität.
Die Ungeborenen können sich nicht wehren, das ist offenkundig wie unleugbar.
Beim Holocaust wird immer noch darum gestritten, ob seine Leugner nicht «eigentlich nur Bestreiter» («denier») seien, während beim praenatalen Megamord die absolute - konsensgesteuerte - Gewißheit besteht, daß jeder mündige Mensch in dieser Welt davon weiß.
In bezug auf dieses globale - gesetzlich verankerte, zeitgeist-philosophisch begründete und also verharmloste - Verbrechen kann es kein «Bestreiten» geben, sondern nur noch ein Leugnen, das Verneinen wider besseres Wissen.
Noch etwas macht einen Unterschied, nämlich daß der Holocaust eine unbestreitbare historische Tatsache ist, während der praenatale Megamord als unabgeschlossene Gegenwart andauert und eine unabsehbare Zukunft verspricht.
Der Holocaust mordet eine Vergangenheit, der pM mordet die Zukunft.
So die Finanzkrise, was ja nur eine Umschreibung ist, denn wir wandeln am Abgrund, und niemand - der es weiß, wer verantwortlich ist, zu diesem Zweck gewählt wurde... - klärt uns darüber auf.
Gar über die Grundrechnung, daß der Absturz den großen Krieg impliziert.
Finanzkrise - reanimierter Holocaust - die praenatale Lebensverhütung - und «do it again, Harris!» - «das letzte Gefecht»...
Eine logische Reihe, an der wir uns orientieren können, um die Welt besser zu verstehen.
Zum Verstehen gehört auch die Einsicht, daß die «Krise» kein Zufall, kein unvorhergesehenes und unvorhersehbares Unglück war oder ist, sondern die Konsequenz einer epochalen - «finanz»politischen - Absicht.
Wir sind also in den Händen von Leuten, die uns nicht nur für blind und dumm verkaufen, sondern die Katastrophe bewußt herbeigeführt haben.
Unsere Führer und Anstifter sind nicht schlecht, sie sind gut, sie sind große Klasse in der Kunst der Verführung.
Sie wissen, was sie tun, wir brauchen jetzt nur noch zu überlegen, warum sie es tun.
Und wir müssen auch endlich begreifen, daß «Auschwitz» kein Ende, sondern der Anfang war!
Der Tod behält die Oberhand, das Sterben bleibt die gemeine Regel, vom menschlichen Erfindungsgeist entschieden qualifiziert und gesteuert.
Das Böse «gut» und das Gute «böse» zu nennen, ist seit den Propheten ein Zeichen «messianisch» beschleunigten Verfalls...
Das Lippenbekenntnis - nicht die aufrechte und kritische Adresse an die Könige und Machthaber - ist die Gebetsformel zum Tagesausgang.