2009-02-03
Widerstandsrecht
«There is no God but Allah and Mohammad is his Messenger»
«Ein Volk, welches so viel geleistet hat wie das deutsche, hat es nicht nötig, sich andauernd Auschwitz vorhalten zu müssen!»*
* Der Spruch wird Franz Josef Strauß zugeschrieben. Von mir verantwortet, falls die Quelle nicht stimmt.
Widerstand beginnt mit einer Erkenntnis. Ich muß wissen, warum und wogegen ich mich wehre.
Wenn ich das weiß, kenne ich auch meine Feinde.
Das Widerstandsrecht ist eine Selbsterkenntnis, die auf Freiheit und ihrer Notwendigkeit beruht.
Wenn das Maß voll, das Faß gar schon überläuft, wird Widerstandsrecht zur Widerstandspflicht!
Das Verhalten der Israelis zu den Palästinensern wird oft moralisch bewertet, wonach die unschuldigen Palästinenser die deutsche Holocaust-Schuld abtragen müssen, mit der sie doch gar nichts zu tun haben.
Der radikale Zionismus sieht die Dinge anders: Der «Großmufti» von Jerusalem war ein Verbündeter Hitlers.
Im «Großmufti» sind politischer Islam und Palästinensertum eng verwoben.
Der «Großmufti» personifiziert die Palästinenser wie der «Führer» die Deutschen.
Wer den Israelis vorwirft, an den Palästinensern eine «Kollektivstrafe» zu vollziehen, trifft einen geschichtlich wahren Kern.
An der gedanklichen Oberfläche stehen «islamistischer Terror» und israelischer «Gegen»terror im akuten Zusammenhang.
Im wahren Kern jedoch büßen diese (!) - mit den «arischen» Iranern verbündeten - Palästinenser für jene (!) - mit den «arischen» Deutschen verbündeten - Palästinenser.
So wird den Israelis ein Stück Gerechtigkeit - und es scheint die Autorität der Geschichte auf.
Die Deutschen müssen jetzt Farbe bekennen, indem sie auch geistig und seelisch kapitulieren... - oder ihre Geschichte bewußt auf sich nehmen, wie es mündigen - hier also politisch mündigen! - Menschen geziemt.
Sie müssen sich zum historischen Deutschen Reich bekennen, freilich seiner Grundidee abschwören und die islamische Wahl treffen.
Auch die kapitulierenden Antideutschen steigen nicht aus der Geschichte aus; sie begeben sich lediglich auf die Seite der Geächteten, auch von ihren neuen Sklaventreibern nur Verachteten.
Die Fortsetzung der deutschen Reichsgeschichte schließt weise - kluge und vernünftige - Korrekturen nicht aus.
Die Judenverfolgung des Reiches, die von den Neuen Nationalsozialisten (NNS) um Horst Mahler und Sylvia Stolz - theoretisch abgemildert - wieder aufgenommen wird, impliziert abermals das historische Todesurteil für Deutschland.
Im Hinblick auf die israelische Vernichtungspolitik im jüngsten Gazakrieg werden allerdings die bösesten NNS-Urteile über den Judaismus entschieden bestätigt: von Uri Avnery - wie ähnlich schon von Israel Shahak und Norman Finkelstein.
Alle Mystik und Dämonie läßt sich rational entschlüsseln. Natürlich gibt es für alles, auch für den Antisemitismus, einen Grund, alles läßt sich erklären. Der Dämonisierung Hitlers und der Deutschen ging die Dämonisierung des «Ewigen Juden» voraus. Klärung und Verständnis waren nicht gefragt.
Deutschlands Feinden ist an einem souveränen - im Kopf klaren, umsichtigen - Deutschen gewiß nicht gelegen. Das Image des Unbelehrbaren und Hassers ist ihnen wohl gerade recht.
Der Autonome und Geschichtsbewußte läßt sich nämlich keinen Maulkorb aufbinden, keine Gesetze vorschreiben, nicht sein Handeln bestimmen. In freundlicher Selbstgewißheit weist er jeden Fremdbestimmungsversuch von sich. Wer mit ihm nicht in Frieden leben will, dem zeigt er Zähne und Klauen.
Er beherrscht die psychologische Kriegführung, wie seine Feinde sie beherrschen; die Übung mit ihnen macht ihn am Ende zum Meister.
Das Gaza-Massaker scheint - bedenkt man nur gründlich die klerikal-ideologisch aufgeheizte Befehlsstruktur der Armee - die Frage nach der Religion im Nahen Osten wieder in den Mittelpunkt zu stellen.
Die israelische Gaza-Expedition ist nicht eigentlich gegen Muslime gerichtet, sondern gegen Araber, Palästinenser, ja gegen die Nachgeborenen der alten Philister.
Es ist eher die «völkische», jedenfalls keine spezifisch religiöse Sicht, die die «jüdischen» Aggressoren zu ihren Untaten geführt hat.
Nicht die Philister sind die Unbelehrbaren, sondern die verspäteten, inzwischen gealterten Davide, die auch heute nicht auf ihren König Shaul hören wollen.
Israel spielte sich in Gaza als biblischer «Richter» auf und sitzt urplötzlich auf der internationalen Anklagebank.
«There is no God but Allah and Mohammad is his Messenger.»