2009-01-06
Was für eine Welt, die nicht untergeht, solange wir Volk des Buchs unsere Geschichten erzähl'n, weil Gott es so will
In jüngster Zeit wird - mit wissenschaftlichem Anspruch! - viel darüber spekuliert, daß die hebräische Geschichte sich nicht ereignet habe, eine reine Erfindung sei, ein schönes - oder gar nicht mal so schönes - Märchenbuch.
Das Volk der Legende, die stärker als jede Wirklichkeit, unsere Welt des realen Scheins, der Täuschung und Selbsttäuschung, der Hoffnung, das Wort und die Schrift, das geschriebene Wort... - all das gehört ins Himmel- und Höllenreich der Mythen?
Was für eine Entdeckung!
Diese Art historischer «Aufklärung» - Desillusionierung oder Enttäuschung - betreiben mit Eifer israelische Intellektuelle...
Historiker, Schriftsteller - Vertreter säkularer Wissenschaft! - stellen das Existenzrecht Israels in Frage, verabschieden sich aus dem Heiligen Land... --- denn wenn die überkommenen, historischen Wurzeln nicht stimmen, dann stimmt auch nicht, was danach kam und kommt, sich wieder und wieder jedoch behaupten muß.
Dann ginge - als «Wille und Vorstellung»! - die alte Welt unter.
Glauben jene säkular «Wissenden», daß ihre gottlose Analytik die toranische Geschichte aufhebt?
In der Filmkunst sind wir Volk der Aufzeichnung unübersehbar, jüdische Darsteller, Regisseure, Filme sind oft die besseren, weil den anderen meist etwas fehlt, nämlich das Herz, die Phantasie, der schier grenzenlose Erfindungsgeist.
In der Traumfabrik finden Mythos und Moderne zusammen.
«Hebräer» sind die Überkommenen und Überschreiter.
Sie übertreten übliches (!) «Gesetz», um als quasi «Gesetzlose» ihr (!) unübliches (!) Regelwerk zu formulieren, zu leben, es schließlich als neue Gesetzlichkeit zu «verüblichen».
Die aktuelle Politik Israels folgt diesem Muster.
Israel lebt und hantiert wie in einer Scheinwelt, die es seinen Nachbarn aufzwingen will.
Amerikanische Touristengruppen, die 1966 nach Israel kamen, nannten den Staat «Disneyland», eine Phantasiewelt, wie im Zeichentrickfilm.
«Mickey Mouse» ist unbesiegbar, unverwundbar, weil sie sich den Naturgesetzen versagt.
Das ist lange her, inzwischen ist Israel ein wichtiger Bestandteil US-amerikanischer Imperialpolitik, ganz nach den Vorstellungen George Bush's sen. anno 1988, wonach Israel zu einem amerikanischen Flugzeugträger ausgebaut werden sollte.
Israel ist ein Flugzeug- und Waffenträger des USA-geführten «Westens», ein kolonialistisches Fort, wenn man so will, von «Sodom & Gomorrha» in der - analog indianischen - arabischen Welt.
Ohne die umfangreichen Lieferungen hochentwickelter Waffen wäre Israel freilich ein machtpolitisches Nichts im Nahen Osten.
Das Trickreiche und Theaterhafte hängt ihm nach wie vor an.
Eine ältere Dame, die Theresienstadt überlebte, sagt (1966): «Israel ist ein kleines Land, wir müssen hier ein wenig hochstapeln.»
Israel ist keine Atommacht, in Israel lagernde Nucleargeschosse sind nicht auf «eigenem Mist» gewachsen, der «Verräter» Vanunu bleibt dazu ausersehen, die Mär von der Hegemonialmacht Israel - einem wahren Schreckgespenst - glaubhaft zu machen.
Die US-amerikanische Kontrolle jeglicher Atomarerei Israels halte ich für gesichert.
Auch in Deutschland sind irgendwo amerikanische Atom-Sprengköpfe gestapelt, das macht es nicht zur Atommacht.
Israel ist - dies allerdings im Gegensatz zu Deutschland - keine Industriemacht, keine Waffenschmiede, es hat weder eine Luftfahrt-Industrie, noch wäre es gar der Master und Verteiler unbemannter Flugkörper («Drohnen»).
Daß Israel über nicht-atomares Gerät verfügen darf, ist die Bedingung für sein politisches Überleben.
Israel «besitzt» Hightech U-Boote aus Deutschland... - Kampfhubschrauber, Bombenflugzeuge, Panzer und Kanonen aus Amerika... - israelische Spezialisten haben Augen und Nerven auf Entwicklungs- und Produktionsstätten in aller Welt, doch das Herumspionieren in fremden Küchen macht den Schnüffler noch nicht zum Koch.
Zur «Industriegesellschaft» gehört eine Armee von Arbeitern und Angestellten, in den angeblichen Verstecken und Geheimterrains der Wüste Negev, in der Umgebung von Dimona... hat man nicht Proletarier, Ingenieure und Elektroniker untergebracht... - dorthin sind «Schwarze» - chassidische wie orientalische Juden - abgeschoben worden.
Arbeitslosensiedlungen gibt es bei Dimona zuhauf.
Ein Vater, der seinem übermütigen oder durchgeknallten Sohn scharfe Waffen und Munition zum Spielen überläßt, haftet auch für die Folgen.
Natürlich ist Israel für alles verantwortlich, was es im Nahen Osten schon angerichtet hat, aber die Hauptverantwortung liegt letztlich beim großen Vormund des kleinen Vasallenstaats auf palästinensischem Boden, bei den Waffenlieferanten, den politisch-ideologischen Unterstützern und Stützen Israels.
Und meine ungewöhnlichen Behauptungen haben Hand und Fuß, denke ich.
Im übrigen sollte Israel seine Mythen tiefer, sehr viel tiefer erinnern...