2008-10-14
Freut euch nicht zu früh!
Amerika geht nicht unter, nicht ohne uns.
Nicht einmal der Kapitalismus geht unter, wir vielleicht schon, doch er nicht mit uns.
Ein paar Seifenblasen zerplatzen, historisch geräuschlos.
Die freie Wirtschaft ist so frei, ihre notwendigen Schwindelkapazitäten abzuwerfen.
Götter sind nun mal so, sie treiben ihre Spiele, nicht einmal mit uns, wir glauben es nur, sie müssen mit uns nicht rechnen, wir zählen nicht, wir zetern nur, schlimmstenfalls.
Der freie Markt läßt sich nur bei Strafe regulieren, er ist jedenfalls besser als sein Ruf, denn der beruht nicht auf Wissenheit.
Zugegeben, ich wanke zwischen Ja und Nein zu staatlichem Eingriff, obwohl ich schon beim ersten Blick die steigende Preisentwicklung auf Zoll und Steuern zurück führen muß, und die sind Sache des Staates.
Daß wir halbwegs erträgliche soziale Verhältnisse zu verzeichnen haben, danken wir nicht einer Fürsorglichkeit des Staates, sondern Selbstregulierungen des freien Marktes.
Der Discounter ist der beste Sozialminister.
Was hilft uns der Staat, wenn er uns doch nicht hilft, sondern im Übermaß plündert.
Wahrscheinlich müssen wir, so schwer es uns auch fällt, unsere marxistische Betrachtungsweise überdenken.
Natürlich leben wir in einer Klassengesellschaft, aber es ist der Staat mit seinen Anteilmaßnahmen, der die in der freien Bewegung sich wandelnden Kasten-, Klassen- und Schichtenstrukturen sozusagen erstarren macht.
Die Freiheit, unter den Brücken schlafen zu dürfen, ohne von der Polizei verjagt zu werden, ist keine Sklaverei, sondern eine Not, mit der jeder fertig werden muß.
Wer ausscheren kann, ohne Bedrohung und Gefährdung durch den Staat die breite Straße verlassen kann, ist tatsächlich frei.
Auch Mundraub hat einen wesentlichen, nämlich lebensnotwendigen Anteil an dieser Freiheit.
Der Staat ist ein Herrschaftsinstrument, das sich als soziale Wohltäterschaft nur verkleidet.
Wer sich in der Not auch verteidigen kann, nimmt ein unabdingbares Menschenrecht in Anspruch.
Der Staat beschützt uns nicht nur nicht, wir müssen vor ihm uns in Acht nehmen und schützen.
Die existentiellen Freiheiten und Menschenrechte gelten dem Staat, der sie mit Gewalt bedroht und beschneidet, als Verbrechen.
Der freie Mann ist diesem Staat ein Verbrecher.
Vice versa...
Also steht Verbrechen gegen Verbrechen oder anders Kriegspartei gegen Kriegspartei.
Die Kriminalisierung des Bürgers, der gegen staatlich angemaßte Regeln verstößt, ist eine Kriegserklärung bzw. schon Kriegsgeschehn.