2008-01-24
Das Khalifat und das Selbstverständnis der Deutschen
Der Islamische Reichsgedanke
Eine Vielvölkeridee - als Retter in der Not?
In der - wenn nicht morgen, dann übermorgen - zu erwartenden Auseinandersetzung mit dem wieder auflebenden Nationalsozialismus setze ich das Khalifat vorab der NS-deutschen Reichsidee entgegen.
Beide - sowohl der Nationalsozialismus als auch der Islam - empfehlen brauchbare, theoretisch plausible Rezepte zur Überwindung der soeben anlaufenden westlichen Finanzkrise.
Welche - weit darüber hinaus gehenden - Konsequenzen sind jedoch mit dieser oder jener Alternative verbunden und erfordern eine politische - ja, philosophische - Grundsatz-Entscheidung?
Ich übertreibe nicht, mildere auch nicht ab, möchte nur - «für den Fall der Fälle!» - zu bedenken geben:
Der «völkische Reichsgedanke» schottet die «Führungsmacht Großdeutschland» gegen die übrige Welt ab.
Das «völkische Reich» konkurriert mit dem tendenziell und intentionell alle Völker umfassenden «Khalifat».
Das rassenideologisch - explizit und exklusiv - als «weiß, seßhaft, antinomadisch» entworfene NS-Reich steht gegen den übernationalen, hypothetisch globalen Islam.
Das Khalifat ist keine heile Wirklichkeit; als Reich von - vorläufig noch zunehmend - seßhaften Völkerschaften, deren angestammte Siedlungsgebiete die Shariah garantiert, wird es die seit Menschengedenken naturrechtmäßig entstehenden Konflikte zwischen Seßhaften und Nomaden weder vermeiden können, noch hindern dürfen.
Die Ursünde der BeSITZ-Menschheit war (und bleibt) ihre Tod-Feindschaft gegen die Handels-, Vieh- und Reiternomaden.
Beschränken wir uns vorerst auf das zwischen Ost und West gelegene und stigmatisierte Zentrum Europas.
Falls nicht der Nationalsozialismus ihre mittlerweile geheime Gegen-Religion geworden ist...
Der Islam bleibt Weg und Ausweg - ein historisches Angebot.