2008-01-07
Eigentlich ist Abwarten das Ungefähre, na ja
Worauf du dich verlassen kannst, ist meist nicht sehr viel, denn Stimmungen sind nun mal unzuverlässig.
Von Stimmungen hängt es ab, der Verstand folgt dem Gemüt.
Der Mensch ist immer allein, aber das hatten wir schon.
Unveränderliches ist wie leblos, ohne Unterschied.
Überraschungen würzen das Leben, aber nicht jeder liebt sie.
Das Trägheitsgesetz ist vor allem ein menschliches Gesetz.
Zur Trägheit gehört der Glaube, daß mit allem es seine Richtigkeit habe.
Eine ewige Welt mit ewiger Wahrheit ist ein Beruhigungsfaktor.
Mythen sind stärker als jede Wirklichkeit, um so stärker, je mehr sie von dieser abzuweichen scheinen.
Darum ist der Vorwurf, daß der Holocaust letzten Endes ein Mythos, ein Glaube sei, ein Garant seines Überdauerns.
Fakten haben vor der Geschichte nur Bestand, wenn sie sich fügen.
Das Wissen, daß der Glaube Berge versetzt, ist das wenige Wissen, das gilt.
Daß die Jünger vom Mythus des Zwanzigsten Jahrhunderts sich auf Zahlen und Fakten berufen, ist eine Verkehrung der Ausgangslage.
Es stehen Mythen gegen Mythen, und daran wird sich auch nichts ändern.
Vor der Geschichte zählen nur die Gegensätze und Unterschiede, Einzelheiten sind unerheblich.
Kausalitäten, die wir als Strafe oder Lohn empfinden, regen unser Denken an, das dem Leben einen tieferen Sinn unterlegt.
Den ganzen Unsinn zu begreifen, ist der eigentliche Sinn, für den wir unterwegs sind.
Das hätten wir also.