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Styleskji

Wo lassen Sie denken · Où laissez-vous penser? · Rent a brain…

2007-12-06

Unger Varnsdorf

Horst Lummert*

Horst Lummert* Horst Karl August Lummert, geboren am 20. November 1931 in Berlin, neuapostolisch versiegelt. Vater: Arthur Erich Hermann Lummert. Mutter: Lina Anna Lummert, geb. Kukafka.

* Synonyme: Avram Kokhaviv, Sam Wonder, Koresh Kukafka, Hoshea Ben Arthur, Gutz Gauch, Felix Pech, Lex Krakel, Tor Weilach, Hakal, Maalah, Halam, Horst Calx, Lukas Storch, Kafka Bar Linah, Anonymus, Hob Art, Unger Varnsdorf, Hoert.

Proletarischer Überzeugungstäter, jüdischer Muslim, Individualist und Universalist, deutscher Publizist, Buchautor, toranischer Fundamentalist, Aufklärer und Geheimnisverräter.

Mitherausgeber (Gruppe aktion) und Redakteur der Zeitschrift NEUE aktion 1968/69. Herausgeber der Vierteljahreshefte kuckuck (kulikri) von 1973 bis 1999. Redakteur der Zeitschriften STYLESKJI und QIMOSH. Mitbegründer der von Alexander Becker konzipierten und edierten Kokhaviv Publications (www.kokhavivpublications.com / www.kokhaviv.org).

Verheiratet seit 1951 mit Chanah Wolff; zwei Söhne, eine Tochter; sechs Enkelsöhne, eine Enkeltochter; vier (bald fünf) Urenkelsöhne, eine Urenkeltochter.

Krieg, Kindheit und Jugend

Erste Kindheit

Bis in sein neuntes Lebensjahr lebte Horst Lummert mit seinen Eltern und dem jüngeren Bruder Gerhard am Berliner Wedding, Reinickendorfer Straße 93 Ecke Schererstraße 12, Hinterhaus Aufgang 5, 4 Treppen, in Stube und Küche, Gaslicht, Klosett halbe Treppe tiefer.

In dieser Zeit erlebte er den Kriegsanfang, sah er - wie offene Puppenstuben - die ersten zerbombten Häuser in der Schulzendorfer Straße und der Bellermannstraße - vor dem 23. Oktober 1940, das heißt auch: vor der Bombardierung Coventrys am 15. November 1940.

Vater

Arthur Lummert war das jüngste von sieben Kindern, das schwarze Schaf der Familie. Seine Brüder und Schwestern waren Geschäftsleute, Immobilienmakler, Steuerberater, Schauspieler und Erfinder. Arthur handelte mit Zeitungen, verkaufte Lotterielose, Scheuertücher, Zündhölzer, Ansichtskarten, ein fahrender Trödler. Er war immer unterwegs.

Es hieß, daß eine italienische Zigeunerin herein gekommen war, da gab es dunkle Gerüchte. Die älteste Schwester ging zum Film, spielte im ersten deutschen "Titanic" mit, heiratete den Regisseur und ging mit ihm später nach Amerika.

Es wird viel erzählt, was sich nicht mehr überprüfen läßt. Eine andere Schwester zog mit ihrer Freundin los. Am Kurfürstendamm boten sie sich reichen Männern an, die Schwester konnte sich vom Ertrag selbständig machen - als Steuerberaterin.

Bruder Arthur war so arm dran, daß er als Arbeitsloser der SA beitrat, um sie gleich wieder zu verlassen, Mitglied der NSDAP wurde, weiß der Teufel, was das sollte. Seine unerkannt jüdische Frau Lina schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Arthur Lummert hatte nur eines im Kopf: seine Familie, Frau und Kinder, zu ernähren und zu beschützen.

Meine gesamte Herkunftsfamilie Lummert war neuapostolisch, so wurde es durch Heirat meines Vaters auch meine Mutter, das gilt dann auch für mich und meinen Bruder. Ich erinnere mich an den Besuch der neuapostolischen Kirche, ein paar Häuser weiter in der Reinickendorfer Straße, vielleicht Nummer 98 oder 99, ein wenig versteckt hinter einem hellgrünen Bretterzaun, der einen Großteil des Bürgersteigs einnahm. Das schlief dann bald ein, meine Mutter fühlte sich da nicht wohl. Ich war, meine ich, zwei, drei, höchstens vier Jahre alt. An meinen Bruder in der Kirche kann ich mich gar nicht erinnern, oder doch nur nebelig. Wenn mich jemand nach meiner Religion fragte, sagte ich immer evangelisch, so zahlte ich auch später die Kirchensteuer. Anfang der sechziger Jahre trat ich auch offiziell aus dem Christentum aus.

Mutter

Lina Kukafka war die jüngste Tochter eines Hufschmieds, der in seinen späten Tagen auf dem Gut bei Tasdorf/Rüdersdorf als Kutscher arbeitete. Ein armer und zuletzt wortkarger Mann. Lina erzählte ihren Kindern geheimnisvolle Geschichten über ihre Eltern. Sie sprachen nur gebrochen deutsch, zündeten am Freitag Kerzen an, redeten in einer fremden Sprache, ließen die Kinder im Unwissen über Sinn und Bedeutung.

Die Kukafkas kamen aus der Ecke Polen-Litauen-Weißrußland, erzählte Lina den Kindern. Der Name erscheint auf alten Urkunden auch in anderer Schreibweise. Kukowka oder Kukawka. Tatsächlich gab es in der beschriebenen Gegend ein Schtetl Kukawka im Distrikt Lida. Der Name kommt in der einen oder anderen Form auch bei bekannt gewordenen Eheschließungen vor.

Zu den Erzählungen der Mutter gehört aber auch, daß ihr Vater und dessen Bruder bei dunklen Ereignissen Vollwaisen wurden und darum ihr Dorf verließen, der eine in Richtung Amerika, der andere nach Preußen.

Bürgerliche Juden nahmen oft den Namen ihrer Herkunftsstadt an, nannten sich Lubliner, Breslauer, Frankfurter, Brod oder Broder, Brodsky. Der arme papierlose Kukafka nannte sich nach seinem Dorf, verheimlichte sein Judentum, sein Bruder ging nach Amerika, er nach Preußen.

Er war kein Verlierer, er hatte gar nichts zu verlieren.

Das jüdische Proletariat ist sowieso vergessen.

Als Karl Kukafka am 8. November 1856 geboren wurde, gehörte die Gegend zum russischen Zarenreich, nur in dieser Region durften Juden damals wohnen.

Unter den armen Landarbeitern Preußens sprachen viele nur gebrochen deutsch, so daß Kukafkas Jiddischkeit auf den Dörfern gar nicht auffiel. Seine Treue behielt er für sich, seinen vollen braunen Bart und die Mütze legte er nie ab.

Den peniblen preußen-deutschen Behörden war er entgangen, eventuelle russische Dokumente konnten sie sowieso nicht lesen. Sein Schweigen rettete seine Töchter Jette, Male und Lina über die dunklen Jahre. Die Jüngste Lina ließ er evangelisch taufen, als sie sieben war, wahrscheinlich für die Schulunterlagen. Nach dem Tode seiner Frau 1938 zog er zur Familie seiner Enkelin Martha in Oberschöneweide - Edisonstraße, glaube ich. Das Haus blieb als einziges in der näheren Umgebung von Bomben verschont. Die Bewohner waren sich einig, Opa Kukafka, der bei Bombenalarm nie in den Luftschutzkeller ging, hatte ihr Haus beschützt.

Fazit

Horst Lummert: Ich werde sie nicht verraten, meine Mutter nicht und meinen Vater nicht. Meine Herkunft ist kompliziert, weil mein Vater "Nazi" und meine Mutter "Jüdin" war. Unsere soziale Nichtigkeit ließ die - de facto, aber nicht de jure - "Jüdin" aktenmäßig verschwinden oder gar nicht erst auftauchen, den - de jure, aber nicht de facto - "Nazi" am 22. August 1945, dem Geburtstag meiner Mutter, nach einer Zwischenstation in Hohenschönhausen ins KZ Sachsenhausen wandern, wo er mit Heinrich George und Evelyn Künneke knapp dem Tode entging. Er lag schon bei den Toten und Halbtoten im "Steinhaus", aber er wollte leben. So schaffte er es bis 1948 zu seiner Entlassung.

Meine späteren Nachforschungen brachten mich zu der Vermutung, daß eine Verwechslung vorlag, daß der arme nichtige Arthur für seinen wohlhabenden, in der NS-Zeit wirtschaftlich erfolgreichen Bruder Willy, wahrscheinlich aufgrund einer Denunziation, für drei Jahre ins Lager ging, während Willy in allen Sektoren Berlins die von den vier Alliierten requirierten Häuser verwaltete.

Die Kopien der "Judenfrei"-Meldungen an die NS-Behörden aus den Jahren zuvor lagen noch in den Aktenordnern, als wäre überhaupt nichts geschehen.

Parteigenosse Willy war eben der Fachmann, jedem gefällig, der ihn brauchte und dafür bezahlte.

Wie seine Schwester einst auf dem KuDamm.

In Niederschönhausen hatten frühere NS-Leute sehr schnell die antifaschistischen Rollen besetzt. Willy versteckte sich eine Weile im Keller seines Hauses, wenn Gefahr drohte, er rechnete mit seiner Verschleppung, aber den Part hatte schon sein jüngster Bruder Arthur übernommen. Als ich am 30. August 1945 nach Berlin kam, war mein Vater gerade eine Woche weg. Heinrich George starb im Lager, Evelyn Künneke wollte über diese Zeit nicht sprechen.

Vom Judentum mochte meine Mutter nichts wissen. Als sie nach dem Krieg einmal auf der Straße in Niederschönhausen als "Jüdsche" angerempelt wurde - "die kleene Jidsche drängelt sich schon wieder vor" -, staunte sie erschrocken, denn es war ihr zuwider, sich in einer Menschenschlange vorzudrängeln, und fühlte sich irgendwie nicht wohl dabei.

Zweite Kindheit

Am 23. Oktober 1940, morgens um sieben Uhr, brachte mich meine Mutter zu dem Platz Adolfstraße/Antonstraße/Plantagenstraße, wo ein Bus auf uns und andere Kinder mit ihren Müttern wartete. Wir Kinder fuhren zum Anhalter Bahnhof, die Eltern blieben zurück. Der Zug brachte uns über Dresden nach Bodenbach, wo wir in Personenzüge umstiegen und weiterfuhren.

Die Zahl der Kinder nahm ab, zwischendurch stiegen immer welche aus, mein Ziel hieß Obergrund bei Warnsdorf, wo eine Frau auf mich wartete, mich an die Hand nahm und die Dorfstraße hinunter zu unserm Haus, meiner künftigen Heimstatt führte.

An diesem Abend des 23. Oktober 1940, es ging auf acht Uhr zu, begann meine zweite, die sudetendeutsche Kindheit.

Im Fluge erlernte Mundart... erste Überlegungen zu regionalen Sprachunterschieden... Staunen und Eingliederung in den Geschäftsbetrieb, Großhandel Butter, Eier, später auch Speiseöl, meiner Pflegeeltern, neues Lebensgefühl, Landschaft und Charakter. Ich erobere mir die Arbeitsabläufe im Geschäft, nehme den Erwachsenen nach und nach entscheidende Arbeiten ab, übernehme den Schriftwechsel, begleite den Chef, meinen Pflegevater, auf seinen Lieferfahrten.

Die Bauern im Dorf liefern anfangs noch ihre Eigenprodukte ab. Ich wiege und schmecke die Butter, zahle die Beträge aus, später buttern die Bauern nicht mehr selbst, sie liefern ihre Milch direkt an die Molkerei in Warnsdorf. Morgens fahren die Lastwagen durch die Dörfer, zu den Holzrampen, wo die vollen Kannen gegen leere eingetauscht werden. Unser Betrieb hat damit nichts mehr zu tun. Die Molkereiwagen dienen uns Schülern in der Fahrradzeit und in der Skizeit als Zugmaschinen.

Entdeckung der katholischen Umwelt, mit neun Jahren die erste "Liebste". Mit zehn zum Jungvolk, Wettläufe, Geländespiele, Kartenlesen, Luftgewehrschießen, Morse- und Winkalphabet. Wechsel zum Spielmannszug, Fanfare und schließlich die kleine Marschtrommel.

Mein Pflegevater nannte Hitler einen Verbrecher, verbot mir, den "Dolch", das Fahrtenmesser, zu tragen, hatte aber dennoch für Deutschland gestimmt.

Die Option lag mehr als zwanzig Jahre zurück. Nach der Auflösung des Kaiserreichs hatten sich 1919 die Deutschösterreicher, und dazu gehörten die Sudetendeutschen, für Deutschland entschieden. Das wurde bei den Staatsgründungen nicht berücksichtigt. Deutschösterreich, ohne Sudeten, wurde eine Republik, das Sudetenland der neuen Tschechoslowakischen Republik zugeschlagen. In der CSR fühlten sich die Deutschen allerdings als Bürger zweiter Klasse.

Zwischenspiel

In Obergrund rutschte ich von der dritten gleich in die vierte Klasse Volksschule. In Berlin waren wir noch zu Ostern eingeschult worden, im Sudetenland galt bereits die später auch im Altreich eingeführte Regelung, also Schulbeginn Spätsommer/Herbst. 1941 bis 1942 besuchte ich die erste Klasse Mittelschule in Niedergrund. Der Bombenkrieg hatte sich scheinbar beruhigt, meine Mutter fürchtete ohnehin den Verlust ihres ersten Sohnes, der sich auf dem Dorf wohler fühlte als in der Großstadt. Ich ging für ein Jahr wieder nach Berlin, besuchte hier die Knabenmittelschule Wedding in der Müllerstraße, es wurde das Jahr meiner Museumsbesuche, bevorzugt das Luftfahrtmuseum, ich wollte unbedingt Flieger werden. Die Sommerferien 1943 verbrachte ich wieder in Obergrund, meiner eigentlichen Heimat, im selben Herbst, glaube ich, wurde unser Wohnhaus am Wedding völlig zerbombt, ich sah es nie wieder. Schon vorher waren die Eltern aufgefordert worden, ihre gefährdeten Kinder draußen zu lassen oder wieder in die sicheren Gebiete zurück zu schicken. Das Dorf war mein Schicksal. Ich sollte es bis zuletzt auskosten.

Ende des Krieges und der zweiten Kindheit

Jugend nach Kriegsende

Das Kriegsende erlebte ich wie bruchlos auf geübte und normale Weise. Die in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 über den Rundfunk verkündete Kapitulation machte es für uns Jungs eher spannend als bedrohlich. Wir hatten im Dorf bis zuletzt Wlassow-Truppen stationiert, in unserm Haus war das Kommando untergebracht. Es war ein eingesammelter Haufen. Am Morgen des 9. Mai 1945 waren die Soldaten alle verschwunden, und es ging schon das Gerücht, daß sie über den Schoberberg in Richtung Prag zu Generalfeldmarschall Schörner unterwegs seien. Der Krieg war zu Ende, die kämpfende Front hatte unser Dorf nicht erreicht.

Mit zwei Schulfreunden machte ich mich auf den Weg. Der Schoberberg, von uns aus hinter Sankt Georgenthal, war jetzt eine Autosammelstraße. Die Wehrmachtsfahrzeuge waren am Rande abgestellt, die Wlassow-Soldaten waren verschwunden. Wir Jungs suchten nach zurück gelassenen Waffen, wurden aber nicht fündig. Irgend ein Ernst der Lage wurde uns überhaupt nicht bewußt. Die Panzerspitze der Roten Armee hatte in Niedergrund abgebogen und kam nun - Richtung Süden - den Schoberberg herauf. Der erste Panzer hielt. Der Mann im Turm verteilte ein paar Zigaretten. Sie wollten offensichtlich in Richtung Prag weiter.

Auf dem Weg hinab nach Niedergrund begegneten wir einer langen Kolonne. Unten an der Kreuzung war alles voll mit Rotarmisten, die sich für uns nicht interessierten.

Zunächst ging für uns das Leben ziemlich normal weiter. Die Episode mit Hermann-Bauer ist aber irgendwie symptomatisch für zunächst undurchschaute Zusammenhänge. Ich schicke voraus, daß Hermann-Bauer anfangs mein Mitschüler war. Unsere Dorfschule hatte drei Klassen, die alle acht Schuljahre zusammen faßten. Erste Klasse waren die Jahrgänge 1-3. Zweite Klasse für die Jahrgänge 4-6. In der Dritten Klasse lernten die Jahrgänge 7-8 zusammen.

In meiner "Zweiten" (4-6) Klasse kam ich erstmals mit Hermann-Bauer zusammen, der wohl schon in die 6te gehörte, vieleicht in die 7te oder 8e, weil er mehrmals sitzen geblieben war. Unsere Lehrerin, Frau Weber, mit dem Ortsbauernführer verheiratet, dessen Bruder das Amt des Bürgermeisters inne hatte, war zu Hermann-Bauer nicht sonderlich freundlich. Es gehört zu meinen ersten Schulerlebnissen, daß sie ihn mit seinen miserablen Diktatleistungen vor der Klasse blamierte, er hatte über sechzig Fehler gemacht und verdiente sich damit die Note "8".

Indessen war Hermann ein wichtigerer Zeitgenosse als wir alle zusammen. Sohn eines Bauern, der seine Frau verloren hatte. Unser mutterloser Hermann-Bauer, eigentlich ja der Sohn des Hermann-Bauern, kam selten zur Schule, weil er auf dem Hof helfen mußte. Er bewältigte mit seinem Vater das volle Arbeitspensum im Stall und auf den Feldern.

In den Jahren danach verlor ich ihn aus den Augen, bis zu jenem Morgen des 9. Mai 1945 am Schoberberg. Er kam in Wehrmachtsuniform und mit Karabiner aus dem Wald gerannt, drehte sofort wieder um, in den Wald zurück, als er die Rote Panzerspitze zu Gesicht bekam.

Er war auf dem Heimweg, wollte sich nicht erwischen lassen und behielt auch die Waffe bei sich. Die Russen schossen nach ihm, er verschwand hinter Bäumen, sie ließen von ihm ab.

Szenenwechsel. Frühsommer 1945 an unserm großen See oder Teich. Wir Jungs waren zu einem Ruderkahn unterwegs. Da kam Hermann-Bauer, um uns etwas zu zeigen. Wir ruderten mit ihm zur Insel hinüber, und tatsächlich lag da zwischen den Bäumen ein Haufen belgischer Gewehre, daneben ein Häufchen Eierhandgranaten mit Blauzünder. Kurz, Hermann nahm eine Granate, zog ab und warf sie statt ins Wasser, gegen einen Baum, rief jetzt "Deckung!", die Handgranate rollte zurück und explodierte. Wir lagen still am Boden, und keiner wurde verletzt. Der Bursche hatte eben Glück, und wir waren in seiner Obhut.

Ein paar Eierhandgranaten warfen wir in den See, das machte schönen Lärm, die toten Fische kamen in Fontänen an die Oberfläche, aber da ging es auch schon los. Eine tschechische Reiterpatrouille preschte hinter uns heran, dazwischen waren an dieser Seite der Insel nur ein paar Meter Wasser, wir ruderten wie die Teufel zurück ans andere Ufer, wobei ich nicht vergessen darf, daß der Kahn nicht dicht war, so daß wir ständig mit einer leeren Konservenbüchse das eindringende Wasser ausschöpfen mußten. Das war vielleicht eines unserer letzten Abenteuer aus eigenem Antrieb.

Vertreibung, souveräne Grenzgänge, Rückkehr nach Berlin

Die Gefahr ging nicht von den Russen aus. Die Tschechen wollten uns nicht haben. Das war zwar abgesprochen, aber die Russen kümmerten sich nicht unmittelbar um unsere Vertreibung. Heute spricht man nachträglich von wilder und von geordneter Vertreibung. Wir lebten noch in der Zeit der wilden. Der erste Schub mußte im Juni den Ort verlassen. Wir waren dann im Juli, ich glaube, es war der 17. Juli 1945, dabei.

Mein Pflegevater wollte es nicht glauben, er wurde doch für die Lebensmittelversorgung gebraucht, hatte allerdings nicht den roten Schein, der ihn von der Ausweisung freistellen sollte. Der Schein lag in Warnsdorf beim Bruder oder im Bürgermeisteramt. Unser neuer tschechischer Bürgermeister Valdhauser, jetzt in der hellblauen Kleidung der tschechischen Miliz, war unser alter Postbote Waldhauser, ein freundlicher Mann, der jeden ebenso freundlich mit "Heil Hitler" grüßte.

Spielte er uns jetzt etwas vor, oder war seine Tätigkeit bei der Deutschen Reichspost das Theater? Ich vertraute ihm.

Wir waren längst vertrieben, wohnten in einem früheren Lazarett irgendwo auf einem Berg auf der deutschen Gegenseite, von wo aus ich den ersten Grenzübertritt wagte, was ich mir in der nächsten Zeit zur Gewohnheit machte. Mein Pflegevater Franz hatte zwei Brüder, beide Buttergroßhändler wie er, der eine, Josef, in Warnsdorf, der andere, Reinhold, in Teichstatt, beide nicht vertrieben. Die besuchte ich auf meinen Grenzgängen abwechselnd, um Lebensmittel heran zu schaffen.

Ich hatte immer meinen kleinen tschechischen Rucksack bei mir. Die bei uns üblichen runden Brote wurden auf der Rückseite in der Form eines Butterstücks aufgeschnitten, mit Butter gefüllt, die Kruste wieder drauf gesetzt. In einer Milchkanne mit Butter, obendrauf Kartoffelsalat, transportierte ich weiteren Proviant. Angefangen hatte es aber ganz anders.

Wir mußten morgens um neun auf der Dorfstraße antreten. Zur Mitnahme erlaubt war je Familie ein Handleiterwagen. Darauf packten wir Bettdecken, Koffer und Taschen, zurück blieb ein komplett eingerichtetes zweistöckiges Haus. Mein Pflegevater und ich hatten einige Zeit zuvor in einen Kellerraum Polstermöbel, Schreib- und Rechenmaschinen, selbstgezogene Flaschen Wein und Einmachgläser mit Fleisch eingemauert.

Sein Motorrad, das eigentlich seinem Sohn Franzl gehörte, der von der Front noch nicht zurückgekehrt war, versenkten wir in einer gemauerten Kalkgrube, die früher der Konservierung von Eiern gedient hatte, deckten den Raum mit Betonplatten ab und schaufelten Kohlen darüber. Am ersten Tag meiner Grenzgänge, ich kam an unserm Haus vorbei, stand das Motorrad bereits wieder vor der Tür. Sie hatten es gefunden und die Knieschutzbleche abmontiert.

Mein Fahrrad hatten wir bei einem Nachbarn abgestellt. Mein Pflegevater verbot mir, das Rad zu benutzen, er fürchtete, daß es mir abgenommen werden würde, was eines Tages auch geschah. Ohne Rad hätte ich die weiten Wegstrecken nicht schaffen können. Für das Rad besaßen wir den nötigen Benutzungsschein, ich hatte ihn nur nicht bei mir.

Schulbesuch und Berufsausbildung

Als ich im August 1945 mit meinem Pflegevater in Berlin ankam, traf ich nur meine Mutter und meinen Bruder, untergebracht in einer Wohnung in Niederschönhausen. Ich war dreizehn Jahre alt, wollte nicht mehr zur Schule gehen, doch da hatte ich nicht mit meiner Mutter gerechnet. Ich mußte also noch einmal die Schulbank drücken, meldete mich bei der Knabenmittelschule Pankow an und legte noch zwei Jahre bis 1947 ab. Mit Mittlerer Reife und Flausen im Kopf verkehrte ich mit alten Freunden vom Wedding und neuen Freunden aus der Schule.

Manfred Ladenthin, wir nannten ihn aus noch zu klärendem Grund "Revajejvu", spielte dabei eine bestimmende Rolle, die ich später als ausführende Funktion für eine höhere Fügung verstand.

Am 4. August 1947 wollten wir uns treffen, er war aber nicht da, sondern half bei Bekannten im Garten. Dort, am Ende der Uhlandstraße, gleich hinter der Ecke Blumenthalstraße, stand ich am Gartenzaun, sah ihm bei der Arbeit zu und wartete eigentlich nur darauf, daß er bald aufhörte und mitkam. Da trat aus dem Nebenhaus ein Mann, sah mich, schien mich sofort zu erkennen, es war mein Onkel Willy, der ein paar Häuser weiter Blumenthalstraße 30 sein Wohn- und Geschäftshaus hatte, eine moderne Villa aus den dreißiger Jahren.

Er hatte das Haus aus den Mitteln erbaut, die ihm aus dem Verkauf des Hauses vom Großvater, Blumenthalstraße andere Richtung, zugefallen waren, ich sollte es erben, so hieß es in der Familie seit meiner frühesten Kindheit, denn ich, der Erstgeborene des Jüngsten Arthur, war der Stammhalter der Familie. Das war längst vergessen oder verdrängt.

Hatte Willy nicht nur seinen jüngsten Bruder, sondern auch dessen ältesten Sohn betrogen?

Gottes Fügung wollte es so, daß mein Onkel Willy mich ansprach, mich zu sich lud, um Tante Elfriede Guten Tag zu sagen. Willy Lummert hatte zu dieser Zeit noch nicht wieder seinen Telefonanschluß, so daß er bei besagtem Gartennachbarn telefonieren mußte.

Ich ging also die vielleicht hundert Schritte, und was jetzt geschieht, ist mein Lebenswink für alle Zukunft.

Willy klingelt an der Gartentür, der Türöffner surrt, die Haustür wird geöffnet, und meine künftige Frau, von der ich noch nichts ahne, steht in der Tür, wir begrüßen uns.

Wir gehen durch, wo in einem Zimmer meine Tante am Schreibtisch sitzt. Ich begrüße sie artig, ich war immer höflich, nur in der Sache erst spreizig. Onkel und Tante sprechen mit mir über meine Schule, meine Zukunft. Onkel Willy bietet mir eine Lehrstelle an.

Ich soll ins Nebenzimmer gehen und Fräulein Ch. herüber bitten. Ich trete dort ein, ein Büroraum mit vier oder fünf Schreibtischen, und sage, "Ein Fräulein Ch. möchte bitte zum Chef kommen."

Da war sie wieder. Sie kam mit dem Stenoblock, nahm alles auf, ich wurde angewiesen, Steuerkarte, Versicherungskarte zu besorgen, oder sie tat das für mich. Am nächsten Tag, dem 5. August 1947, ich war etwa fünfzehn Jahre und neun Monate alt, fing ich an.

Arbeitsleben Ost

Verwaltungskaufmann der Wohnungswirtschaft, Haus- und Grundstücksverwalter bei der Heimstätte Berlin. Volkseigene Wohnungsverwaltung Treptow.

Verwaltungsbereich Altglienicke, Bohnsdorf: Ein- und Zweifamilienhäuser.

Heirat, Familie.

Wir heirateten und gründeten eine neue Familie, denn die alte hatte alles getan, um diese junge Ehe zu verhindern, gegen meine Frau und mich zu intrigieren. Der evangelische Hilfsengel Manfred L. und die ganze neuapostolische Familie meiner Herkunft organisierten eine unglaubliche Feindseligkeit gegen meine Verbindung mit einer jüdischen Frau. Denn das war der Grund aller Schwierigkeiten, die uns gemacht wurden.

Meine Mutter setzte nichts dagegen, während mein Vater uns eher wohlwollend gegenüber stand, wenn nicht gerade anderes dazwischen kam. Ein Gemeindebruder meiner Eltern besaß in Wandlitzsee ein Waldgrundstück mit einer Laube drauf. Wie die Umstände es wollten, überließ er uns noch Unverheirateten die Schlüssel, und wir verbrachten nun jede freie Minute, jedes Wochenende, Feiertage, Urlaub in unserer Hütte. Die neuapostolische Intrige schweißte zusammen, was sie zerstören wollte.

Schon zuvor hatte der Hilfsengel Manfred L. einer Kriegslist zu dienen, das war nicht fein, doch unsere Zukunft stand auf dem Spiel, für die mir alle Mittel recht zu sein schienen. Ich, der spätere Verteidiger von Ehe und Familie, hatte in der Tat mit Händen und Füßen, Zähnen, List und Tücke mich meiner Herkunftsfamilie zu erwehren.

Von Ost nach West eine Grundsatzentscheidung**

Politische Befreiung und sozialer Abstieg. Arbeitsleben West

Div. Flüchtlingslager. Notstandsarbeit.

Enttäuschungen und Illusionen. Was heißt überhaupt Freiheit?

Illusionäre Befreiungsversuche als List des Schicksals.

Widrige Umstände - Hort der Schöpfung

Zwei Welten entstehen, andere kommen hinzu. Ich bin eine multiple Persönlichkeit oder der Intendant meiner privaten Mythologie, spiele mein mythisches Theater mit verteilten Rollen.

** wird gelegentlich ergänzt

Publikationen

Denken und Schreiben. Segen, Fluch, Geheimnisverrat

Mitarbeit bei der Gewerkschaftspresse 1956/63, Erfindung der Synonyme Felix Pech, Tor Weilach und Lex Krakel. Man beachte die Namensbedeutungen. Erste Konflikte um Meinungs- und Pressefreiheit.

Freier Journalist. Veröffentlichungen in konkret (Israel-Report 1967), aktion (Brinkmann-Report 1968), Spontan 1969/70, links-Sozialistische Zeitung (Kritik an Herbert Marcuse und der antiautoritären Phase 1969), Studentenmagazin Input 1969, Studien von Zeitfragen (Neue APO-Konstellation? 1969), Neue Politik 1969/71, kuckuck (kulikri) und kkk-feder 1973/1999, Sleipnir 1995/96, Staatsbriefe 1996, Am Zeitstrand 1997/98, Styleskji 1999/2000, Qimosh 2000.

Redakteur Neue Politik 1970/71

Herausgeber von Zeitschriften, Redakteur / print

NEUE aktion, Hefte 1-6/1968/69

Vierteljahreshefte kuckuck (kulikri) 1/1973-56/1987 (kkk 56 nur im Internet); projekt YISHMAEL 1988, projekt YISHMAEL aleph 1990. kuckuck-federn 1/1991-28/1999. Siehe kuckuck-Archiv

STYLESKJI · KUNST LITERATUR KRITIK, nur Heft 1/1999/2000

Qimosh · SATTYR · The New Qomish, nur Heft 1/2000

Buchtitel / print

HORST LUMMERT in kuckuck (kulikri) 1973 bis 2000 & unveröffentlichte Texte aus 40 Jahren Wüste. Die vielsandigen Vordenklichkeiten des Avram Kokhaviv. Mit grafischen Einlassungen von Gutz Gauch. 13 Bände

Alle Titelseiten - faksimiliert - von 1973 bis 1999, nicht zufällig, sondern folgerichtig aus dem Handgelenk entworfen.

Die Vierteljahreshefte kuckuck erscheinen seit 1973 und sind einem kleinsten Kreis von Abonnenten zugänglich. Die Zeitschrift liegt auch in den wichtigsten Bibliotheken aus - in London, Berlin, München, Wien, Münster, Adelaide, Leipzig, Frankfurt, Amsterdam, Köln, Marbach, Dortmund. kuckuck wird in Stockholm und Den Haag ebenso gelesen wie in Tokio, Teheran, Mexico City, Berkeley und Honolulu in Hawaii, auf Capri, in Hamburg, Bremen, New York, Oxford und Stuttgart. Und dies bei einer Auflage von 300 (dreihundert!). Das Blatt hat mehr Mitarbeiter als Abonnenten. Je anspruchsvoller und anmaßender die Beiträge, desto geringer die öffentliche Resonanz. Um so fleißiger allerdings auch die Bemühungen, dem (obendrein ein bißchen proletarischen) kuckuck den Rang abzulaufen. Am kuckuck vorbei ist (k)ein Blumentopf mehr zu gewinnen. Wer das weiß, weiß mehr als die meisten. Von den wenigen, die es wissen, sind noch einige, die es nicht wissen wollen. Die Erinnerung an die Väter soll ausgelöscht werden, aber die sind mittlerweile hellwach geworden.

Kurz: Die, sagen wir, im Jahre 2277 (falls unsere Zeitrechnung dann noch gilt) essentiellen Fragen werden hier vorformuliert. Und keine Lobby arbeitet für den kuckuck . Dafür gebe ich diesen kleinen Hinweis.

Aus: kuckuck 25/26, 1980

Fremd. Habe ich, nach Einsicht in die Sinnlosigkeit des Schreibens, die Sinnlosigkeit des Lebens ohne Schreiben wiedergefunden.

Kollektiv. Ich höre es aus einer fremden Welt, einer anderen, mir fremd gewordenen Zeit... Was gestern mein Denken beflügelte: dem mein Denken Flügel wachsen ließ... Mein: der mir eigene Fortschritt - in die Einsamkeit.

Ich hatte ein paar frisch aus der Havel gefangenen Fischen das Genick gebrochen. Eine Psychologie des - Tötens, um leben zu können? Der Fluß ist ein wandernder Weg... Pascal.

Aus: kuckuck 1, 1973

Offenbar sind die Amerikaner nicht ganz so dumm, wie der Spiegel sie gern hätte. Herman Kahn gelangte zu Einsichten, zu denen jeder aufmerksame Beobachter kommen muß, der sein Denkvermögen nicht vorher bei der "Friedensbewegung" abgibt: Eine "neue Klasse" ist am Ball, unsere fesche upper middle-class, "in der Mehrzahl mit Vorurteilen und Schuldkomplexen behaftete Angehörige des saturierten Bürgertums", sie "haben ein gehöriges Stück vom Wohlstandskuchen bereits vereinnahmt". Jetzt können sie nur noch verlieren - ihre Sonderstellung, ihre Privilegien. In ihren Köpfen sind die "Grenzen des Wachstums" zu suchen.

Ich verstehe seit einigen Jahren, daß der Spiegel versteckte Tips gibt - welche Leute man ernstnehmen muß. Kahn ist einer von ihnen. In den wenigen Zitaten, die Bölke, sparsam genug, herausgefischt hat, liefert Kahn ein trefflich Stück Klassenanalyse der heutigen Bundesrepublik. Die Neue Klasse ist die gesellschaftliche Macht hinter der Neuen Rechten, sie verkörpert und stützt den neuen Nationalismus in der Bundesrepublik, und sie ist weitgehend identisch mit den konsolidierten, miteinander verflochtenen und kommunizierenden NS-Sippen. Die Klassenfrage hat sich seit dem "Machtwechsel" in den sechziger Jahren mehr und mehr zur Problematik dieser Sippen kristallisiert. Das liberale Image dieser Nationalisten hält sich mehr schlecht als recht; die Fälle, in denen sie - in flagranti ertappt oder aus welchen Gründen auch immer - die Kontrolle über sich verlieren, haben zugenommen.

Die Neue Klasse tritt, was zusätzlich Verwirrung stiftet, als antibürgerlich auf und suggeriert gern ihre irgendwie kapriziöse Nähe zur Linken. Den Code zur Entzifferung ihrer modischen Schriftzeichen enthüllt sie in einem eigentümlichen Selbstverständnis als neue Art von Aristokratie.

Nach Heinsohn "waren es eben solche Sippen feudaler oder faschistischer Provenienz, die sehr genau, sehr todesstrafend und sehr erfolgreich ihren Blick auf den Kinderreichtum der Bauern und Proleten wendeten, ja ohne diesen nicht zu leben vermochten". Später fügt er hinzu: "Das Proletariat hatte nie eine lebendige Zukunft... und wird um 1995 gänzlich von Robotern ersetzt sein..." Zur Erfüllung derartiger Prognosen empfiehlt Professor Heinsohn den Proleten im Lande und in der Dritten Welt: Abortus, Pille, Kindestötung. Die "Bevölkerungsexplosion" enthüllt sich einmal mehr als ein Stück Klassenideologie der Neuen Rechten.

Dagegen ist Herman Kahn ein arbeiterfreundlicher Prophet.

Aus: kuckuck 35/36, 1982

15.2.77:

Kultur. Sie blickt in die Augen, nicht auf die Kleider. Sie trägt keinen Namen.

Der Mensch ist des Menschen liebstes Nutztier. Es unterscheidet ihn von den Primaten.

Es sollte uns nicht eine falsche Philosophie als Gegenstück zur Gartenidylle dienen.

Optimismus ist unser Schicksal. Unser Pessimismus aber hilft uns beim Sortieren der Steine im Weg. Die Karawane zieht weiter.

Wer ans andere Ufer will, muß eine Weile mit dem Strom schwimmen. Im Jahre des Lichts.

Seht den Horizont und unsere Hilflosigkeit!

Die geringste Veränderung in meinem proletarischen Bewußtsein ist eine Veränderung des Proletariats und darum von öffentlichem Interesse - beziehungsweise Nichtinteresse.

16.2.77:

Sie wissen es nicht, sie sehen es dir an. Sie spüren: Dieser da, das ist einer, der war schon dabei, als es anfing. Mit einigen tausend Jahren auf dem Buckel kommst du aus dem Vergleichen nicht heraus. Die Kindheit hat sich unzählige Male wiederholt.

Organisierte Desinformation - durchschaut und dennoch geschichtlich fehlinterpretiert.

Eichmann-Prozess. Aussage Kurt Becher. Dokumentation zum Biss-Bericht.

1. Frage: Was wissen Sie über den im November 1944 erfolgten Fußmarsch eines Teiles der jüdischen Bevölkerung von Budapest?

Antwort: Ich kann aus eigener Kenntnis nicht sagen, wer die Fußmärsche eines Teils der jüdischen Bevölkerung von Budapest zur österreichischen Grenze im Herbst 1944 angeordnet hat. Ich weiß auch nichts über die Verhandlung zwischen der ungarischen Regierung und dem Gesandten Veesenmayer, die diese Frage zum Gegenstand hatte. Auf meinen Fahrten zwischen Wien und Budapest habe ich diese Fußmärsche persönlich gesehen. Sie waren von ungarischen Uniformierten begleitet. Ich kann nicht sagen, ob es sich um ungarische Polizisten oder um ungarische Honved-Soldaten oder um beides gehandelt hat. Ich sprach von "Fußmärschen", weil sich der Fußmarsch der jüdischen Bevölkerung von Budapest über mehrere Wochen hinzog. Nach meinen Beobachtungen begann er in den letzten Oktobertagen und dauerte bis etwa 20. bis 25. November 1944. Den Beginn des Fußmarsches kenne ich allerdings nicht aus eigener Beobachtung, denn ich befand mich zu jener Zeit nicht in Budapest; ich hörte aber davon.

Aus: kuckuck 53, 1986

Im Anfang war der Verrat. Der Verrat war bei Gott, und Gott war der Verrat. Er säte die Zwietracht. Sie war sein Same. Das Wort.

Im Winter schaust du aufs Jahr zurück und findest, daß alles seine Ordnung hatte und dennoch fehlgeleitet erschien. Die innere Widersprüchlichkeit der Lebensvorgänge war dem Chaldäer bewußt, seit er denken konnte. Liebe und Haß lagen so eng beieinander, daß er es nicht verstand, denn er konnte nicht hassen.

Avram, dem die Dialektik eingeboren und eingeschrieben war, bestand aus Liebe und Erkennenwollen. Er wollte verstehen und wußte, daß ohne Liebe ihm alles verschlossen blieb. Seine Einsichten sind der Beweis für die Unfähigkeit zu hassen.

Vielleicht war dies seine Schuld, die er abtragen mußte. Denn er sollte hassen, wie er lieben sollte, er sollte hassen Amaleq, aber er konnte es nicht. Avram haßte den Verrat, nicht den Verräter. Die allgemeine Regel lautete: Man liebt den Verrat, verachtet und haßt den Verräter. Das unterschied Avram von den meisten Menschen.

Er brachte es nicht zuwege, seinen Sohn Amaleq zu verachten und zu töten. Avrams Schwäche war, daß er alles verstehen wollte, und er wollte Amaleq verstehen. Um ihn verstehen zu können, mußte er ihn lieben, denn Erkenntnis ohne Liebe ist wie Blindheit und Taubheit zusammen.

Dafür wurde er bestraft. Gott strafte ihn für diese Haßunfähigkeit. Er sollte hassen und kämpfen, und Avram kämpfte, aber nicht, um zu vernichten, sondern um der Erhellung willen. Avram bat Gott um die Erleuchtung seiner Feinde, auch um die Erleuchtung Amaleqs, während Gott ihm doch aufgetragen hatte, Amaleq zu bekämpfen, mit Stumpf und Stiel auszurotten. Das konnte er nicht. Das wollte er nicht.

Was trug es ihm ein? Es trug ihm den Haß derer ein, die er nicht hassen konnte.

Advocatus Diaboli antwortet der verschärften Psycho-Kriegführung gegen das vereinigte Deutschland.

Bestandsaufnahme und Ausweg: Euro-islamische Strategie contra NS-Wiederholung der deutschen Geschichte.

Konfuzius sagt: Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken: Das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen: Das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung: Das ist der bitterste.

Das deutsche Problem Nummer 1: Die Pressefreiheit ist ein Menschenrecht. Die Beschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der vereinigten Bundesrepublik lähmt die publizistische Arbeit des kuckuck, der von seinen Themen nicht abgehen will.

Meine Revisionismus-Kritik zielt zugleich auf eine Politik, die die intellektuelle Auseinandersetzung mit dem neuen Nazismus nicht wünscht, weil sie sie fürchtet.

Die politische Kaste scheut den Konflikt, weil sie ihre eigene Anfälligkeit für den Nationalsozialismus aus der Verdrängung hervorholen müßte. Nur ihr politischer Stil erinnert bisweilen ans scheinbar Vergangene. So hat der Revisionismus dann und wann Erfolg, weil ihm keine kritische Schule beikommen kann und darf.

Revisionismus-Kritik exklusiv ist ein Synonym für kuckuck. Auch gegen den Strich.

Die ersten kuckuck-federn sondieren die "Großwetterlage", mustern revisionistische Topoi und bieten die Vorlage für eine eingehende Prüfung.

Der Advokat des Teufels als Aufklärer neuen Typs. Eine einzigartige Provokation.

Erklären konnte er sich vieles nicht, und sein Leben bestand darin, sich alles erklären zu wollen. In ihm war eine Bestimmung, die er erkennen und verstehen mußte. Das brauchte Zeit, obwohl er sich ziemlich früh auf der Spur war.

Diese Geschichte der abramitischen Geheimnisse will ich erzählen.

Flensburg war zunächst wie ein Ruhepol. Seelenstrategisch lag es günstig. Vom nördlichen Rande Deutschlands konnte man weit über den Süden blicken. Und wir blickten über die Förde, schlossen Freundschaft mit Möwen und Marienkäfern, die uns eine Zeitlang überkamen. Kinder wurden geboren. Mit den Kindern wuchsen die Hoffnungen heran.

Hoffnungen wurden zu Illusionen. Das kam nicht unerwartet, aber wer hofft, läßt sich den Tag nicht verderben.

Wir kaufen einen Kutter, laden die ganze Habe ein und tuckern eines frühen Morgens um die Fördeinseln. Vorbei an dem russischen Frachter, der gerade seine Kleie löscht. Du wunderst dich über die Jutesäcke aus Algerien, Tunesien und Libyen und rufst der Mannschaft dein schönstes Doswidania zu. Weiter geht es mit Kind und Kegel.

Oder die Autofahrt über die Wettergrenze Schleswig-Holsteins.

In Glücksburg machte der Militärische Abschirmdienst Schwierigkeiten, weil Avrams kuckuck der NATO bereits unangenehm aufgefallen war. Das glaubt kein Mensch, ist aber wahr.

Hier sollte alles friedlich verlaufen, damit der Warschauer Pakt eines Tages genauso friedlich hier würde einziehen können. Nicht mit einem Kutter, aber vielleicht mit zweien, oder mit U-Booten und Unterstützung aus der Luft. Die Flensburger Ecke war strategisch wieder mal wichtig.

Warum tauchte Avram immerfort an solchen Stellen auf. Es war in LeHavre, wo ihn die Militärische Sicherheit vertrieb, als er nach England schaute. Der Küstenabstand bleibt im Rahmen menschlicher Sinneskompetenz.

In Harwich entwarf er im nassen Sand eine ganz neue Konstellation, obwohl er wußte, daß es Neues unter der Sonne nicht gab.

Der Chaldäer in ihm meinte, paß auf, wenn du in der ersten Person singularis berichtest, als seiest du der Mann mit der Tarnkappe.

Deutschland - Höllenfahrt oder Wiedergeburt. Eine Warnung vor den neuen nützlichen Idioten Rußlands. Deutschland wird eine Wiedergeburt erleben, wenn es sich auf seine reale Geschichte besinnt, aus ihr die notwendigen Lehren zieht, Freunde gewinnt und das deutsche Volk zur inneren Eintracht geleitet.

Es wird eine Höllenfahrt erleben, wenn es die falschen Freunde wählt, die falsche Geschichte zu Rate, folglich die falschen Lehren zieht und also die Eintracht des Volkes auf dem Wege der ethnischen Selbstisolierung erreichen will, mit anderen Worten: im völkischen Suicid.

Das Szenario stelle ich bewußt an den Anfang, weil die falschen Tendenzen als Zeichen am Wege der neuen rechten Szene stehen.

Wer seinen kritischen Verstand nicht an der Garderobe einer verlogenen Friedfertigkeit abgegeben hat, erkennt auf den ersten Blick eine völkische Neuauflage des Sozialismus und seiner Deutschland- und Europa-Politik.

Die neudeutsche Rechte projektiert eine Wiedergeburt (!) des soeben - gerechterweise - untergegangenen Sowjetblocks, der ja nichts anderes als das ideologisch verhüllte Instrument der Reichspolitik Rußlands war.

Rußland ist für Deutschland kein Sicherheitspartner, keine Hilfe, keine Hoffnung und keine Verheißung, sondern eine Bedrohung, zudem - wirtschaftlich - eine unabsehbare Last.

Die Naivität, die sich in Deutschland - von links bis rechts - zu Wort meldet, sobald es um Rußland geht, ist schon ein bißchen seltsam.

Philosophisch hat Deutschland zweihundert Jahre Realitätsverlust aufzuarbeiten. Unter den Fittichen Rußlands wäre es endgültig verloren.

Ein kleiner Teufel hüpfte über den Kraterrand und rief: Mach dich auf! Die Brüder warten! Es sind so viele Fragen. Werde Antwort! Und sprang in den Krater zurück. Anonymus aber gab sich Namen an und ging davon.

Ich muß eine Geschichte erzählen, die mir seit langem auf der Leber liegt. Die Geschichte vom Dämon. Die Geschichte eines Kobolds und kleinen Teufels, der mit seiner Geburt Böses in die Welt gebracht hat. Er war für sie geschaffen. Gut werde er's haben. Die Karriere hielt nichts und niemand mehr auf. Er war ein Harlekin, ein Tunichtgut, einer vom heiligen Schein obendrein. Lefeu trug ihn am kleinen Finger. So lachte er nicht und weinte nicht, fand Schelm sich mit Schelm. Dieser Gesell erlebte Sternstunden nur zur einen Hälfte.

Die prägende Kontroverse begann vor dreimal neun Jahren. Der sehende Vogel, Augur, Papagei und Eule in einem, war ein Geschöpf des Krieges. Der Krieg bot Anlaß, war aber auch ein Sohn des schreienden Flügelschlags.

Die Entdeckung getarnten Unheils im täglichen Einerlei hatte das Beben ausgelöst. Eine Märchengestalt wurde zur grauen Leitfigur in der Politgeschichte der siebziger, achtziger und neunziger Jahre.

Avram nahm eine Spur auf, von der er nicht lassen konnte. Verfolgung der Spur und die Enthüllung ihrer Veranstalter bleibt der unverwechselbare Grundzug des sinnenden Chaldäers.

Die Todesschwadroneure, die in den islamischen Dörfern Algeriens wüten, sind nicht islamische, sondern atheistische Fundamentalisten. Die Massaker sind nicht islamisch, sie gelten dem Islam.

Die Faschisierung der deutschen linken Theorie geht mit der inneren Faschisierung Europas einher. Nach außen richtet sich die neue europäische Aggression nicht nur gegen den Islam, sondern gegen den monotheistischen Gedanken schlechthin, gegen den Namen - Shem - Gottes.

In diesem Sinne konsolidiert sich eine neue - antishemitische - Großmacht.

Die Schuldunfähigkeit der Täter und Schreibtischtäter ist evident: sie (taten und) tun es mit gutem Gewissen, ja nach bestem Wissen und Gewissen. Zwei nahe Welten entfernen sich voneinander im Geiste. Ihre Feindschaften transzendieren ins Unermeßliche. Die Distanz zwischen den Grenzen (!) der Verständigung klafft wie ein Erdriß. In einer förmlich - politisch/ideologisch - auf jeden anwendbaren Theorie des induzierten Irreseins sammeln sich Mystizismus und Psychoanalyse.

Von der Relativität metapolitischer Denksysteme in der politischen Diskussion schwindet mehr und mehr die Bedeutung.

Der Absolutismus hält Einkehr - nicht nur - in Denken und Wissen.

Wer diese Tendenzen zu Ende denkt, begegnet dem - heiligen, dem metaphysischen - Krieg.

Seine Vorboten heißen wir: Die neuen Unschuldigen und Victimologen, die Goebbels und aufgeschreckten Neutralen, Revisionisten als Pfadfinder, Friedensengel, Atheisten und andere Assassinen.

Während der Abend sich neigt, der Morgen bereits heraufdämmert, wenden wir uns einstweilen dem Alltag zu.

Juno ward die Gemahlin des Jupiters. Ueber ihre Verheurathung trug man sich mit einer doppelten Sage. Einmal versezte man diese Verbindung auf die Insel Samos. Hier soll ihr Jupiter lange nachgestrebt haben. Als sie einst beym Spatziergehen von ihren Gefährten entfernt sich auf dem Berg Thornax niedersezte, erregte Jupiter plötzlich ein großes Ungewitter. Mitten in demselben stürzte ein Kukuk vor Nässe und Kälte zitternd sich zu ihren Füßen nieder. Juno glaubte eine mitleidige Handlung zu begehen und schlug ihren Mantel um das erstarrte Thier. Dieser Vogel war aber Jupiter selbst, der seine wahre Gestalt annahm und sie zu umarmen suchte, auch, wenn sie diese Umarmung gestatten wollte, sich mit ihr zu vermälen versprach. Juno gieng die Verbindung ein; der Berg erhielt davon den Nahmen Coggygius, Kukuksberg. Juno selbst aber führte seitdem einen Kukuk auf ihrem Scepter. So Schol. Theocr. 15,64. cf. Paus. 11,17.

Stichwort: IUNO

Neues Mythologisches Wörterbuch nach den neuesten Berichtigungen für studirende Jünglinge und angehende Künstler zusammengetragen von Paul Friedrich Achat Nitsch Pfarrer zu Wündsch. Leipzig, bey Johann Benjamin Georg Fleischer 1793. Seite 1179.

kuckuck feder 8

Die kkk-Hefte sind ein Zeitdokument. In einer kleinen Zeitschrift mit winziger Auflage wurde in einem Vierteljahrhundert getan, was niemand sonst tat. Es wurden die Substrukturen des deutschen Nachkriegsfaschismus aufgedeckt und untersucht - eine mühselige und alles andere als einträgliche Arbeit. Die strafrechtliche Verfolgung des kuckuck aufgrund faschistisch-antisemitischer Denunziationen ist ein Phänomen, das man in der Bundesrepublik eigentlich nur aus Zeiten kennt, da die heutigen Hysteriker selber die Verfolgten waren. Wenn linke Leute in den sechziger Jahren ihre politischen Gegner mit Hakenkreuzen karikierten, konnten sie wegen Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole an den Staatsanwalt geraten. Die Absicht war klar. Damals waren die Linken freilich in großer Zahl vorhanden und bereit, gegen diesen verlogenen Spuk der Verfolgungsbehörden und ihrer Denunzianten anzukämpfen. Anders heute, anders vor allem, wo die feinere Körnung des gesellschaftlichen Zustands und die komplizierten gesellschaftlichen Verzweigungen des wiederwerdenden Nationalsozialismus in Deutschland zu untersuchen sind. Die eigentliche Gefahr ist nicht einmal, nicht primär, daß der Nazismus hier wieder Einkehr hält, sondern daß er als Vorwand dienen könnte, um die Demokratie abzuschaffen. Deutschland steht vor der Frage, wie es mit seinen verfassungsrechtlichen Problemen künftig fertig werden will. Die Feinde der Demokratie haben keine Chance, wenn dem deutschen Volk die Freiheit uneingeschränkt wiedergegeben wird, darum sind sie emsig dabei, die Perspektive von 1945 und 1989 wieder rückgängig zu machen. Die innere Freiheit Deutschlands begann mit dem Ende des Hitler-Reiches und setzte sich fort mit dem Ende der DDR. Ich bin ein Zeitzeuge der Demokratie. Und ich wünsche sie mir wahrhaftig und frei.

Erziehung zur Freiheit

Was ist neu, was ist anders? Spuren einer globalen klassen- und kastenpolitischen Interessen-Koalition 11. September 2001. Die Reaktion ist das Ereignis

Nacherzählungen

Die Schriften entheiligen!

Qimoserien. Die Kunst zu verwischen

Trilogie des Verrats. Außer der Reihe HORST LUMMERT in kuckuck (kulikri), Bände 6, 8 und 10

[http://www.kokhavivpublications.com/authors/avram_kokhaviv]

Bewegung in Etappen, Bestimmung und Getriebensein

Ortswechsel, Wanderung und Rückkehr

Gezieltes Denken und Schreiben

Kritische Punkte und Gegenstände der Kritik***

Der geschichtliche Zeitraum meiner ersten und zweiten Kindheit. Kritik der NS-Diktatur und des neuen sozialistischen Zwangssystems. Der Kalte Krieg und meine entschiedene Parteinahme für den Westen. Schicksal und spätere Zweifel. Innere und äußere Freiheit. Die Überwindung des Kalten Krieges auf Kosten der geschichtlichen Wahrheit. Der Arbeiteraufstand vom 16. Juni 1953 ist heute verraten. Ungarnaufstand 1956 und Suezkrise. Mauerbau und Studentenbewegung. Sechstagekrieg 1967, Prager Frühling und Pariser Revolte 1968. Die Konterrevolution schläft nicht, sie folgt auf dem Fuße. Der deutsche Sonderweg auch hier. Die ideologische Umkehr der Geschichte. Antiautoritäre Bewegung, Feminismus, Ökologismus, die systematische Einleitung von Sodom & Gomorrha.

Kritische Prüfung des Geschichtsrevisionismus

Verteidigung von Meinungs- und Pressefreiheit.

Motto: Der Maulkorb muß weg!

Motto: In der offenen und ehrlichen Gesellschaft ist jedes offene und ehrliche Wort politisch korrekt!

Berufliche Abhängigkeiten konkret: Verwaltungskaufmann der Wohnungswirtschaft Ost bis 1952, Sozialversicherungskaufmann West bis 1963, Mittlere Führungskraft in der Tabakindustrie bis 1966, Kibbuz-Landarbeiter 1966, Israel-Korrespondent 1967, Bauarbeiter 1968, freier Journalist, Herausgeber, Redakteur, Bauarbeiter, Kranführer, proletarischer Überzeugungstäter, subnomadischer Durchblicker und glücklicher, verfluchter Schreiber, Drucker, Produzent bis 1988.

Aliyah und Shahadah 1988.

*** wird gelegentlich ergänzt

Quellen und Weblinks

Horst Lummert

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