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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2007-03-28

Avram Kokhaviv

Dritter oder Vierter Weltkrieg?

Brachte mich meine Naivität auf die falsche Rechnung, oder war die Rechnung richtig?

Nach den Weltkriegen I und II lief bald der «Kalte Krieg» an, der mit dem Zerfall der Sowjetunion endete.

Dieser «Kalte Krieg» hatte die Ausmaße eines Weltkrieges, dauerte länger als die zwei vor ihm, so nannte ich ihn «Weltkrieg III».

Der «Krieg gegen den Terror» - sprich: Kreuzzug gegen den Islam! - ist der nächste in der Reihe und erhält den Namen «Weltkrieg IV».

Eine Zeitlang war das auch anderswo so zu lesen, inzwischen ist zwar noch von Weltkrieg III die Rede, der «Kalte Krieg» zählt aber offenbar nicht mehr mit.

Vielleicht gibt es dafür einen Grund.

Die zwei Weltkriege 1914/1918 und 1939/1945 drehten sich um Deutschland bzw. waren gegen Deutschland gerichtet.

Im «Kalten Krieg» ging es um ideologische Einflußzonen, deren Grenzen noch aus Vereinbarungen der Anti-Deutschland-Koalition stammten.

Der «Kalte Krieg» wurde im Westen auch gegen die eigene Zukunft - den Nachwuchs - geführt.

Er definierte sich als Konfliktvermeidung - zeitweilig ein Spiel, in dem Methoden der Selbstzerstörung zur Perfektion gediehen.

Die psychologische Entmannung Deutschlands besorgte der Propagandafeminismus - an Schulen und Universitäten, in Kindergärten, Fernsehen, Kultur und Politik...

So entstand eine neue - feministisch-ökologistische - Religion.

Den Rest übernahmen die pharmazeutische Industrie und der Chirurg.

Der praenatale Megamord - ein kollektiver Suizid - wird zu einem entscheidenden Faktor westlicher, insonderheit deutscher Politik.

Man kann sich heute fragen, ob die demographischen Folgen politisch beabsichtigt waren...

Die Probleme, die sich die Gesellschaft damit aufgehalst hat, waren zumindest objektiv programmiert.

Der Megamord an den Ungeborenen wurde - in einem Zuge mit der Idealisierung und Realisierung der «multikulturellen Gesellschaft» - als Zeichen der Frauenemanzipation begrüßt und gefeiert.

Die «multikulturelle» Idee hat - unterstützt durch die «Emanzipation der Frau» von Mann und Kind - zwei wichtige Aspekte.

Sie erklärt Deutschland - das 1945 etwa ein Drittel seines Staatsgebietes verlor - zum «Einwanderungsland» und befördert die Einwanderung zumal aus islamischen Ländern und Regionen.

Verbunden mit der Absicht, die Geburtenzahl auch bei den Zugewanderten durch «Aufklärung» etc. einzuschränken...

«Familienplanung» und «Geburtenregelung» stehen an erster Stelle.

Wenn die «Multikulturellen» jetzt klagen, ihr Projekt sei gescheitert, so bekunden sie damit nur ihre Unwissenheit.

Sie haben die Kraft der einwandernden Familien unterschätzt und anfangs auch die Bedeutung des Islam ignoriert.

Der Feminismus ist mittlerweile eine der giftigsten Propagandaspritzen im inneren Hetzkrieg gegen den Islam.

Die über Jahrzehnte problemlos verlaufene Entmannungspolitik der Deutschen stößt auf islamischen Widerstand.

In ihrer «aufgeklärt-fortschrittlichen» Besessenheit ahnten sie nicht den absterbenden Ast, auf dem sie hockten und die Zukunft zu regeln vermeinten.

Der Islamisierung Deutschlands und Europas haben sie damit einen Gefallen getan.

Wie im «Kalten Krieg» - der so kalt wiederum nicht war - geht es beim «war on terror» auch um ideologische Einflußzonen...

Trotz blutiger Kriege in Korea, Vietnam, Umwälzungen in Afrika, Südamerika... - alles Anteile der großen «kalt»-kriegerischen Auseinandersetzung des Westens mit dem Kommunismus - ist man von dem Begriff «Weltkrieg III» - für «cold war» - schnell wieder abgekommen.

«Weltkrieg III» bleibt dem «war on terror» vorbehalten, obwohl der längst nicht Dauer und Größenordnung des «Kalten» erreicht hat.

Das Ende der Sowjetunion brachte die Wiedervereinigung und damit die «Gefahr» einer neuen Rolle Deutschlands auf die weltpolitische Bühne.

Den Weltkriegen I und II gegen Deutschland hypothetisch den «Krieg gegen den Terror» als Weltkrieg III - gegen Deutschland und den Islam! - hinzufügen - schon ist die Zählung klar und der «Kalte Krieg» nur ein Ausrutscher gewesen...

Gibt es Anzeichen für eine Verbindung des Kulturkriegs gegen den Islam mit einem sich langsam anbahnenden Krieg gegen Deutschland?

Der «Krieg gegen den Terror» beginnt offiziell als Reaktion auf die Luftanschläge vom 11. September 2001.

Die Flugzeugattacken sollen in Deutschland vorbereitet worden sein; Mitglieder der «islamistischen Terrorgruppe» lebten und arbeiteten in Deutschland.

Die ersten Drohungen des US-Präsidenten an die Terroristen und ihre Helfer - man werde diese wie jene gleich hart bestrafen - waren unschwer als auch gegen Deutschland gerichtet zu erkennen, obwohl niemand diesen heiklen Punkt anrührte.

Kaum war Deutschland wieder vereinigt, schon gab es die ersten Schwierigkeiten...

Deutschland ist auf lange Sicht ein wirkliches Problem für all jene, die es nicht groß werden lassen wollen, obwohl dies - ein kräftiges Wachstum - ganz seiner Natur - seinen Fähigkeiten, seinen wissenschaftlichen und industriellen Kapazitäten - entspricht.

Nun wird der Verdacht, daß «9/11» ein lancierter Eigenbau der Amerikaner gewesen sei, vom selben Tage an geäußert.

Zum andern bringt die antiislamische Lobby - nicht nur in Deutschland - den «Islamismus» gern mit dem Nazismus in eine strategische Verbindung.

Eine deutsch-islamische Interessenkonvergenz liegt auf der Hand.

Hat Weltkrieg III - wie die zwei großen Kriege vor ihm - als «war on terror» eigentlich Deutschland - seine endgültige Auslöschung - im Visier?

Der Kreuzzug gegen den Islam wäre ein Umweg nach Deutschland, die Islamisierung Deutschlands ein Mittel zum Zwecke der Verdichtung und Festigung des Kriegsgrunds?

Die Münze hat zwei Seiten.

Die Islamisierung Deutschlands schafft eine neue Situation, mit der beide Seiten nun zu rechnen haben.

Die vorbeugende Idee spielt mit dem Faktor Zeit: welcher Zug führt zum Schach und welcher zum Matt?

Eine Islamisierung Deutschlands erleichtert den amerikanischen Kreuzzüglern die Ausschaltung der europäischen Konkurrenz.

Mit der Verdeutschung - sprich: «Nazifizierung» - des «islamistischen Terrorismus» kehrt die seit 1945 schmerzlich vermißte Moral wieder ein:

Der unpopuläre Kreuzzug gegen den Islam gewinnt als Kreuzzug gegen das im Hintergrund intrigierende Deutschland - diese dämonische Geißel der Menschheit! - den guten alten Kern zurück.

Mit Deutschland wird die «Achse des Bösen» endlich komplett und für jedermann faßbar.

Der erbarmungslose «Krieg gegen den deutsch-islamistischen Terror» kann - wie einst im Mai: plausibel und moralisch glaubhaft - zum Vernichtungssieg geführt werden.

Vielleicht spielt aber auch hier ein kräftiger Schuß Verblendung und Unwissenheit mit, so daß die Entwicklung eine ganz andere Richtung nimmt.

Insh'allah!

Die Kopfseite der Münze.

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