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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2007-01-25

Avram Kokhaviv

Weg mit dem Plunder

Neuer Versuch einer Selbstisolierung

Ein Sufi meint, mit der Elektrizität stehe und falle die moderne Gesellschaft.

So Gott will, werde und wird sich an dieser Frage die Zukunft der Welt und der Menschheit entscheiden.

Vorüber gehende Strom-Ausfälle sind uns nicht unbekannt.

Eine Großstadt ohne Strom ist eine Nacht voller Gespenster, aber auch der freundlichen Überraschungen.

Ein Augenblick der Bewährung.

Der ewige Mensch, er hätte denn das Zeitliche gesegnet, kann wieder hervor kommen, muß aber die Gefahren erkennen, in denen er weiter hin schwebt, weil er vorerst nicht auf festem Boden steht.

Mit der Elektrizität kommt und geht alles, was dem Heutigen so sehr am Herzen liegt, daß er sich bereits in ein Kunst-Wesen verwandelt hat.

Wir können unbefangen darüber sprechen, niemals würde dies Wesen freiwillig auf E-Komfort verzichten.

Wir reden von einer Sache, die so grundlegend ist, daß höhere Gewalten und Fügungen sie geschaffen haben müssen; daß nur sie sie auch wieder beseitigen können.

Niemand braucht also den Gedanken zu fürchten, es hängt nicht von uns ab.

Ohne Gottes Hilfe geschieht nichts dafür oder dawider.

Allein die Idee des unvermittelten und vollkommenen Menschen, der etwa die Abschaffung des Automobils in die Wege leitet, hat keine Aussicht auf Erfolg; das nimmt niemand ernst, es bleibt ohne Bedeutung.

Von Heutigen kommt allenfalls der Gedanke, aus läufige Quell-Wässer um zu leiten.

Energie-Privilegien muß nicht jeder genießen.

Spargebote sind an die Armen gerichtet.

Die Wiederkehr des ewigen Menschen folgt durch die Hintertür.

Diese hyper-moderne Welt gestaltete aus der Krone der Schöpfung Attrappen und Schaufensterpuppen.

Es lohnt nicht, ihrer zu gedenken.

Wenn es dem Ende zu geht, wird alles knapp.

Die echte Knappheit ist keine organisierte Markt-Situation.

Ohne die technischen Hilfsmittel der Moderne verschwinden die Städte, wie wir sie kennen, Radio und Fernsehen, Computer und Autostraßen, Weltraumfahrt, Eisenbahnen, Flugverkehr...

Das Gesicht der Welt ändert sich im Nu, im Laden gibt es keine Milchtüten, kein verpacktes Fleisch, kein maschinell hergestelltes Brot, keine italienischen Tomaten, keine ägyptischen Kartoffeln, keine Bananen aus Südamerika, keine Orangen aus Israel, keine Tielkühl-Truhe, kein Licht und keine Heizung.

Es wird wieder geben, was es früher gab: Pferde, Esel, Kamele, Schafe und Rinder, Obstbäume auf den Wiesen, Birken und Sträucher, wo vorher Plattenbauten standen, und offenes Feuer, Honig vom Stock.

Die Menschen liegen nicht mehr über ein ander, in den Städten ist nichts mehr zu holen.

Metropolen werden zu Kloaken.

Hygienische Vernunft gebietet es, die sterbenden Städte zu verlassen, in alle Himmelsrichtungen fort zu wandern.

Neue Stämme werden sich bilden und ihr Schicksal erfahren.

Mit den Städten verschwinden die Staaten, Besitzer von Resten modernen Geräts - von Waffen, Ausrüstungsgegenständen... - werden über die letzten Tage zu herrschen versuchen.

Irgend wann geht es auch damit zu Ende, weil Neues nicht mehr hergestellt wird.

Chancen der Freiheit und Selbständigkeit werden ergriffen, sobald die elektronischen Kontroll-Möglichkeiten weg gefallen sind.

Ich wage es kaum aus zu sprechen, aber die neuen Nomaden werden der Welt ihr Ur-Bild zurück geben, der Mensch wird wieder Mensch sein, vollkommen und wild, klug und wach.

Er wird - von neuem - tags die Erde und nachts den Himmel entdecken und begreifen.

Was der ewige Mensch zum Leben braucht, hat Gott ihm bei gegeben.

Der Plunder der kanzerogenen Industriewelt verkommt und verweht...

Wir - Heutige - sollten es schaffen, wieder Ewige zu werden?

Ohne Website?

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