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Die Freiheit ist unsere Sicherheit

2007-01-14

Avram Kokhaviv

Liegt das Kind im Brunnen, klingelt in Deutschland der Wecker

Das endlich aufgedeckte Totalitäre im Feminismus

Wer oder was hülfe denn wider die genderistische Dekadenz - wenn nicht der Islam?

Es macht keinen Spaß, jetzt beobachten zu müssen, wie die schlimmsten aller Erwartungen längst Regierungspolitik und Weltprogramm geworden sind, und daß dennoch - nach mehr als dreißig Jahren - nur wenige Menschen die Tragweite dessen erkennen, was nicht etwa vor der Tür steht, sondern bereits das Haus in Besitz genommen hat.

Die an sich berechtigte konservative Aufregung läßt mich heute - 2007! - ziemlich kalt.

Brauchen wir nun den großen Entwurf, um wieder daheim sein zu können, oder reicht es, sich zu besinnen, auf das, was immer war?

Setzen wir dem Globalismus unseren eigenen Globalismus entgegen, oder gehen wir in uns, ins Nahe und Vertraute, wenn auch verloren Vergessene?

Will ich mein Land für mich und meine Kinder, Kindeskinder, Freunde und Kollegen, oder das Ganze, das Große, auch Unbekannte, die Welt für uns alle?

Wähle ich das Große, Grenzenlose, so weil ich glaube, daß ich mein eigen Land in Frieden nicht halten kann.

Ich sage nicht Nation und nicht Islam und denke es doch.

Der islamische Gedanke bringt mich der Erde wieder nah, und Gott ist mein Zeuge, meine Hilfe, mein Schild und mein Schwert.

Ich bin im Islam nicht aufgewachsen; aufgewachsen und zu mir gekommen, selbst zum Islam und seiner monotheistischen biblischen Vorgeschichte, bin ich im Land meiner Geburt, meiner Kindheit und Jugend, meiner Eltern und Wahlverwandten.

Mein Prophet hieß nicht Mohammed, er sprach und schrieb nicht arabisch.

Mein Land ist einfach, aus Stadt und aus Dorf, aus Wäldern, Seen, Äckern und Wiesen, aus Bergen in Schnee und Sonne, dem doppelten Meer in meinen Ohren.

Meine Mutter ließ mich an einer Meeresmuschel lauschen, hörst du es, und ich hörte es.

Die breiten Flüsse und Ströme, nicht überall war ich zuhaus, an manchen Orten kamen mir die Menschen fremd entgegen, sie wiesen mich ab.

Dennoch habe ich meine Wurzeln auch hier.

Ich sehe nach Süden und Osten, nach Sonne und Eis.

Die Unendlichkeit des Ostens fühle ich in mir.

Dshuang Dsi erzählt von dem Weisen, der nie seinen Ort verließ, der jeden Stein, jeden Strauch, jedes Gesicht und alle Geschichten kannte.

Muß diese elementare Erfahrung in eine politische Form gegossen werden?

Wir schaufelten Gräben und Höhlen, weil unser Leben, unser Haus, weil die Familie, die Nachbarn, die Felder und Bäche und Bäume in Gefahr waren, nicht plötzlich, aber plötzlich erlebt.

Du verteidigst nicht Haus und Hof, wenn nicht Räuber dich belagern, bedrohen, vertreiben wollen.

Wir wollten uns verteidigen, wir haben es nicht getan.

Wir haben uns nicht verteidigt, haben uns ausrauben und verjagen lassen, ohne Widerstand zu leisten.

Wir, von denen die ganze Welt gelernt hat, wir haben erst von anderen gelernt, wie man sich wehrt, wie man kämpft und sich befreit auch aus tiefster Hoffnungslosigkeit.

Hier muß ich uns mal beim Namen nennen: uns Deutsche.

Wir waren die Größten, die Tapfersten, Tüchtigsten, Redlichsten und Ritterlichsten.

Wir haben gekämpft, Auge in Auge mit Ebenbürtigen, Ehrenhaften.

Wir haben versagt gegen Schwächere, die wir unterdrückten, entehrten und entrechteten, die wir verfolgten und schändeten, an denen wir schließlich unsere eigene Schande erlebten.

Wir haben versagt, als wir die Schwachen, die Unterdrückten, Entehrten und Entrechteten waren, die Verfolgten, Geschändeten, an denen unsere Schänder ihre Schande erfuhren.

Wir können Asymmetrien nicht ertragen, darum werfen wir uns vor Stärkeren in den Staub, treten wir den Schwachen.

Wir sind Sadisten und Masochisten, keine Partisanen, Guerrilleros, die an der überlegenen Stärke und Ausrüstung ihrer Feinde wachsen, keine Mudjahedeen.

Die Deutschen sind im Grunde ihrer Seele glaubenslos, sie vertrauen nicht auf Gott, sondern auf den starken Mann und Führer.

Das Gottvertrauen aber macht den starken Mann überflüssig.

Das bringt, jedenfalls in der Theorie, die Deutschen mit dem Islam zusammen.

Die deutsch-jüdische Symbiose ordnet die Geschichte neu und gerecht, beidseitig existentiell notwendig und vernünftig.

Die Theorie, daß die Deutschen, die politisch und historisch als Deutsche überleben wollen, den Islam annehmen, ja, den Islam für sich werden entdecken müssen, ist eine Theorie der inneren und äußeren Befreiung.

Deutschland hat seit je die Neigung gezeigt, sich den Großen und Starken zuzurechnen, und ist damit immer wieder kläglich gescheitert.

Was an Deutschland groß und stark, ist dies nicht im Vergleich mit Größeren und Stärkeren, sondern Ausrüstung für seine heilsgeschichtliche Bestimmung, den Schwachen und Schwächeren zu helfen.

Die Deutschen sind in ihrem Inneren alles andere als revolutionär, sie sind für Recht und Ordnung in einem starken Staat, das Grundbefinden der deutschen Seele ist Angst, nicht Streitbarkeit.

Die Deutschen waren gute Arbeiter und darum gute Soldaten und Befehlsempfänger.

Das deutsche Genie kommt aus der unsichtbaren Unterdrückung.

Die innere Ausweglosigkeit der deutschen Seele läßt Dinge entstehen, die es vorher nicht gab.

Deutschland wollte und will eigentlich immer allein sein, doch seine Nachbarn und inzwischen die ganze Welt lassen es nicht zu.

Deutschland ist gefordert - und macht auch heute wieder den historischen Fehler, sich - als vermeintlich Gleich zu Gleich - den Großen und Starken, modernst Ausgerüsteten zuzugesellen - in deren Krieg gegen die Kleinen und Schwachen.

Diese Kleinen und Schwachen, in Wahrheit seelisch und geistig Großen und Starken, brauchen Deutschlands technische, natur-wissenschaftliche Hilfe und Unterstützung, sie warten buchstäblich darauf.

Die Völker Asiens behalten bis heute in ihrem Gedächtnis, was die Deutschen schon vergessen haben, den musisch-künstlerischen und philosophischen Genius im deutschen Volke.

Dieser außergewöhnliche Genius der Deutschen korrespondiert mit dem Denken, Fühlen und Glauben Asiens.

Während der Geist des Fernen Ostens momentan ruht und materiellen Entwicklungen zuzuschauen scheint, verbindet sich im islamischen Denken die Meditation mit der politisch und militärisch akuten Herausforderung bzw. deren Annahme.

In Formen des Djihad wird islamische Nachdenklichkeit konkret manifest.

Was dem Djihad fehlt, ist der deutsche Beitrag in seiner ganzen geschichtlichen Tiefe.

Deutschland war immer Ost, West und Mitte zugleich, die Bundesrepublik Deutschland schlug sich dem Westen zu, was ihr eine Zeitlang auch bekam.

Aber letztlich war Deutschland seit den Niederlagen in zwei Weltkriegen auf Gedeih und Verderb seinen Siegern ausgeliefert.

Ein souveränes, frei entscheidendes Deutschland stand auf möglichst gutem Fuß mit denen, die seine Hilfe brauchten, das waren die Juden und die Völker, die unter dem Kolonialismus der westeuropäischen Mächte - Britannien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Spanien, Portugal, Italien - zu leiden hatten.

Deutschlands Freiheit ist die Grundbedingung für souveräne Entscheidungen besagter Art; gleichzeitig ist eine deutsche Grundsatz-Entscheidung - im Interesse der unterdrückten Völker und ihrer Befreiungskämpfe - wesentliche Voraussetzung auch für die Selbstbefreiung der Deutschen.

Der geistige Djihad ist das Versprechen Gottes an alle Unterdrückten, Entrechteten und seelisch Verkümmernden.

Die Deutschen müssen und werden - weltanschaulich, gesellschaftspolitisch, strategisch - umdenken; dies ist kein Entfremdungsakt, sondern der behutsame Griff in die vergessenen Schatzkammern der deutschen Philosophie.

Der Kreuzzug gegen den Islam hat eine schwarze feministische Seele...

Der Islam wacht über die innere Gesetzlichkeit der Schöpfung Gottes.

Ich sehe weit und breit keine ihm vergleichbare Kraft.

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