2006-04-18
Ob du betest oder nicht, ob du im Einklang bist mit Gott und seiner Schöpfung...
Ob Gott den Einklang will oder nicht
Ob nicht ein harmonischer Zweiklang der Einklang ist, den wir uns wünschen oder nicht wünschen?
Was hat es mit uns zu tun, wenn alles gut geht, uns geht's aber schlecht?
Ist es nicht besser, darüber nicht mehr nach zu denken?
Kümmere dich nicht um Gottes Angelegenheiten, sondern um die nächste Mahlzeit für deine Kinder, vielleicht kümmert er sich dann um euch.
Nur wenn alles zusammen paßt, hängt von meinem Wohlbefinden auch das des Universums ab.
Dann aber ist meine Selbstbekümmerung eine Einmischung in Gottes Angelegenheiten.
Vielleicht soll ich mich einmischen, vielleicht braucht er meine Hilfe.
Oder wir sollen es endlich selber schaffen.
Oder wir sind krank und unbrauchbar geworden.
Was immer wir tun oder lassen, es kümmert ihn nicht mehr.
Und was sollen diese Worte?
Es war einmal ein alter Gott, der ruhte sich am Sinai aus, da kam ein wilder Stamm vorbei, zerlumpt und ausgehungert, und fragte ihn nach dem Weg, so fing alles an.
Er zeigte ihnen den Weg, sagte ihnen, wie sie es richten sollten, was sie machen mußten, um heil durch die Wüste zu kommen.
Er gab ihnen ein Ziel, denn ohne Ziel wären sie irre gegangen, was sie auch mit Ziel schon taten.
Seine Ratschläge wurden zwar nicht befolgt, aber irgendwo auf geschrieben, so daß wir es wissen.
Meist lasen sie nach, wenn sie mal wieder die Orientierung verloren und sich verlaufen hatten.
Wer nicht dabei war, kann sowieso nicht mit reden.
Ohne seine Richtlinien wäre es nicht anders - oder völlig anders - verlaufen.
Viele wollten nach Ägypten zurück, andere entdeckten die Wüste als ihre Heimat.
Die ägyptische Sklaverei hatte sich über ihr Erbe gelegt, aber war der von Gott gewiesene Weg der ererbte oder nur eine neue Verhüllung?
Wenn wir die Geschichte vom Sinai auf Deutschland übertragen, wer und in welcher Verfassung sind wir, ist der zerlumpte und ausgehungerte Haufen der Deutschen 1945?
Welcher Gott ruht in den Trümmern aus, sieht uns kommen und sagt, was wir tun müssen, wenn wir nicht unter gehen wollen?
Manche wollen nach Ägypten zurück, aber das gibt es nicht mehr, und das gelobte Land ist nicht so weit wie das verheißene vom Sinai.
Greif zu, sagte der Teufel oder einer der neuen Götter, und sie griffen zu, wo und wie sie gerade konnten.
Verheißen waren eine neue Gesellschaft und bisher ungekannte Freiheiten, und wer wählen konnte, wählte die Freiheit, die keine war.
Doch die Idee erinnerte an jene, die sich bei Gott für die Wüste entschieden hatten, die nicht nach Ägypten zurück und auch in keinem anderen Land wieder seßhaft werden wollten.
Ich glaube, das verheißene Land war eine Prüfung, die der bestand, der die Verheißung ausschlug, denn Gott ist nicht nur der Herr der Stadt-Geschichte und des Krieges, er ist auch der Vater der Wüste.
Der Krieg ist ihm ein Mittel, die sündhaften Städte in Wüste zurück zu verwandeln.
Dies ist das Wort hinter dem Wort.