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kokhaviv publications

rebird - Deutschlands Kurier

Beiträge zur demokratischen Eroberung

2006-04-09

Horst Lummert

Durchatmen wieder

Nach Aufregungen verschiedener Art, politischen Ungewißheiten, neuen Lügen und alten, die nicht sterben wollen...

Das alles ist nicht vorbei, aber wir tun einfach mal so, als hätten wir es hinter uns gelassen, das Leben muß ja irgendwie weiter gehen.

Schwer zu sagen, wohin es gehen soll, obwohl ziemlich sicher ist, daß die politische Zukunft einem Faschismus ähnlicher sein wird als unserer Demokratie, die sich ohnehin schon sehr fremd geworden ist, wenn man Vergleiche mit den fünfziger und sechziger Jahren anstellt.

Vermutlich wird sich eine faschistische Spielart des Bisherigen etablieren, um einen Faschismus anderer Art zu verhüten.

Alles sieht danach aus.

Eine Volksrechte ist im Kommen, die die soziale Frage mit der nationalen Situation in den Mittelpunkt stellt, und sie hat Chancen, Schritt für Schritt einen breiteren Erfolg im Lande zu erringen, denn die Not ist groß, die Sorgen nehmen täglich zu; die politischen Lösungskonzepte der demokratischen Parteien scheitern allesamt an ihrer Unfähigkeit, die Wirtschaft in die Pflicht zu nehmen, die Priorität der Politik zurück zu gewinnen.

Der Volksrechten stellt sich vehement eine Klassenrechte der Neuen Mitte entgegen, der das Volk nicht am Herzen liegt, sondern im Wege ist.

In ihrem Kampf gegen die Volksrechte, die sich großenteils mit der NS-Tradition identifiziert, bringt die Neue Mitte Methoden und Denkweisen ein, die sie formal von ihrem faschistischen Gegenpart kaum unterscheiden.

Der etablierte Quasi-Faschismus gibt alles daran, den Alternativ-Faschismus zu verhindern, zu vernichten.

Das Establishment setzt damit seine demokratischen Qualitäten aufs Spiel und ist schon heute kaum noch wieder zu erkennen.

Da aber die Volksrechte das für die Gesamtheit bessere Zukunftsmodell vor zu weisen hat, wird es für einen Demokraten schwer sein, sich richtig zu entscheiden, ohne zugleich etwas fundamental Falsches zu tun.

In diesem Zusammenhang von Durchatmen zu sprechen, meint allenfalls, daß man Klarheit gewinnt über die historischen Perspektiven, die ins Land stehen.

Der Demokrat, egal, was er tut, wird nur falsch handeln, sich also nur falsch entscheiden können.

Wer sich aus allem heraus halten möchte, wird die geschichtliche Entwicklung nicht bremsen.

Durchatmen angesichts so großer Perspektivlosigkeit ist nicht zynisch gemeint.

Die Klassensituation wird entscheiden, wohin der Einzelne geht, wenn alle gehen, wohin er also mit geht.

Es beschwört großes Unheil herauf; der Versuche wird es nicht mangeln, Scheinauswege zu offerieren - die Stunde der Täuschungskampagnen und Lügen...

Der eine oder andere mag seinen eigenen Weg finden, seine individuelle Art und Weise entdecken und entfalten.

Wen das zufrieden stellt, der kann weiter schlafen.

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